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World of Warcraft Shadowlands: Die Vampire von Revendreth

15.06.2020 | 14:14 Uhr |

In Revendreth herrschen die aristokratischen Vampire der Venthyr, gehen ihren Gelüsten und sadistischen Neigungen nach. Ein schaurig schöner Ort in World of Warcraft: Shadowlands, der nächsten Erweiterung des MMO-Opas WoW, der auch nach 15 Jahren noch Millionen in seinen Bann zieht.

"Wie würde wohl Translyvanien in den Welten von World of Warcraft aussehen“, fragte sich Blizzard, als sie Revendreth schufen – die Welt der Dunkelheit und Heimat der Vampire in World of Warcraft: Shadowlands. Wir blicken auf eine gigantische Festung, die sich über einen Wald erhebt, der völlig im Nebel versunken ist. Kutschen werden hier von untoten Pferden gezogen, die vampirische Aristokraten zu ihren Villen der Finsternis chauffieren. Doch der Ausbau der Festung stoppt, denn Revendreth hat ein Problem: Die Seelen bleiben aus, weil alle zu Beginn der neuesten Erweiterung für dieses Spiel, welches bereits unglaubliche 15 Jahre auf dem krummen Buckel hat, in den Schlund der Hölle gezogen werden. Der Eingang der Burg ist in entsprechend schlechtem Zustand, denn ein Vampir arbeitet nicht gerne, er lässt schuften – von Sündern, die jedoch noch eine Chance haben, sich durch harte Arbeit zu rehabilitieren. 

Was aussieht wie der Eingang zu einer Burg, ist jedoch nur das Stadttor – die Festung an sich thront wie ein Titan über der gesamten Zone. Hier treffen wir auf Sündensteine, in denen die Verbrechen jener Seelen gezeigt werden, die hier ihren Weg hingefunden haben. Seelen können diese Sünden im Laufe der Zeit von ihren Steinen lösen, wenn sie sich nur hart genug auf das Leben nach dem Tod vorbereiten. Doch die Methoden der Venthyr, der Vampirfürsten, sind oft schrecklich und qualvoll. Während die Venthyr in den Schattenlanden einen wichtigen Zweck haben mögen, mit ihrer Aufgabe, verdorbene Seelen auf das Leben nach dem Tod vorzubereiten, nutzen die vampirischen Aristokraten ihre Stellung doch nur allzu gerne, um ihrem Sadismus zu frönen und ihre Liebe zur Folter freien Lauf zu lassen.

Lesetipp: World of Warcraft: Shadowlands: Die Weltpremiere

Leiden in den Folterkerkern der Schattenlande

Der Lich King ist nicht mehr, die Pforten zu den Schattenlanden wurden geöffnet: Zeit für einen ersten Besuch bei den Vampirfürsten der Venthyr.
Vergrößern Der Lich King ist nicht mehr, die Pforten zu den Schattenlanden wurden geöffnet: Zeit für einen ersten Besuch bei den Vampirfürsten der Venthyr.
© Blizzard

Die Seelen, die hier unter normalen Umständen auftauchen, sind ohne Frage böse Jungs, die sich mitunter schlimmer Verbrechen schuldig gemacht haben und auf Erlösung warten.

Sie kommen in Pech schwarzen Gefängniskutschen an. Kutschen sind hier generell ein häufiger Anblick auf dem gesamten Schlossgelände und Sie können nach Belieben ein- und aussteigen, um das Reisen in dieser Welt zu beschleunigen. Das Dorf vor den Stadttoren besteht hauptsächlich aus verschiedenen heruntergekommenen Gebäuden und einem Blick auf den nebelgefüllten Wald, in dem die Venthyr verlorene Seelen jagen: Sie senden diese mit dem falschen Gefühl der Sicherheit aus, hoffen darauf das die armen Kerle versuchen zu fliehen und foltern sie zur Bestrafung.

Die nächste Station auf der Kutschfahrt ist die Kathedrale, die rein vom Interieur einige Klassen über den Bruchbuden des Dorfes spielt und eine wundervolle gotische Architektur aufweist. Also so wundervoll jedenfalls wie ein uraltes Spiel wie World of Warcraft aussehen kann, denn rein grafisch kann Shadowlands schon ob der Unschärfe seiner Texturen nicht mit aktuellen Titeln mithalten. Sei’s drum, der WoW-Fan ist mit wenig zufrieden und wird mit Revendreth rein vom Stil her viel Neues entdecken. Hier befindet sich die Revendreth-Kathedrale, einer der Hauptkerker der Erweiterung. Überall sind Aufzüge verstreut, so dass wir uns von Station zu Station bewegen und den vertikalen Raum der Zone erkunden können. Auf dem Weg in diesem Bereich entdecken wir jemanden, der entschieden fehl am Platz aussieht, eine Art astraler Seelenhändler, der Teil einer Organisation ist, die genau diesen Job hier hat und sich Broker nennt. So wie die Broker an der Wall Street. 

