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Wetteronline home im Test: Schicke Wetterstation setzt Akzente

05.10.2020 | 12:43 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Wetteronline home ist mehr als nur eine Wetterstation. Das schicke 10-Zoll-Gerät ist auch ein Eyecatcher. Wir haben die wohnzimmertaugliche Wetterstation getestet.

Die Wetterstation (hier unser Vergleichstest) „Wetteronline home“ der WetterOnline GmbH ist ein Hingucker: Denn anders als die meisten Konkurrenzprodukt beschränkt sich Wetteronline home nicht auf die Darstellung der Wetterdaten, sondern setzt durchaus optische Akzente in der Wohnung. Hersteller WetterOnline GmbH hat diese Indoor-Wetterstation also absolut wohnzimmertauglich gestaltet. Das hat aber seinen Preis.

Hardware

Die Wetterstation (Breite 250 mm x Höhe 162 mm x Tiefe 15 mm, Gewicht 615 Gramm) ist ausschließlich für den Einsatz in der Wohnung vorgesehen, die Stromversorgung erfolgt via 230-Volt-Steckdose. Ein 2-Meterkabel samt Netzteil liegen bei. Ein Akku ist nicht verbaut, Sie können die Wetterstation also nicht mal schnell umsetzen oder mitnehmen.

Zusätzliche Informationen werden am rechten Rand angezeigt.
Vergrößern Zusätzliche Informationen werden am rechten Rand angezeigt.
© WetterOnline GmbH

Der 10,1 Zoll große Touchscreen lässt sich gut ablesen, solange nicht direkt das Sonnenlicht darauf fällt. Seine Helligkeit können Sie einstellen. Der Bildschirm spiegelt allerdings stark. Er reagiert ausreichend schnell auf Fingereingaben. Der Bildschirm löst mit 1200 x 800 Pixeln auf, was für diesen Zweck völlig ausreichend ist.

Die Wetterstation ist dafür vorgesehen aufgestellt zu werden. Eine Wandbefestigung ist nicht vorhanden.

Quelle für die Wetterdaten

Die gesamten Wetterdaten stammen von den Servern von Wetteronline, die via WLAN (2,4 GHz) die Wetterstation erreichen. Wetteronline wiederum bezieht die Rohdaten von verschiedenen Lieferanten wie dem Deutschen Wetterdienst oder dem Umweltbundesamt, eine Liste finden Sie hier. Wetteronline berechnet aus diesen Daten dann die Wettervorhersage.

Links das Auswahlmenü für die Auswahl zusätzlicher Informationen wie Pollenlage, UV-Faktor oder Mondphasen. Rechts die Hauptansicht.
Vergrößern Links das Auswahlmenü für die Auswahl zusätzlicher Informationen wie Pollenlage, UV-Faktor oder Mondphasen. Rechts die Hauptansicht.
© WetterOnline GmbH

Sie können aber keine lokalen Sensoren anschließen und somit das Wetter nicht exakt an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung darstellen lassen. Ebenso sind in der Wetterstation selbst keine Sensoren wie Thermometer, Barometer oder Hygrometer verbaut. Ohne Internet- und WLAN-Verbindung und geht also gar nichts.

Lieferumfang

Das Display besitzt an der Rückseite einen stabilen Aufsteller, außerdem liegen Kabel und Netzteil bei. Der Hersteller liefert auch eine bedruckte Anleitungstafel mit. Eine ausführlichere gedruckte Bedienungsanleitung fehlt zwar, sie ist aber aufgrund des unkomplizierten Bedienkonzepts auch völlig unnötig. Ein ausführliches Handbuch steht als PDF hier zur Verfügung.

Inbetriebnahme

Sie neben die Wetterstation denkbar schnell und einfach in Betrieb: Einfach mit einer Steckdose verbinden, das Hochfahren abwarten und dann noch das Passwort für die gewählte WLAN-Verbindung eintragen. Danach tragen Sie noch Ihren Standort ein beziehungsweise lassen diesen automatisch ermitteln. Und schon ist Wetteronline home einsatzbereit. Im Einstellungsmenü können Sie noch auswählen, welche Zusatzinformationen am rechten Rand des Bildschirms angezeigt werden sollen. In den Einstellungen legen Sie außerdem fest, wann das Gerät in den Stand-by-Modus gehen soll, um etwas Strom zu sparen. Die WLAN-Verbindung wählen Sie in den Einstellungen ebenfalls aus.

