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Nvidia GeForce RTX 3060 im Test: Warum wir enttäuscht sind

25.02.2021 | 15:01 Uhr | Sebastian Schenzinger

Die Zotac GeForce RTX 3060 Twin Edge kann die hohen Erwartungen im Test nicht erfüllen. Die GPU ist de facto eine Neuauflage der RTX 2070 mit leicht verbesserter Energieeffizienz. Wer aufgrund der Modellbezeichnung 3060 eine leicht abgespeckte Version der RTX 3060 Ti erwarten, liegt falsch: Der Leistungsunterschied beträgt bis zu 30 Prozent.

Die Geforce RTX 3060 von Nvidia soll endlich DIE Karte für Gamer werden. Günstiger Preis, spezielle Treiber zur Abschreckung von Cryptominern und natürlich eine gute Performance für Full-HD-Gaming. Leider kann die RTX 3060 die großen Versprechungen nur bedingt einhalten. Warum das so ist erklärt euch Basti in diesem Video.

► Zum ausführlichen Test: www.pcwelt.de/2570074

Ab dem 25. Februar 2021 um 18:00 Uhr ist die Nvidia GeForce RTX 3060 von den Boardpartnern wie Asus, Inno 3D, Gigabyte, MSI und Zotac bei den Händlern erhältlich. Der Grafikprozessor soll laut Nvidia die Performance der RTX 2070 bieten und vor allem Full-HD Gamer ansprechen, die auch brandneue Titel mit den höchsten Einstellungen inklusive Raytracing zocken wollen. Auch wenn die Zotac Gaming RTX 3060 Twin Edge in unserem Test die von Nvidia angegebenen Performance-Werte erreicht, sind wir von der Leistung doch etwas enttäuscht:

Die Serienbezeichnung RTX 3060 mag potentielle Käufer in die Irre führen, da sie eine leicht abgespeckte Variante der RTX 3060 Ti erwarten. Tatsächlich setzt die RTX 3060 jedoch auf einen eigenen Grafikchip, der deutlich hinter der Leistung der RTX 3060 Ti zurückbleibt. Letztendlich wirkt die RTX 3060 wie eine Neuauflage der RTX 2070 mit leicht verbesserter Energieeffizienz und lässt dabei den enormen Performance-Sprung der größeren Ampere-GPUs 3070 und 3080 im Vergleich zu ihren direkten Vorgängern vermissen.


GA106 - der bisher kleinste Grafikchip auf Basis von Ampere

Im Gegensatz zur RTX 3060 Ti basiert die die RTX 3060 nicht auf dem GA104-Grafikchip, sondern auf dem GA106-300-A1. Mit einer Die-Größe von 276 mm 2 fällt dieser um knapp 30 Prozent kleiner aus als der Chip der RTX 3060 Ti und der RTX 3070 mit 392mm 2 . Dadurch verringert sich die Anzahl an Transistoren von 17,4 auf 13,25 Milliarden, was guten 31 Prozent entspricht. Kurz zum Vergleich: Der TU106 der Nvidia GeForce RTX 2060 fiel mit 445mm 2 um 60 Prozent größer aus, kam aber trotzdem nur auf 10,8 Milliarden Transistoren. Die Packdichte hat sich summa summarum durch den 8-nm-Fertigungsprozess von Samsung nahezu verdoppelt. Durch den deutlich kleineren Chip hat sich die Anzahl an Graphic Processing Clustern (GPC) vom Vollausbau der Ampere-Architektur mit sieben GPCs auf nur noch drei reduziert. 

Vollausbau des GA106-Grafikchips mit 3840 CUDA-Cores, 30 RT-Cores und 120 Tensor-Cores.
Vergrößern Vollausbau des GA106-Grafikchips mit 3840 CUDA-Cores, 30 RT-Cores und 120 Tensor-Cores.
© Nvidia

Daraus resultieren theoretisch bis zu 3840 CUDA-Cores, 30 RT-Cores der zweiten Generation und 120 Tensor-Cores der dritten Generation. Der Grafikchip der RTX 3060 kommt jedoch nicht in der vollen Ausbaustufe zum Einsatz, sondern ist um zwei weitere Streaming-Multiprozessoren (SM) beschnitten. Daraus resultieren dann 3584 Shader-Einheiten, 28 Raytracing-Kerne und 112 Kerne für die künstliche Intelligenz. Dazu gesellen sich 14 Texture Processing Cluster (TPC) mit zusammen 112 Textureinheiten, welche für die Tesselation wie zum Beispiel die Kantenglättung in Computerspielen verantwortlich sind. Nicht beschnitten wurde dagegen die dedizierte Raster-Engine, es sind 48 Render Output Units (ROPs) verbaut, die für die Rasterisation zuständig sind. Wenn Sie mehr Informationen dazu haben wollen, wie ein Graphics Processing Cluster (GPC) auf Basis der Ampere-Architektur aufgebaut ist und welche Änderungen Nvidia im Vergleich zu Turing vorgenommen hat, können wir Ihnen diesen diesen Abschnitt im Testbericht der RTX 3080  empfehlen.

