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Test: Die besten Multifunktions-Drucker bis 100 Euro im Vergleich

04.02.2021 | 10:20 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Ihr neuer Multifunktions-Drucker darf nicht mehr als 100 Euro kosten und soll günstig im Unterhalt sein. Hier sind die besten Tinten-Kombigeräte aus den Tests im direkten Vergleich.

Sind Sie aktuell noch auf der Suche nach einem günstigen Gerät, das druckt, kopiert und scannt, um die Aufgaben im Home Office oder Homeschooling besser erledigen zu können, finden Sie in diesem Vergleichstest sicher ein passendes Modell. Für einen ersten Eindruck blättern Sie einfach durch die Bildergalerie. Was uns im Testlabor bei Multifunktionsdruckern bis 100 Euro aufgefallen ist, verrät Ihnen dieser Vergleichstest.

Home Office und Homeschooling ist derzeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Gerade deshalb kommen Sie zu Hause nicht ohne einen Drucker aus. Denn viele Dokumente müssen in Papierform archiviert und für die Kinder ausgegeben werden.Gut, dass die Druckerhersteller reagieren: So weist HP aktuell explizit darauf hin, dass das Tinten-Lieferprogramm Instant Ink versandkostenfrei funktioniert. Ihnen entstehen keine weiteren Zustellkosten, wenn Sie derzeit mehr Tinte benötigen. Oder Sie entschließen sich, jetzt ein Abo abzuschließen. Nahezu alle Drucker für den Privatgebrauch sind im Tinten-Lieferprogramm gelistet und bringen kostenfreie Probemonate zum Ausprobieren mit. Weitere Infos finden Sie unter HP Instant Ink .

Gleichzeitig denken die Hersteller auch an die Beschäftigung der Kinder, während Sie arbeiten. So hat Epson eine Reihe von Bastelvorlagen unter dem Schlagwort Kits Corner zusammengestellt, die die Kreativität auch zu Hause fördern. Damit gelingt die Weihnachtskarte für die Großeltern im Handumdrehen. Wenn Sie einen Canon-Drucker zu Hause haben und ihn mit Original-Tinten vom Hersteller betreiben, finden Sie einen ähnlichen Service unter Creative Park .

Crux bei Einstiegs-Kombis: Folgekosten für Tinte und Strom

Die getesteten Multifunktionsdrucker nutzen sowohl einzelne Tintentanks für jede Druckfarbe als auch Kombikartuschen, in denen die Farben zwar in separaten Kammern, aber in einer Patrone untergebracht sind. Kombikartuschen haben den Nachteil, dass Sie die gesamte Patrone austauschen müssen, auch wenn nur eine Farbe leer gedruckt ist. Hier kommen Sie selbst mit XL-Kartuschen nicht günstig weg: Selbst die von uns im Vergleichstest nach ISO-Norm errechneten Preise liegen zwischen 4 und 6 Cent für die schwarzweiße und 7 bis 11 Cent für die farbige Seite. Dass Sie eine Schwarzweiß-Seite noch teurer kommen kann, zeigen die aktuellen Modelle HP Deskjet 2720 , HP Envy 6020 und HP Deskjet Plus 4120 : Für sie haben wir 8,9 beziehungsweise 8,7 und sogar 9,4 Cent errechnet.

Aber auch bei separaten Tintenpatronen sind die Seitenpreise in dieser Geräteklasse in der Regel happig. Denn grundsätzlich sind bei Einstiegs-Multifunktionsgeräten die Kartuschen recht klein und somit mit geringer Füllmenge ausgestattet. Wer etwas mehr druckt oder kopiert, wechselt schnell Tintentank um Tintentank. Noch ganz gut weg kommen Sie bei der Schwarzweiß-Seite des Canon Pixma TS5051 mit 3,6 Cent. Dafür liegt der Preis für das Farbblatt mit 7,8 Cent im durchschnittlichen Bereich. Auffallend hoch fällt der Farbseitenpreis beim Epson Expression Home XP-4100 mit 17,4 Cent aus.

Wer nun denkt, dass sich bei wenig Druckeinsatz und geringer Kopienanzahl im Monat ein günstiger Multifunktionsdrucker trotzdem lohnen könnte, muss noch etwas wissen. Sind die Geräte im Ruhemodus – also nicht komplett von der Stromversorgung getrennt, spülen sie in bestimmten Intervallen die Düsen oder führen eine Reinigung durch, sobald sie angesprochen werden. Dabei handelt es sich um einen Wartungsvorgang, bei dem sie Tinte verbrauchen, ohne verwertbare Ergebnisse auf dem Papier zu liefern. Das heißt für Sie: Auch wenn Sie den Drucker selten nutzen, zwingt Sie die Düsenreinigung eventuell schneller zu einem Patronenaustausch, als Ihnen lieb ist, da die Tintenreichweite hier ziemlich niedrig ist. 

