2682287

Razer Basilisk V3 Pro im Test: Diese Gaming-Maus setzt neue Maßstäbe

12.09.2022 | 10:20 Uhr |

Die Razer Basilisk V3 Pro fackelt ein wahres Funktions-Feuerwerk ab. Aber bleibt dabei etwas auf der Strecke?

Mit der Razer Basilisk V3 Pro testen wir eine neue kabellose Gaming-Maus, die für Gamer entwickelt wurde, die auf der Suche nach einer Maus mit hoher Präzision und Funktionalität sind. In diesem Test werden wir uns das Design, die Funktionen und die Leistung der Razer Basilisk V3 Pro genauer ansehen und herausfinden, ob sie ihr Geld wert ist.

Drahtloser Spiele-Spaß: Die besten Wireless-Gaming-Mäuse im Test

Razer Basilisk V3 Pro: Alte Tugenden, die sich immer noch bewähren

Die Razer Basilisk V3 Pro ist eine Gaming-Maus durch und durch. Das sieht man schon an der RGB-Beleuchtung im Scrollrad, an der Unterseite und an der Rückseite im Logo, sowie am schnittigen, bewährten Design der Basilisk-Serie. Insgesamt liegt die Maus dadurch sehr gut in der Hand und eignet sich vor allem für die Griffstile Palm- und Claw-Grip.

Die Razer Basilisk V3 Pro ist eine Gaming-Maus durch und durch. Das sieht man schon an der RGB-Beleuchtung im Scrollrad, an der Unterseite und an der Rückseite im Logo, sowie am schnittigen, bewährten Design der Basilisk-Serie.
Vergrößern Die Razer Basilisk V3 Pro ist eine Gaming-Maus durch und durch. Das sieht man schon an der RGB-Beleuchtung im Scrollrad, an der Unterseite und an der Rückseite im Logo, sowie am schnittigen, bewährten Design der Basilisk-Serie.
© Razer

Der Kunststoff, aus dem das Gehäuse der Maus besteht, fühlt sich angenehm an und wirkt hochwertig. Für den nötigen Grip sorgt ein strukturierter Gummibezug an den Außenseiten. Mit einem Gewicht von 112 Gramm ist sie etwas schwerer als die Razer Basilisk Ultimate (zu unserem Test), aber immer noch kein Schwergewicht. Um das höhere Gewicht vermutlich etwas auszugleichen, integriert Razer fünf relativ dicke PTFE-Gleitflächen an der Unterseite, die für ein tadelloses Gleitverhalten der Maus sorgen.

Die Form entspricht der anderer Basilisk-Modelle, weshalb sie äußerst komfortabel zu handhaben ist.
Vergrößern Die Form entspricht der anderer Basilisk-Modelle, weshalb sie äußerst komfortabel zu handhaben ist.
© Razer

Programmierbare Tasten auf zwei Ebenen

Die Razer Basilisk V3 Pro ist mit insgesamt elf programmierbaren Tasten ausgestattet, die sich allesamt auch leicht erreichen lassen. Neben zwei Daumentasten verbaut Razer versetzt davor noch einen Multifunktions-Taster, der standardmäßig als Sniper-Taste fungiert, indem er im gedrückten Zustand die Sensor-DPI für ein besseres Zielen spürbar reduziert. Wie bei allen anderen Tasten auch lässt sie sich mit weiteren Funktionen wie Makros oder auch der sogenannten Hypershift-Funktion belegen. Halten Sie letztere gedrückt, aktiviert dieser Modus eine zweite Tastenbelegungsebene für noch mehr Eingabemöglichkeiten. Bei der Ultimate-Version ließ sich diese Taste aber noch mit einer längeren Flügelvariante aus Metall wechseln - bei der V3 Pro leider nicht.

Für den nötigen Grip sorgt ein strukturierter Gummibezug an den Außenseiten.
Vergrößern Für den nötigen Grip sorgt ein strukturierter Gummibezug an den Außenseiten.
© Razer

Optische Mausschalter der dritten Generation

Für die Haupt-Maustasten der Razer Basilisk V3 Pro setzt der Hersteller auf seine neuen optischen Maus-Schalter der dritten Generation, die nun eine Lebensdauer von bis zu 90 Millionen Klicks und Auslösezeiten von “gerade einmal 0,2 Millisekunden” bieten. Messen können wir das leider nicht, aber wir können zumindest keine Verzögerungen oder andere Fehler während unserer Tests feststellen. Die Klicks sind dabei schön satt und für unseren Geschmack nicht zu straff abgestimmt, wodurch schnelle Klickfolgen kein Problem sind.