Grafikkarten-Vergleich 2021: Die besten Gamer-GPUs im Test - mit Rangliste

Die Speicherausstattung der RTX 3060 sorgt auf den ersten Blick für Verwunderung. Es sind nämlich 12 GB GDDR6 VRAM verbaut und damit sogar mehr als bei der deutlich schnelleren RTX 3080, welche nur auf 10 GB GDDR6X Videospeicher zurückgreifen kann. Die Ursache hierfür verbirgt sich in den technischen Daten. Das Speicherinterface, welches den Videospeicher an die GPU anbindet, benötigt relativ viel Chip-Fläche. Da Nvidia die Chip-Größe des GA106 im Vergleich zum GA104 um knapp 30 Prozent geschrumpft hat, musste das 256-bit Speicher-Interface der RTX 3060 Ti einem 192-bit Speicher-Interface bei der RTX 3060 weichen. Jeder Speicherchip wiederum benötigt 32-bit zur Anbindung. Daraus resultiert, dass sich auf der Platine der RTX 3060 nur sechs GDDR6 Speicherchips verbauen lassen, die wahlweise mit 1 GB oder mit 2 GB erhältlich sind. Da 6 GB Videospeicher selbst fürs Full-HD-Gaming heutzutage schon zu knapp bemessen sind, hat sich Nvidia wohl zwangshalber für 12 GB entscheiden müssen. Das treibt aber natürlich auch den Preis der Grafikkarte etwas nach oben.

Unser Test-Sample: Die Zotac Gaming GeForce RTX 3060 Twin Edge läuft nach den Sepzifikationen von Nvidia
Vergrößern Unser Test-Sample: Die Zotac Gaming GeForce RTX 3060 Twin Edge läuft nach den Sepzifikationen von Nvidia
© Zotac

Des weiteren fällt auf, dass der Videospeicher im Vergleich zu den größeren Ampere-Grafikkarten mit 1875 MHz ein Stück höher getaktet ist, so liegt der VRAM-Takt bei der RTX 3060 Ti nur bei 1750 MHz. Daraus resultiert eine Speicherbandbreite von 360 GB/s. Der GA106-Chip wiederum taktet mit mindestens 1320 MHz, der Boost-Takt liegt laut Nvidia bei 1777 MHz. An dieser Stelle müssen wir hinzufügen, dass es von der RTX 3060 von Nvidia keine Founders Edition gibt. Unser Test-Sample der Zotac Gaming RTX 3060 Twin Edge war jedoch nach den Daten von Nvidia spezifiziert und nicht werkseitig übertaktet. Die TDP der RTX 3060 gibt Nvidia mit 170 Watt an, das entspricht einer Zunahme von 10 Watt gegenüber der RTX 2060 und 15 Watt weniger als bei der RTX 2070 Founders Edition. Die Stromversorgung erfolgt neben dem PCIe-Slot über einen einzelnen 8-Pin-Anschluss. In der folgenden Tabelle können Sie alle technischen Daten der RTX 3060 im Vergleich zur RTX 3060 Ti, den Turing-Vorgängern und der RX 5700 XT von AMD finden:

Grafikkarte

GeForce RTX 3060 Ti

GeForce RTX 3060

GeForce RTX 2070 SUPER

GeForce RTX 2070

GeForce RTX 2060 Super

GeForce RTX 2060

AMD Radeon RX 5700 XT

Codename

GA104

GA106

TU104

TU-106

TU106

TU106

Navi 10 XT

Architektur

Ampere

Ampere

Turing

Turing

Turing

Turing

RDNA

GPCs

6

3

5 oder 6

3

3

3

-

TPCs

19

14

20

18

17

15

-

SMs

38

28

40

36

34

30

-

ALUs

4864

3584

2560

2304

2176

1920

2560

Tensor Cores

152 (3rd Gen)

112 (3rd Gen)

320 (2nd Gen)

288 (2nd Gen)

272 (2nd Gen)

240 (2nd Gen)

n.a.

RT Cores/ Ray Accelerators

38 (2nd Gen)

28 (2nd Gen)

40 (1st Gen)

36 (1st Gen)

34 (1st Gen)

30 (1st Gen)

n.a.

GPU-Basistakt

1410

1320

1605

1410

1470

1365

1605

GPU Boost-Clock (MHz)