Ein Wort zum Stromverbrauch

Grundsätzlich benötigen die kompakten Multifunktionsdrucker relativ wenig Strom. Allerdings sparen sich die Hersteller gerade im Einstiegsbereich oft einen sauberen Ausschalter. Die Folge: Die Kombidrucker ziehen auch dann Strom, wenn Sie den Ausschalter betätigt haben. Im Testfeld trifft das auf die Modelle Canon Pixma TS5051 , Canon Pixma TR7450 , Epson Expression Home XP-4100 und HP Envy 6020 und HP Deskjet Plus 4120 zu. Die Multifunktionsdrucker gehen ausgeschaltet nur auf 0,2 oder 0,1 Watt, nicht auf 0 Watt - das ist schade. Abhilfe schafft hier nur, den Stecker zu ziehen, wenn Sie den Kombidrucker sicher nicht benötigen.
Dass es selbst bei sehr günstigen Geräten anders geht, zeigen exemplarisch die Modelle Canon Pixma MX475 , Canon Pixma TR4551 und HP Deskjet 2720 , die sich im Test ausgeschaltet komplett von der Energiezufuhr trennen.

WLAN, Fax, Display - viel Ausstattung bei Einsteiger-Kombis

Es wäre ein Trugschluss zu glauben, Multifunktionsdrucker bis 100 Euro bringen stets wenig Ausstattung mit. Selbst auf Geräte mit Fax-Funktion müssen Sie hier nicht verzichten, wie besonders die getesteten Canon-Modelle zeigen. Die MX-Serie des Herstellers ist zwar durch die TR-Reihe ersetzt worden, das Fax bleibt aber auch dort Teil der Ausstattung - etwa beim Canon Pixma TR4551 . Diese Multifunktionsgeräte können zusätzlich mit automatischem Vorlageneinzug punkten.

Auch die Ausstattungsvariante mit ADF, aber ohne Fax-Funktion ist möglich, wie sich an den Kombigeräten Canon Pixma TS7450 und HP Deskjet Plus 4120 zeigen lässt. Bei letzterem Modell macht der Hersteller sogar einen Kompromiss und lässt den Fax-Versand über die App HP Smart zu. Die Funktion nennt sich mobiles Fax und ist eigentlich kostenpflichtig. Allerdings können Sie sie ohne Mehrkosten ausprobieren, denn in der ersten Jahreshälfte 2021 steht der Service kostenlos zur Verfügung. Beim genannten HP-Modell verlängert er sich sogar auf bis zu zwei Jahre.

Auch auf den automatischen Duplex-Druck und ein grafisches Vorschau-Display müssen Sie in dieser Gerätekategorie nicht verzichten. Beide Features bringt etwa der Epson Expression Home XP-4100 mit. Allerdings sind manuelle Anleitungen im Treiber fürs doppelseiteige Drucken und Schrift-Displays in dieser Preisklasse eher die Regel - wie etwa beim Canon Pixma TS3151 . Das genannte Modell zeigt im Display sogar nur die Anzahl der Kopien an - das ist ziemlich mager.

Wer drahtlos drucken möchte, findet WLAN bei allen Multifunktionsdruckern der Top 10 integriert. Es gibt allerdings noch Modelle ohne die Drahtlosschnittstelle. Achten Sie darauf, wenn die Anschaffungspreise deutlich unter 50 Euro liegen. Gleichzeitig bieten alle Hersteller Apps zum Drucken, teils auch zum Scannen an. Wer vom Mobilgerät drucken will, ohne eine App zu installieren, wählt entweder den Dienst des Hersteller wie HP ePrint oder Epson Connect oder im Mobilgerät integrierte Services wie Apple Airprint und Mopria. Allerdings beherrschen nicht alle Kombidrucker automatisch auch alle Standards.

Auch Karteneinschübe für den Direktdruck ohne PC sind bei den Multifunktionsdruckern bis 100 Euro zu finden - etwa beim  Modell Canon Pixma TS5051. Als Kartenformat hat sich SD inzwischen durchgesetzt.

Test-Fazit: Wer wenig zahlt, muss Kompromisse eingehen

Bei Einstiegs-Multifunktionsdruckern müssen Sie insbesondere bei Tempo und Qualität mit einigen Defiziten rechnen. So sind die Scan-Einheiten zwar für Alltagsaufgaben durchaus geeignet, allzu hohe Ansprüche an die Tiefenschärfe dürfen Sie jedoch nicht stellen. Ärgerlich finden wir, dass beispielsweise die HP-Modelle Deskjet 2720 und Deskjet Plus 4120 eine A4-Vorlage am unteren Rand stark abschneiden. Es fehlt ihnen außerdem der Randlosdruck bei Fotos. Über das Druckbild müssen Sie sich aber auch hier wie bei den anderen Testkandidaten nicht ärgern. Über das Arbeitstempo aber schon. Es sinkt besonders dann deutlich, wenn Sie von Normalpapier auf eine andere Papiersorte wechseln und gleichzeitig die Auflösung erhöhen.Dann ist genauso Geduld gefragt wie bei mehrseitigen Farbdrucken und Fotos.

