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Test: Red Dead Redemption 2 für PC

14.11.2019 | 09:46 Uhr |

John Wayne trifft auf The Sopranos in einem Meisterwerk voller Brutalität, Emotionen, geschliffener Dialoge und einer Open-World, die K.I. neu definiert und sich merkt, was sie hier so treiben. Red Dead Redemption 2 im Test.

Red Dead Redemption 2 ist ein Meisterwerk. Ein Western-Film zum selbst erleben, rau, hart, unbeständig, oft überraschend. Gerade auch deshalb, weil es nicht nur das große Orchester beherrscht – die Überfälle auf Züge, wenn wir bei Nacht im Mondschein über Wagons klettern, Pinkerton-Security überlisten, den Safe sprengen und uns hinterher die halbe Armee jagt. Sondern auch die kleine Violine, die hier besonders stark aufspielt, wenn sie nicht geplant ist. Rockstar Games hat das Open-World-Genre mit GTA erfunden und definiert, jetzt bauen sie es aus und lassen K.I. natürlicher wirken, als wir das je zuvor erlebt haben. 

Unvergessen sind Momente, in denen wir mit etwas zu viel Dynamik auf unserem treuen Pferd in eine kleine Stadt einreiten, einen Trunkenbold streifen – der fällt kopfüber mit dem Kopf in den Matsch. Wir werden langsamer, sind schließlich geschäftlich hier – plötzlich zieht uns der Kerl vom Pferd. Unser Cowboy Arthur Morgan stürzt in den Schlamm, der Fight beginnt, die Fäuste fliegen. Vorher hat es geregnet, Wege müssen erst durch die Sonne wieder trocknen, all das berücksichtigt dieses Werk. Und noch vieles, vieles mehr.

Die nächste technische Generation? 

Nicht nur das Pferd lässt die Muskeln spielen, auch die Grafikengine hier auf dem Razer Blade 2019. Die Reise geht gen Grafik-Referenz 2019.
Vergrößern Nicht nur das Pferd lässt die Muskeln spielen, auch die Grafikengine hier auf dem Razer Blade 2019. Die Reise geht gen Grafik-Referenz 2019.

Technologie hat sich stark weiterentwickelt: Lara wird nass, wenn sie baden geht. Ihre Haare müssen in Shadow of the Tomb Raider erst wieder trocknen. Aber so richtig schmutzig machen wir uns eher selten, vor allem ungeskriptet. In dieser Situation stürzen wir in den Matsch – die braune Erde zieht sich über Arthurs Gesicht. Packt uns der Trunkenbold, und raufen wir uns im Schlamm, dann wird der Mantel eingesaut, sogar das Pistolenholster. All das simuliert dieses Spiel. Wir können uns prügeln und wenn eine Faust auf Augenlieder trifft, kann sich ein blutiger Cut bilden – das ist nicht vorberechnet, die Engine berechnet, wo ein Schlag landet – ob am Kinn, Lippe, Nase oder eben Augenlied. 

Der Kerl ist stark wie ein Bär, aber hey – dies ist schließlich der Wilde Westen: Revolver gezückt – der übrigens auch ein bisschen Matsch abbekommen hat. Wir wollen den Typ ja nur einschüchtern, aber so wild wie man sich den Wilden Westen vorstellt, ist das hier alles nicht – ein Passant rennt zum Sheriff, der kommt rübergestiefelt. Stark: Wenn er uns auffordert, uns zu ergeben, können wir den Revolver halftern, lassen uns festnehmen – verbringen eine Nacht im Kitchen. Wir können auch auf High Noon gehen, nur wer einen Sheriff tötet, der hat schnell die halbe Stadt gegen sich. Auch das ist beeindruckend, wenn wir über die K.I. reden: Die Menschen hier merken sich, was Sie getan haben. 

Das Gameplay lässt Ihnen viel Freiheit: Sie können der brutale Gangster sein, der alle über den Haufen knallt. Oder eher ein Gentleman-Ganove.
Vergrößern Das Gameplay lässt Ihnen viel Freiheit: Sie können der brutale Gangster sein, der alle über den Haufen knallt. Oder eher ein Gentleman-Ganove.