1665

1777

1770

1620

1650

1680

1905

Videospeicher

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

8 GB GDDR6

6 GB GDDR6

8 GB GDDR6

Speicher-Interface

256-bit

192-bit

256-bit

256-bit

256-bit

192-bit

256-bit

Speichertakt

14 Gbps

15 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

14 Gbps

Speicherbandbreite

448 GB/s

360 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

448 GB/s

336 GB/s

448 GB/s

ROPs

80

48

64

64

64

48

64

PCIe-Anschlüsse

1x 12-Pin

1x 8-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

1x 8-Pin

1x 8-Pin

1x 8-Pin

1x 8-Pin, 1x 6-Pin

TGP

200 W

170 W

225 W

185 W

175 W

160 W

225 W

Transistor-Anzahl

17,4 Mrd

13,25 Mrd

13,6 Mrd

10,8 Mrd

10,8 Mrd

10,8 Mrd

10,3 Mrd

Die-Größe

392,5 mm2

276 mm2

545mm2

445 mm2

445 mm2

445 m2

251 mm2

Fertigungsprozess

8nm Samsung

8nm Samsung

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

12nm FFN

7nm TSMC

UVP des Herstellers

419 €

329 €

639 €

639 €

419 €

369 €

419 €


Synthetische Benchmarks: DirectX 11 & 12, OpenGL und Raytracing

Als erstes muss sich die Zotac Gaming RTX 3060 Twin Edge diversen synthetischen Benchmarks stellen. Das ermöglicht nicht nur eine erste grobe Leistungseinordnung, sondern Sie können diese Tests auch problemlos bei sich zu Hause nachstellen und die Werte mit Ihrem eigenen System vergleichen. Im ersten Test für DirectX 12, dem 3D Mark Time Spy Extreme, liegt die RTX 3060 nahezu mit der RTX 2060 Super gleich auf und verfehlt damit knapp das Ziel mit der RTX 2070 und der RX 5700 XT von AMD konkurrieren zu können. Im DirectX 11 Test 3D Mark Fire Strike Extreme verschlechtert sich das Bild sogar noch etwas, hier kann die RTX 3060 nicht einmal mehr mi der RTX 2060 Super mithalten, die RTX 2070 rechnet knapp zehn Prozent schneller. Im Superposition OpenGL Test von Unigine kann die RTX 3060 dann immerhin die RX 5700 XT schlagen, im eigenen Lager reicht die Leistung aber nach wie vor nur an die RTX 2060 Super heran. Auch im abschließenden Raytracing-Test kann es die RTX 3060 nicht mit der RTX 2070 aufnehmen und erreicht nur das Niveau der RTX 2060 Super. Dass Benchmark-Werte aber nicht alles sind, offenbaren dann die nachfolgenden Spieltests.

3D Mark Time Spy Extreme Score

3D Mark Time Spy Extreme Graphics Score

3D Mark Fire Strike Ultra Score

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics Score

Unigine Superposition 4K Open GL

3D Mark Port Royale

GeForce RTX 2060

3704

3503

4496

4267

5532

4270

GeForce RTX 2060 SUPER

4294

4134

5372

5163

6273

5123

GeForce RTX 2070

4429

4240

5650

5463

6631

5463

GeForce RTX 2070 SUPER

4845

4745

6132

5928

7395

6070

GeForce RTX 3060

4266

4095

5159

4958

6243

5053

GeForce RTX 3060 Ti

5768

5875

7490

7350

8726

7022

GeForce RTX 3070

6506

6796

8697

8621

9959

8195

Radeon RX 5700

3866

3673

5770

5784

4908

-

Radeon RX 5700 XT

4332

4176

6609

6652

5590

-

Radeon RX 6800

6727

7072

10323

10510

7878

7529


Maximale Details für Full-HD-Gamer

Nvidia will mit der RTX 3060 in erster Linie Full-HD-Gamer ansprechen und vor allem Besitzer einer GTX 1060 zum Aufrüsten auf eine neue Grafikkarte mit hardware-seitigem Raytracing Support bewegen. Der Hersteller selbst spricht von einer vergleichbaren Performance zur RTX 2070 und von bis zu 30 Prozent mehr Leistung gegenüber dem direkten Vorgänger in Form der RTX 2060. Erste Aussage können wir definitiv bestätigen, in allen 20 von uns durchgeführten Test-Szenarien kommt die RTX 3060 in 1080p im Durchschnitt auf mindestens 60 Bilder pro Sekunde bei höchsten Spieldetails. In Spielen wie Contol oder Metro Exodus ist hierzu jedoch bei aktiviertem Raytracing die Verwendung von DLSS zumindest auf dem Quality-Mode notwendig. 

Bei unseren Spieltests zeigt sich, dass es die RTX 3060 im Mittel nicht nur mit der RTX 2070 aufnehmen sondern diese knapp schlagen kann. Im Detail hängt es jedoch vom Spiel ab. In manchen Spielen liegen die RTX 3060 und die RTX 2070 gleich auf wie zum Beispiel in Assassin’s Creed Odyssey oder Metro Exodus. Mit Borderlands 3 gibt es ein Beispiel, in welchem sich die RTX 3060 der RTX 2070 geschlagen geben muss und nur auf einem Level mit der RTX 2060 Super liegt. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Doom Eternal oder F1 2019. In diesen beiden Spielen zieht die RTX 3060 klar an der RTX 2070 vorbei und kann es sogar mit der RTX 2070 Super aufnehmen.  Interessant ist hier auch ein Vergleich mit AMDs Radeon RX 5700 XT, die sich mit der RTX 3060 ein Kopf-an-Kopf Rennen liefert. Im Durchschnitt über zehn Spiele in Full-HD trennt die beiden Konkurrenten nicht einmal ein Prozent. Letztendlich hängt es davon ab, für wen das Spiel besser optimiert ist, ob Team Grün oder Team Rot den Sieg davonträgt. Der Vorsprung auf den direkten Vorgänger in Form der RTX 2060 variiert je nach Spiel zwischen 12 und 43 Prozent und liegt im Schnitt bei 21 Prozent. Fast genauso groß fällt der Rückstand auf die RTX 3060 Ti aus, welche im Schnitt 23 Prozent schneller rechnet.

