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Test: Die besten Tablets mit Windows

30.08.2017 | 08:55 Uhr |

Mit Windows 10 sind Windows-Tablets noch besser geworden. Wir testen: Welcher Hersteller macht das beste Windows-Tablet?

Bei den Windows-Tablets bildet sich immer klarer eine Zwei-Klassen-Gesellschaft heraus: Im Preisbereich von 200 bis rund 400 Euro gibt es sehr günstige Tablets und 2in1-Geräte. Sie bieten zwar nur eingeschränkte Rechenleistung und meist wenig Speicherplatz. Trotzdem genügen sie vollauf fürs Surfen und einfache Office-Aufgaben, was sie zum idealen Zweitgerät für unterwegs macht. Außerdem sind sie empfehlenswerte Arbeitsgeräte für Anwender mit knappen Budget - zum Beispiel Schüler und Studenten.

Das Lenovo Ideapad Miix 310 Pro zum Beispiel bringt für unter 400 Euro ein LTE-Modem sowie Windows 10 Pro mit. Beim Trekstor Surftab Duo W1 bekommen Sie 3G-Mobilfunk und Full-HD-Display sogar für unter 200 Euro. Das Asus Transformer Book T101HA für rund 340 Euro ist ebenfalls ein sehr günstiges Windows-Detachable, beim durch eine Ansteck-Tastatur das Tablet zum Notebook wird.

Ein ganz besonderes Windows-Tablet: Samsung Galaxy Tab Pro S mit AMOLED und Typ-C-Anschluss
Vergrößern Ein ganz besonderes Windows-Tablet: Samsung Galaxy Tab Pro S mit AMOLED und Typ-C-Anschluss
© Samsung

Highlight-Geräte mit Windows 10

In der Premiumklasse finden Sie Windows-Tablets, die durch elegantes Design, hohe Bildschirmqualität und konkurrenzfähige Rechenleistung glänzen. Die Preise starten hier bei rund 1000 Euro und reichen je nach Ausstattung und Display-Auflösung bis weit über 2000 Euro. Diese Geräte sind ultramobile Notebooks mit Anstecktastatur, bieten also eine vergleichbare Ausstattung bei Arbeitsspeicher, SSD-Kapazität und aktuellen Schnittstellen, wie etwa USB Typ-C.

Außerdem bringen die neuen High-End-Tablets auch aktuelle Prozessoren mit: Im 2017er-Modell des Surface Pro von Microsoft arbeitet zum Beispiel ebenso eine Kaby-Lake-CPU wie im Samsung Galaxy Book 12 oder im Dell Latitude 12 5285. Das Galaxy Book 12 bietet darüber hinaus einen AMOLED-Bildschirm, das Latitude-Tablet eignet sich mit Sicherheitsfunktionen wie Fingersensor und Smart-Card-Einschub vor allem für Unternehmen.

Alle Geräte lassen sich außerdem mit einer Docking-Station erweitern, die Anschlüsse für Periphergeräte wie Monitor, Drucker und Speichermedien bietet. Microsoft setzt dabei auf die hauseigene Connect-Buchse, Dell und Samsung auf Typ-C. Um den touchscrren leichter bedienen zu können oder um über die neuen Ink-Funktionen vn 'Windows 10 handschriftliche Notizen und Anmerkungen festzuhalten, lassen sich die drei Tablets auch mit einem Stift ausstatten: Bei Dell und Samsung gehört er zum Lieferumfang, der Surface Pen für das Microsoft-Tablet kostet zusätzlich rund 100 Euro.

Windows-Tablets: Der Prozessor macht den Unterschied

Der wichtigste Unterschied zwischen den verschiedenen Windows-Tablets liegt in der Rechenleistung ihres Prozessors. Günstige Tablets arbeiten mit einer Atom-CPU von Intel: Sie arbeiten komplett lautlos, wie sie es von einem Tablet gewohnt sind, weil sie Flash-Speicher verwenden und sich der Prozessor lüterlos kühlen lässt. Die Atom-CPU ist allerdings sehr rechenschwach: Ein aktueller Atom x5-Z8350, wie ihn beispielsweise das Lenovo Miix 310 verwendet, arbeitet nicht einmal halb so schnell wie ein zwei Jahre alter Core i3. Allerdings statten viele Hersteller inzwischen Atom-Tablets mit 4 GB Arbeitsspeicher aus, sodass Alltagsaufgaben wie Office und Web-Surfen gefühlt etwas schneller von der Hand gehen. Für alle Anwendungen, die ordentliche Rechenleistung benötigen, wie Multimedia und natürlich Spiele, sind diese Tablets aber vollkommen ungeeignet. 

Schließlich finden Sie in teureren Tablets auch einen Core i, wie er ihn Notebooks zu finden ist. Allerdings haben viele Tablets mit Core M oder Core i ein Problem, das bei Tablets mit Atom kaum auftritt: Sie können den Prozessor nicht immer ausreichend kühlen, weil ihre Gehäuse so klein und schmal sind. Deshalb arbeitet die CPU unter Last nicht mit dem maximal möglichen Takt. Stattdessen pendelt sich der Prozessor auf eine Taktrate ein, bei der er nicht zu heiß wird. Im Alltag fällt das kaum ins Gewicht, weil Sie überlicherweise ein Tablet nicht für extrem CPU-intensive Aufgaben einsetzen. Trotzdem sollten Sie sich fragen, ob es unbedingt ein Tablet mit hochgetaktetem Core i7 sein muss, das die Leistung eventuell gar nicht abrufen kann, wenn Sie sie benötigen.

