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Untere Preisklasse I

11.12.2003 | 14:51 Uhr |

Untere Preisklasse I

Komplettsystem von Panasonic

+ Ordentlicher Klang, wenig Verkabelungsaufwand, kleine Komponenten

- wellige Lautsprecher-Frequenzgänge, geringe Verstärkerleistung, wenig Anschlussmöglichkeiten

Aufbau: Die billigste Anlage im Test macht beileibe keinen billigen Eindruck. Im Gegenteil: Die Komponenten wirken hochwertig, ebenso die Verarbeitung. Besonders schick: DVD-Spieler und Receiver. Beide bilden trotz unabhängiger Gehäuse praktisch eine Einheit: Der DVD-Player hängt über ein Flachbandkabel am Receiver und bekommt von ihm auch seine Versorgungsspannung und die Fernbedienungsbefehle. Abspielinfos über CDs oder DVDs schiebt er über das Kabel wieder zurück, damit das Display des Receivers sie anzeigen kann. Der Player selbst besitzt kein Display.

Lautsprecher: Fast wie noble High-End-Produkte wirken die Zweiwege-Frontlautsprecher. Ihr Gehäusefurnier entpuppt sich erst auf den zweiten Blick als Imitation, und die eingesetzten Chassis machen einen aufwendigen Eindruck. Center- und Surround-Lautsprecher aus Kunststoff sind viel kleiner und wirken nicht so hochwertig. Ein Mix aus Kunststoff und Holzimitiat ist der Subwoofer. Sein Verstärker sitzt nicht wie bei den anderen Testkandidaten im Subgehäuse, sondern dank Digitalverstärkertechnik im Receiver.

Anschlüsse: Viele Erweiterungsmöglichkeiten gibt es nicht: zwei Digital- und zwei Analogeingänge - das war's. Die Videosignale finden über eine Video- und eine S-Video-Buchse den Weg zum Fernseher, Scart-Anschlüsse sind nicht vorhanden.

Sound: Unsere Messungen zeigen, dass die edle Aufmachung der Frontlautsprecher nicht nur Fassade ist. Ihr Frequenzgang weist zwar einige Schlenker auf, geht aber absolut in Ordnung. Center und Surround-Boxen hingegen zeigen deutlich zu wenig tiefe und mittlere Töne. Mit 5 x 16 Watt leistet der Receiver nicht gerade viel, für gehobene Zimmerlautstärke reicht es aber.

Fazit: Der Klang gefällt durchaus. Ist auch der Einsatz von Center und Surrounds gefragt, verliert das Klangbild an Homogenität - Stimmen haben zu wenig Volumen, Geräusche von hinten zu viel Hochtonanteil. Der Bass integriert sich gut in den Gesamt-Sound.

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