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Razer Blackshark V2: E-Sport-Gaming-Headset im Test

10.08.2020 | 11:20 Uhr |

Das Gaming-Headset Razer Blackshark V2 ist die Neuauflage eines Klassikers, das sich auch für den Einsatz im E-Sport eignen soll - vor allem dank „Surround Sound der nächsten Generation“.

Der Test des Razer Blackshark V2 wird zeigen, ob das Gaming-Headset tatsächlich einen „genialen Sound“, ein „überlegenes Mikrofon“ und eine „perfekte Schallisolierung“ bietet. Zusätzlich soll die hauseigene Raumklang-Technik THX Spatial Audio „einen greifbaren Wettbewerbsvorteil“ bieten. Wir werden sehen!

TEST-FAZIT: Razer Blackshark V2

Das Razer Blackshark V2 hinterlässt im Test einen bleibenden Eindruck: Der Tragekomfort ist sehr hoch, der Klang ist für ein Gaming-Headset überdurchschnittlich gut und THX Spatial Audio erledigt einen beeindruckend guten Job. Letzteres ist aber bisher nur für 16 Titel verfügbar, was sich nach Herstellerangaben aber wohl bald ändern wird.

Auch das schlichte Design und die hochwertige Verarbeitung können überzeugen – und ja, Profi-Spieler dürften am Blackshark V2 kaum etwas auszusetzen haben. Überraschend akzeptabel ist der Preis von rund 110 Euro, weshalb wir hier auch von einem guten Preis-Leistungsverhältnis sprechen und das Gaming-Headset definitiv empfehlen können.

Pro:
+ sehr hoher Tragekomfort
+ toller Klang für ein Gaming-Headset
+ gute Preis-Leistung
+ THX Spatial Audio kann überzeugen…

Contra:
- …wenn es denn für das jeweilige Spiel verfügbar ist

Das Razer Blackshark V2 erhält den PC-WELT-Award "Empfehlung der Redaktion".
Vergrößern Das Razer Blackshark V2 erhält den PC-WELT-Award "Empfehlung der Redaktion".

Die besten Gaming-Headsets im Test

Razer Blackshark V2: Zurückhaltendes, leichtes Gaming-Headset

Das Razer Blackshark V2 unterscheidet sich in Sachen Design von den restlichen Gaming-Headsets. Das komplette Design ist eher unauffällig und würde sich sogar fürs Musikhören unterwegs eignen. Es wirkt außerdem recht schlank und ist mit einem Gewicht von rund 262 Gramm auch noch recht leicht. Ideal also für den Transport, was in der E-Sport-Szene genau richtig ist, da die Teams oft reisen müssen. Damit das Headset auch noch vor Kratzern geschützt wird, liefert Razer gleich einen Stoffbeutel dafür mit. Eine komplett runde Sache wäre es jedoch gewesen, wenn der Hersteller die Ohrmuscheln auch noch einklappbar oder wenigstens einschwenkbar designt hätte, um das Blackshark V2 auch noch flacher zu machen.

Im Lieferumfang befindet sich auch ein Stoffbeutel, um das Gaming-Headset vor Kratzern zu schützen.
Vergrößern Im Lieferumfang befindet sich auch ein Stoffbeutel, um das Gaming-Headset vor Kratzern zu schützen.
© Razer

An der linken Ohrmuschel befindet sich der komplett abnehmbare Mikrofonarm mit einem Popfilter aus Schaumstoff. An der Außenseite integriert Razer ein komfortabel erreichbares Lautstärkedrehrad, das in der Mitte leicht einrastet, um dem Gamer die Blindbedienung zu vereinfachen. Außerdem lässt sich so sichergehen, dass das Headset nicht versehentlich auf voller Lautstärke losröhrt. An der Rückseite der Ohrmuschel befindet sich das letzte Bedienelement des Headsets, nämlich der Schalter für die Mikrofonstummschaltung. Auf eine Status-LED, die beispielsweise eben auf ein stummgeschaltetes Mikrofon hinweist, müssen Sie verzichten. Generell integriert Razer auch überraschenderweise keinerlei Beleuchtung. Damit sollte die Zielgruppe wohl klar sein: Seriöse Profi-Spieler, die sich aufs Wesentliche konzentrieren müssen.

Sehr hoher Tragekomfort

Schon beim ersten Aufsetzen des Razer Blackshark V2 bemerken wir, dass der Hersteller hier einiges richtig gemacht hat. Der Tragekomfort ist ausgesprochen hoch. Das liegt an den weichen, mit Memory-Schaum gefüllten Ohrpolstern und Kopfbügel, die mit einem perforierten Stoffüberzug aufwarten können. Der sehr weiche Schaumstoff isoliert sehr gut vor Außengeräuschen und das Gewebe lässt einen nicht allzu schnell ins Schwitzen kommen - sehr schön!

