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Trios II: Drei EIDE-Festplatten im Schichtbetrieb

21.12.2005 | 17:33 Uhr |

Herzstück des Festplattenumschalters Trios II ist eine Platine, die einen PCI-Steckplatz belegt. Der Steckplatz wird aber nur zur Befestigung, nicht elektrisch genutzt, die Platinenkontakte sind „blind“. An der Platine schließen Sie bis zu drei Festplatten an. Die dafür nötigen Flachbandkabel sind im Lieferumfang enthalten. Ebenso mit dabei ist das 80polige EIDE-Kabel, durch das die drei Festplatten via Kartenelektronik zur Hauptplatine finden. Die beiden weißen Buchsen sind für die Stromversorgung zuständig – nur die aktive Festplatte soll laufen, die anderen bleiben still stehen. Es ist zwar auch möglich, zwei Festplatten gleichzeitig laufen zu lassen, diese Möglichkeit haben wir im Folgenden aber nicht weiter berücksichtigt.

Die Fernbedienung wird am Slotblech angesteckt – hier besteht die Gefahr, dass der Anschluss mit einem Netzwerkanschluss verwechselt wird. Die Stromversorgung der Hauptplatine wird abgesteckt, ein Zwischenstück wird eingesetzt – es greift die Versorgungsspannung für die Steuerung ab. Achtung: Dell-PCs sowie Mac-Rechner kommen mit einer anderen Belegung im Stromstecker – die beiden vorgestellten Festplattenumschalter funktionieren hier nicht und können bei einem Versuch sogar defekt gehen (der Garantieanspruch erlischt). Die Stromversorgung der Festplatten wird über einen Dreierstecker realisiert – er ist nicht beschriftet, aber wir raten (richtig): der Stecker, der der Steuerungsplatine am nächsten liegt, ist der erste.

Erster Test: Wir schließen drei unterschiedlich große EIDE-Festplatten gemäß der deutschen und hilfreichen Installationsanleitung an. Sobald wir das PC-Netzteil einschalten, erhält auch die Fernbedienung Strom – welche Festplatte ausgewählt ist, wird durch eine Leuchtdiode angezeigt. Bevor der PC eingeschaltet wird, lässt sich wählen, von welcher Festplatte gebootet werden soll.

Unsere Meinung: Gut gefallen hat uns, dass die nicht genutzten Festplatten gar nicht mitlaufen und so Lebenszeit und Strom sparen. Auch ganz nett ist, dass sich vor dem Start die Festplatte wählen lässt – dafür wird die Ruhestromversorgung des Netzteils genutzt. Ebenfalls praktisch: Software, Treiber und ähnliches sind nicht nötig. Der einzige Nachteil dieser Lösung ist der Kabelsalat. Er ist bei EIDE-Festplatten aber nicht zu umgehen, da es nicht genügt, einfach die Stromversorgung zu kappen – auch die Datenleitungen müssen geschaltet werden.

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