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Gaming-Tisch mit flexibler Tischhöhe & Funktionalität – Leetdesk Classic im Test

28.04.2022 | 10:02 Uhr |

Den Leetdesk Classic gibt’s jetzt mit einer Breite von 180 cm und richtet sich an Nutzer, die Wert auf Flexibilität, Gesundheit und Ästhetik legen.

Mit dem Leetdesk Classic haben wir die Version des höhenverstellbaren, konfigurierbaren Schreibtisches im Praxis-Test, die einen Kompromiss aus Gaming und Homeoffice darstellen soll. Neu ist dabei die Tischplatte, die es nun auch mit 180 Zentimeter Breite gibt, um besonders umfangreichen Setups genügend Platz zu bieten.

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Leetdesk Classic: Konfigurierbarer Gaming-Desk

Unsere Version des Leetdesk Classic verfügt über die brandneue Tischplatte mit den Maßen 180 x 80 Zentimetern, die Anfang April 2022 auf den Markt kam. Das gewährt ordentlich viel Platz, selbst für Triple-Monitor-Setups. Das Besondere ist aber, dass der Hersteller einen Online-Konfigurator auf der Webseite bereitstellt, der Interessenten einige Auswahlmöglichkeiten bietet – wie eben auch in Sachen Abmessungen der Tischplatte. Denn auf Wunsch lässt sich der Leetdesk auch mit den Dimensionen 140 x 70 oder 160 x 80 Zentimeter bestellen. Was die jeweiligen Optionen am Endpreis ausmachen, wird Ihnen direkt in Echtzeit eingeblendet. Alle Tischplatten bestehen im Übrigen aus MDF-Holz, also einer mitteldichten Faserplatte, die sich durch besonders hohe Bruch- sowie Biegefestigkeit auszeichnet.

Hier ein Triple-Monitor-Setup, allerdings mit der kleineren Tischplatte.
Vergrößern Hier ein Triple-Monitor-Setup, allerdings mit der kleineren Tischplatte.
© Leetdesk

In der Classic-Variante kommt die Platte ohne den sogenannten „Signature Cockpit“-Ausschnitt aus, der einen das Gefühl einer Steuerzentrale geben soll. Auch in Sachen Komfort soll die Aussparung positive Auswirkungen haben, da man so seine Arme besser auf dem Tisch ablegen kann. Ohne diesen Ausschnitt wirkt die klassische Version schlichter und eignet sich somit auch fürs Homeoffice. Einen Aufpreis müssen Sie dafür aber nicht zahlen. Eine Aussparung haben aber beide Varianten gemeinsam, die mittig an der Rückseite des Desks integriert wurde: Dadurch lässt sich der Tisch bündig mit der Wand stellen, aber die Kabel lassen sich dennoch durchführen.

Verschiedene Farben und Oberflächen wählbar

Beim Leetdesk Classic und allen anderen Versionen lässt sich auch die Außenkante der Tischplatte in vier verschiedenen Farben (Leet Orange, Shadow Black, Crosshair Red und Flashbang White) wählen, um noch mehr farbliche Akzente zu setzen oder sich eben ans restliche Gaming-Setup anzunähern – ohne, dass es Sie einen Cent mehr kostet.

Eine Aussparung haben alle Leetdesks gemeinsam, die mittig an der Rückseite des Desks integriert wurde: Dadurch lässt sich der Tisch bündig mit der Wand stellen, aber die Kabel lassen sich dennoch durchführen.
Vergrößern Eine Aussparung haben alle Leetdesks gemeinsam, die mittig an der Rückseite des Desks integriert wurde: Dadurch lässt sich der Tisch bündig mit der Wand stellen, aber die Kabel lassen sich dennoch durchführen.
© Leetdesk

Bei der Oberfläche des Leetdesk bleibt es zwar immer bei Schwarz, doch die Beschaffenheit lässt sich ändern: Standardmäßig verfügt die Platte über eine leicht texturierte Oberfläche, um Reibung und Hitzeentwicklung zu reduzieren. Gegen einen Aufpreis von 99,95 Euro lässt sich aber auch die „Ghost Touch“-Oberfläche wählen, die zusätzlich noch über eine blendfreie Anti-Fingerabdruck-Beschichtung verfügt. Genau die haben wir auch für unser Testexemplar. Blendfrei können wir definitiv bestätigen, auch die Haptik wirkt sehr angenehm und hochwertig. Nur Fingerabdrücke kann die Oberfläche nicht zu 100 Prozent verhindern. Deshalb finden wir den Aufpreis doch etwas happig.

