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Farblaserdrucker im großen Vergleichs-Test

07.08.2019 | 08:15 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Test: Farblaserdrucker sind kompakt und günstig geworden. PC-WELT prüft Einstiegsmodelle für das Heimbüro und kleine Unternehmen.

Das Vorurteil, dass Farblaserdrucker für den Schreibtisch zu groß sind, stimmt nicht mehr. Denn die Hersteller haben es inzwischen geschafft, die Vierfarbdruckwerke so kompakt zu bauen, dass sich die Drucker durchaus zu Hause aufstellen lassen. Sie sind ideal, wenn neben einem hohen Seitenausstoß an Schwarzweiß-Textdruck auch gelegentlich mal Farbiges aufs Papier kommen soll. Erschwinglich sind die Farblaserdrucker auch geworden. Doch der Anschaffungspreis ist nicht allein entscheidend. Vielmehr klärt der Test, welche Leistung Sie für Ihr Geld erhalten und welche Folgekosten jeweils auf Sie zukommen.

Geschwindigkeit: Oft kommt es auf die Kombination an

Wer sich einen Laserdrucker anschafft, will seine Ausdrucke schnell in Händen halten. Beim Schwarzweiß-Druck sind die Farbgeräte so fix wie ihre Schwarzweiß-Kollegen. Dabei sind Drucker mit Multi-Pass-Technik eindeutig auf dem Rückzug. In der Top 10 setzen alle Testkandidaten auf das Single-Pass-Verfahren. Beim aufwendigeren Farbdruck kommt es neben der Drucktechnik aber vor allem darauf an, wie schnell der Drucker die Daten aufbereitet. So genannte GDI (Graphics Device Interface)-Geräte nutzen dazu den angeschlossenen Computer. Als Beispiel im Testfeld dient der Brother HL-3142CW .

Alternativ verarbeiten Farblaserdrucker die Daten mit Hilfe der Druckersprachen PCL (Printer Command Language) oder PS (Postscript). Beides können die Modelle Canon i-Sensys LBP613Cdw , Canon i-Sensys LBP623Cdw , Lexmark CS310dn , Oki C332dn sowie Xerox Phaser 6510V_DN . Der Xerox Phaser 6022V/NI setzt auf PCL, hat aber PS-Schriften im Drucker hinterlegt. Wiederum beide Emulationen bringt der Canon i-Sensys LBP712Cx mit. Postscript geht bei Farbdokumenten in der Regel zu Lasten der Geschwindigkeit, erzeugt jedoch sehr harmonische Farben, wie der Test zeigt. 

Neben den Druckersprachen beeinflusst die Hardware-Ausstattung, wie schnell ein Farblaserdrucker die Druckaufträge aufbereitet. Hier geht der Trend zu Dual-CPUs - wie etwa beim Canon i-Sensys LBP613Cdw oder dem Nachfolger Canon i-Sensys LBP623Cdw . Mit welcher Aufgabe genau die jeweiligen Prozessoren eingesetzt werden, ist dabei jedoch nicht transparent. Bei rechenintensiven Druckaufträgen mit hoher Farbdeckung machen die beiden Drucker im Test jedenfalls eine sehr gute Figur.

Im Vergleich: Die besten Farblaser-Multifunktionsgeräte

Scharfe Buchstaben - selbst in der Nahaufnahme: HP Laserjet Pro M252dw
Vergrößern Scharfe Buchstaben - selbst in der Nahaufnahme: HP Laserjet Pro M252dw

Qualität bei Monochromtext und in Farbe

Die Stärke der Farblaserdrucker liegt in der Qualität des Textdrucks. Hier sind Unterschiede mit bloßem Auge kaum auszumachen. Im Test fallen die Modelle Canon i-Sensys LBP613Cdw und LBP623CDW sowie Xerox Phaser 6022V/NI , HP Laserjet Pro M254dw sowie Brother HL-3142CW mit besonderf feinen Buchstaben auf. Minimal stärker in der Deckung, aber gleichermaßen scharf sind die Texte aus den Modellen Lexmark CS310dn und Canon i-Sensys LBP712Cx .

