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Voraussetzung für Super Speed: USB-3.0-Anschluss

24.06.2011 | 11:13 Uhr | Michael Schmelzle

USB 3.0 lässt sich kostengünstig nachrüsten: bei Notebooks mit einer Expresscard/32.
Vergrößern USB 3.0 lässt sich kostengünstig nachrüsten: bei Notebooks mit einer Expresscard/32.
© Transcend

Um die volle Geschwindigkeit eines USB-3.0-Sticks nutzen zu können, muss Ihr PC eine USB-3.0-Anschlussbuchse besitzen - leicht zu erkennen anhand der blauen Farbcodierung. Ist dies nicht der Fall, können Sie sie mit einer USB-3.0-Controller-Karte problemlos nachrüsten. Günstige Karten bekommen Sie schon ab 14 Euro.

Bei PCs beschränkt sich die Auswahl auf 1x-PCI-Express-Steckkarten. Nur Asus bietet für die eigenen Hauptplatinen 4x-Karten an. Achten Sie darauf, dass die Controller-Karte nach dem PCI-Express-2.0-Standard arbeitet und damit bis zu 500 MB/s transportieren kann. Natürlich gilt das auch umgekehrt für die PCI-Express-Steckplätze der Hauptplatine: Entsprechen diese nur dem 1.0a- oder 1.1-Standard, liegt die Transferleistung einer 1x-Datenbahn („Lane“) bei maximal 250 MB/s. Das bremst besonders schnelle USB-3.0-Sticks wie den Super Talent Raiddrive bereits aus.

USB-3.0-Festplatten im Test

Hauptplatinen mit PCI-Express-2.0-Steckplätzen kamen Ende 2007 mit den Chipsatz-Serien AMD 700, Intel X38/X48 und Nvidia Nforce 700 auf den Markt. Allerdings hat Intel noch 2008 bei den weit verbreiteten „Ibex Peak“-Chipsätzen H55, H57, P55 und Q57 die Transferleistung einer 1x-Datenbahn auf 250 MB/s beschränkt.

In der neuen Ausgabe von Doppelklick erklärt PC-WELT Hardware-Redakteur Michael Schmelzle die Vorteile der USB 3.0-Technik und zeigt, wie Sie Ihren PC mit der neuen Schnittstelle nachrüsten. Durch die Sendung führt Moderatorin Alexandra Polzin. Viel Spaß beim Anschauen.

Wollen Sie bei Ihrem Notebook USB 3.0 nachrüsten, sind Sie auf eine Expresscard/32 festgelegt. Diese können Sie auch in einem Expresscard/54-Schacht betreiben – sofern Ihr Notebook überhaupt einen Steckkartenschacht besitzt. Auch wenn die aktuellen Karten bereits den PCI-Express-2.0-Standard erfüllen und damit Übertragungsraten von bis zu 500 MB/s erreichen, können Sie meist nicht die volle Geschwindigkeit nutzen. Grund: Außer den aktuellen Intel-Chipsätzen HM65, HM67, QM67 und QS67 steuern alle Notebook-Chipsätze den Expresscard-Anschluss nur mit maximal 250 MB/s an.

2,5-Zoll-Festplatten mit USB 3.0 im Test

Die Inbetriebnahme einer Controller-Karte ist einfach. Bei einer PC-Karte schalten Sie den Computer aus und trennen ihn vom Stromnetz. Dann öffnen Sie das Gehäuse und suchen einen freien PCI-Express-Steckplatz. Dies kann auch eine längere 4x- oder 8x-Variante sein. Sie müssen dann nur darauf achten, das Sie die 1x-Controller-Karte so einstecken, dass das Befestigungsblech korrekt in die Einrastposition rutscht. Die meisten USB-3.0-PCI-Express-Steckkarten haben einen vierpoligen Stromanschluss, den Sie mit dem Netzteil verbinden sollten. Beim Notebook schieben Sie die Expresscard/32 in den dafür vorgesehenen Schacht.

Nach dem Ein- und Zusammenbau starten Sie den PC und installieren den Treiber von der CD, die der Karte beiliegt. Nach einem PC-Neustart ist USB 3.0 betriebsbereit.

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