Verschiedene Addons erhöhen Komfort

Für den Leetdesk Classic gibt es noch fünf weitere Zusätze gegen Aufpreis. Eine PC-Halterung, die an die Tischplatte geschraubt wird und bis zu 20 Kilogramm schwere Tower trägt. Kabelmanagement-Kanäle aus Metall, die zweiteilig ausgeführt sind und links und rechts des Kabelauslasses angeschraubt werden. Genau die haben auch wir und finden sie großzügig dimensioniert und hochwertig verarbeitet – unbedingt mitnehmen!

Die Verkabelung der Stellmotoren mit dem Netz- und Bedienteil müssen Sie selbst erledigen, dafür liegen aber auch einige Klettbänder und selbstklebende Kabelhalter bei.
Vergrößern Die Verkabelung der Stellmotoren mit dem Netz- und Bedienteil müssen Sie selbst erledigen, dafür liegen aber auch einige Klettbänder und selbstklebende Kabelhalter bei.
© Friedrich Stiemer

Dann lässt sich noch ein Wireless-Ladepad für Qi-kompatible Geräte bestellen, das Sie ebenfalls beliebig unter die Tischplatte schrauben. Zusätzlich verfügt das Pad noch über einen USB-A und einen -C-Anschluss fürs kabelgebundene Laden. Beim vierten Addon handelt es sich um zwei unterschiedlich große Mauspads, die Leetdesk vom bekannten Premium-Anbieter Propads.gg fertigen lässt. Diese lassen sich auch mit eigenen Motiven bedrucken. Bei Auswahl erfolgt der weitere Bestellprozess direkt bei Propads, Käufer erhalten von Leetdesk einen entsprechenden Gutschein. Beim fünften und letzten Zusatz lässt sich direkt eine flexible Monitorhalterung mit Pivot-Funktion hinzubuchen.

Flexible, elektrische Höhenverstellung

Eines der größten Highlights des Leetdesk Classic ist aber die elektrische Höhenverstellung. Dank eines Dual-Motor-Systems, bei dem in jedem Tischbein ein Motor sitzt, geht das nicht nur recht flott, sondern auch angenehm leise vonstatten. Wer die Höhenverstellung mal live erleben möchte, dem legen wir den Youtube-Kanal von Leetdesk ans Herz (hier klicken). Das Besondere: Bei den Tischbeinen setzt Leetdesk auf drei Segmente, während vor allem günstigere Modelle nur auf zwei Segmente setzen. Das macht den Tisch nicht nur stabiler und belastbarer, sondern er lässt sich auch höher sowie niedriger fahren. So lassen sich insgesamt bis zu 80 Kilogramm auf den Tisch packen, was für ein Triple-Monitor-Setup und einen Full-Tower-Gaming-PC definitiv reichen sollte. Die Höhen belaufen sich deshalb auch auf 63 bis 121 Zentimeter - höher und niedriger, als bei den meisten Modellen!

Das Gestell ist aus schwarzem Metall und schön schwer ausgeführt. Vor allem die beiden Tischbeine sind sehr schwer, da neben dem Motor auch mehrere Segmente darin integriert sind.
Vergrößern Das Gestell ist aus schwarzem Metall und schön schwer ausgeführt. Vor allem die beiden Tischbeine sind sehr schwer, da neben dem Motor auch mehrere Segmente darin integriert sind.
© Friedrich Stiemer

Die Einstellung erfolgt über ein flexibel positionierbares Bedienfeld mit insgesamt sechs Tasten und einer digitalen Monochrom-Anzeige, die über die aktuelle Tischhöhe in Echtzeit informiert. Neben den obligatorischen Tasten für das Hoch- und Runterfahren des Leetdesks gibt es noch drei weitere Tasten, um bestimmte Höhen des Tisches zu speichern und dann per Knopfdruck abzurufen. Die Tasten ganz rechts mit dem „M“ dient zur Speicherung dieser drei Positionen. Inklusive ist auch ein Anti-Kollisionssystem: Stößt die Tischplatte auf ein Hindernis, hält der Leetdesk Classic automatisch an und fährt wieder ein Stück hoch.

Die Einstellung erfolgt über ein flexibel positionierbares Bedienfeld mit insgesamt sechs Tasten und einer digitalen Monochrom-Anzeige, die über die aktuelle Tischhöhe in Echtzeit informiert.
Vergrößern Die Einstellung erfolgt über ein flexibel positionierbares Bedienfeld mit insgesamt sechs Tasten und einer digitalen Monochrom-Anzeige, die über die aktuelle Tischhöhe in Echtzeit informiert.
© Friedrich Stiemer

Unkomplizierter Zusammenbau

Geliefert wird der Leetdesk Classic in unserer Testkonfiguration (180 x 80 Zentimeter Tischplatte mit Ghost-Touch-Oberfläche und Kabelkanäle) in drei Paketen. Die gedruckte Bedienungsanleitung erklärt natürlich alle wichtigen Schritte des Zusammenbaus, allerdings finden wir die Abbildungen etwas klein geraten. Außerdem hätten ein paar mehr Details bei den Erklärungen nicht geschadet. Aber wenn man nicht völlig unbedarft ist, dann ist das Zusammenschrauben des Leetdesk kein Problem.