„Smartes“ 4-Wege-Mausrad mit verschiedenen Bildläufen

Das Scrollrad der Razer Basilisk V3 Pro ist besonders: Es handelt sich um ein 4-Wege-Modell, das sich neben dem obligatorischen Drehen und Klicken also auch nach links und rechts neigen (Tilt-Funktion) lässt. Während sich bei der Basilisk Ultimate noch der Scroll-Widerstand über ein Rädchen mechanisch feintunen ließ, funktioniert das bei der Razer Basilisk V3 Pro nun etwas anders.

So lässt sich auf Knopfdruck (die Taste direkt hinter dem Mausrad) zwischen einem taktilen und damit präziseren Bildlauf oder einem freien, schnelleren Scrollen umschalten. Aber damit nicht genug: In der Software Razer Synapse lässt sich die Option Scroll-Beschleunigung aktivieren, die die Scroll-Geschwindigkeit des Mausrads automatisch erhöht, je schneller Sie es anschubsen.

Oder Sie schalten in den “Smart-Reel”-Modus, der eigenständig zwischen dem taktilen und den freilaufenden Modus wechselt - je nachdem wie schnell Sie das Mausrad drehen. Im Test funktionierte die automatische Umschaltung ziemlich gut, auch wenn sie recht empfindlich reagiert. Denn es genügt schon ein leichter, etwas flotterer Dreher, damit die Maus “durchdreht”. Daran mussten wir uns erst gewöhnen, genau wie an das Klicken, wenn das Srcollrad losgelassen wird und wieder für den taktilen Modus einrastet.

Hochsensibler, optischer Sensor

Die Razer Basilisk V3 Pro lässt sich mit ihrem optischen Sensor Focus+ Pro mit bis zu 30.000 DPI sensibler einstellen als viele andere Gaming-Mäuse auf dem Markt - und das selbst auf Glasflächen! Hinzu kommen eine erstklassige Abtastgeschwindigkeit von 750 IPS und eine Beschleunigung von bisher nur selten anzutreffenden 70 G. Das sorgt dafür, dass sich die Razer Basilisk V3 Pro selbst für die schnellsten Manöver und somit auch eSports-Spieler eignet.

Die Razer Basilisk V3 Pro lässt sich mit ihrem optischen Sensor Focus+ Pro mit bis zu 30.000 DPI sensibler einstellen als viele andere Gaming-Mäuse auf dem Markt - und das selbst auf Glasflächen!
Vergrößern Die Razer Basilisk V3 Pro lässt sich mit ihrem optischen Sensor Focus+ Pro mit bis zu 30.000 DPI sensibler einstellen als viele andere Gaming-Mäuse auf dem Markt - und das selbst auf Glasflächen!
© Razer

Flexible Wireless-Anbindungen

Da es sich bei der Razer Basilisk V3 Pro primär um eine Wireless-Gaming-Maus handelt, legt der Hersteller einen Nano-USB-Dongle bei, um die 2,4-GHz-Funkverbindung namens Hyperspeed aufzubauen. Der Dongle beherrscht übrigens auch die Möglichkeit, mehrere kompatible Geräte darüber zu verbinden. Dank einer Polling-Rate von 1.000 Hertz gibt es auch keine Nachteile in Sachen Latenzen gegenüber einer kabelgebundenen Maus. Wir konnten zumindest keinerlei Fehler während unserer Tests feststellen. Gefühlt leicht verzögert reagierte die Maus, als wir auf Bluetooth umschalteten. Ja, richtig gehört, die Razer Basilisk V3 Pro nutzt den weit verbreiteten Wireless-Standard, was die Einsatzgebiete des Nagers ungemein erweitert. Nur die reaktionsschnellsten Games sollten Sie in diesem Modus damit nicht zocken.

