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Cooler Master MM710: Nur 53 Gramm leichte Gaming-Maus im Test

24.10.2019 | 11:10 Uhr |

Mit einem Gewicht von nur 53 Gramm ist die MM710 tatsächlich die aktuell leichteste Gaming-Maus auf der Welt. Dennoch soll sie alles bieten, was sich Gamer wünschen. Nur RGB fehlt – ob das ein Negativpunkt ist, müssen Sie entscheiden.

Die Cooler Master MM710 soll aufgrund ihres geringen Gewichts und guten Gleiteigenschaften eine besonders ermüdungsfreie und vor allem reaktionsschnelle Handhabung ermöglichen. Was die Gaming-Maus sonst noch bietet, erklären wir im Test.

TEST-FAZIT: Cooler Master MM710

Die Cooler Master MM710 ist die bisher leichteste Gaming-Maus auf dem Markt. Zusammen mit dem leichten, flexiblen Anschlusskabel und den PTFE-Gleitfüßen ist ein besonders ermüdungsfreies und flottes Gaming möglich, was dieses Modell somit auch für kompetitives Spielen qualifiziert. Außerdem ermöglichen die Waben eine angenehme Belüftung. Außerdem ist das Modell auch noch staub- und spritzwassergeschützt. Wer all diese Punkte besonders wertschätzt, kommt einfach nicht an dieser Maus vorbei.

Wer allerdings sehr große Hände hat und außerdem mit links seine Gaming-Maus führt, der dürfte nicht ganz so zufrieden mit der Maus sein. Außerdem ist das Design der MM710 nicht jedermanns Sache. Doch mit einem Preis von nur 48 Euro (aktueller Online-Preis zum Testzeitpunkt) ist die Cooler Master MM710 definitiv eine Empfehlung unsererseits wert, denn der eingesetzte Pixart-Sensor verrichtet einen super Job und ist in der Regel nur in deutlich teureren Mäusen anzutreffen.

Pro:

+ äußerst geringes Gewicht

+ Wabenstruktur ermöglicht angenehme Belüftung

+ präziser High-End-Sensor von Pixart

+ tolle Gleiteigenschaften

Contra:

- kaum für große Hände und Linkshänder geeignet

Die Cooler Master MM170 erhält den PC-WELT-Award "Empfehlung der Redaktion".
Vergrößern Die Cooler Master MM170 erhält den PC-WELT-Award "Empfehlung der Redaktion".

Ausstattung und Technik der Cooler Master MM710

Als Sensor für die Cooler Master MM710 kommt eine optische Variante zum Einsatz, genauer gesagt der Pixart PMW 3389. Dieser zählt zu den sogenannten fehlerfreien Sensoren. Das bedeutet, dass das Signal 1-zu1 wiedergegeben wird und auch keine künstlichen Verbesserungen stattfinden, beispielsweise um die Mausbewegung zu begradigen. Das macht den 3389 auch so beliebt bei Profis und Enthusiasten.

Dank PTFE-Gleitfüße flitzt die Cooler-Master-Maus geradezu über das Mauspad.
Vergrößern Dank PTFE-Gleitfüße flitzt die Cooler-Master-Maus geradezu über das Mauspad.
© Cooler Master

Die maximale Auflösung beläuft sich auf stolze 16.000 DPI und die Polling-Rate auf 1.000 Hertz, was einer Reaktionsgeschwindigkeit von einer Millisekunde entspricht. Erwähnenswert sind auch die sogenannten IPS (Inch Per Second), also wie viel Zoll die Maus pro Sekunde abtasten kann. Und bei der Cooler Master MM710 liegt der Wert bei überdurchschnittlich hohen 400. Die meisten kommen auf etwa 250, jedoch gibt es auch Modelle, die noch flotter abtasten. Das bedeutet, dass die Cooler-Master-Maus sehr genau abtastet. Die Lift-Off-Distanz beläuft sich auf rund zwei Millimeter, was wiederum fast schon Durchschnitt ist.