Das Razer Blackshark V2 lässt sich per USB oder per Klinke betreiben - bei letzterem entfallen die Klangverbesserungen.
Vergrößern Das Razer Blackshark V2 lässt sich per USB oder per Klinke betreiben - bei letzterem entfallen die Klangverbesserungen.
© Razer

Die Größenverstellung des Razer Blackshark V2 erfolgt über die kleinen Metallstäbe, an denen auch die Ohrmuscheln aufgehängt sind. Diese lassen sich unabhängig voneinander nach oben oder unten schieben. Das reicht uns in der Praxis auch vollkommen aus, denn das Gaming-Headset sitzt auf dem recht großen Kopf des Testers bequem und sicher. Schade ist nur, dass man die Größe immer wieder neu einstellen muss.

Das Razer Blackshark V2 verfügt über die nötigsten Bedienelemente, RGB oder sonstigen Schnickschnack gibt es nicht.
Vergrößern Das Razer Blackshark V2 verfügt über die nötigsten Bedienelemente, RGB oder sonstigen Schnickschnack gibt es nicht.
© Razer

Ausstattung: Klinke oder USB

Das Razer Blackshark V2 wird mit einer kleinen USB-Soundkarte geliefert, in der das Headset per einzelner 4-Pol-Klinke eingesteckt wird. Erst damit lassen sich die Klangverbesserungen auch alle nutzen. Wer das Headset nur per Klinke an der Konsole betreibt, muss auf all die technischen Features wie THX Spatial Audio verzichten. Dennoch ist es schön zu sehen, dass sich das Blackshark V2 doch recht flexibel einsetzen lässt.

Die USB-Soundkarte ermöglicht erst die Klangoptimierungen wie THX Spatial Audio.
Vergrößern Die USB-Soundkarte ermöglicht erst die Klangoptimierungen wie THX Spatial Audio.
© Razer

Wie bereits erwähnt lässt sich das „Hyperclear Kardioiden“-Mikrofon komplett vom Headset abnehmen. Integriert ist eine Rauschunterdrückung, die in der Praxis ziemlich gut funktioniert. Die Sprachübertragung selbst klingt etwas scharf und dezent künstlich, dafür aber immer verständlich. Standardmäßig ist das Mikrofon jedoch etwas leise eingestellt, weshalb wir hier eine Anhebung in Razer Synapse empfehlen.

Insgesamt ist das Razer Blackshark V2 recht unauffällig designt.
Vergrößern Insgesamt ist das Razer Blackshark V2 recht unauffällig designt.
© Razer

Überzeugender Raumklang

Im reinen Stereobetrieb kann uns das Razer Blackshark V2 überzeugen, so viel können wir schon einmal sagen. Besonderes Highlight soll die Raumklang-Virtualisierung THX Spatial Audio sein, womit Razer auf Techniken aus eigenem Hause setzt. Ab Werk erkennt die zugehörige Software Synapse automatisch, ob Sie zocken, Musik hören oder einen Film schauen und schaltet auf das jeweils passende Klangprofil. Natürlich kann der Nutzer auch manuell die verschiedenen Modi wählen. Insgesamt können wir sagen, dass wir begeistert sind, da die Verortung absolut überzeugt. Am besten klappt das in den Spielen, die THX Spatial Audio auch unterstützen, wie Apex Legends oder Call of Duty: Modern Warfare. Wir können hier dem Feind auflauern und ihn anhand seiner Schritte problemlos orten.

Die Profile für THX Spatial Audio lassen sich im Treiber auch umstellen und feintunen.
Vergrößern Die Profile für THX Spatial Audio lassen sich im Treiber auch umstellen und feintunen.

Zum Start sind es 16 Spiele, denen Razer ein „THX Spatial Audio“-Profil spendiert. Dazu kommen E-Sport-Titel wie Counter-Stike: Global Offensive, Rainbox Six Siege und Valorant. Auch für das VR-Game Half-Life: Alyx gibt es ein Profil. Razer hat jedoch versichert, dass noch mehr folgen sollen. Die Klangqualität in Musik und Filmen ist überraschend gut, denn in der Regel klingen Gaming-Headsets in diesen Bereichen eher mittelmäßig. Doch hier erhalten wir einen warmen, differenzierten Bass und eine insgesamt balancierte Abstimmung des Klangs.

Auch beim Mikrofon stehen einige Optionen für einen noch individuelleren Betrieb bereit.
Vergrößern Auch beim Mikrofon stehen einige Optionen für einen noch individuelleren Betrieb bereit.

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