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Preiskracher im Test: Die besten Tablets unter 250 Euro

21.12.2018 | 15:47 Uhr |

Mehr als 250 Euro müssen Sie für ein gutes Tablet eigentlich nicht ausgeben. Die Besten unter den Günstigen finden Sie im PC-WELT-Test.

Es muss kein iPad sein und auch keine Samsung Galaxy Tab S6. Auch für weniger als 250 Euro bekommen Sie ein Tablet, das völlig ausreicht zum Surfen, für Mails und zum Abspielen von Videos. Unser Vergleichstest klärt, welches das beste der günstigen Tablets ist, für wen sich die Schnäppchen-Tablets lohnen und wer mehr Geld für ein Tablet investieren sollte.

Auch wenn Sie möglichst wenig für ein Tablet ausgeben wollen, sollten Sie auf ein Mindestmaß an Ausstattung achten: Empfehlenswert sind zum Beispiel 32 MB interner Speicher und 2 GB RAM. Zwar können Sie bei allen Geräten eine Micro-SD-Karte einsetzen, um den internen Speicher zu erweitern. Doch der Wechsel zwischen internem und externen Speicher klappt nicht bei allen Geräten und Apps immer reibungslos. Bei den meisten Geräten mit Android können Sie den mobilen Speicher als Teil des internen Speichers einrichten, um diese Probleme zu umgehen. Bei den Samsung-Tablets funktioniert dies aber nicht ohne Umwege - sie nehmen eine Speicherkarte nur als austuaschbaren Speicher an.

64 GB Speicher und 4 GB RAM für unter 250 Euro bietet das Lenovo Tab P10.
Vergrößern 64 GB Speicher und 4 GB RAM für unter 250 Euro bietet das Lenovo Tab P10.
© Lenovo


Genügend Arbeitsspeicher wiederum sorgt dafür, dass sich das Tablet auch bei vielen geöffneten Apps noch verzögerungsfrei bedienen lässt. Im Test liegt nur das Amazon Fire HD 8 mit 1,5 GB unter dieser Grenze. Das Lenovo Tab P10 hat sogar 4 GB RAM - außerdem bekommen Sie auch das Modell mit 64 GB internen Speicher für unter 250 Euro.

Wer sein Tablet-Budget bis zur Preisgrenze des Testfeldes ausreizt, muss weniger Ausstattungs-Kompromisse machen: Beim Samsung Galaxy Tab A 10.1 bekommen Sie für knapp unter 250 Euro sogar das LTE-Modell. Beim Trekstor Primetab P10 kostet Sie dieses Ausstattungsmerkmal sogar nur rund 180 Euro. 

Für die Darstellung von Filmen und Fotos ist auch ein hochauflösendes Display empfehlenswert: Full-HD ist inzwischen selbst bei den günstigen Tablets der Standard. Nur das kleine Amazon Fire HD 8 und das Surftab B10 von Trekstor bieten lediglich 1280 x 800 Bildpunkte.

Das Betriebssystem Fire-OS der Amazon-Tablets basiert auf Android, die Bediedneroberfläche sind aber unterschiedlich.
Vergrößern Das Betriebssystem Fire-OS der Amazon-Tablets basiert auf Android, die Bediedneroberfläche sind aber unterschiedlich.
© Amazon

Windows-Tablets haben sich inzwischen aus der Preisklasse unter 250 Euro verabschiedet - nur vereinzelt finden sich noch einige ältere Modelle. Deshalb sind die Tablets unter 250 Euro fest in der Hand von Android. Darauf basiert auch das Betriebssystem Fire-OS, das Amazon-Tablets wie das Fire HD 10 nutzen. Allerdings unterscheidet sich ihre Bedieneroberfläche deutlich von den Android-Tablets und will vor allem die Angebote von Amazon in den Vordergrund stellen.

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Beachten sollten Sie bei den günstigen Android-Tablets, ob der Hersteller Updates für eine neue Android-Version bereitstellt. Samsung ist hier vorbildlich: Für das Samsung Galaxy Tab A 10.1, das mit Android 6 startete, gibt es ein Update auf Android 8.