Sie können auch nach zehn Stunden nochmal Valentine, Rhodes oder Strawberry im Big Valley besuchen, und die Leute im Saloon werden tuscheln „Das ist der Kerl, der Marshall Jackson auf dem Gewissen hat.“ Manche tuscheln, andere wollen uns eine Lektion erteilen, packen die Fäuste aus oder den Cattleman-Revolver. 

Und das ist faszinierend: Wenn wir über die Technologie hinter diesem Werk reden, können wir über die detailverliebten Gesichter reden – Cowboys sind selten Schönlinge, ihre Haut ist verbrannt, Narben zeigen sich, Falten. Jedes einzelne Objekt sieht aus, als hätte man eine Requisite aus einem John-Wayne-Streifen durch den 3D-Scanner geschickt. Und könnten von den schönsten Sonnenaufgängen reden seit The Witcher 3. Es ist ein Spiel, in dem Sie die Technik, die Engine im Hintergrund vergessen und einfach die Atmosphäre genießen, einfach weil alles so schön ist: die Art, wie HDR beim Sonnenaufgang eingesetzt werden, wie leichter Nebel aufzieht, sie am Horizont Tiere beobachten und wie natürlich sich die Landschaft anfühlt. 

All das verlangt übrigens nach ein Monster von einem PC – die Screenshots auf diesen Seiten entstanden auf einem 2019er Razer Blade mit Geforce RTX 2080. Sie können auch auf einer 1070 oder 1080 spielen, nur eben nicht in 4K mit flüssigen Frameraten. Aktuell hat das Spiel noch ein paar technische Kinderkrankheiten, die allerdings gerade gepatcht werden. Die Hardware-Kollegen halten Sie auf dem Laufenden. 

Siehe auch:   Performance-Probleme von Red Dead Redemption 2 auf dem PC beheben

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Rockstar möchte nicht, dass Sie durchhetzen. Sondern dieses Werk genießen 

Im Kern ist das hier ein ruhiges Spiel, in dem Sie angeln, jagen, Städte erkunden, Personen kennenlernen, Badehäuser aufsuchen, Cowboy-Kleidung shoppen und den Wilden Westen genießen.
Vergrößern Im Kern ist das hier ein ruhiges Spiel, in dem Sie angeln, jagen, Städte erkunden, Personen kennenlernen, Badehäuser aufsuchen, Cowboy-Kleidung shoppen und den Wilden Westen genießen.

Was Red Dead Redemption 2 auszeichnet, ist seine Lässigkeit. Wir sind heute Highspeed, High-Stake-Games gewöhnt, aber der Wilde Westen lässt sich gerne Zeit. Es gibt diese Adrenalin-pumpenden Szenen, gerade in den vielen, vielen, vielen Missionen dieser gigantischen Welt, in der man ohne Probleme 100 Stunden verbringen kann, ohne, dass einem langweilig wird – gut 40 haben wir mit der PC-Version verbracht, vorher schon mal 150 mit der Konsolenvariante. Das funktioniert, weil sich dieser Titel nicht nach Arbeit anfüllt und bewusst nicht einen Höhepunkt nach dem anderen abspielt, sondern möchte, dass wir uns zerstreuen und Zeit lassen. Schönes Beispiel: Gerade noch haben wir uns im Matsch gerauft, wollen wir jetzt ein Geschäft betreten, etwa um Munition, Nahrung oder einen neuen Hut zu kaufen, werden wir gebeten, uns doch erstmal zu reinigen. Dafür gibt es Badehäuser – wer mag, lädt sich eine attraktive Lady ein, die zwar nicht wie in The Witcher 3 mit in die Wanne springt, aber immerhin dem geschundenen Cowboy den Rücken wäscht und massiert.

Sie können sich gar rasieren – müssen dann allerdings lange warten, bis der Bart nachwächst. Generell machen Kleider Leute – wie in GTA gibt es zahlreiche Geschäfte, in denen Sie Ihren eigenen Stil definieren können. Wer sich wie ein Cowboy kleidet, wird auch so behandelt. Wer sich wie ein Gentleman kleidet, dem öffnen sich Türen, die ein anderer erst aufschießen muss. Dieses „Wie-Du-mir-so-ich Dir“-Prinzip ist tief in der Rockstar-DNA verankert: Auf offener Straße brüllt uns eine Frau an, weil wir ihren Ehemann zusammengeschlagen haben – er hat aber angefangen. Oder erschossen, was natürlich nur ein Versehen war, ähem. Generell ist es interessant, dass Arthur zwar ein Halunke ist, der nicht viel von ehrlicher Arbeit hält. Aber wir können entscheiden, wie brutal er vorgeht oder ob wir eher den Gentleman-Gangster mimen. Oft ist es nicht nötig, den Fahrer einer Kutsche reicher Kaufleute zu erschießen – ein Wink mit dem Revolver reicht. Die Damen hinten mögen sich zwar beschweren, aber dafür freuen sich die in unserem eigenen Lager, unserer eigenen Familie über die nette Spende aus ihren Koffern.