CPU-Benchmark 2021: Prozessoren im Vergleich-Test - mit Rangliste

Bei Spielen mit aktiviertem Raytracing und DLSS verändert sich am Gesamtbild quasi nichts. In den meisten Spielen liegt die RTX 3060 mal knapp vor der RTX 2070 und mal knapp dahinter. Im Durchschnitt schrumpft jedoch der Vorsprung auf die RTX 2060 auf gute 18 Prozent, im gleichen Zug wächst der Rückstand auf die RTX 3060 Ti auf 27 Prozent an. Ein Vergleich mit AMDs Radeon RX 5700 XT ist hier natürlich nicht möglich. Mit Wolfenstein Youngblood gibt es auch bei aktiviertem Raytracing ein Beispiel, bei welchem es die RTX 3060 sogar mit der RTX 2070 Super aufnehmen kann. Im Durchschnitt liegt die RTX 2070 Super dann jedoch mit sieben Prozentpunkten Abstand vorne. Unsere ausführlichen Messergebnisse können Sie wie immer am Ende des Artikels finden.


Mit leicht reduzierten Spieldetails auch WQHD-tauglich

Kommen wir zur Frage, wie es denn in 1440p aussieht, da sowohl die RTX 2070 als auch die RX 5700 XT ihrerzeit nämlich fürs WQHD-Gaming ausgelegt waren. In nicht so fordernden oder schon etwas in die Jahre gekommenen Spielen wie jetzt zum Beispiel Far Cry 5 oder Shadow of the Tomb Raider reicht die Leistung der RTX 3060 auch für WQHD locker aus. Auch hier liegt die Rechenleistung wieder in etwa auf dem gleichen Niveau mit der RTX 2070 und der RX 5700 XT. In Red Dead Redemption 2 oder auch Metro Exodus mit aktiviertem Raytracing liegen die durchschnittlichen FPS dann knapp unterhalb der 60 Bilder pro Sekunde. Bei etwas reduzierten Spieldetails sind aber auch hier problemlos 60 FPS drin. Der Vorsprung auf die RTX 2060 liegt in WQHD im Schnitt bei 23 Prozent, der Rückstand auf die RTX 3060 Ti wiederum beträgt ganze 30 Prozent. Wenn Sie sich für die detaillierten FPS-Werte interessieren, können Sie diese hier finden.


Nahezu keine Verbesserung bei der Energieeffizienz

Im Gegensatz zu den anderen Ampere-Grafikkarten hat Nvidia bei der RTX 3060 die TGP im Vergleich zum direkten Vorgänger nicht deutlich erhöht. So liegt die TGP der RTX 3060 bei 170 Watt, wohingegen die RTX 2060 mit 160 Watt spezifiziert ist. Die TGP der RTX 2070 Founders Edition wiederum liegt bei 175 Watt. Beim Stresstest mit FurMark operiert unser Sample von Zotac durchgehend am Powerlimit. Beim Zocken liegt die Leistungsaufnahme dann aber etwas niedriger. Wir messen sowohl in Full-HD als auch in WQHD je nach Spiele im Durchschnitt zwischen 155 und 165 Watt. Da das Spiel Shadow of the Tomb Raider die Grafikkarten nahezu optimal auslastest, machen wir hier einen Vergleich hinsichtlich der Energieeffizienz der getesteten Grafikkarten. Hierzu bilden wir das Verhältnis aus der gemessenen Leistungsaufnahme und den erzielten FPS in WQHD.

Bei der Rechenleistung liegt die RTX 3060 knapp vor der RTX 2070 und benötigt dabei 10 Watt weniger.
Vergrößern Bei der Rechenleistung liegt die RTX 3060 knapp vor der RTX 2070 und benötigt dabei 10 Watt weniger.

Die FPS Werte der RTX 2070 und der RTX 3060 liegen in Shadow of the Tomb Raider mit 83 FPS respektive 85 FPS nahezu gleich auf. Die Ampere-Grafikkarte genehmigt sich bei diesem Szenario im Schnitt 163 Watt, die RTX 2070 kommt auf 173 Watt. Es gibt also eine kleine Verbesserung bei der Energieeffizienz, ein großer Schritt sieht aber anders aus. Tatsächlich arbeiten sowohl die RTX 3060 Ti als auch die RTX 3070 ein gutes Stück effizienter als die RTX 3060. Die AMD Radeon RX 5700 XT wiederum liegt auf etwa dem gleichen Niveau wie die RTX 2070 und damit knapp hinter der RTX 3060.


Selbst bei Vollauslastung lautlos

Unser Sample der RTX 3060 in Form der Zotac Gaming GeForce RTX 3060 Twin Edge fällt mit Maßen von 224 x 116 x 39 Millimetern äußerst kompakt aus. Zur Kühlung kommen zwei 90 Millimeter große Axiallüfter und eine Kühlkörper mit drei Heatpipes zum Einsatz. Das Design ist als schlicht zu bezeichnen und verzichtet auf RGB-Beleuchtung. Zotac verbaut zwar eine Backplate, diese dient aber nur der Stabilisierung und hat keine kühlende Wirkung. Bei unseren thermischen und akustischen Tests zeigt sich, dass der Kühlkörper vollkommen ausreichend ist, um die 170 Watt Verlustleistung effektiv abzuführen. 