Mit dem Surface Pro 4 will Microsoft einmal mehr das Notebook als bestes mobiles Arbeitsgerät ablösen und verbessert seine Tablet-Laptop-Kombi an einigen Stellen. Mit größerem Bildschirm, geringerem Gewicht, höherer Leistung und dem Surface Dock für mehr Anschlüsse soll das Surface Pro 4 arbeitstauglicher denn je sein. Wie gewohnt gibt's einen Eingabestift und eine Ansteck-Tastatur als Zubehör. Wie das Surface Pro 4 in unserem Test abschneidet, erfahren Sie in diesem Video.

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Das beste Windows-Tablet: Samsung Galaxy Book 12

Das Samsung Galaxy Book 12 ist eine hervorragende Tablet-Notebook-Kombination, weil es viele Vorteile aus beiden Welten zusammenbringt: Die Rechenleistung liegt auf hohem Laptop-Niveau, der tolle AMOLED-Bildschirm und die Ausstattung mit LTE und Typ-C-Buchsen betonen die Flexibilität eines echten Mobilgerätes - damit liegen Sie richtig, wenn Sie bei einem 2in1-Gerät die Tastatur nur gelegentlich benötigen. Denn das Zusammenspiel mit Tastatur und Stift bekommen andere Hersteller besser hin.

Samsung Galaxy Book 12: Zum ausführlichen Test

Samsung Galaxy Book 12: Der günstigste Preis

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© Microsoft

Das beste Windows-Tablet fürs Büro: Microsoft Surface Pro

Microsoft betreibt beim Surface Pro gelungene Modellpflege: Der Kaby-Lake-Prozessor bietet eine etwas höhere Rechenleistung und verhilft dem Windows-Tablet zu einer deutlich besseren Akkulaufzeit. Auch an der Qualität des Displays hat der Hersteller geschraubt. Insgesamt bietet die beste Kombination aus Ultrabook und Tablet, auch wegen der Type-Cover-Tastatur, die rund 100 Euro kostet.

Microsoft Surface Pro (2017): Zum ausführliche Test

Microsoft Surface Pro (2017): Der beste Preis

Alternative: Dell Latitude 12 5285

Für große Unternehmen eignet sich das Dell-Tablet mit 12,3-Zoll-Display: Gute Ausstattung und vielfältige Anschlussmöglichkeiten stehen im Vordergrund, als schickes Status-Symbol taugt es weniger. Doch die vielfältigen Sicherheitsfunktionen machen es für den Unternehmenseinsatz interessanter als die Konkurrenz-Modelle. Pfiffiges Plus: Der Standfuß des Tablets klappt autmoatisch aus, wenn Sie es hinstellen.

Dell Latitude 12 5285: Zum ausführlichen Test

Dell Latitude 12 5285: Der beste Preis

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© Lenovo

Günstige Alternative fürs Büro: Lenovo Miix 310 Pro

Mit LTE und Windows 10 Pro macht das Detachable von Lenovo einem echten Business-Notebook Konkurrenz. Außerdem liefert es eine beeindruckende Akkulaufzeit von acht bis zehn Stunden. Die Ansteck-Tastatur verfügt über ein Touchpad sowie über zwei USB-2.0-Anschlüsse. Der Preis von rund 360 Euro macht aber auch einige Kompromisse nötig: Das Miix 310 arbeitet mit einem rechenschwachen Atom-Prozessor, die Displayauflösung ist niedrig, die Bildqualität mittelmäßig. Wenn Sie aber für den nur gelegentlichen Eiunsatz unterwegs ein mobiles Arbeitsgerät suchen, kommt das Miix 310 in Frage.

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Lenovo Miix 310 Pro: Der beste Preis

Das beste Tablet für Preisbewußte: Trekstor Surftab Duo W1

Das Trekstor Surftab Duo W1 ist ein Preis-Leistungs-Hit für den schmalen Geldbeutel: Bei Ausstattung und Leistung kann es sich schon als Tablet problemlos mit der Konkurrenz aus seiner Preisklasse messen - und Sie bekommen noch die Tastatur dazu, um es in ein Mini-Notebook zu verwandeln. Im Test zeigt es einige Schwächen im Detail, die es unbequem als Dauerlösung für Arbeit oder Studium machen.

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Trekstor Surftab Duo W1: Der beste Preis

Alternative für Schnäppchenjäger: Asus Transformer Book T101HA

Das 2in1-Gerät von Asus bietet eine ordentliche Akkulaufzeit und besitzt einen hervorragenden Bildschirm, allerdings mit geringer Auflösung. Während die Tablet-Eigenschaften also überzeugen, stören im Notebook-Modus die mäßige Tastatur und Verarbeitung sowie die maue Rechenleistung. Greifen Sie zu, wenn Sie in erster Linie ein gutes Windows-Tablet wollen, das Sie nur selten als mobiles Arbeitsgerät mit Tastatur einsetzen.

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