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Die besten Gaming-Laptops im Test: Von günstig bis Top-Speed

17.08.2021 | 10:48 Uhr |

Von unter 1000 bis 3000 Euro reichen die Preise der Gaming-Laptops im Test. Wir sagen, wie viel Leistung Sie für Ihr Geld bekommen.

Test-Fazit: An einer RTX 3080 und einem Ryzen 7 oder Ryzen 9 kommt derzeit kein Spieler vorbei, der nach Top-Leistung verlangt. Doch High-End-Notebooks mit diesen Komponenten wie das XMG Neo 15 oder das Asus ROG Strix Scar 17 kosten weit über 2000 Euro, weil sie neben leistungsstarker GPU und CPU auch viel RAM, eine große SSD und ein schnell schaltendes Display mitbringen. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Mittelklasse-Notebooks für rund 1500 Euro wie das XMG Core 15 oder das HP Omen 15 . Und selbst günstige Gamer-Laptops für unter 1000 Euro wie beispielsweise das Acer Nitro 5 liefern noch ordentliche Spieleleistung. Und das sind die herausragenden Gaming-Laptops im Test:


Testsieger: XMG Neo 15-E21
Vergrößern Testsieger: XMG Neo 15-E21

Testsieger: XMG Neo 15-E21

Das XMG-Notebook holt sich den Sieg, weil es das beste Gesamtpaket aus Top-Leistung, Ausstattung und Mobilität bietet. Die RTX 3080 ist die optimale GPU für die WQHD-Auflösung des 15-Zoll-Displays. Gaming-Profis dürfen sich außerdem mit zahlreichen Tuning-Einstellungen austoben. Die Bildqualität ist ordentlich. Lediglich mit dem sehr lauten Lüfter fällt das Neo 15 im Testfeld negativ auf.

XMG Neo 15-E21: Zum ausführlichen Test


Bestes Tempo: Asus ROG Strix Scar
Vergrößern Bestes Tempo: Asus ROG Strix Scar

Tempo-Award: Asus ROG Strix Scar 17

Das große Gaming-Monster von Asus liefert aufgrund der niedrigeren Auflösung bei ähnlicher Ausstattung in Spielen mehr FPS als der Testsieger - und das bei etwas leiseren Lüftern. Mit 300-Hz-Display, auffälligem Design und Extras wie dem Keystone erfüllt das Asus-Notebook alle Ansprüche ernsthafter Gamer.

Asus ROG Strix Scar 17: Zum ausführlichen Test


Preis-Leistungs-Sieger: HP Omen 15
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger: HP Omen 15

Preis-Leistungs-Sieger: HP Omen 15

Das HP-Notebook bietet Top-Leisung in vielen aktuellen Spielen inklusive Raytracing - kostet aber nur rund halb so viel wie die beiden Tempo-Giganten. Bildschirm und Akkulaufzeit überzeugen ebenfalls.

HP Omen 15: Zum ausführlichen Test


Preis-Tipp: Acer Nitro 5
Vergrößern Preis-Tipp: Acer Nitro 5

Preis-Tipp: Acer Nitro 5

Soll das Budget im dreistelligen Bereich bleiben ist das Acer-Notebook unbedingt einen Blick wert. Raytracing bietet es nicht, aber in vielen Spielen sind trotzdem hohe Qualitätseinstellungen bei spielbaren Bildraten möglich.

Acer Nitro 5: Zum ausführlichen Test


Gaming-Performance: Raytracing ab RTX 2060 möglich

Die schnellsten Notebooks im Test sind die beiden Modelle mit einer RTX 3080, das XMG Neo 15 und das Asus ROG Strix Scar 17 . Spielen Sie in Full-HD, reicht auch eine Geforce RTX 2080 für Spitzenleistung: Das Acer Predator Triton 500 zum Beispiel liefert damit selbst bei aktviertem Raytracing jederzeit spielbare Bildraten. Raytracing mit mittlerer Qualität ist in FHD noch mit einer RTX 2060 möglich wie das XMG Core 15 und das HP Omen 15 im Test belegen. Noch mehr FPS gibt's durch DLSS. Wer auf Raytracing verzichten kann, erzielt bei Full-HD sogar mit einer GPU aus der 16er-Serie wie der Geforce GTX 1660 Ti im HP Pavilion Gaming 16 oder der Geforce GTX 1650 Ti im Acer Nitro 5 AN515 sehr ordentliche Bildraten in den meisten Spielen.