Die Zotac Gaming GeForce RTX 3060 Twin Edge fällt äußerst kompakt aus und setzt zur Kühlung auf drei Heatpipes und zwei 90 Millimeter große Axiallüfter.
Vergrößern Die Zotac Gaming GeForce RTX 3060 Twin Edge fällt äußerst kompakt aus und setzt zur Kühlung auf drei Heatpipes und zwei 90 Millimeter große Axiallüfter.
© Zotac

Zunächst einmal muss sich die Grafikkarte auf dem offenen Benchtable beweisen. Wie auch die anderen Ampere-Modelle verfügt unsere getestete  RTX 3060 über einen 0-dB-Modus, das bedeutet, bei geringer Auslastung der Grafikkarte stehen die Lüfter still. Doch auch beim Gaming, wenn sich die Lüfter zu drehen beginnen, bleibt die RTX 3060 unhörbar. Die Temperatur klettert dabei auf maximal 69 Grad Celsius und die Lüfter drehen sich mit bis zu 1710 Umdrehungen pro Minute. Selbst im Worst-Case-Szenario - Vollauslastung mittels FurMark über ein Stunde - ändert sich an diesen beiden Werten nichts. Anschließend führen wir noch Tests in einem geschlossenen Gehäuse, dem  be quiet! Pure Base 500DX  durch. Als CPU-Kühler kommt hierfür ein  be quiet! Dark Rock Pro 4  zum Einsatz, der Core i9-9900K ist bei diesem Test nicht übertaktet. 

Grafikkarte

CPU-Temp

CPU-Clock

CPU-Power

Fan-RPM

GPU-Temp

GPU-Clock

GPU-Power

Fan-RPM

RAM-1-Temp

RAM-2-Temp

VRM-Temp

M.2-SSD-Temp

RTX 2080 Ti

81°C

4700 MHZ

132 W

1175 RPM

80°C

1452 MHz

259 W

2255 rpm

47°C

47°C

60°C

60°C

RTX 3060

82°C

4704 MHz

134 W

1175 RPM

69°C

1535 MHz

167 W

1710 rpm

38°C

39°C

53°C

52°C

RTX 3060 Ti

79°C

4700 MHz

133 W

1150 RPM

74°C

1612 MHz

194 W

1700 rpm

41°C

43°C

53°C

54°C

RTX 3070

81°C

4700 MHZ

131 W

1180 RPM

75°C

1620 MHz

218 W

2045 rpm

46°C

47°C

54°C

58°C

RTX 3080

89°C

4700 MHz

132 W

1275 RPM

73°C

1532 MHz

319 W

2745 rpm

44°C

45°C

60°C

58°C

RTX 3090

86°C

4700 MHz

131 W

1240 RPM

68°C

1499 MHz

349 W

1710 rpm

44°C

45°C

56°C

59°C

RX 6800

78°C

4700 MHz

131 W

1160 RPM

73°C

1922 MHz

244 W

1710 rpm

44°C

43°C

53°C

57°C

RX 6800 XT

80°C

4700 MHz

132 W

1150 RPM

76°C

1811 MHz

298 W

2030 rpm

44°C

44°C

54°C

55°C

RX 6900 XT

82°C

4700 MHz

133 W

1170 RPM

82°C

1901 MHz

304 W

1730 rpm

47°C

47°C

56°C

61°C

Im geschlossenen Gehäuse bestätigt sich noch einmal der sehr positive Eindruck, den wir vom Kühlkörper bekommen haben. Um ein Worst-Case-Szenario zu simulieren, lasten wir die Grafikkarte mit FurMark und die CPU mit Prime95 über eine Stunde zu 100 Prozent aus. An den Messergebnisse ändert sich dadurch weder bei der Maximaltemperatur noch bei der Drehzahl der Lüfter irgendetwas. Damit bleibt die Zotac Gaming GeForce RTX 3060 im geschlossenen Gehäuse nicht nur angenehm kühl, sondern ist auch unhörbar. Die Taktraten der Grafikkarte lagen bei mir beim Zocken über alle Spiele im Schnitt bei 1890 MHz und damit deutlich über dem Boosttakt von 1777 MHz.


Neue Software-Funktionen

Neben den Ampere-Grafikkarten hat Nvidia auch neue Software-Funktionen eingeführt, um Ihr Spielerlebnis zu verbessern, dazu zählt Nvidia Reflex. Ein wichtiger Faktor für ein flüssiges Spielerlebnis ist nicht nur die erreichte FPS-Zahl, sondern auch die System-Latenz. Dieser Wert gibt an, wie viel Zeit vom Mausklick oder einer Tastatureingabe vergeht, bis eine Aktion auf dem Monitor zu sehen ist. Wenn die CPU mehr Bilder bereitstellt als die Grafikkarte berechnen kann, entsteht im Normalfall eine sogenannte Render Queue. Bevor also die GPU das aktuelle Bild anzeigen kann, muss sie zuerst die aufgestauten Bilder abarbeiten, wodurch eine längere Latenz entsteht. 

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die besten Hardware-Konfigurationen

Genau an diesem Punkt setzt  Nvidia Reflex  ein und optimiert die Kommunikation zwischen Prozessor und GPU. Die Grafikkarte erhält nur dann ein neues Bild von der CPU, wenn die Berechnung des vorhergehenden Bilds nahezu abgeschlossen ist. Bisher hatte Nvidia mit dem Ultra Low Latency Mode eine Funktion im Treiber, welche eine ähnliche Funktionsweise hatte. Nvidia Reflex wiederum ist fest in Spielen, wie zum Beispiel Fortnite, Call of Duty Cold War oder Valorant integriert.

Mit Nvidia Reflex lässt sich die Systemlatenz deutlich verringern, wenn sich der PC im GPU-Limit befindet.
Vergrößern Mit Nvidia Reflex lässt sich die Systemlatenz deutlich verringern, wenn sich der PC im GPU-Limit befindet.