Die gedruckte Bedienungsanleitung erklärt natürlich alle wichtigen Schritte des Zusammenbaus, allerdings finden wir die Abbildungen etwas klein geraten. Außerdem hätten ein paar mehr Details bei den Erklärungen nicht geschadet.
Vergrößern Die gedruckte Bedienungsanleitung erklärt natürlich alle wichtigen Schritte des Zusammenbaus, allerdings finden wir die Abbildungen etwas klein geraten. Außerdem hätten ein paar mehr Details bei den Erklärungen nicht geschadet.
© Friedrich Stiemer

Das Gestell ist aus schwarzem Metall und schön schwer ausgeführt. Vor allem die beiden Tischbeine sind sehr schwer, da neben dem Motor auch mehrere Segmente darin integriert sind. Das Tischgestelle ist flexibel in der Breite verstellbar, um auch die kleineren Tischplatten zu stützen. Beim Zusammenbau sollte man aber definitiv zu Zweit sein, da das Gerüst am Ende auf die am Boden liegende Platte aufgeschraubt wird und man das gesamte Konstrukt anschließen drehen muss. Durch das Dual-Motor-System und die schwere Ausführung der einzelnen Teile ist das schon ein kleiner, aber zu bewältigender Kraftakt.

Die Verkabelung der Stellmotoren mit dem Netz- und Bedienteil müssen Sie selbst erledigen, dafür liegen aber auch einige Klettbänder und selbstklebende Kabelhalter bei. Für das Gestell weist die Tischplatte entsprechende Bohrlöcher auf, das Bedienfeld und das Netzteil dürfen Sie hingegen frei platzieren. Auch die Montage der Kabelkanäle ist recht simpel, hier gefallen uns vor allem der recht große Durchmesser und die schwere Ausführung aus schwarz gebürstetem Aluminium – passend zum Tisch! Das i-Tüpfelchen wären beschriftete Schrauben- respektive Teile-Tütchen gewesen, wie wir es von anderen Möbelstücken kennen. Das macht den Griff zur richtigen Schraube doch einfacher.

In der Praxis: Wir wollen gar nicht mehr anders

Dank der Monitoraussparung an der Rückseite des Leetdesk Classic können wir die Kabel unserer Peripherie ordentlich in die beiden Kabelkanäle führen, da wir dort auch zwei lange Steckerleisten problemlos unterbringen können. Auf die PC-Halterung haben wir verzichtet, da wir unseren Gaming-PC natürlich gerne schön auf der Tischplatte präsentieren möchten. Die Ghost-Touch-Oberfläche ist schön matt und lässt den Tisch recht hochwertig wirken. Doch wie schon erwähnt, verhindert auch die doch recht teure Oberfläche nicht alle Fingerabdrücke, aber zumindest einen Großteil davon.

Das Tischgestelle ist flexibel in der Breite verstellbar, um auch die kleineren Tischplatten zu stützen.
Vergrößern Das Tischgestelle ist flexibel in der Breite verstellbar, um auch die kleineren Tischplatten zu stützen.
© Friedrich Stiemer

Die Höhenverstellung des Leetdesk Classic über das Bedienfeld klappt auf Anhieb, nachdem wir den Tisch an den Strom gestöpselt haben. Die digitale Anzeige der Tischhöhe erlischt nach einigen Sekunden, erst ein Tastendruck weckt das System wieder auf. Die Speicherung der drei Positionen ist schnell erledigt – einfach den Tisch auf die gewünschte Höhe fahren, auf den „M“-Knopf drücken und danach auf Position Eins, Zwei oder Drei. Sofort danach lassen sich die gespeicherten Höhen per Knopfdruck abrufen und der Tisch fährt automatisch in die entsprechende Position. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass der Tisch in der Stehposition nicht wackelt.

Der Leetdesk Classic ist nun der Grund, warum wir viel mehr beim Arbeiten und sogar beim Zocken stehen, anstelle gefühlt faul vor dem Bildschirm zu sitzen. Zuerst waren wir skeptisch gegenüber dem Arbeiten im Stehen, doch bereits nach einem Tag hat sich das für uns persönlich geändert. Klar sollten man nicht den kompletten Arbeitstag über Stehen, aber eine gesunde, ausgewogene Mischung aus Stehen und Sitzen im Büro sollte die Regel sein. Auch auf die Psyche hat es zumindest bei uns Auswirkungen – wie bereits erwähnt fühlt man sich an einem Steharbeitsplatz deutlich aktiver. Das geht so weit, dass wir mittlerweile richtig gerne im Stehen arbeiten und auch spielen.  

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