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Test: Die besten Business-Laptops im Vergleich

20.08.2021 | 10:20 Uhr |

Laptop ist nicht gleich Laptop: Wer seinen Laptop im Beruf nutzt, sollte auf andere Kriterien achten als ein Privatanwender. Der Vergleichs-Test erklärt, was ein gutes Business-Notebook ausmacht.

High-End-Notebook mit Extras oder Arbeits-Laptop zum günstigen Preis: In diesem Rahmen bewegt sich das Angebot bei Business-Notebooks und entsprechend ist auch die Auswahl in unserem Vergleichs-Test. Bei den Premium-Modellen wollen die Hersteller durch Besonderheiten beeindrucken: Beim Asus Zenbook Duo 14 mit einem Doppel-Display, beim Lenovo Thinkpad X1 Nano durch ein besonders leichtes Gehäuse oder durch edle Materialien wie Glas und Leder wie beim Lenovo Yoga 9i - doch diese Geräte sind teuer, ihre Zielgruppe klein.

Die echten Verkaufsschlager sind produktive Arbeits-Laptops ohne Bling-Bling, die zum günstigen Preis zuverlässig Leistung liefern - etwa das Lenovo Yoga Slim 7 , das Acer Swift 3 oder das HP Probook 445 . Doch die Hersteller setzen darauf, dass die Strahlkraft ihrer Premium-Modelle auch die Kaufentscheidung im Mittelklasse-Segment beeinflussen kann.

Starke Arbeits-Laptops

High-End-Laptop mit zwei Displays: Asus Zenbook Duo 14
Vergrößern High-End-Laptop mit zwei Displays: Asus Zenbook Duo 14
© Asus

Der neue Testsieger Asus Zenbook Duo 14 (UX482EA) bietet ein Extra, das die Produktivität steigern soll: Das 14-Zoll-Notebook hat unter dem Haupt-Bildschirm ein zweites, schmaleres Display und ermöglicht auf diese Weise Multi-Monitoring auf einem Gerät. Wie bei einem externen Monitor können Sie zum Beispiel für eine bessere Übersicht Programmfenster auf die beiden Bildschirme verteilen. Bei Multimedia-Programmen ziehen Sie die Menüleisten auf das Zweit-Display, das Asus Screenpad Plus nennt, um Fotos und Filme auf dem oberen Display im Vollbild anzuzeigen.

Dell XPS 13: Stark dank Tiger Lake
Vergrößern Dell XPS 13: Stark dank Tiger Lake
© Dell

Wie das Asus Zenbook Duo setzt das Dell XPS 13 9310 auf einen Prozessor aus Intels 11. Core-Generation Tiger Lake. Auch das 13,4-Zoll-Modell verbindet dessen gute Leistung bei Office-Anwendungen und die hohe Effzienz im Akkubetrieb mit Extras für die Bedienung: Es verfügt über einen tollen 16:10-Bildschirm mit Touchfunktion sowie eine herausragende Tastatur.

Empfehlenswertes Convertible mit Leder und Glas: Lenovo Yoga 9i
Vergrößern Empfehlenswertes Convertible mit Leder und Glas: Lenovo Yoga 9i
© Lenovo

Flexible Convertibles und Detachables

Der König der Convertibles ist das Lenovo Yoga 9i : Es hebt sich schon auf den ersten Blick von anderen Latops ab wegen des mit Leder überzogenen Deckels und einer Handballenauflage aus Glas. Sein 14-Zoll-Touchscreen zeigt 4K-Auflösung, ein mitgelieferter Digital-Stift lässt sich im Gehäuse verstauen, technisch basiert das Notebook auf Intel aktueller Tiger-Lake-Plattform samt Thunderbolt 4. Auch wenn die Akkulaufzeit nicht überragend und das Glas-Touchpad gewöhnungsbedürftig ist - das Yoga 9i ist das derzeit beste Convertible-Notebook.