Top-Speed bringt eine RTX 3080 wie im Asus ROG Strix Scar
Vergrößern Top-Speed bringt eine RTX 3080 wie im Asus ROG Strix Scar
© Asus

System-Leistung: Top-Tempo bei allen Geräten

Spiele-Notebooks bringen nicht nur in Games herausragende Leistung: Sie arbeiten mit CPUs aus den H-Serien von AMD und Intel, die deutlich leistungsfähiger sind als die U-Varianten, die sich in den meisten Standard- und ultramobilen Notebooks finden. Außerdem unterstützt die GPU den Prozessor in vielen Multimedia-Anwendungen besser als eine interne CPU-Grafik. Und nicht zuletzt verfügen die Notebooks im Test - abgesehen vom Acer Nitro 5 - mit 16 GB Arbeitsspeicher über massig RAM. Vor allem bei CPU- und GPU-intensiven Anwendungen wie Rendering und Fotobearbeitung liegen die Spiele-Notebooks im PC Mark 10 deshalb klar vor Standard-Notebooks und sind zwei- bis viermal so schnell.

Viele Gaming-Notebook kommen in zurückhaltendem Design.
Vergrößern Viele Gaming-Notebook kommen in zurückhaltendem Design.
© HP

Bei Office und Web-Anwendungen zeigen sich dagegen kaum Unterschiede. Mit dem XMG Neo 15 und dem Asus ROG Strix führen die Klassenbesten in den Spiele-Tests auch bei den System-Benchmarks, vor allem aufgrund der Ryzen-CPU aus der 5000er-Serie. Das XMG-Notebook muss allerdings mindestens in der Enthusiast-Einstellung laufen, um das Asus ROG Strix zu überholen: Dabei arbeiten seine Lüfter sehr laut. Das Asus-Notebook schafft eine vergleichbare Leistung deutlich leiser. Dahinter folgen die Notebooks mit Ryzen 4000 und Comet-Lake. Der Unterschied zwischen einem 3000-Euro-Gaming-Laptop und einem Modell für 1000 Euro beträgt aber in Standardanwendungen maximal 30 Prozent, während sie bei Spielen je nach Test um den Faktor Drei auseinander liegen.


Farbenfroh: Beim Acer PRedator Triton lassen sich einzelne Tasten unterschiedlich beleuchten.
Vergrößern Farbenfroh: Beim Acer PRedator Triton lassen sich einzelne Tasten unterschiedlich beleuchten.
© Acer

Bildschirm: Die Wiederholrate macht den Unterschied

Die meisten Notebooks im Testfeld haben einen 15,6-Zoll-Bildschirm. Lediglich das HP Pavilion 16 (16,1 Zoll) und das Asus ROG Strix (17,3 Zoll) bieten eine größere Bilddiagonale - entspiegelt ist das Display bei allen. Bei der Auflösung liegt das XMG Neo 15 allein vorne: Es zeigt 2560 x 1440 Pixel, der Rest des Testfeldes nutzt die Full-HD-Auflösung. Die Displays im Asus-Notebook und dem Acer Predator Triton schaffen eine Wiederholrate von 300 Hz. Der WQHD-Bildschirm des Neo liefert maximale 165 Hz, alle anderen Notebooks haben einen Bildschirm mit 144 Hz.

Bei den Messergebnissen der Bildqualität liegen alle Testgeräte auf ähnlichem Niveau, jedes hat bestimmte Stärken und Schwächen: Das HP Omen 15 und das Asus ROG Strix bieten die beste Leuchtdichte mit über 330 cd/qm, schwächeln aber beim Schwarzwert, das Asus-Notebook außerdem bei der Helligkeitsverteilung. Das XMG Core 15 und das Acer Nitro 5 überzeugen beim Kontrast, etwas weniger bei der maximalen Helligkeit. Ausgewogen präsentiert sich das Acer Predator Triton mit einer ordentlichen Helligkeit von knapp unter 300 cd/qm und guten Werten bei Kontrast und Ausleuchtung.