Die Broker und das blühende Geschäft mit den Seelen

Kutschen dienen als Schnellreisemittel, etwa um die Ember Ward zu erreichen – eine Art Licht-Foltergefängnis, denn Vampire vertragen kein Sonnenlicht.
Vergrößern Kutschen dienen als Schnellreisemittel, etwa um die Ember Ward zu erreichen – eine Art Licht-Foltergefängnis, denn Vampire vertragen kein Sonnenlicht.
© Blizzard

Die Broker sind eine von den Covenants und Maw getrennte Fraktion, eine Art Seelenhändler, die sich frei in den Schattenlanden bewegen können. Wir erinnern uns:

Die Shadowlands werden von vier Fraktionen beherrscht:

  • Die Kyrians in Bastion

  • Die Necrolords in Maldraxxus

  • Die Night Fae in Ardenweald

  • Die Venthry in Revendreth

Nach den jüngsten Katastrophen haben die Broker diese Chance genutzt, um ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, denn Seelen sind gerade sehr kostbar und die Venthyr brauchen dringend neue Arbeitskräfte – so ein Vampir macht sich ja nicht gerne die seidenen Handschuhe schmutzig. Die Broker wirken ziemlich zwielichtig und manipulativ, hier dürften sich wieder interessante Geschichten entspinnen, denn mit World of Warcraft: Shadowlands will Blizzard vor allem narrativ auftrumpfen.

Als Lichkönig Bolvar Fordragon von Sylvanas Windrunner vernichtend geschlagen wird und seine Maske zerbricht, öffnen sich die Pforten in die Schattenlande und alle Seelen werden in die Hölle gezogen – Pech für die Vampire. Glück für die Broker. Sie reisen zwischen den Zonen der Venthyr und der Ember Ward hin und her, schließlich dürfen sie sich frei bewegen. Die Ember Ward stellt einen großen Kontrast zum Rest dieser Welt. Dies ist der einzige Ort in Revendreth, an dem das Licht tatsächlich durchgebrochen ist – also so etwas wie der wahr gewordene Albtraum für unsere lichtempfindlichen Vampir-Freunde.

WoW sieht im Jahr 2020 nicht mehr sonderlich hübsch aus, aber dieses schaurig, schöne, leicht morbide Art-Design macht immer wieder Freude.
Vergrößern WoW sieht im Jahr 2020 nicht mehr sonderlich hübsch aus, aber dieses schaurig, schöne, leicht morbide Art-Design macht immer wieder Freude.
© Blizzard

Das Gebiet wirkt zerstört und die unglücklichen Venthyr, die zur Bestrafung hierhergeschickt wurden, sind alle irre: vom Licht verrückt geworden. Die Vampirfürsten halten diese in einer Art Arena, in der die armen Kerle um die spärlichen Schattenstellen kämpfen müssen, die man ihnen eingerichtet hat. Die herrschende Klasse der Venthyr darf andere Vampire nicht foltern, die Ember Ward jedoch wird laut Blizzard gerne genutzt, um mit Dissidenten und Hetzern umzugehen. Dies ist kein sonderlich schöner Ort, aber atmosphärisch stark eingefangen: Die Venthyr haben sogar ihre quälenden Bestrebungen darauf ausgerichtet, Spiegel und deren Streulicht als Waffen einzusetzen. 

Castle Ward: Das Schloss der Vampire 

Das Schloss ist der Herrschaftssitz des Geschlechts der Venthr – wer sich bei der Gräfin beliebt macht, kann hier dekadente Partys feiern.
Vergrößern Das Schloss ist der Herrschaftssitz des Geschlechts der Venthr – wer sich bei der Gräfin beliebt macht, kann hier dekadente Partys feiern.
© Blizzard

Ein kurzer Streifzug durch die Burgabteilung zeigt mehrere Sehenswürdigkeiten auf. Verschiedene Bezirke bilden die Burgabteilung, die für diejenigen konzipiert ist, die sich bei der Gräfin beliebt machen, ein Ort für altes Geld, dunkle Gefälligkeiten, dekadente Freuden und grausige Partys. Dies ist auch die erste Gelegenheit, die Sie erhalten werden, um einen gruseligen Ort namens Endmire zu bereisen. In Endmire landen Kreaturen, die sich in den Schattenlanden von Reich zu Reich bewegt haben, verdreht und unförmig, weil die Anima am falschen Ort gelandet ist. 

Von der Architektur und Stimmung her ist das hier kein Bloodborne, auch kein HR Giger, sondern eine andere Mischung aus seltsamer, nervenzerreißender, verzerrter Realität, die aus Kreaturen besteht, die wir uns nur schwer erklären können. Unter normalen Umständen würden die großen Armeen Gargoyle-Armeen der Vampire diese Manifestationen unter Kontrolle halten, aber jetzt werfen sie diese Kreaturen einfach in diese Schlucht und verbannen sie in die Endmire. Ein gruseliger, schauriger, aber doch auch faszinierender Ort, wie so viele in der World of Warcraft.

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