Ärgerlicher als die Kompromisse bei Tempo und Qualität bleiben jedoch die Seitenpreise. Gerade günstige Multifunktionsdrucker sind keine Sparer bei den Folgekosten. Wer viel druckt und kopiert, für den kommen die Einsteiger-Kombis nicht in Frage. Dafür sind die Seitenkosten durch die Bank zu hoch. Abhilfe schaffen hier aber schon Multifunktionsdrucker, die knapp über der magischen Marke von 100 Euro liegen, wie Sie in diesem Vergleichstest nachlesen können .

Aktueller Testsieger Canon Pixma TR4551

Derzeitiger Test-Sieger bei den Multifunktionsgeräten bis 100 Euro: Canon Pixma TR4551
Vergrößern Derzeitiger Test-Sieger bei den Multifunktionsgeräten bis 100 Euro: Canon Pixma TR4551

Momentan führt der Canon Pixma TR4551 das Testfeld an. Der Multifunktionsdrucker ist der Nachfolger des MX495 - ein jahrelanger Verkaufsschlager und ehemaliger Testsieger. Wie sein Vorgänger ist auch der TR4551 für den heimischen Arbeitsplatz gedacht, wenn ein Fax benötigt wird. Neu ist der automatische Duplex-Druck. Bereits kurz nach seiner Einführung fällt der Preis im offiziellen Canon-Store von 90 auf 70 Euro. Das macht den TR4551 genauso wie die baugleiche schwarze Farbvariante TR4550 besonders attraktiv im getesteten Segment.

Ausführlicher Testbericht: Canon Pixma TR4551


Aktueller Preis-Leistungs-Sieger: Canon Pixma TS3151

Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger bei den Multifunktionsdruckern bis 100 Euro: Canon Pixma TS3151
Vergrößern Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger bei den Multifunktionsdruckern bis 100 Euro: Canon Pixma TS3151

Aktuell das günstigste Preis-Leistungs-Angebot des Testfelds finden Sie im Canon Pixma TS3151. Dabei handelt es sich um einen sehr einfachen Multifunktionsdrucker für zu Hause, der sich allerdings nur für Gelegenheitsanwender eignet, die nicht auf jeden Cent bei den Seitenpreisen achten müssen. Auch sind Funktionen wie etwa eine Duplex-Druck-Einheit oder ein Fax nicht vorhanden. Das ist auch bei einem Gerät für gut 50 Euro (UVP) nicht drin.

Ausführlicher Testbericht: Canon Pixma TS3151


Design-Tipp: HP Envy 6020

Will durch sein Äußeres gefallen: HP Envy 6020
Vergrößern Will durch sein Äußeres gefallen: HP Envy 6020

Was HP mit der Tango-Druckerserie begonnen hat, findet im Envy 6020 seine Weiterentwicklung. Der Multifunktionsdrucker ist konsequent auf den Design-Freund zugeschnitten. Für Aufgaben, die mehr Durchsatz und Tempo verlangen, eignet sich der HP Envy 6020 aber nicht. Und da die Patronen recht klein sind, empfiehlt es sich, am HP-Aboprogramm teilzunehmen. Mit dem Gerätekauf erhalten Sie hier drei kostenlose Probemonate – ein faires Gesamtangebot.

Ausführlicher Testbericht: HP Envy 6020


Empfehlung der Redaktion: Canon Pixma TS7450

Empfehlung der Redaktion: Canon Pixma TS7450
Vergrößern Empfehlung der Redaktion: Canon Pixma TS7450

Insgesamt gelingt dem Hersteller mit dem Canon Pixma TS7450 ein faires Angebot: Für den moderaten Anschaffungspreis gibt es viele Ausstattungspunkte, die Ihnen zu Hause gute Dienste leisten wie etwa der ADF oder die zwei Papierzufuhren. Einfach so sollten Sie jedoch nicht zugreifen: Für Vieldrucker sind die Folgekosten für die Kombitinten zu bedenken. Sie sind selbst dann happig, wenn Sie sich stets für XL-Patronen entscheiden. Im gelegentlichen Einsatz spielt dieser Aspekt eine entsprechend geringere Rolle.

Ausführlicher Testbericht: Canon Pixma TS7450

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