Wir haben uns die Umsetzung in Fortnite mal angesehen. Zur Aktivierung benötigen Sie den neuesten Treiber von Nvidia. In den erweiterten Grafikeinstellungen können Sie dann die Funktion Nvidia Reflex Low Latency aktivieren. Wir haben in der Auflösung 3840 x 2160 Bildpunkte bei 144 FPS getestet, die Grafikeinstellungen waren alle auf der höchsten Stufe. Als Hardware kamen eine RTX 3080, ein Intel Core i9-9900K und 16 GB Arbeitsspeicher mit 3600 MHz bei CL16 zum Einsatz.

In unserem konkreten Anwendungsfall sank die Systemlatenz durch die Aktivierung von Nvidia Reflex von 15,11 auf 10,98 Millisekunden – das entspricht einer Optimierung von 27 Prozent. Wie viel Auswirkungen Nvidia Reflex hat, hängt sehr stark von Ihrer Hardware und Ihren Spieleinstellungen ab. Je mehr die GPU ausgelastet ist und den Berechnungen des Prozessors nicht mehr hinterher kommt, desto mehr profitieren Sie auch von Nvidia Reflex.  

Nvidia Broadcast  richtet sich vor allem an Streamer, die sich kein professionelles Setup leisten können. Die Software kann dank der Tensor-Cores Störgeräusche entfernen oder den Hintergrund analysieren und verschwimmen lassen, sodass ein ähnlicher Effekt wie bei einem Green-Screen entsteht. Die Software ist laut Nvidia auf allen RTX GPUs lauffähig.

Automatic GPU Tuning  ist Nvidias Antwort auf AMDs Rage Mode und lässt sich im GeForce Experience Beta Overlay finden. Diese Funktion hebt die Spannungs- und Taktratenkurve der verbauten Nvidia Grafikkarte an. Der höhere Takt resultiert dann in einer etwas höheren Performance, was jedoch zu Kosten der Leistungsaufnahme geht.


Preisliche Einschätzung der RTX 3060

Nvidias UVP für die RTX 3060 liegt bei 329 Euro, allerdings müssen wir hier noch einmal hinzufügen, dass es keine Founders Edition gibt. Die von uns getestete Zotac Gaming GeForce RTX 3060 entspricht jedoch den Spezifikationen von Nvidia und soll zum Release mit einem Preis von 329 Euro an den Markt gehen. Zotac gewährt auf die Grafikkarte eine dreijährige Garantie, die sich bei Registrierung auf fünf Jahre erweitern lässt. Allerdings gibt der Hersteller selbst an, dass er damit rechnet, dass auch die RTX 3060 ähnlich schnell ausverkauft sein wird wie die bisherigen Ampere-Grafikkarten und die Händler anschließend die Preis ordentlich nach oben schrauben werden. Rein auf dem Papier kostet die RTX 3060 gute 21 Prozent weniger als die RTX 3060 Ti. Der Performance-Unterschied liegt währenddessen je nach Auflösung zwischen 23 und 30 Prozent. Hier muss die RTX 3060 dem größeren Videospeicher Tribut zollen und ist deshalb aus Preis-Leistungs-technischer Sicht nicht ganz so attraktiv.

Aber auch wenn wir die Preise vergleichbarer Grafikkarten vom letzten Sommer analysieren, wirken die 329 Euro UVP nicht wie eine echte Kampfansage. So war die RX 5700 XT letzten Sommer für mehrere Wochen ab 320 Euro erhältlich. Bei der Rasterisierungs-Performance liegen die beiden Kontrahenten gleich auf, die RTX 3060 kann also nur mit den RT- und Tensor-Cores punkten, welche Features wie Raytracing, DLSS und Nvidia Broadcast ermöglichen. Dennoch hätten wir für eine brandneue Generation hier etwas mehr erwartet. Das zeigt sich auch beim direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus dem eigenen Haus. So war die RTX 2070 vor ein paar Monaten noch für 365 Euro zu erwerben und bietet quasi die gleiche Rechenleistung bei nur minimal schlechterer Energieeffizienz. So gesehen geht ein Preis von 329 Euro in Ordnung, einen Preis-Leistungs-Tipp bekommt die RTX 3060 aber definitiv nicht.

Das liegt auch noch an zwei anderen Punkten. Der erste ist die bereits angesprochene Marktlage. Die Nachfrage nach Grafikkarten ist aktuell deutlich höher als das Angebot, deshalb rechnen wir damit, dass der Preis bereits kurz nach dem Release die angeschlagenen 329 Euro deutlich übersteigen wird. Punkt Nummer 2 ist, dass Nvidia die Grafikkarte in erster Linie an Full-HD-Gamer richtet. Unserer Erfahrung nach ist aber der durchschnittliche Gamer nicht dazu bereit, mehr als 300 Euro für eine neue Grafikkarte auszugeben. Letztendlich muss sich hier in den nächsten Wochen zeigen, wie es um die Verfügbarkeit der RTX 3060 in den nächsten Wochen bestellt sein wird und wohin sich die Preise der Händler entwickeln.