Asus legt Blenden für das Notebookgehäuse bei.
Vergrößern Asus legt Blenden für das Notebookgehäuse bei.
© Asus

Ausstattung: Standardkost auf hohem Niveau

Die großen Preisunterschiede im Testfeld sind vor allem der GPU und CPU geschuldet. Bei den übrigen Komponenten liegen die Notebooks recht eng zusammen: Alle bringen eine NVMe-SSD mit 1 TB mit, nur beim Omen 15 und dem Acer Nitro 5 ist der Flash-Speicher 512 GB groß. Während der LAN-Anschluss bei Standard-Notebooks inzwischen Seltenheitswert besitzt, lassen sich alle Spiele-Notebooks im Test auch per Kabel vernetzen: Die meisten liefern Gigabit-Tempo, das XMG Neo 15 und das Acer Predator verfügen schon über den LAN-Turbo mit 2,5Gbit-Anschluss. Ins WLAN gehen alle Geräte mit dem neuen Wi-Fi-6-Standard, nur die beiden HP-Notebooks arbeiten mit WLAN-AC.

Das XMG Neo 15 hat einen LAN-Anschluss mit 2,5-Gbit-Tempo.
Vergrößern Das XMG Neo 15 hat einen LAN-Anschluss mit 2,5-Gbit-Tempo.
© XMG

Thunderbolt besitzt im Testfeld nur das Acer Predator Triton. Bis auf das Acer Nitro 5 lassen sich an allen Modelle über eine Kombination von HDMI, (Mini-)Displayport und Typ-C mindestens zwei externe Monitore anschließen, das Omen 15 hat sogar drei Monitorausgänge. Das Nitro hat zwar einen Typ-C-Anschluss, über den aber keine Displayport-Signale laufen. Schnelle externe Festplatten laufen an allen Notebooks über Typ-C mit USB 3.2 Gen 2 (10 GBit/s). Bei den beiden Acer-Modellen sowie dem HP Omen 15 und dem XMG Neo 15 transportiert auch mindestens ein Typ-A-Anschluss bis zu 10 Gbit/s.

Extras bietet das Asus ROG Strix: Käufer bekommen zwei Gehäuseblenden zur Individualisierung des Notebooks, sowie den Asus Keystone: Über diesen NFC-Stick lassen sich zum Beispiel Nutzer- und Spieleprofile abrufen und übertragen. Dafür fehlen dem Asus-Notebook aber eine Kamera und ein Kartenleser.

Das XMG Neo 15 und das Asus ROG Strix verfügen über eine Tastatur mit opto-mechanischen Switches: Sie sollen schnelle Eingaben mit klarem Druck-Feedback verbinden. Ob Sie das für eine bessere Spieleleistung benötigen, können Sie nur selbst entscheiden: Beide Tastaturen erlauben tatsächlich sehr schnelle Eingaben, das Keyboard des Strix ist aber sehr laut, beim XMG Neo ist das Tasten-Feedback eher lau. Außerdem erlauben diese beiden Modelle sowie das Acer Predator Triton eine individuelle Farbgebung für einzelne Tasten.

Mobilität: Kann man mal mitnehmen

Abgesehen vom 17-Zoll-Notebook Asus ROG Strix Scar mit über 2,7 Kilogramm sind alle anderen Testmodelle mit rund zwei bis 2,2 Kilo einigermaßen portabel. Mit Akkulaufzeiten von acht bis über zehn Stunden lassen sich das Acer Nitro 5, das HP Omen 15 und das XMG Neo 15 am besten unterwegs einsetzen: Diese Testergebnisse beziehen sich aber auf Standardanwendungen und Web-Surfen, nicht aufs Spielen im Akkubetrieb.

Gehäuse-Design: Auffällig oder dezent

Wer den Spiele-Laptop auch für Arbeit, Studium oder Schule nutzt, wünscht sich ein neutrales Notebook-Design statt auffälligen Logos auf dem Deckel oder eines farbenfrohen Gehäuses. Deshalb bieten viele Hersteller leistungsfähige Gaming-Geräte auch mit zurückhaltende Optik an, wie das HP Pavilion Gaming 16 oder das XMG Neo. Optimal für wechselnde Einsatzorte ist überdies ein flaches und leichtes Gehäuse wie etwa beim Acer Predator Triton 500 .

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