Überzeugendes Convertible: Samsung Galaxy Book Flex
Vergrößern Überzeugendes Convertible: Samsung Galaxy Book Flex
© Samsung

Einen größeren 15,6-Zoll-Bildschirm bietet das Samsung Galaxy Book Flex : Zum überzeugenden Gesamtpaket gehören eine üppige Akkulaufzeit und die hervorragende Displayqualität. Außerdem bringt das Samsung-Convertible den vom Galaxy Note bekannten S-Pen mit, der sich als Eingabestift und Fernbedienung nutzen lässt. Dazu kommen noch praxistaugliche Spezial-Funktionen: Sie können einen Outdoor-Modus aktivieren, der die Display-Helligkeit auf knapp 600 cd/qm erhöht und außerdem Ihr Smartphone kabellos auf dem Touchpad laden - sofern es Qi unterstützt.

Der erste Falt-Laptop der Welt: Lenovo Thinkpad X1 Fold.
Vergrößern Der erste Falt-Laptop der Welt: Lenovo Thinkpad X1 Fold.
© Lenovo

Denkt man das Convertible-Konzept weiter, landet man bei Notebooks mit faltbarem Display: Diese Zukunftsvision lässt sich in Form des Lenovo Thinkpad X1 Fold schon jetzt für über 3000 Euro kaufen. Davon sollten Sie aber Abstand nehmen: Technisch fasziniert der Falt-Laptop, sein Alleinstellungsmerkmal fordert in der Praxis bei Rechenleistung, Akkulaufzeit und Ausstattung aber zu viele Kompromisse. Er lohnt sich höchstens für Very-Early-Adopter.


Die besten Business-Schnäppchen

Die Preis-Leistungs-Krone bei Business-Notebook gehört derzeit eindeutig den AMD-Laptops: Bestes Beispiel ist der Preis-Leistungs-Sieger Lenovo Yoga Slim 7 . Das Notebook mit dem 8-Kerner Ryzen 7 4700U überzeugt mit starker Rechenleistung und einer üppigen Akkulaufzeit. Auch die Ausstattung stimmt - unter anderem mit 10-Gbps-USB und Wi-Fi 6. Ebenso an Bord sind typische Funktionen eines Profi-Notebooks wie Helligkeitssensor, beleuchtete Tastatur und Windows-Anmeldung über die Kamera. Lediglich Thunderbolt 4 wird vermisst. Außerdem reicht die Qualität des Full-HD-Displays nicht an die Panels der Spitzenreiter heran, weil es ihm an hoher Helligkeit für den problemlosen Außeneinsatz mangelt. Für den Office-Einsatz am gut beleuchteten Schreibtisch macht das keinen Unterschied.

Bietet dank AMD-CPU ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Lenovo Yoga Slim 7.
Vergrößern Bietet dank AMD-CPU ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Lenovo Yoga Slim 7.
© Lenovo

Die gleichen Argumente sprechen für andere empfehlenswerte AMD-Business-Laptops: Etwa das Honor Magicbook Pro mit großem 16-Zoll-Bildschirm, das sehr leichte Acer Swift 314 und das solide 14-Zoll-Modell HP Probook 445 G7 mit Ryzen 5 4500U: Dieser 6-Kerner ist in den meisten Anwendungen kaum langsamer als der 8-Kerner im Acer-Notebook.

Günstige Business-Notebooks gibt es auch mit Intel-CPU - in der Preisklasse unter 1000 Euro wird der Core i5-1135G7 gerne genommen, wie im Lenovo Thinkbook 13s Gen 2 . Beileibe kein schlechtes Notebook: Es sitzt in einem ansehnlichen Metallgehäuse, die Rechenleistung ist vor allem aufgrund der starken Grafikleistung der Tiger-Lake-CPU sehr ordentlich, zudem hat das Display ein business-taugliches 16:10-Format. Ein konkurrenzfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu AMD-Notebooks zerstört aber seine maue Ausstattung: Die SSD bietet lediglich 256 GB Kapazität, die eingebauten 8 GB RAM lassen sich nicht erweitern. 

Wiegt weniger als 1 Kilogramm: Lenovo Thinkpad X1 Nano
Vergrößern Wiegt weniger als 1 Kilogramm: Lenovo Thinkpad X1 Nano
© Lenovo

Leichtgewichte unter den Business-Laptops

Der Faktor Gewicht wird auch bei Business-Notebook oft unterschätzt: Doch wer sein Notebook häufig mitnimmt, ist froh um jedes Gramm, das ihn in Tasche oder Rucksack nicht belastet. In dieser Disziplin zeichnet sich das Lenovo Thinkpad X1 Nano aus: Das 13-Zoll-Modell wiegt lediglich 944 Gramm. Trotz einer besonders sparsamen Tiger-Lake-CPU leidet die Rechenleistung darunter nicht. Gut für unterwegs: Dank LTE-Modul kann das Nano immer online gehen. Aufgrund der kompakten Bauweise gibt es aber nur wenige Anschlüsse am Gehäuse.