Für interessierte Käufer hat uns Nvidia vorab Links zukommen lassen, unter welchen die RTX 3060 zum Marktstart ab 329 Euro erhältlich sein soll. Da wir die Angebote davor nicht selbst überprüfen können, übernehmen wir hierfür keine Garantie. Wir gehen jedoch davon aus, dass Sie auf jeden Fall schnell sein müssen, um eine RTX 3060 zur UVP ergattern zu können:

ASUS Dual GeForce RTX 3060
Gigabyte GeForce RTX 3060 Eagle  
Inno3D GeForce RTX 3060 Twin X2 (Notebooksbilliger)
Inno3D GeForce RTX 3060 Twin X2 (Computeruniverse)


Nvidia geht mit der RTX 3060 gegen Miner vor

Mit das größte Problem für die anhaltende schlechte Verfügbarkeit von neuen Grafikkarten ist der aktuelle Mining-Boom. Einzelpersonen kaufen haufenweise GeForce und Radeon Grafikkarten auf, um mit diesen Geld zu verdienen. Gamern, die keine neue Grafikkarte für ihren Spiele-PC kaufen können, stößt das natürlich sauer auf. Mit der Veröffentlichung der RTX 3060 will Nvidia jetzt auf mehrere Wege versuchen, diesem Problem entgegen zu wirken. Wie bereits oben erläutert, verfügt die RTX 3060 nur über ein 192-bit breites Speicherinterface. Da die Anbindung des Videospeichers fürs Mining eine ziemlich große Rolle spielt, liefert die RTX 3060 per se schon einmal deutlich weniger Leistung im Vergleich zu den größeren Ampere-Grafikkarten. Obendrein bietet der Treiber der RTX 3060 eine neue Funktion, welche Mining-Vorgänge automatisch erkennen soll und dann die Rechenleistung halbiert. Als dritten Punkt will Nvidia obendrein spezielle Mining-Grafikkarten unter dem Namen CMP auf den Markt bringen.

So weit so gut, allerdings glauben wir nicht, dass diese Vorhaben den Gamern letztendlich auch wirklich helfen werden. Auch wenn Nvidia - wie angegeben - für die Minining-Grafikkarten nur Grafikchips verwendet, die sowieso aussortiert worden wären, da sie nicht die gewünschten Taktraten für eine "Gaming-Grafikkarte" erreichen, dann fehlen immer noch die restlichen Bauteile. Gerade die Rohstoffe zur Herstellung von Leiterplatinen und Bausteine zur Bestückung der Grafikkarten sind äußerst knapp. D.h. jedes Bauteil, das in eine Mining-Grafikkarte wandert, bedeutet ein Bauteil weniger für eine Gaming-Grafikkarte. Zudem sind die Mining-Grafikkarten sobald der Boom wieder abgeflaut ist, absolut wertlos und können nicht über eBay oder anderen Portalen zu günstigen Preisen an Gamer weiterverkauft werden. Obendrein kommt, dass die Treibersperre nur für die kommende RTX 3060 gilt, Besitzer einer RTX 3060 Ti, RTX 3070, RTX 3080 oder RTX 3090 können einfach einen älteren Treiber verwenden und nach wie vor ohne Einschränkungen minen.


Unsere Messergebnisse auf einen Blick

Die Nvidia GeForce RTX 3060 musste sich einem umfangreichen Test-Parcours mit 60 Spieletests in den drei Auflösungen Full-HD, QHD und UHD stellen. Im Folgenden können Sie unsere exakt ermittelten FPS-Werte finden:

Full-HD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce GTX 1650

29

30

42

66

54

67

25

25

47

35

Nvidia GeForce GTX 1650 SUPER

40

42

59

89

78

88

35

31

63

48

Nvidia GeForce GTX 1660

48

47

66

102

84

102

39

41

73

58

Nvidia GeForce GTX 1660 SUPER

54

52

76

116

95

115

44

46

83

64

Nvidia GeForce GTX 1660 Ti

53

53

76

116

96

114

44

43

83

64

Nvidia GeForce RTX 2060

60

63

95

135

111

126

54

56

97

78

Nvidia GeForce RTX 2060 SUPER

66

71

107

146

123

134

61

60

109

88

Nvidia GeForce RTX 2070

67

75

110

153

125

141

64

64

111

95

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

68

83

125

164

137

160

71

73

128

109

Nvidia GeForce RTX 2080

76

88

131

176

145

169

84

79

138

115

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

77

95

135

183

147

174

86

83

144

124

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

86

113

163

183

154

184

100

91

156

144

Nvidia GeForce RTX 3060

68

71

122

165

130

151

64

71

121

97

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

83

98

161

191

149

178

87

85

148

126

Nvidia GeForce RTX 3070

82

110

163

192

153

184

97

93

157

140

Nvidia GeForce RTX 3080

95

134

165

192

157

189

125

118

170

170

Nvidia Geforce RTX 3090

102

136

167

191

155

188

130

126

173

173

AMD Radeon RX 570 8GB

38

35

59

74

64

76

33

32

56

44

AMD Radeon RX 5500 XT 4GB

33

40

74

85

78

74

37

44

51

51

AMD Radeon RX 5500 XT 8GB

46

40

75

90

84

92

37

39

67

54

AMD Radeon RX 5600 XT

54

59

108

125

112

129

55

47

90

76

AMD Radeon RX 5700

63

64

122

137

123

137

61

59

104

80

AMD Radeon RX 5700 XT

71

73

137

150

136

159

68

67

116

93

AMD Radeon RX 6800

85

132

167

164

150

206

103

104

165

157

AMD Radeon RX 6800 XT

86

149

165

167

154

219

120

119

178

179

AMD Radeon RX 6900 XT

88

167

165

229

155

235

127

122

187

196

QHD (ohne Raytracing/DLSS)

Assassin's Creed Odyssey avg

Borderlands 3 avg

Civilization VI Gathering Storm avg

F1 2019 avg

Far Cry 5 avg

Forza Horizon 4 avg

Metro Exodus avg

Red Dead Redemption 2 avg

Shadow of the Tomb Raider avg

The Division 2 avg

Nvidia GeForce GTX 1650

23

17

26

43

36

50

19

n.a.

