Channel Header
131796

Testszenario und Benchmarks

01.07.2013 | 02:30 Uhr |

Was bringt die SSD nun in der Praxis? Um das herauszufinden, wurden die beiden SSDs und eine herkömmliche 160-GByte-Festplatte (Hitachi HTS722016KA300) in einem nagelneuen Centrino-2-Notebook getestet, dem Asus M51V.

Hitachi-HDD: Schreiben
Vergrößern Hitachi-HDD: Schreiben
© 2014

Klarer Sieger des Wettkampfs: der Neuling von Intel. Die flache, schwarze SSD überflügelte die Samsung-SSD klar. Chancenlos gegen beide Flash-Laufwerke ist wiederum die herkömmliche Festplatte, obwohl diese unter ihresgleichen zu den schnelleren Drives gehört. Das Intel-Modell prescht bei der Messung mit HD Tune Pro 3.10 (www.hdtune.com) unter Windows Vista mit einer durchschnittlichen Leserate 168,5 MByte/s davon, in der Spitze liefert es die Daten gar mit 174,4 MByte/s. Intel gibt zwar einen Spitzenwert von 250 MByte/s an, aber dieser Wert dürfte wohl nur im Labor oder an Desktop-PCs zu erzielen sein. Nichtsdestotrotz ist die Leserate um mehr als das doppelte höher als die der HDD (61 MByte/s).

Intel-SSD: Schreiben
Vergrößern Intel-SSD: Schreiben
© 2014

Samsungs SSD platziert sich mit 81,9 MByte/s zwischen den beiden Konkurrenten. Nicht ganz so deutlich fallen die Unterschiede hingegen beim Schreiben von Daten aus: Zwar liegt Intels-Flash-Laufwerk mit 70,9 MByte/s auch hier in Führung. Das Samsung-Modell schlägt sich mit 69,7 MByte/s jedoch beinahe ebenso gut, und die Festplatte schreibt Daten mit 50,5 MByte/s fast genauso schnell, wie sie diese liest.

Samsung-SSD: Schreiben
Vergrößern Samsung-SSD: Schreiben
© 2014

Aufgrund der außergewöhnlich hohen Leserate der Intel-SSD empfiehlt sich ihr Einsatz nur in Verbindung mit einem Centrino-2-Notebook. Denn nur der in diesen Modellen verwendete Chipsatz ist mit einer theoretischen Maximaldatenrate von 3 GBit/s (384 MByte pro Sekunde) schnell genug, um die Datenraten der SSD zu verarbeiten. Ältere Chipsätze haben ein Limit von 1,5 GBit/s (192 MByte/s) und sind damit zu nah am Spitzenwert der SSD.

Fazit

Leichtmetall: Samsungs SSD-Modelle kommen in einem schicken Alugehäuse.
Vergrößern Leichtmetall: Samsungs SSD-Modelle kommen in einem schicken Alugehäuse.
© 2014

Den SSDs gehört die Zukunft. Angesichts der im Vergleich zu bisher erhältlichen Festplatten immens hohen Leseraten führt kein Weg an den Flash-Laufwerken vorbei. Insbesondere die Notebook-Anwender, die ihren Mobil-PC ständig mit sich führen und auch abseits von sicheren Schreibtischen nutzen, sollten über die Investition in eine SSD nachdenken. Denn mehr Datenschutz geht fast nicht. SSDs wie Intels 80-GByte-Modell sind hingegen auch für Performance-Fans interessant. In die Geschwindigkeitsbereiche dieses Laufwerks stößt eine herkömmliche Notebook-Platte höchstwahrscheinlich niemals vor.

Wer die vorhandene Notebookfestplatte durch eine SSD ersetzen möchte und auf maximale Performance Wert legt, sollte sich vom SSD-Verkäufer ein Umtauschrecht einräumen lassen. Denn während der Tests zeigte sich, dass nicht alle modernen Notebooks perfekte Partner für die Flash-Laufwerke sind. Offenbar muss der Notebook-Hersteller an diversen Schrauben drehen – allen voran Bios- und Treiberoptmierungen – damit die Solid State Drives voll aufdrehen können. (jp)

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
131796