Mit knapp über 1,1 Kilogramm ist auch das Microsoft Surface Laptop Go sehr leicht - und außerdem günstig. Zugreifen darf deshalb, wer für Merkmale wie Touchscreen, geringes Gewicht und elegantes Gehäuse nicht wie üblich über 1000, sondern nur rund 800 Euro ausgeben will. Denn bei Rechenleistung und Ausstattung schwächelt das Microsoft-Notebook.

Großer Bildschirm, kleines Gewicht: LG gram 17
Vergrößern Großer Bildschirm, kleines Gewicht: LG gram 17
© LG

Das beste Verhältnis zwischen Displaygröße und Gewicht bietet das LG gram 17 . Trotz des großen 17,3-Zoll-Bildschirms wiegt es nur 1324 Gramm. Zudem zeigt es im Test eine starke Rechenleistung, viel Ausstattung sowie dank eines üppigen 78-Wattstunden-Akkus auch eine hervorragende Akkulaufzeit. Vom großen Display profitieren nicht nur Anwender, die Videoschnitt und Fotobearbeitung betreiben. Auch umfangreiche Texte sowie große Tabellen und Präsentationen lassen sich bequemer bearbeiten. Außerdem ist im großen Gehäuse Platz für einen Ziffernblock, der kompakteren 13- und 14-Zoll-Notebooks fehlt.

Test-Sieger: Asus Zenbook Duo 14 (UX482EA)

Testsieger: Asus Zenbook Duo 14
Vergrößern Testsieger: Asus Zenbook Duo 14

Das Asus-Notebook überzeugt nicht nur mit dem cleveren Screenpad Plus: Neben dem Zweit-Display zeichnet das 14-Zoll-Modell eine hohe Rechenleistung, eine sehr gute Akkulaufzeit und eine ordentliche Bildqualität aus. Der Preis ist zwar üppig - aber gerechtfertigt, wenn Sie dank des zweiten Displays produktiver arbeiten. Asus Zenbook Duo 14: Zum ausführlichen Test

Empfehlung der Redaktion: Lenovo Yoga 9i

Als derzeit bestes Convertible bekommt das Lenovo Yoga 9i eine Redaktionsempfehlung.
Vergrößern Als derzeit bestes Convertible bekommt das Lenovo Yoga 9i eine Redaktionsempfehlung.

Wenn es fürs Business etwas Besonderes sein soll, kommt das Lenovo-Convertible mit 4K-Display ins Spiel. Sein Design verbindet Leder und Glas, die Bildqualität ist top und ein Eingabestift für den Touchscreen mit dabei. Lenovo Yoga 9i: Zum ausführlichen Test

Preis-Leistungs-Sieger: Lenovo Yoga Slim 7

Award für Preis-Leistung: Lenovo Yoga Slim 7
Vergrößern Award für Preis-Leistung: Lenovo Yoga Slim 7

Das 14-Zoll-Notebook mit AMD Ryzen 7 verdient sich den Schnäppchen-Sieg, weil ein herausragendes Gesamtpaket für den (Home-)Office-Einsatz, mit hoher Rechenleistung und langer Akkulaufzeit bietet – das machen auch deutlich teurere Business-Notebooks nicht besser. Lenovo Yoga Slim 7: Zum ausführlichen Test


Design-Empfehlung: Microsoft Surface Laptop 3 13.5

Das Microsoft Surface Laptop 3 ist eines der elegantesten Notebooks für unterwegs - ob im Metall-Design oder mit Alcantara-Überzug. Die Optik mit dem geringen Gewicht und der sehr flachen Bauweise geht aber auf Kosten der Schnittstellen-Ausstattung: Zwar ist jetzt Typ-C an Bord - um eine Docking-Station kommen Produktivarbeiter aber nicht herum. Vor allem bei der Rechenleistung müssen Sie aber keine Kompromisse machen, auch Akkulaufzeit und Bildschirmqualität überzeugen.
Microsoft Surface Laptop 3 13.5: Zum ausführlichen Test

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