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Ausdauernde Schalter

Für die linke und rechte Maustaste setzt Cooler Master auf Schalter von Omron, die rund 20 Millionen Betätigungen standhalten sollen. Insgesamt bietet die MM710 sechs Maustasten, die sich alle programmieren lassen. Trotz des symmetrischen Design ist die Maus nur eingeschränkt auch für Linkshänder geeignet, weil auf der rechten Außenseite Daumentasten fehlen. Durch die recht kompakten Abmessungen und das nach hinten ansteigende Design ist die Maus besonders fürs Gaming im Claw-Grip-Style geeignet.

Die Cooler Master MM710 eignet sich vor allem für Gamer, die gerne im Claw-Grip-Style spielen.
Vergrößern Die Cooler Master MM710 eignet sich vor allem für Gamer, die gerne im Claw-Grip-Style spielen.
© Cooler Master

Honigwaben ohne RGB

Damit die Cooler Master MM710 lediglich 53 Gramm wiegt, bediente sich der Hersteller verschiedener Kniffe. So besteht das Gehäuse hauptsächlich aus Kunststoff (ABS), das mit einer löchrigen Wabenstruktur durchzogen ist. Das spart Material ein, sorgt aber auch für die nötige Robustheit. Außerdem wird die Maushand besser belüftet. Verzichtet hat Cooler Master aber auf jegliche Art von Beleuchtung. Das dürfte unter anderem auch der Grund dafür sein, dass die MM710 sogar staub- und spritzwassergeschützt ist, jedoch ohne IP-Zertifizierung.

An der linken Seite gibt es programmierbare Daumentasten, an der rechten leider nicht. Das dürfte Linkshändern nicht gefallen.
Vergrößern An der linken Seite gibt es programmierbare Daumentasten, an der rechten leider nicht. Das dürfte Linkshändern nicht gefallen.
© Cooler Master

Hinzu kommt ein neuentwickeltes USB-Anschlusskabel mit dem Namen „Ultraweave“. Das besonders leichte und auch flexible Sleeve um das Kabel herum soll ein besonders reibungsloses Handling ermöglichen. Die Gleitfüße der Maus sind jedoch auch ein wichtiger Faktor, weshalb Cooler Master hier auf PTFE respektive Teflon setzt. Das sorgt für eine hohe Widerstandsfähigkeit und für äußerst geringen Reibungswiderstand.

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Fast wie eine Wireless-Maus

In der Praxis ist die Cooler Master MM710 nicht nur überaus leicht, sondern auch flink unterwegs. Der Sensor arbeitet stets fehlerfrei und zuverlässig. Die Waben lassen genügend Luft durch, sodass die Hand nicht unangenehm schwitzt. Und die Gleitfüße in Kombination mit dem Ultraweave-Kabel lassen einen fast glauben, dass man gerade eine kabellose Maus nutzt.

Die Wabenstruktur sorgt nich nur für geringen Materialaufwand, sondern auch für Stabilität und eine gute Belüftung.
Vergrößern Die Wabenstruktur sorgt nich nur für geringen Materialaufwand, sondern auch für Stabilität und eine gute Belüftung.
© Cooler Master

Zur Maus gehört auch eine Software, die sich aktuell noch im Beta-Status befindet und bisher auch nur für die Presse verfügbar ist. Dennoch ist das Programm schön übersichtlich und gewährt viele Optionen, die selbsterklärend umschrieben wurden. Große Einarbeitung braucht man hier also nicht. Beispielsweise lassen sich bis zu sieben DPI-Stufen definieren. Auch die Kalibrierung des Maussensors auf die jeweilige Oberfläche ist möglich. Das Speichern der Makros, Programmierungen und Profile ist übrigens direkt auf der Maus möglich, da sie einen 512 KB großen Onboard-Speicher mitbringt.

Die zugehörige Treiber-Software ist aktuell noch im Beta-Status, wirkt aber bereits übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Vergrößern Die zugehörige Treiber-Software ist aktuell noch im Beta-Status, wirkt aber bereits übersichtlich und intuitiv bedienbar.

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