Im Farbdruck produzieren die Testkandidaten oft etwas dunkle Farben. Das stört bei Ausdrucken von Präsentationen oder Internetseiten weniger. Fotos büßen dann aber leicht Details ein. Doch meist lassen sich die Farben in den Druckeinstellungen direkt im Treiber oder per Hilfsprogramm aufhellen. Oft hilft auch die Auswahl des PS-3-Treibers, der den Farben mehr Helligkeit verleiht.

Eine weitere Hürde sind größere Farbflächen. Hier produzieren manche Drucker wie etwa der Brother HL-3142CW Streifen oder kleine Flecken. Homogene Flächen gelangen dagegen den Druckern von Canon, HP, Lexmark und Xerox. Mit hoher Farbtreue fallen im Test die Drucker von Canon, HP, Lexmark und Xerox auf.

Derzeitiger Testsieger: Canon i-Sensys LBP712Cx
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© Canon

Folgekosten: Farbseiten oft teurer als im Tintendruck

Hartnäckig hält sich die Meinung, Laserdrucker seien im Unterhalt viel günstiger als Tintenstrahlgeräte. Im Test bestätigt sich das nicht unbedingt, auch wenn sich den Reichweitenmessungen unterschiedliche ISO-Dokumente zugrunde liegen. Bei den untersuchten Farblaserdruckern kostet die Schwarzweiß-Seite zwischen 2,9 und 3,7 Cent. Das ist absolut vergleichbar mit den reinen Schwarzweiß-Laserdruckern. Eine Farbseite kommt auf 11,9 bis 17,3 Cent. Diese Preise kann der Canon i-Sensys LBP712Cx zumindest für die Farbseite weit unterbieten: Denn er kommt rechnerisch auf 3 Cent - derzeit unschlagbar günstig. Der Farblaserdrucker ist für mehrere Anwender gedacht. Geht es um den reinen Schreibtisch-Drucker, müssen Sie mit höheren Seitenpreisen rechnen. Der ganz aktuell getestete Canon i-Sensys LBP623Cdw ist ein repräsentatives Beispiel mit 3,4 Cent für das schwarzweiße und 13,7 Cent für das farbige Blatt.  

Die besten Tinten-Multifunktionsdrucker im Test

Bei Ersatz der Tonerkartuschen wird es immer teuer. Allerdings reicht gerade bei Farblaserdruckern weniger Farbdeckung oft aus. Mit der Einstellung „Tonersparmodus“ im Treiber lässt sich daher tatsächlich viel Geld sparen. Und das Beste: Alle Drucker des Testfelds bringen einen entsprechenden Modus mit. Allerdings übertreiben manche Modelle mit dem Sparen beim Tonerauftrag. So eignet sich der Tonersparmodus des Canon i-Sensys LBP623Cdw zwar für einen Gesamteindruck eines Dokuments, nicht aber um wirklich entpsannt Texte lesen zu können.

Gute bis befriedigende Noten gibt es für den Stromverbrauch. Allerdings ziehen die Drucker Canon I-Sensys LBP7018C sowie Brother HL-3142CW auch ausgeschaltet noch Strom. Beim Stromverbrauch im Energiesparmodus hält jedoch genau das Brother-Modell gleichzeitig den Bestwert mit 0,6 Watt. Darunter kommt derzeit kein anderer Testkandidat. Schade ist, dass etwa der Canon i-Sensys LBP712Cx nach dem Betätigen des Ausschalter noch 0,1 Watt zieht - ein sehr kleiner Wert, der dem Farblaserdrucker jedoch wichtige Punkte in der Verbrauchswertung kostet.

Aktueller Preis-Leistungs-Sieger: Oki C332dn
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© Oki

Betriebsgeräusch: Keine Leisetreter

Wenn der Farblaserdrucker auf dem Schreibtisch steht, sollte er möglichst leise arbeiten. Ganz vermeiden lässt sich das mechanische Geräusch im Betrieb jedoch nicht. Deshalb kommt es darauf an, wie schnell ein Farblaser vom Betriebsmodus in den Ruhemodus umschaltet. Dem HP Laserjet Pro M254dw und den Canon-Modellen LBP613Cdw sowie LBP623Cdw gelingt das  vorbildlich: Die Farblaser schalten kurz nach der Fertigstellung des Druckjobs auf fast lautlosen Zustand. Das ist angenehm. Manche Farblaser haben eine extra Taste am Gehäuse, über die Sie den Drucker entweder in den Energiesparmodus schalten oder daraus aufwecken können wie etwa die Canon-Drucker i-Sensys LBP613Cdw sowie LBP623Cdw.

