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Test: SSD-Festplatten bis 128 GB im Vergleich

12.12.2017 | 09:11 Uhr

SSD-Festplatten der 120-GB-Klasse sind der sinnvollste und damit gleichzeitig auch der günstigste Einstieg in die Welt der Solid State Drives. Wir haben acht aktuelle 2,5-Zoll-Modelle mit SATA-3-Anschluss im Vergleichs-Test.

Bis Mitte 2016 befanden sich die Preise für SSD im freien Fall. Schaute man sich dieses Jahr die gleichen Modelle an, waren sie oft 10 bis 20% teurer - doch wie kommt es, dass Hardware im Lauf der Zeit teurer statt billiger wird? Grund waren seit Anfang 2017 Lieferengpässe durch die steigende Nachfrage in Notebooks, Tablets und Smartphones, wodurch der Bestand von Flash-Massenspeicher gewissermaßen erschöpft wurde.

Zum Weihnachtsgeschäft 2017 hat sich der Markt jedoch wieder etwas stabilisiert, sodass man mitunter wieder günstige Preise von 30 Cent pro Gigabyte beobachten kann. Besonders interessant für ein PC-Upgrade Ihrer alten Festplatte ist die 120/128-GB-Klasse - ein idealer Kompromiss für all jene, die keine Umnengen an Platz brauchen und vom sehr günstigem Anschaffungspreis profitieren wollen.

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Ob Desktop-PC oder Notebook: Auf eine 120-GB-Festplatte bekommen Sie problemlos die Betriebsystem-Installation mitsamt Ihren häufig genutzten Programmen - und trotzdem ist noch genügend Platz für Ihre Daten. Für eine gut sortierte MP3- oder Video-Sammlung ist eine 120-GB-SSD natürlich zu klein. Aber dafür gibt es ja schließlich externe Festplatten . Und im PC nutzen Sie einfach ein herkömmliches Laufwerk mit viel Speicherkapazität - bei PC-Upgrade kann das dann gleich die alte Festplatte sein.

Eine noch größere SSD empfiehlt sich bei Notebooks, wenn Sie häufig hoch aufgelöste Videos schneiden oder den Laptop überwiegend für PC-Spiele nutzen. Im Test der besten SSD-Festplatten ab 240 GB finden Sie auch Tipps, auf was Sie beim SSD-Kauf unbedingt achten sollten.   

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Flashspeicher: Die dritte Dimension erhöht Ausdauer und senkt Verbrauch
Stand der Technik beim Flashspeicher ist die horizontale Anordnung der Speicherzellen auf der Chipfläche. Mit der SSD-Baureihe  Samsung 850 Pro hat der koreanische Halbleiter-Riese erstmals dreidimensionalen Flashspeicher eingeführt. Beim so genannten 3D V-NAND sind die Speicherzellen in 32 Schichten übereinander gestapelt. So lassen sich deutlich mehr Speicherzellen pro Fläche unterbringen, die energieeffizienter arbeiten, kostengünstiger zu produzieren sind und länger halten. Bei SSDs für den Unternehmenseinsatz ist man schon einen Schritt weiter - hier haben Intel und Micron 2017 " 3D XPoint "-Flashspeicher eingeführt. Die Chips besitzen eine räumlichen Gitterstruktur und speichern Daten an den Kreuzungspunkten des Gitternetzes.

"3D XPoint"-Flashspeicher könnte längerfristig auch in Consumer-SSDs Einzug halten.
Vergrößern "3D XPoint"-Flashspeicher könnte längerfristig auch in Consumer-SSDs Einzug halten.
© Intel

Die immer fortschrittlicheren Fertigungstechniken sorgen zudem für eine höhere Ausdauer der Flashszellen. Das spiegelt sich direkt in der Herstellergarantie wieder. War bisher bei 5 Jahren Ende der Fahenstange, so verdoppelt sich die Garantiezeit bei den SSD-Serien Samsung 850 Pro und Sandisk Extreme Pro gleich auf 10 Jahre. Wichig hierbei: Es handelt sich zwar um eine eingeschränkte Garantie, die automatisch erlischt, wenn die vom Hersteller zugesicherte Gesamtschreibleistung (Total Bytes Written = TBW) überschritten ist.

Aber im Gegenzug hat sich die TBW auch massiv erhöht. Spitzenreiter in der 120/128-GB-Klasse ist hier die Transcend SSD370S mit 150 Terabyte. Das mag zunächst nicht nach besonders viel klingen, erklärt sich aber durch eine einfache Rechnung: 150 Terabyte geteilt durch 3650 Tage = 41 Gigabyte pro Tag - so viel dürfen Sie also täglich auf die Solid State Drive schreiben. Und mit steigender Kapazität garantieren die SSD-Hersteller noch höhere TBW-Werte.

Ausstattung: Trim, Firmware, Tools und Zubehör

Alle modernen Flashspeicher-Festplatte beherrschen inzwischen die automatische Speicherbereinigung über die „Garbage Collection“ und den „Trim“-Befehl. Das beugt Leistungsverlusten vor. Mindestens genauso wichtig ist aber auch die Möglichkeit, Firmware-Updates vornehmen zu können. Denn die Controller-Hersteller verbessern kontinuierlich die Effizienz und beheben Fehler. Dadurch bekommen Sie mehr Leistung und erhöhen die Datensicherheit.

Wichtig beim Lieferumfang: Wenn die SSD für den PC gedacht ist, sollte zumindest ein 2,5-auf-3,5-Zoll-Einbaurahmen und Schrauben dabei sein. Wollen Sie mit Ihrer Betriebssystem-Installation auf die SSD umziehen, sollte auch eine Cloning-Software beiliegen. Als besonders nützlich erweisen sich die SSD-Tools, die automatische Funktionen zur Wartung und Leistungssteigerung der SSD bieten.

Test-Fazit: Maximale Leistung zum attraktiven Preis
Eine moderne SSD bietet meist einen höheren Leistungszuwachs als ein schnellerer Prozessor oder doppelt so viel Arbeitsspeicher. Und das Tempoplus ist unmittelbar spürbar: Starten Sie ein Programm, ist es sofort einsatzbereit. Die rasanten Zugriffszeiten beschleunigen Suchfunktionen. Dank extrem hoher Transferraten übertragen und sichern Sie Daten in viel kürzerer Zeit. Höchstes Tempo garantieren Modelle mit M.2-Schnittstelle wie die Samsung 950 Pro

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