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Wie wir testen

01.07.2013 | 01:30 Uhr | Arne Arnold

Die PC-WELT prüft Firewalls nach fünf Kriterien und gewichtet für die Endnote so:

Sicherheit: 55%
Eine Firewall sollte alle Angriffsversuche auf den Rechner verhindern, egal, ob die Angriffe von außen oder von innen kommen. Beim Außenschutz testen wir mit mehreren Port-Scannern, ob die Datenwege des PCs von außen dicht sind und ob sich keine für einen Angriff nützlichen Infos, etwa über das Betriebssystem, ermitteln lassen. Danach führen wir auf die PCs drei DoS-Angiffe (Denial of Service) durch. Beim Innenschutz muss die Firewall etwa ein Backdoor-Programm, das sich heimlich ins System geschlichen hat, erkennen und seine Kommunikation blockieren (Backdoor-Tests). Auch starten wir 10 Backdoor-Programme, die bereits vor der Installation der Firewall auf dem System waren. Das Sicherheits-Tool muss auch deren Kommunikation mit dem Internet verhindern. Der Selbstschutz muss Manipulationen an der Regelliste und das Deaktivieren des Tools blockieren. Auch müssen sich die Tools gegen das Löschen ihrer Programmdateien schützen. Die Tests im Bereich Sicherheit haben für uns die Spezialisten Guido Habicht und Maik Morgenstern von AV-Test durchgeführt.

Funktionen: 20%
Eine Firewall muss den Nutzer über Programme informieren, die eine Verbindung zum Internet aufzubauen versuchen. Die Anwendungen sollten sich in Listen einordnen lassen, über die man festlegt, ob die Programme online gehen dürfen oder nicht. Assistenten sollten mit einfachen Erklärungen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Bedienung: 15%
Als Sicherheits-Software greift eine Firewall tief in das System ein. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar, dass sie eine klare Benutzerführung bietet, die Fehler bei der Nutzung oder Konfiguration ausschließt. Deshalb sollten alle Meldungen, Bezeichnungen und Beschreibungen auch für unerfahrene Anwender verständlich sein. Die Programme sollten aber nur wichtige Ereignisse anzeigen und den Anwender nicht mit überflüssigen Meldungen nerven.

Installation/De-Installation: 5%
Neben der einfachen Installation, die mit wenigen Abfragen auskommen sollte, spielt auch die De-Installation eine Rolle. Das Programm sollte sich restlos vom System entfernen lassen, inklusive aller durch die Software angelegten Registry-Schlüssel.

Systemanforderungen: 5%
Viele Programme entpuppen sich beim Einsatz als wahre Speicherfresser. Wichtige Punkte sind auch die geforderte Prozessorleistung sowie der benötigte Festplattenplatz

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