Fazit: Farblaser sind alltagstauglich, aber keine Fotospezialisten

Die getesteten Farblaser sind fit für den Druckalltag. Bei Texten gibt es wenig zu kritisieren. Der Farbdruck ist solide, solange es sich nicht um Fotos handelt. Hier liefern Tintenstrahldrucker weiterhin eine bessere Qualität. Farblaser können zudem nicht randlos drucken oder mit Fotopapieren umgehen. Allerdings altert Toner nicht. Das ist von Vorteil, wenn Sie unregelmäßig drucken. Denn die Druckqualität bleibt auch mit "alten Tonern" konstant.

Im Trend sind Farblaserdrucker mit WLAN und Wi-Fi Direct wie die Geräte Xerox Phaser 6022V/NI und HP Laserjet Pro M254dw oder die Canon-Drucker i-Sensys LBP613Cdw, LBP623Cdw und i-Sensys LBP654Cx zeigen. Allerdings verkörpern sie auch, wie unterschiedlich die Drucker immer noch auf den Mobildruck vom Smartphone oder Tablet vorbereitet sind. Während das Xerox-Modell durchweg etwas zu umständlich mit dem Thema umgeht, bietet die Drucker von HP und Canon gute Lösungen für den Mobildruck. Der Brother HL-3142CW verzichtet sogar komplett auf die LAN-Schnittstelle und setzt stattdessen auf WLAN.Je aktueller ein Farblaserdrucker, desto mehr Mobildruckstandards sind ihm geläufig. So beherrscht Canons i-Sensys LBP613Cdw und LBP623Cdw Apple Airprint genauso wie Mopria, Google Cloudprint oder das Drucken über die Hersteller-App.


Testsieger: Canon i-Sensys LBP712Cx

Aktueller Testsieger: Canon i-Sensys LBP712Cx
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Der Farblaserdrucker Canon i-Sensys LBP712Cx erfüllt die eigene Vorgabe: Er ist auf hohen Durchsatz ausgelegt und dafür auch ausgestattet. Ab Werk ist Duplex-Druck im Treiber aktiviert. Das können Sie auch ruhig so belassen, denn das Tempo in diesem Modus ist beeindruckend. In kleinen Firmen übernimmt der Canon i-Sensys LBP712Cx locker den gesamten Druckbedarf. Dabei liefert er gute Qualität und verursacht moderate Seitenkosten. Besonders, wenn Sie die Tonerkassetten mit hohen Reichweiten einsetzen. Allerdings müssen Sie für das Gerät selbst zuvor etwas mehr investieren. 

Ausführlicher Testbericht: Canon i-Sensys LBP712Cx


Preis-Leistungs-Sieger: Oki C332dn

Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Oki C332dn
Vergrößern Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Oki C332dn
© Oki

Mit dem Farb-LED-Drucker Oki C332dn ist dem Hersteller ein gutes Ausgabegerät zu einem sehr günstigen Preis gelungen. Es liefert hochwertige Ausdrucke, geht flexibel mit Druckmaterialien um und benötigt wenig Energie, wenn es sich im Ruhezustand befindet. Die Seitenkosten sind bei Farbdrucken zwar nicht besonders günstig, die vielen Möglichkeiten zum Tonersparen gleichen den Nachteil aber teilweise wieder aus. Da das Betriebsgeräusch beim Drucken recht hoch ist, sollten Sie den Drucker nicht direkt neben sich auf dem Schreibtisch platzieren.

Ausführlicher Testbericht: Oki C332dn  


Attraktiver Preis: i-Sensys LBP623Cdw

Attraktiv im Anschaffungspreis: Canon i-Sensys LBP623Cdw
Vergrößern Attraktiv im Anschaffungspreis: Canon i-Sensys LBP623Cdw

Dass auch ein brandneuer Farblaserdrucker nicht allzu teuer in der Anschaffung sein muss, beweist Canon mit dem i-Sensys LBP623Cdw. Bereits kurz nach der Markteinführung senkt der Hersteller die UVP des Modells auf seiner Webseite von 249 auf 214 Euro.

Ausführlicher Testbericht: Canon i-Sensys LBP623Cdw

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