31

24

Nvidia GeForce GTX 1650 SUPER

29

24

49

67

46

65

28

n.a.

41

30

Nvidia GeForce GTX 1660

37

30

55

77

56

80

29

32

49

41

Nvidia GeForce GTX 1660 SUPER

43

34

64

83

64

90

35

36

56

40

Nvidia GeForce GTX 1660 Ti

42

35

64

87

66

89

35

36

55

40

Nvidia GeForce RTX 2060

49

43

81

103

71

100

42

44

65

50

Nvidia GeForce RTX 2060 SUPER

55

50

92

115

89

108

47

49

75

56

Nvidia GeForce RTX 2070

56

51

96

121

95

113

51

53

80

69

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

60

59

109

124

102

130

58

58

89

73

Nvidia GeForce RTX 2080

62

61

116

129

112

137

63

63

96

76

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

65

67

119

132

115

143

64

66

101

83

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

73

82

143

152

135

159

80

76

119

101

Nvidia GeForce RTX 3060

55

51

99

125

92

122

51

55

82

65

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

70

70

139

156

118

154

69

70

104

86

Nvidia Geforce RTX 3070

75

83

143

156

130

162

78

76

115

98

Nvidia GeForce RTX 3080

89

109

164

156

153

169

104

98

146

122

Nvidia Geforce RTX 3090

91

119

165

181

153

179

112

105

154

129

AMD Radeon RX 570 8GB

28

24

56

57

45

59

26

26

38

28

AMD Radeon RX 5500 XT 4GB

26

29

70

66

53

54

30

n.a.

37

26

AMD Radeon RX 5500 XT 8GB

34

29

71

63

57

72

30

31

44

35

AMD Radeon RX 5600 XT

40

42

103

98

74

102

44

38

60

48

AMD Radeon RX 5700

51

46

119

108

88

114

48

48

71

52

AMD Radeon RX 5700 XT

60

52

136

119

100

129

55

53

79

60

AMD Radeon RX 6800

86

97

161

157

140

178

85

85

128

106

AMD Radeon RX 6800 XT

87

114

165

161

146

200

99

97

147

125

AMD Radeon RX 6900 XT

89

125

166

223

147

216

105

102

158

135

Full-HD (mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Metro Exodus avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Youngblood avg

Nvidia GeForce RTX 2060

92

87

68

130

51

98

44

Nvidia GeForce RTX 2060 SUPER

102

96

75

145

57

112

145

Nvidia GeForce RTX 2070

105

100

80

147

59

119

148

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

113

109

85

150

66

129

154

Nvidia GeForce RTX 2080

118

120

87

153

70

138

161

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

121

126

90

161

73

143

172

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

140

142

108

179

81

157

203

Nvidia GeForce RTX 3060

103

103

83

145

59

121

158

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

129

142

106

160

76

143

194

Nvidia Geforce RTX 3070

138

152

114

166

76

154

214

Nvidia GeForce RTX 3080

166

183

128

186

100

166

229

Nvidia Geforce RTX 3090

173

198

132

187

110

172

235

AMD Radeon RX 6800

131

138

88

-

66

95

-

AMD Radeon RX 6800 XT

146

161

98

-

78

109

-

AMD Radeon RX 6900 XT

158

175

107

-

79

115

-

Grafikkarte (QHD mit Raytracing/DLSS)

Battlefield V avg

CoD Modern Warfare avg

Control avg

Death Stranding avg

Metro Exodus avg

Shadow of the Tomb Raider avg

Wolfenstein Youngblood avg

Nvidia GeForce RTX 2060

68

31

47

100

37

71

27

Nvidia GeForce RTX 2060 SUPER

78

67

53

116

42

75

111

Nvidia GeForce RTX 2070

83

70

56

123

45

83

113

Nvidia GeForce RTX 2070 SUPER

87

74

61

127

50

98

119

Nvidia GeForce RTX 2080

95

83

63

132

56

106

125

Nvidia GeForce RTX 2080 SUPER

97

89

68

139

58

111

134

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

109

110

82

163

72

130

148

Nvidia GeForce RTX 3060

77

74

57

114

42

85

112

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

98

102

77

140

57

110

138

Nvidia Geforce RTX 3070

107

112

85

150

65

121

154

Nvidia GeForce RTX 3080

138

141

109

175

87

150

191

Nvidia Geforce RTX 3090

149

155

121

178

96

161

212

AMD Radeon RX 6800

104

104

58

-

47

67

-

AMD Radeon RX 6800 XT

116

123

67

-

56

78

-

AMD Radeon RX 6900 XT

124

127

70

-

57

85

-