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Wichtige Kamera-Features und Zubehör

18.04.2009 | 10:09 Uhr | Verena Ottmann

Bildstabilisator: Optische oder mechanische Lösung
Bei Spiegelreflexkameras gibt es zwei Typen von Verwacklungsschutz: Der optische Bildstabilisator arbeitet über bewegliche Linsen im Objektiv. Die mechanische Stabilisierung übernimmt ein beweglich gelagerter Bildsensor im Kameragehäuse, der über Magneten oder einen Motor gesteuert wird. Zu bevorzugen ist der mechanische Stabilisator, der viel exakter arbeitet. Andererseits sind Wechselobjektive in der Regel sehr lichtstark, nutzen also kürzere Belichtungszeiten. Daher ist nicht immer eine Stabilisierung nötig, weshalb Sie einen Objektiv-basierten Stabilisator auch nur bei Bedarf einsetzen können.

Live View: Autofokus per Kontrast- oder Phasenvergleich
Eine Funktion, die im letzten Jahr vermehrt ihren Weg in DSLRs gefunden hat, ist der Live-View-Modus, sprich, das Vorschaubild auf dem Display. Dieses nützliche Feature hilft beim Einfangen des Motivs - etwa aus schwierigen Positionen heraus - und zeigt die Auswirkungen von Weißabgleich, Belichtungskorrektur, ISO & Co sofort an. Ein Nachteil des Live-View-Modus ist jedoch der Autofokus (AF), der sich nicht immer problemlos einsetzen lässt.
Die meisten DSLR-Kameras arbeiten mit einem Phasenvergleichs-AF . Dabei ist jeder Einzelsensor des AF-Sensors zwei- oder viergeteilt, und jedes Teil erfasst das Motiv. Passen die einzelnen Bilder zusammen, stimmt die Fokussierung. Falls nicht, berechnet der Autofokus die Abweichung und setzt den Fokussierpunkt entsprechend um. Der Nachteil dieser Methode: Die AF-Sensoren sitzen im Kameraboden und benötigen zum Arbeiten den heruntergeklappten Spiegel. Da die Live-Vorschau jedoch einen hochgeklappten Spiegel voraussetzt, muss der Spiegel für den Autofokus kurz herunterklappen. Das verursacht einerseits ein nerviges Geräusch, andererseits verschwindet das Vorschaubild kurz.
Alternativ zum Phasenvergleichs-Autofokus setzen manche Hersteller bei ihren DSLRs einen Kontrastvergleichs-AF ein. Der Vorteil: Der Spiegel muss dazu nicht hochgeklappt werden, da der Autofokus die Daten des Bildsensors nutzt. Genauer gesagt ermittelt der Kontrast-AF den Kontrast der Details in den einzelnen Messfeldern. Dazu wird die Fokussierung so lange verändert, bis der Kontrast abfällt. An der Stelle des höchsten Kontrastes stellt der AF scharf. Der Nachteil dieses Verfahrens: Es dauert länger als der Phasenvergleichs-AF.

Nützliches Zubehör: Was das Fotografieren erleichtert
Neben einer Auswahl an guten Objektiven können auch andere Dinge das Fotografieren mit einer digitalen Spiegelreflexkamera erleichtern beziehungsweise verschönern. Das erste, was Sie zum bequemen Fotografieren brauchen, ist eine Tasche beziehungsweise ein Rucksack, in dem Sie die Kamera, Ihre Objektive und alles benötigte Zubehör unterbringen. Hier können Sie entweder auf Originalprodukte vom Kamerahersteller zurückgreifen, oder Sie sehen sich im Sortiment von bekannten Taschenherstellern wie Everstar, Lowepro oder Tamrac um, was Ihnen von der Größe her zusagt. Was den Preis angeht, dürfen Sie je nach Ausführung und Qualität mit 70 bis 300 Euro rechnen.
Ebenfalls unersetzlich ist eine zweite Speicherkarte sowie ein Ersatzakku. Wer auf Nummer sicher gehen will und auch das nötige Kleingeld hat, greift hier beim Kamerahersteller zu. Günstiger kommen Sie mit Fremdherstellern weg. Allerdings resultiert der teils gewaltige Preisunterschied daraus, dass Drittanbieter oft nicht die gleiche Qualität hinsichtlich Überhitzungs-, Überlade- und Kurzschlussschutz verwenden.

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