Der Hyperspeed-Dongle lässt sich in der Razer-Maus verstauen.
Vergrößern Der Hyperspeed-Dongle lässt sich in der Razer-Maus verstauen.
© Razer

Ausdauernder Akku

Alternativ lässt sich die Gaming-Maus auch über ein beigelegtes, äußerst flexibles sowie gesleevtes USB-C-Kabel betreiben, während der integrierte Akku geladen wird. Der soll im Wireless-Betrieb via Hyperspeed-Anbindung bis zu 90 Stunden unbeleuchtet vorhalten, im Bluetooth-Modus sollen es 100 sein. In unseren Tests kommen wir mit Hyperspeed auf geschätzt über 50 Stunden, allerdings bei aktiver RGB-Beleuchtung. Sehr beeindruckend!

Wenn Sie kein altmodisches Kabel anstöpseln möchten, dann können Sie auch das optional erhältliche, selbstverständlich RGB-beleuchtete Razer Maus Dock Pro kaufen, das auch einen Wireless Charging Puck mitbringt.
Vergrößern Wenn Sie kein altmodisches Kabel anstöpseln möchten, dann können Sie auch das optional erhältliche, selbstverständlich RGB-beleuchtete Razer Maus Dock Pro kaufen, das auch einen Wireless Charging Puck mitbringt.
© Razer

Optionales Maus-Dock ist teuer, aber ein technischer Leckerbissen

Wenn Sie kein altmodisches Kabel anstöpseln möchten, dann können Sie auch das optional erhältliche - selbstverständlich RGB-beleuchtete - Razer Maus Dock Pro kaufen, das auch einen Wireless Charging Puck mitbringt. Denn ähnlich wie bei Logitechs kabelloser Auflade-Technik Powerplay wechseln Sie werkzeuglos eine kleine Scheibe in der Unterseite der Maus mit dem erwähnten Puck aus, damit sich die Razer Basilisk V3 Pro auf dem Dock laden lässt. Die Ladefläche selbst ist magnetisch und richtet die Maus automatisch aus, die Aufladung erfolgt dieses Mal auch über den mittlerweile weit verbreiteten Qi-Standard.

Ähnlich wie bei Logitechs kabelloser Auflade-Technik Powerplay wechseln Sie werkzeuglos eine kleine Scheibe in der Unterseite der Maus mit dem erwähnten Puck aus, damit sich die Razer Basilisk V3 Pro auf dem Dock laden lässt.
Vergrößern Ähnlich wie bei Logitechs kabelloser Auflade-Technik Powerplay wechseln Sie werkzeuglos eine kleine Scheibe in der Unterseite der Maus mit dem erwähnten Puck aus, damit sich die Razer Basilisk V3 Pro auf dem Dock laden lässt.
© Razer

Weiteres Schmankerl: Statt des bei der Maus enthaltenen 2,4-GHz-Dongles können Sie den 4K-Hz-Transmitter im Inneren des Docks nutzen, das 4.000-Hertz-Hyperpolling ermöglicht und damit die Abfragerate theoretisch vervierfacht. Wir merken davon zwar nichts direkt, aber wir bewegen uns ja in ohnehin schon in besonders flotten Standards. Doch das Dock inklusive Puck kostet noch einmal stolze 100 Euro. Wenn Sie das Dock sowieso wollen, dann raten wir zum Bundle, das die Maus bereits umfasst. Das kostet aktuell 243 Euro und Sie sparen sich somit rund 37 Euro. Falls das noch eine Rolle spielen sollte…

Weiteres Schmankerl: Statt des bei der Maus enthaltenen 2,4-GHz-Dongles können Sie den 4K-Hz-Transmitter im Inneren des Docks nutzen, das 4.000-Hertz-Hyperpolling ermöglicht und damit die Abfragerate theoretisch vervierfacht.
Vergrößern Weiteres Schmankerl: Statt des bei der Maus enthaltenen 2,4-GHz-Dongles können Sie den 4K-Hz-Transmitter im Inneren des Docks nutzen, das 4.000-Hertz-Hyperpolling ermöglicht und damit die Abfragerate theoretisch vervierfacht.
© Razer

PC-WELT Marktplatz

2682287