Kein Ego-Trip, sondern eine Ensemble-Geschichte

Strukturell funktioniert Red Dead Redemption 2 wie eine Serie: Es gibt viele Charaktere, sehr viele Neben-Storystränge und jede Figur wird stark ausdefiniert.
Vergrößern Strukturell funktioniert Red Dead Redemption 2 wie eine Serie: Es gibt viele Charaktere, sehr viele Neben-Storystränge und jede Figur wird stark ausdefiniert.

Eines sollte man nicht falsch verstehen: Rockstar erzählt eine raue, eine brutale Geschichte und Arthur ist nicht gerade der nette Nachbar von nebenan, der seinen eigenen Charakter ungefähr so zusammenfasst: "So lange ich bezahlt werde oder Du dir eine Kugel einfängst, ist es ein guter Tag". Red Dead Redemption 2 ist wie eine Serie strukturiert, in der wir mehr und mehr über seine Gang, seine Familie erfahren. Im Grunde sind es 23 Geschichten und Rockstar nimmt jede Figur ernst – es gibt hier nicht Protagonist, Second und Third Lead, wie in Hollywood üblich. Hier gibt es wenige Sidekicks, viele wichtige Charaktere, die komplett ausdefiniert werden und Arthur entwickelt eine Beziehung zu jedem einzelnen.

Faszinierend etwa die Freundschaft zwischen Hosea Matthews und Dutch – wie wir erfahren, waren die beiden Erzfeinde und wollten sich lange töten, bevor man sich an einen Tisch setzte und über die Dinge redete. Molly, Susan, Micah – sie alle haben eine Geschichte zu erzählen, die versucht zu erklären, wie sie so wurden, wie sie sind – im positiven, wie negativen Sinn. Die Schauspielkunst, die Intonierung, die Schwere in der Stimme - das ist alles auf Niveau der großen Filme unserer Zeit. Rockstar-typisch nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Das ist nicht einfach für all jene, die nur Schulenglisch hatten – aber nicht anders machbar, weil der Cowboy-Slang in deutscher Sprache nicht so funktionieren würde. 

Arthur ist nicht der nette Typ von nebenan und hat kein Problem damit, über Leichen zu gehen, wenn er damit Geld verdienen kann. Das ist interessant fürs Storytelling, weil er kein sonderlich sympathischer Kerl ist und definitiv keine Heldenrolle mimt.
Vergrößern Arthur ist nicht der nette Typ von nebenan und hat kein Problem damit, über Leichen zu gehen, wenn er damit Geld verdienen kann. Das ist interessant fürs Storytelling, weil er kein sonderlich sympathischer Kerl ist und definitiv keine Heldenrolle mimt.

Chefautor Dan Houser, der auch schon GTA 5 geschrieben hat, und sein Team bedienen sich vieler Mechaniken, die wir aus Romanen kennen – Geschichten kreuzen sich, Figuren verlieren sich aus den Augen, werden wieder zusammengeführt. Die Story fesselt, weil sie hoch emotional ist – immer wieder sterben zentrale Charaktere, gibt es große Duelle, tiefe Feindschaften. 

Aber Rockstar schafft es auch, auf Schwarz-Weiß-Zeichnung zu verzichten: Dutch ist ein harter Hund, ein brutaler Typ, der es gewohnt ist, die Dinge mit dem Revolver zu lösen. Doch als Anführer der Gang spürt er auch Verantwortung, er will seinen Jungs und Mädels ein Vorbild sein. Als etwa ein Zug ausgeraubt wird und sich Sicherheitsbeamte in einem gepanzerten Bankwagon verschanzen, verhandelt er solange, bis diese aufgeben. Er tötet, wenn er es muss. Und verschont, so oft er es kann. Rausgezoomt funktioniert die Geschichte auch deshalb, weil Dutch überfahren wird von dieser modernen Welt – von der Eisenbahn, von Städten mit Elektrizität, von der harten Hand des Gesetzes, der sich jeder unterordnen muss, weshalb er seine Freiheit in Gefahr sieht und einen Kampf führt, den er nur verlieren kann. 

