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Corsair Dark Core RGB Pro: Wireless-Gaming-Maus im Test

29.06.2020 | 14:20 Uhr |

Die neue Corsair Dark Core RGB Pro kann mit einer flotten Drahtlos-Anbindung, einem hochauflösenden, optischen Sensor und einem DPI-Wert von bis zu 18.000 aufwarten. Der Test zeigt, wie gut sich die Gaming-Maus in der Praxis verhält.

Die Corsair Dark Core RGB Pro ist die mittlerweile zweite Gaming-Maus aus der Dark-Core-Serie, die erste Version haben wir im Februar 2018 getestet (zum Test). Die Pro-Variante möchte den Spieler „kabellos zum Sieg führen“ – ob das klappt, zeigt unser Testbericht.

TEST-FAZIT: Corsair Dark Core RGB Pro

Die Corsair Dark Core RGB Pro leistet durchweg gute Arbeit ohne Eingabeverzögerungen im Wireless-Betrieb via Slipstream. Darüber hinaus ist sie flexibel einsetzbar, was unter anderem auch den Einsatz an anderen Plattformen dank integrierter Bluetooth-Funktionalität erlaubt. Hinzu kommt, dass der Bedienkomfort der Maus sehr hoch ist, vor allem der Grip ist ausgezeichnet. Abgerundet wird die Gaming-Maus mit einem austauschbaren Seitenteil und einer umfangreichen Software. Für unseren persönlichen Geschmack finden wir die Corsair Dark Core RGB Pro jedoch etwas schwer. Dennoch: Dem aktuellen Online-Preis von rund 112 Euro wird sie definitiv gerecht!

Pro:
+ schnelle, fehlerfreie Wireless-Anbindung
+ austauschbares Seitenteil
+ flexible Verbindungsmöglichkeiten

Contra:
- relativ schwer

Die Corsair Dark Core RGB Pro erhält den PC-WELT-Award "Empfehlung der Redaktion".
Vergrößern Die Corsair Dark Core RGB Pro erhält den PC-WELT-Award "Empfehlung der Redaktion".

Die besten Gaming-Mäuse im Vergleichs-Test

Corsair Dark Core RGB Pro: Angenehmer Bedienkomfort

Die Corsair Dark Core RGB Pro unterscheidet sich im Aussehen von den restlichen Corsair-Gaming-Mäusen und kommt im ersten Moment etwas unauffälliger daher – uns gefällt das. Aber die insgesamt neun unabhängig voneinander programmierbaren Beleuchtungszonen sorgen für eine stylische Atmosphäre.

An der linken Außenseite gibt es nicht nur RGB, sondern auch eine texturierte Fingerablage, Status-LEDs und zwei programmierbare Daumentasten.
Vergrößern An der linken Außenseite gibt es nicht nur RGB, sondern auch eine texturierte Fingerablage, Status-LEDs und zwei programmierbare Daumentasten.
© Corsair

Hinzu kommen insgesamt acht ebenfalls programmierbare Tasten, unter anderem auch ein DPI-Umschalter hinter dem Scrollrad, das schnelle DPI-Wechsel auf Knopfdruck erlaubt. Das Scrollrad selbst ist mit einer texturierten Gummischicht überzogen und gerastert, was sehr präzise Bildläufe zulässt. Ebenfalls mit diesem Oberflächenmaterial überzogen ist der hintere und der linke untere Teil der Maus. Das alles sorgt für einen richtig guten Grip. In Kombination mit den glatten PTFE-Gleitflächen ist so eine reibungslose und stets sichere Handhabung möglich – sehr schön!

Generell ist das eher bauchige und breite Design (43 Millimeter hoch, 89 Millimeter breit) eher für Palm-Grip-Spieler gedacht, die also ihre Hand komplett auf der Maus ablegen. Insgesamt ist die Maus mit 133 Gramm (ohne Kabel) relativ schwer, allerdings ist das auch Geschmackssache. Leichtere Mäuse lassen sich jedoch tendenziell flotter führen.

Das etwas bauchige Design eignet sich vor allem für Palm-Grip-Spieler.
Vergrößern Das etwas bauchige Design eignet sich vor allem für Palm-Grip-Spieler.
© Corsair

Austauschbares Seitenteil und flexible Anbindung

Im Lieferumfang der Corsair Dark Core RGB Pro befindet sich ein weiteres Seitenteil mit einer texturierten, gummierten Fingerablage für die rechte Außenseite der Gaming-Maus. Das Teil ab Werk ist nämlich nur magnetisch befestigt und lässt sich somit schnell und einfach mit dem mitgelieferten Modell tauschen. Hinter dem rechten Seitenteil befindet sich ein Aufbewahrungsfach für den kleinen USB-Dongle.