Gewitterwarnung links oben.
Vergrößern Gewitterwarnung links oben.
© WetterOnline GmbH

Sie können die Wetterstation für Orte in Deutschland und Österreich uneingeschränkt verwenden. Wetteronline home zeigt aber auch für Orte in der Schweiz die Wetterdaten an. Hierbei sollten Sie aber einige Punkte beachten (in der verlinkten FAQ ganz unten).

Anzeige und Bedienung

Den größten Teil des Bildschirms nimmt die Wetterradarkarte für den gewählten Standort ein. Kurz angetippt, zeigt das Radar außerdem die Wetterentwicklung der nächsten Stunde im Zeitraffer an.

Sofern Sie das in den Einstellungen aktiviert haben, stellen unterschiedliche Icons am rechten Bildschirmrand Zusatzinformationen wie Windgeschwindigkeit, Luftdruck, Windrichtung, Pollenlage und UV-Belastung dar. Die Darstellung der Pollenlage hat allerdings eine kleine Schwäche: es fehlt die für Allergiker wichtige Angabe der konkreten Pflanzenarten, deren Pollen fliegen. Hier bleibt Betroffenen also der Griff zu einer speziellen App oder zur Internetrecherche nicht erspart.

Spannend finden wir hier besonders die Angaben zur „gefühlten“ Temperatur, die von der gemessenen bekanntlich abweichen kann. Außerdem sehen Sie, wann die Sonne auf- und untergeht sowie die Mondphase.

Warnungen vor Unwetter blendet die Wetterstation im linken oberen Bereich ein. In der linken oberen Ecke sehen Sie zudem immer den Wochentag und das Datum.

Am unteren Bildschirmrand sehen Sie Uhrzeit und die aktuelle Temperatur samt Wolkenlage sowie Detailangaben zu einzelnen Tagesabschnitten und die Prognose für die nächsten drei Tage. Tippen Sie auf diese Detailansicht bzw. Prognose, so bekommen Sie noch genauere Wetterinformationen zu den einzelnen Tagesabschnitten und Tagen sowie den Wettertrend für die nächsten vierzehn Tage anzeigt. Tippen Sie dagegen auf die Uhrzeit mit der aktuellen Temperatur, so können Sie die Displayhelligkeit regeln und gelangen zum Einstellungenmenü.

Der Ort, für den das Wetter angezeigt wird, ist als roter Punkt in der Mitte der Karte markiert. Tippen Sie den roten Punkt an, um den Wort festzulegen. Bis zu vier ausgewählte Orte lassen sich abspeicherm und durch einen Tipp in der Liste der gespeicherten Orte wieder anzeigen.

Sie können in die Karte aber weder ein- noch auszoomen und die Karte auch nicht mit dem Finger verschieben. Wenn Sie also wissen wollen, wie das Wetter 200 Kilometer weiter westlich von Ihrem aktuell angezeigten Standort ist, dann müssen Sie einen entsprechenden Ort eingeben und können die Karte nicht einfach mit dem Finger verschieben.

Mit einem doppelten Tippen auf den Bildschirm versetzen Sie das Gerät in den Stand-by-Modus. Ein weiteres Tippen auf den Bildschirm weckt die Wetterstation wieder auf.

Stromverbrauch

Das "Smart Home" braucht Strom. Das gilt auch für eine Wetterstation. Wetteronline home verbraucht nach unserer Messung je nach gewählter Displayhelligkeit zwischen 1,7 bis 3,7 Watt im Betrieb und zwischen 0,2 bis 1.2 Watt im Standby mit ausgeschaltetem Display.

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Smart Home - darum geht es.

Smart Home umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die Ihnen Ihr Leben erleichtern sollen. Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen. Oder Intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Smart TVs bringen das Internet ins Wohnzimmer und Waschmaschinen lassen sich per App steuern. Über intelligente Stromzähler haben Sie mit einem Blick aufs Smartphone den aktuellen Stromverbrauch im Griff. Sie sehen, die möglichen Anwendungen sind vielfältig. In diesem Themenbereich widmen wir uns dem Thema Smart Home, erklären, wie die Technik funktioniert und wie intelligent vorhandene Lösungen am Markt wirklich sind.

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