Unfassbar:   Red Dead Redemption 2 für PC braucht 150 Gigabyte Platz

So gut sind Gameplay, Missionsdesign und Spielwelt 

Die Art, wie dieses Spiel HDR einsetzt, ist nahezu atemberaubend. Selten wirkte eine Open-World so echt.
Vergrößern Die Art, wie dieses Spiel HDR einsetzt, ist nahezu atemberaubend. Selten wirkte eine Open-World so echt.

Red Dead Redemption 2 ist riesig. Nehmen Sie Assassin’s Creed und vervielfachen es. Es gibt Sümpfe, in denen Alligatoren lauern und unser Pferd hochschrecken lassen. Es gibt wilde Ebenen, auf denen wilde Pferde leben, die wir bändigen und zu unserem Buddy fürs Leben machen können. Es gibt verschneite Bergpässe, Schneestürme und karges Land, Wüste. Zahlreiche Wälder, in denen Wegelagerer lauern. Und wer glaubt, Wilder Westen sei immer gleich, dem zeigt Rockstar, wie es anders geht.

Es gibt sie, diese kleinen Städte, die so authentisch aussehen, wie selten in einem Videospiel. Wo windschiefe Bretterhüten dominieren, wir zusehen können, wie Dächer renoviert werden oder neue Häuser gebaut – mitunter besuchen wir Orte nach vielen Tagen wieder und das Häuschen ist fast fertig. Sie können darauf starken Einfluss nehmen – aus rein wissenschaftlichen Gründen warfen wir ein paar Molotowcocktails in ein Kasino, fackelten den halben Laden ab bei Nacht und am Tag war er geschlossen. 

Wer sich jetzt Zeit nimmt zu verweilen, der sieht, wie viel Detailliebe Rockstar hier walten lässt – Kutschen kommen angefahren, die neue Möbel bringen. Sheriff und Polizei nehmen die Ermittlungen auf, befragen Passanten – na huch, lieber weg hier, könnte uns ja einer gesehen haben. 

Die Schießereien sind schon eher Skill-basiert, auch weil Sie mitunter den Hahn der Waffe manuell umschnippen lassen und aufwändig animiert nachladen müssen, was Zeit kostet.
Vergrößern Die Schießereien sind schon eher Skill-basiert, auch weil Sie mitunter den Hahn der Waffe manuell umschnippen lassen und aufwändig animiert nachladen müssen, was Zeit kostet.

Genauso wie diese klassischen Western-Dörfer, gibt es prachtvolle Städte: Mit feinen Restaurants, in denen es einen Dresscode gibt – wer rein will, muss die Faust auspacken oder wie wir den nächsten Schneider aufsuchen. Sogar erste Autos zuckeln hier umher, Straßenlaternen beleuchten bei Nacht die Straße – bei Nacht können Sie übrigens Blackjack im Saloon spielen, Roulette im Kasino, eine Varieté- oder Stripshow genießen und mit adretten Ladies flirten – Arthur ist in solchen Dingen allerdings ziemlich unbewandert und kommt meist nicht weit. Sex und Beziehungen wie in GTA sind hier nicht vorgesehen, vielmehr betrinkt sich Arthur, torkelt lustig durch die Gegend, die ganze Spielwelt verschwimmt und er redet dummes Zeug. Was man eben so tut, mit 10 Whiskeys intus. 

Und puh, wie sollen wir das Gameplay zusammenfassen? Es gibt so absurd viel zu tun, das ist wirklich schwer: Sie können Pferde bändigen, Rinder treiben, Bären und andere Tiere jagen, sich als Kopfgeldjäger ihr Geld verdienen, was empfehlenswert, weil lukrativ ist. Sie können Ladies vor Gangstern retten – dank virtuellem Gedächtnis der K.I. erinnern sich diese und fallen ihnen auch viele Stunden später noch um den Hals, wenn sie diese per Zufall in irgendeiner Stadt wiedertreffen.

