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Flüssiges 1080p-Gaming: PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC im Test

15.07.2019 | 11:10 Uhr |

Neben den aktuellen Geforce-RTX-Grafikkarten hat Nvidia nun seit geraumer Zeit auch wieder GTX-Modelle veröffentlicht. Die nutzen zwar ebenfalls die Turing-GPUs, allerdings beherrschen sie kein Raytracing oder andere Deep-Learning-Funktionen, die Nvidia mit den teureren RTX-Modellen eingeführt hat. Der Test zeigt, was Sie erwarten dürfen.

Die PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC ist ein übertakteter Vertreter der GTX-1660-Ti-Zunft und teilt sich die GPU-Architektur „Turing“ mit den deutlich teureren RTX-Grafikkarten von Nvidia. Technisch gibt es im Vergleich zwar einige Einschränkungen, aber in Sachen Leistung liefert die Grafikkarte in Full-HD flüssige Bildwiederholraten bei maximalen Qualitätseinstellungen.

TEST-FAZIT: PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC

Die PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC eignet sich nicht nur uneingeschränkt fürs Gaming in Full-HD (1080p), sondern liefert auch bei den restlichen Testwerten gute Resultate. Das Custom-Design von PNY punktet vor allem aufgrund seiner kompakten Ausführung und seinem niedrigen Strombedarf trotz Übertaktung ab Werk. Der einzelne Lüfter hingegen ist unter Last deutlich hörbar, sorgt aber für eine ziemlich adäquate Kühlung der GPU.

Das Problem: Eine Radeon Vega 56 kostet nicht viel mehr, bietet mehr Grafikspeicher und eine etwas bessere Leistung. Allterdings verbrauchen die AMD-Grafikkarten mehr Strom. Wen das nicht juckt, der greift wohl eher zur Vega 56. Wer ein möglichst gutes Gesamtpaket haben möchte, der holt sich aber dann doch eher eine GTX 1660 Ti.

Pro:

+ starke Leistung in 1080p

+ genügsamer Strombedarf

+ gutes Gesamtpaket an Leistung und Ergonomie

Contra:

- lauter Lüfter unter Last

- keine RTX-spezifischen Funktionalitäten

Beschnittene Turing-GPU in der GTX 1660 Ti

Der Grafikprozessor der Grafikkarten vom Typ GTX 1660 Ti hört auf die Bezeichnung TU116, dem die aktuelle Turing-GPU-Architektur zugrunde liegt, genau wie bei den deutlich teureren RTX-Grafikkarten. Nur fehlen der GTX-Variante die neuen RT- und Tensor-Cores, die unter anderem fürs Raytracing und Techniken wie der Kantenglättung DLSS verantwortlich sind (mehr Informationen im Test der RTX 2080). Ebenfalls nicht an Bord sind unter anderem die Typ-C-Buchse namens Virtual Link und die Möglichkeit die Grafikkarten in einen SLI-Verbund zu schalten.

Die Kühlung übernimmt ein einzelner Lüfter, der unter Last zwar recht gute Arbeit leistet, aber hörbar rauscht.
Vergrößern Die Kühlung übernimmt ein einzelner Lüfter, der unter Last zwar recht gute Arbeit leistet, aber hörbar rauscht.
© PNY

Im Kern sind es aber dennoch Turing-GPUs: Die Chips werden im energieeffizienten 12-Nanometer-FFN-Prozess gefertigt und beim Grafikspeicher handelt es sich um aktuelle GDDR6-Chips, die sich bei der 1660 Ti auf insgesamt sechs Gigabyte belaufen. Das mag zwar genau so viel sein wie bei der teureren RTX 2060, nur ist bei den GTX-Varianten schon bei einer Speicher-Geschwindigkeit von 12 Gigabyte pro Sekunde Schluss.

Kompaktes Custom-Design von PNY

Unser Testgerät ist eine mit nur rund 17 Zentimetern recht kompakte PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC. Der Boost-Takt ist ab Werk bereits erhöht und beläuft sich auf 1815 anstelle von 1770 MHz. Dennoch bleibt es bei einer TDP von 120 Watt. Zusätzliche Energie vom Netzteil muss über ein 8-Pin-Stromanschluss bereitgestellt werden.

Von links nach rechts: Dsiplayport, HDMI und DVI.
Vergrößern Von links nach rechts: Dsiplayport, HDMI und DVI.
© PNY

Die Kühlung übernimmt ein einzelner Lüfter, der nicht semi-passiv arbeitet und somit konstant dreht. An Display-Anschlüssen stehen je einmal DVI, HDMI und Displayport bereit. Der Online-Preis für dieses Modell beläuft sich auf knapp 280 Euro.

PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC in Tests

Die durchschnittlichen Bildraten in Full-HD im Vergleich.
Vergrößern Die durchschnittlichen Bildraten in Full-HD im Vergleich.

In Full-HD kann die 1660 Ti locker eine GTX 1060 in die Schranken weisen. Selbst einer Radeon Vega 56 wird sie teilweise recht gefährlich - und besonders große Abstände zu einer GTX 1070 herrschen ebenfalls nicht. Wer nur in 1080p zockt, muss sich mit der 1660 Ti garantiert keine Sorgen machen.

Die durchschnittlichen Bildraten in WQHD im Vergleich.
Vergrößern Die durchschnittlichen Bildraten in WQHD im Vergleich.

Auch in WQHD macht die PNY-Grafikkarte eine tolle Figur und erweist sich als solide Lösung für das Zocken in dieser Auflösung. Im Vergleich schneidet die 1660 Ti ähnlich wie in Full-HD ab, wenn auch der Abstand zu den „größeren“ Grafikkarten minimal ansteigt. In den synthetischen Benchmarks des 3D Mark schneidet das PNY-Modell im Vergleich zu den FPS-Messungen generell etwas schwächer ab.

Die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks im Vergleich.
Vergrößern Die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks im Vergleich.

Gemessen: Leistungsaufnahme, Temperaturen und Betriebsgeräusch

Die Leistungsaufnahme von Grafikkarten im Vergleich.
Vergrößern Die Leistungsaufnahme von Grafikkarten im Vergleich.

Die Leistungsaufnahme der PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC ist für die gezeigte Leistung geradezu vorbildlich. Selbst eine GTX 1060 verbraucht noch etwas mehr Energie, obwohl sie weniger FPS zustande bringt. Die anderen Modelle im Testfeld gönnen sich ebenfalls deutlich mehr Strom.

Die maximalen GPU-Temperaturen im Vergleich.
Vergrößern Die maximalen GPU-Temperaturen im Vergleich.

In Sachen GPU-Temperaturen erledigt der einzelne Lüfter einen überraschend guten Job, da wir unter Last nicht mehr als 72 Grad Celsius messen (offene Testplattform). Allerdings rauscht der Lüfter dabei hörbar, wenn auch noch völlig akzeptabel. Eine semi-passive Kühlung hat der Boardpartner leider nicht integriert, der Lüfter arbeitet also selbst bei geringer Systemauslastung.

Die Lautheit der Grafikkarten im Vergleich.
Vergrößern Die Lautheit der Grafikkarten im Vergleich.

 

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