Links die Corsair Dark Core RGB Pro mit dem mitgelieferten Seitenteil, rechts mit der werkseitigen Blende.
Vergrößern Links die Corsair Dark Core RGB Pro mit dem mitgelieferten Seitenteil, rechts mit der werkseitigen Blende.
© Corsair

Apropos USB-Dongle: Für die Wireless-Übertragung nutzt Corsair den hauseigenen Slipstream-Standard. Hierbei wird 2,4-GHz-Funk mit proprietären Protokollen kombiniert, um Latenzen bei der Eingabe zu reduzieren. Hinzu kommt noch „Intelligent Frequency Switching“ (IFS), das immer die besten Frequenzen respektive Kanäle wählt, um eine störungsfreie Anbindung zu gewährleisten. Zusätzlich lässt sich über einen Schiebeschalter an der Unterseite der Maus aber auch zu Bluetooth (LE 4.2) wechseln. Damit erweitert sich das Einsatzgebiet der Gaming-Maus ziemlich stark und man sie auch am Notebook nutzen, ohne eine zweite Maus zu kaufen oder umzustecken.

Verbunden und aufgeladen wir die Corsair Dark Core RGB Pro bereits über USB-Typ-C - sehr vorbildlich!
Vergrößern Verbunden und aufgeladen wir die Corsair Dark Core RGB Pro bereits über USB-Typ-C - sehr vorbildlich!
© Corsair

Akkulaufzeit in der Praxis

Geladen wird der integrierte Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 1.000 mAh über ein gesleevtes USB-Kabel mit Typ-C-Anschluss - so gehört sich das heutzutage! Natürlich lässt sich die Corsair Dark Core RGB Pro somit auch kabelgebunden nutzen, falls der Akku schlapp macht. Im Slipstream-Betrieb hält die Maus damit bis zu 36 Stunden ohne Beleuchtung durch, 16 Stunden mit aktiviertem RGB. Im Bluetooth-Modus sind es sogar 50 respektive 18 Stunden. In unserem Test sind wir mit Slipstream und aktiver RGB-Beleuchtung auf rund 14 Stunden gekommen, was etwas unter den Angaben von Corsair liegt. Andere Mäuse, die aber auch teurer sind, halten hier schon länger durch.

Technik: Omron-Schalter und Pixart-Sensor

Unter der linken und rechten Maustaste verbaut Corsair Schalter von Omron, die für 50 Millionen Klicks ausgelegt sind und mit einem Auslösedruck von 60 Gramm und einer Auslösedistanz von 0,45 Millimeter auch noch recht flott zu bedienen sind. Die anderen Maustasten nutzen zwar keine Omron-Schalter, sind aber ebenfalls recht knackig bei der Bedienung.

Das Herzstück der Corsair Dark Core RGB Pro ist natürlich der Sensor, bei dem es sich um den optischen Pixart PAW3392 handelt, der auch von Corsair mitentwickelt wurde. Die Auflösung beläuft sich auf bis zu 18.000 DPI, die sich aber in 1er-Schritten flexibel programmieren lässt. Der IPS-Wert beläuft sich auf 450, die Beschleunigung auf 50G - beides überdurchschnittliche Werte, die eine flotte Bedienung zulassen.

Umfangreiche Software: Corsair iCUE

Die Treiber-Software Corsair iCUE bündelt alle Eingabegeräte in einer Oberfläche, sofern man noch weitere Peripherie des amerikanischen Herstellers besitzt. In Sachen RGB lässt sich kompatibles Gaming-Gear miteinander synchronisieren – der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt, alternativ gibt es auch einige vordefinierte Effekte wie Regenbogenwelle.

Der Treiber Corsair iCUE bündelt alle Corsair-Geräte in einem Programm.
Vergrößern Der Treiber Corsair iCUE bündelt alle Corsair-Geräte in einem Programm.

Zusätzlich lassen sich alle Tasten flexibel programmieren und sogar mit selbstaufgezeichneten Makros ausstatten, was vor allem MOBA-Gamer freuen dürfte. Auch digitale Maussteuerungs-Korrekturen wie Eckenglättung ist denkbar, allerdings ab Werk deaktiviert, weil das niemand beim Zocken möchte. Alle Einstellungen lassen sich auch in insgesamt drei verschiedenen Profilen auf dem Onboard-Speicher sichern.

Corsair iCUE bietet jede Menge Funktionen und ist recht einfach zu bedienen.
Vergrößern Corsair iCUE bietet jede Menge Funktionen und ist recht einfach zu bedienen.

Corsair Dark Core RGB Pro in der Praxis

Die Dark Core RGB Pro gleitet problemlos über unser Stoff-Mauspad, sogar noch etwas präziser nach der Oberflächenkalibrierung, die in iCUE zur Verfügung steht. Die PTFE-Füße gleichen das doch recht hohe Gewicht der Gaming-Maus recht gut aus. Der Bedienkomfort ist durchweg hoch und der Grip dank der texturierten Oberflächen allzeit gegeben. Die Wireless-Anbindung via Slipstream ist tadellos und lässt kaum Wünsche offen, einen wirklichen Nachteil gegenüber kabelgebundenen Modellen konnten wir nicht feststellen. Im Bluetooth-Betrieb kommen wir jedoch nicht umhin, eine leichte Eingabeverzögerung festzustellen, weshalb wir eher zu Slipstream fürs Zocken raten.

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