In den Missionen reicht die Palette vom Sammeln von Informationen, Ausquetschen von Informanten, Ausbruch aus Gefängnissen über Angriffe auf militärische Forts bis zum Versenken eines Kasinodampfers. Immer wieder müssen Züge überfallen werden – zu Pferd, bei Highspeed, in der Nacht und unter Dauerbeschuss von Pinkerton-Security. Es gibt ein paar schwache Missionen – seine schwächsten hat Red Dead Redemption 2 immer dann, wenn wir viel zu viele Gegner über den Haufen ballern müssen. Denn eigentlich ist dieses Spiel sehr Skill-getrieben – Sie müssen etwa den Hahn des Revolvers nach jedem Schuss zurücklegen und manuell die Winchester nachladen, was Geschwindigkeit aus dem Gameplay-Loop nimmt, wobei die PC-Version sich via Maus/Tastatur deutlich spritziger spielt als die etwas träge Konsolenfassung und Sie natürlich deutlich präziser und vor allem schneller zielen können. 

Es gibt zwar auch ein Deadeye-System, welches es erlaubt, im Max-Payne-Stil bis zu drei Gegner in Zeitlupe anzuvisieren, was quasi einen Easy-Kill ermöglicht. Insgesamt ist das Spiel aber weniger auf Run & Gun ausgelegt, mehr auf langsames, überlegtes Vorgehen. Es ist wichtig, die Umgebung vorher auszuspähen, etwa Deckung auf Dächern zu nutzen, seine Waffen mit Visieren und Fern-Optiken zu optimieren und generell mit Plan vorzugehen – nicht selten stehen Sie alleine gegen 20 Mann. 

Ach, es gäbe noch so viel zu berichten: Von all den Pferderassen, ihren Stärken und Schwächen. Wie wir diese dressieren können, unsere Bindung steigern – damit sie aus vollem Galopp gezielt abbremsen, im Seitfallschritt traben und bei einer Schießerei nicht einfach abhauen. Doch Sie haben jetzt schon 13.000 Zeichen gelesen und brauchen wohl nicht noch mehr Gründe, warum Red Dead Redemption 2 ein Erlebnis und Genuss ist, wie es in der Spielewelt nur alle zehn Jahre vorkommt. 

Fazit

Was ein Ritt. Es grenzt an Magie, wie Rockstar Games es schafft, 1000 und eine Spielidee in seinem Wild-West-Epos abzufeuern. Es gibt hier nichts, was Sie nicht machen können: angeln, Pokerspielen, Banken, Züge, Goldminen, Postkutschen und Forts der Armee ausrauben. Pferde fühlen sich authentisch an, steuern sich wie Tiere, haben ihren eigenen Willen, die riesige Open-World atmet und lebt. Sie bietet unglaublich viel Abwechslung, in Szenerie, Design, Tierbevölkerung. Aktuell gibt’s noch hier und da technische Probleme, ansonsten ist dieses Spiel in 4K das schönste, was auf einem PC rennen kann. Und auch die Story hat so viele Nuancen, ist so geschliffen geschrieben und transportiert über seine Charaktere wunderbar das Raue und Harte des Wilden Westens. Ein Meisterwerk, was Sie nicht verpassen dürfen. 

Pro:

Contra:

Unglaublich detaillierte, sehr abwechslungsreiche Spielwelt

Extrem leistungshungrig auf PC – 60 FPS in 4K schafft nicht mal eine RTX 2080

Grafisch stark mit atmosphärisch eingesetzter HDR-Sonne/Mond/Lichtspiel

Mitunter etwas langatmig, weil Sie weite Wegstrecken via Pferd zurücklegen

Mit 60 Stunden extrem lange Story-Kampagne

Viele mitunter exzellent geschriebene Figuren wie in einer TV-Serie

Enorm viele Gameplay-Möglichkeiten: fischen, jagen, handeln, pokern, Banken, Kutschen, Züge, Forts ausrauben und, und, und

Ist RTX wirklich unspielbar? Es ist ein Satz, den man immer wieder hört: Die Performance bei aktiviertem Raytracing ist viel zu schlecht, um anständig zocken zu können. Aber stimmt das wirklich? Auf welche Frameraten kommen aktuellen Grafikkarten mit Raytracing - und was bringt das überhaupt in Spielen? Das zeigen wir Euch in diesem Video.

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