Testsieger: Samsung Galaxy Tab A 10.1

Kleiner Preis - große Leistung: Das Samsung Galaxy Tab A 10.1 liefert mehr als Sie bei einem Tablet in dieser Preisklasse eigentlich erwarten dürfen - etwa ein hochauflösendes, helles Display und eine sehr gute Akkulaufzeit. Die mäßige Rechenkraft des Prozessors fällt im Alltag kaum auf. Samsung erweitert die Funktionen des installierten Android - zum Beispiel per Multi-Window, mit dem Sie zwei Apps nebeneinander auf dem Bildschirm platzieren können.

Ausführlicher Testbericht: Samsung Galaxy Tab A 10.1

Der beste Preis: Samsung Galaxy Tab A 10.1


Beste Alternative: Lenovo Tab P10

Zum Testsieg fehlt dem Lenovo-Tablet nur die LTE-Ausstattung: Dieses Modell liegt aber über der 250-Euro-Grenze. Abgesehen davon schneidet das WLAN-Modell mit 64 GB Speicher und 4 GB RAM im Test etwas besser ab als das Samsung-Tablet. Der Bildschirm des Lenvo Tab hat sogar Oberklasse-Qualität.

Ausführlicher Testbericht: Lenovo Tab P10

Der beste Preis: Lenovo Tab P10


Preis-Leistungs-Sieger: Amazon Fire HD 10

Sind 150 Euro die Obergrenze für Ihr Tablet-Budget führt kein Weg am Fire HD 10: Bildschirm und Akkulaufzeit sind top, die Hardwareausstattung genügt für Surfen, Video und unaufwändige Spiele. Die enge Verzahnung zwischen Amazon-Angeboten und der Bedieneroberfläche von Fire-OS ist für Android-Nutzer aber gewöhnungsbedürftig.

Ausführlicher Testbericht: Amazon Fire HD 10

Der beste Preis: Amazon Fire HD 10


Ein günstiges Tablet ist optimal für Sie, wenn Sie...

...mit dem Tablet vor allem online surfen oder einkaufen wollen - und dafür ein größeres Display als auf dem Smartphone brauchen. Denn fürs Websurfen oder dem Arbeiten mit Standard-Apps sind auch die günstigen Tablets schnell genug und lassen sich über den Touchscreen flüssig bedienen.

...Fotos und Filme auf dem Tablet anschauen wollen, aber keine besonderen Ansprüche an die Bildqualität haben. Denn inzwischen haben selbst günstige Tablets kaum noch Probleme mit der Blickwinkelabhängigkeit und zeigen auch bei nicht direkter Draufsicht gute Farben und starke Kontraste.

...das Tablet nur gelegentlich und vor allem zu Hause nutzen. Denn dann stören Defizite bei der Verarbeitung und eine geringe Akkulaufzeit nicht so stark.

Sie sollten mehr als 250 Euro fürs Tablet investieren, wenn Sie...

...viele Apps, Filme und Fotos direkt auf dem Tablet speichern wollen. Denn die meisten günstigen Tablets bringen nur 16 oder 32 GB (bei Windows-Tablets) internen Speicher mit. Allerdings lassen sich fast alle Tablets per Micro-SD-Karte aufrüsten.

...Fotos und Filme auf dem Tablet in hoher Qualität genießen wollen. Die beste Bildqualität und sehr hohe Auflösungen bekommen Sie nur in teureren Tablets. Eine hohe Auflösung und die damit höhere Punktedichte sorgt außerdem für ein schärferes Bild und macht auch das Lesen auf dem Tablet viel angenehmer. Ein Tablet mit sehr hellem Display können Sie überall verwenden, selbst unter freiem Himmel, weil dann die Reflexionen des Umgebungslichts weniger stören und sich das Auge beim Lesen nicht so sehr anstrengen muss.

...auf grafisch aufwändige Spiele stehen. Denn nur in den teuren Tablets stecken die neuesten Prozessoren, deren Rechen- und 3D-Leistung für die schönsten Spiele ausreicht.

...übers Tablet in hoher Videoqualität streamen wollen. Wie schnell ein Tablet im WLAN Daten überträgt, hängt auch von der Qualität des Funknetzwerkes ab. Allerdings haben Sie mit einem teuren Tablet bessere Chancen auf hohes WLAN-Tempo, wenn es den aktuellen WLAN-Standard AC unterstützt.

Übrigens müssen Sie auch für Ihr Smartphone nicht mehr als 250 Euro ausgeben

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