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Razer Naga Pro im Test: Drahtlose Gaming-Maus mit anpassbarem Seitenteil

03.11.2020 | 11:20 Uhr |

Mit drei wechselbaren Seitenteilen soll die Naga Pro für die beliebtesten Gaming-Genres gerüstet sein. Darüber hinaus sorgen ein präziser Sensor und eine flotte Wireless-Anbindung für zuverlässige Eingaben. Ganz günstig ist das alles aber nicht.

Das neue Modell Razer Naga Pro soll nicht nur eine 25 Prozent schnellere Drahtlos-Anbindung mit sich bringen, sondern auch wechselbare Seitenteile und den hauseigenen optischen Sensor Razer Focus+ mit einer Abtastrate von bis zu 20.000 DPI. Wie gut sich die Gaming-Maus in der Praxis schlägt, verraten wir in diesem Test.

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Razer Naga Pro: Ergonomischer Bedienkomfort

Die Razer Naga Pro erinnert optisch natürlich an die Naga-Vorgängermodelle, wobei der Neuzugang etwas breiter ausfällt (43 Millimeter hoch, 74,5 Millimeter breit). Daher eignet sich der Nager eher für Spieler, die im Palm Grip daddeln. Zudem bietet die Gaming-Maus eine angenehme ergonomische Form, um Ermüdung vorzubeugen. Insgesamt fällt die Optik jedoch recht schlicht aus. Einziger Blickfang ist die dezente RGB-Beleuchtung des Mausrads und des Razer-Logos.

Die Razer naga Pro eignet sich aufgrund ihres Designs am ehesten für Palm-Grip-Spieler.
Vergrößern Die Razer naga Pro eignet sich aufgrund ihres Designs am ehesten für Palm-Grip-Spieler.
© Razer

Die DPI-Wechsel-Schalter sowie das Scrollrad sind in jeder Griffposition gut erreichbar und erlauben schnelle, komfortable Eingaben. Das Scrollrad ist mit einer texturierten Gummischicht überzogen und leicht gerastert. Auf der Unterseite der Maus befindet sich ein weiterer Schalter. Dieser dient zum Durchschalten der gespeicherten Profile. Mit 117 Gramm (ohne eingelegten USB-Empfänger) ist die Maus relativ schwer, was jedoch auch Geschmackssache ist. Denn dank der PTFE-Gleitfüße lässt sich die Naga Pro flott über das Mauspad bewegen.

Wechselbares Seitenteil für jedes Genre

Es befinden sich gleich drei wechselbare Seitenteile im Lieferumfang der Razer Naga Pro. Diese lassen sich jeweils auf der linken Seite durch eine magnetische Aufnahme anbringen. Jede dieser Seiten ist vom Hersteller für ein bestimmtes Genre vorgesehen. Daher verfügen alle über eine unterschiedliche Anzahl und Anordnung an Tasten.

Die Razer Naga Pro kommt ab Werk mit insgesamt drei austauschbaren Seitenteilen, um schnell zwischen verschiedenen Spiel-Genres wechseln zu können.
Vergrößern Die Razer Naga Pro kommt ab Werk mit insgesamt drei austauschbaren Seitenteilen, um schnell zwischen verschiedenen Spiel-Genres wechseln zu können.
© Razer

Ab Werk befindet sich die Variante mit sechs Tasten und einer gummierten Fingerablage an der Maus. Sie eignet sich besonders gut für Battle-Royale-Games oder MOBAs wie zum Beispiel Fortnite. Das Seitenteil mit 12 Tasten ist von Razer für MMOs wie World of Warcraft vorgesehen. Und natürlich darf der Klassiker mit zwei Tasten und einer ebenfalls gummierten Fläche nicht fehlen. Diese Variante eignet sich besonders gut für FPS-Games wie CS Go und Valorant.

Die Tastenbelegung mit dem FPS-Seitenteil für das Spiel Valorant. Natürlich lassen sich alle Tasten aber auch beliebig programmieren.
Vergrößern Die Tastenbelegung mit dem FPS-Seitenteil für das Spiel Valorant. Natürlich lassen sich alle Tasten aber auch beliebig programmieren.
© Razer

Die Seitenteile lassen sich schnell und einfach austauschen - und dann bombenfest an den Seiten sitzen. Auch die Druckpunkte der jeweiligen Tasten fällt stets knackig aus. Zudem befindet sich unter den Seitenteilen auch ein Fach fürs sichere Verstauen des USB-Dongles für den Wireless-Betrieb.

Auch der USB-Dongle lässt sich in der Naga Pro sicher verstauen.
Vergrößern Auch der USB-Dongle lässt sich in der Naga Pro sicher verstauen.
© Razer

Akkulaufzeit und kabellose Anbindung in der Praxis

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku lässt sich ganz einfach über das mitgelieferte Micro-USB-Kabel laden - Sie können die Razer Naga Pro so auch kabelgebunden nutzen. Außerdem ist der Nager kompatibel mit dem Wirless-Charging-Dock „Razer Mouse Dock Chroma“. Dieser ist leider nicht im Lieferumfang enthalten und für rund 60 Euro zusätzlich erhältlich - ziemlich happig. Vor allem bildet Razer das Dock ständig mit der Naga Pro zusammen ab, sodass der Eindruck entstehen könnte, dass es sich im Lieferumfang befindet.

Das Ladedock versorgt die Naga Pro mit neuer Energie, kann den USB-Dongle beherbergen und verfügt über eine RGB-Beleuchtung. Nur ist das Dock nicht im Lieferumfang enthalten und kostet rund 60 Euro extra.
Vergrößern Das Ladedock versorgt die Naga Pro mit neuer Energie, kann den USB-Dongle beherbergen und verfügt über eine RGB-Beleuchtung. Nur ist das Dock nicht im Lieferumfang enthalten und kostet rund 60 Euro extra.
© Razer

Für die Anbindung an den PC stehen dem Nutzer zwei unterschiedliche Verbindungs-Varianten zur Verfügung. Denn zum einen lässt sich die Razer Naga Pro via Bluetooth koppeln, oder über den im Lieferumfang befindlichen USB-Dongle. Letzterer bietet die „Razer Hyperspeed Wireless“-Technologie, die Daten um bis zu 25 Prozent flotter als herkömmliche Standards übertragen soll. In unserem Test konnten wir feststellen, dass beide Funkstrecken zuverlässig und störungsfrei arbeiten, jedoch würden wir Gamern die Nutzung des USB-Dongles ans Herz legen.

In Sachen die Akkulaufzeit verspricht Razer 150 Stunden für die Nutzung via Bluetooth und 100 Stunden per Razer Hyperspeed Wireless. Wir haben die Razer Naga Pro zirka fünf Tage dauerhaft genutzt (rund zehn Stunden am Tag) mit aktiver RGB-Beleuchtung. Dabei konnten wir feststellen, dass wir den Akku nur einmal neu laden mussten.

Die Seitenteile halten bombenfest und lassen sich schnell austauschen.
Vergrößern Die Seitenteile halten bombenfest und lassen sich schnell austauschen.
© Razer

Schalter und Sensor von Razer

Bei der Technik für die Schalter und den Sensor setzt Razer auf hauseigene Technologien. Denn für die linke und rechte Maustaste kommen die optischen Maus-Switches von Razer zum Einsatz. Sie garantieren sofortiges Auslösen und eine hohe Langlebigkeit mit bis zu 70 Millionen Klicks. In unserem Test kommen wir mit der raschen Eingabe sehr gut zurecht.

Die Razer Naga Pro lässt sich per Kabel, via Bluetooth oder via Hyperspeed Wireless betreiben.
Vergrößern Die Razer Naga Pro lässt sich per Kabel, via Bluetooth oder via Hyperspeed Wireless betreiben.
© Razer

Und auch der Razer-eigene Sensor Focus+ kann uns überzeugen. Zusammen mit Pixart hat Razer den optischen Sensor entwickelt und verspricht eine Auflösegenauigkeit von 99,6 Prozent. Zudem verfügt er über 20.000 DPI und lässt eine Mauspad-Kalibrierung zu. Hierfür benötigen Sie lediglich die kostenlose Treiber-Software Razer Synapse 3.

Software: Razer Synapse 3

Um die eben erwähnte Mauspad-Kalibrierung durchzuführen ist einfach nur das Herunterladen der Razer Synapse 3-Software nötig. Doch sie bietet noch einiges mehr. Denn über die Software lassen sich die Tasten der Razer Naga Pro neu programmieren, genau wie die RGB-Beleuchtung. Diese Einstellung können Sie anschließend im Cloud-Storage speichern oder direkt auf dem internen Speicher der Razer Naga Pro. Letzterer nimmt bis zu fünf Profile auf.

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