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Test: Notebook HP Spectre x360-13

10.03.2010 | 11:20 Uhr |

Neue Intel-CPU, Wi-Fi 6, Thunderbolt 3 & OLED-Display. HP packt jede Menge aktuelle Technik ins Business-Notebook Spectre x360-13.

Das HP Spectre x360-13 ist ein Leuchtturm-Produkt: Denen, die es sich leisten können, zeigt es, was derzeit bei Business-Laptops technisch möglich ist - und allen anderen, worauf sie sich demnächst freuen können, wenn die Technik in günstigere Notebooks einzieht.

Die getestete Top-Ausstattung des 13-Zoll-Convertibles umfasst einen OLED-Bildschirm mit 4K-Auflösung, einen Core i7 aus der 10. Generation, eine Intel-SSD mit Optane-Speicher sowie ein Wifi-6-WLAN-Modul. Damit entspricht es den Vorgaben von Intels Athena-Projekt: Das hat zum Ziel, Notebooks zu entwickeln, die schneller aufwachen, immer flüssig bedienbar sind und sich auch im Akkubetrieb ohne Einschränkungen nutzen lassen.

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Top-Design mit Alu-Gehäuse

Das sehr edle 360-Grad-Convertible sitzt in einem dunkelblauen Gehäuse mit einer umlaufenden goldfarbenen Leiste. Als Material setzt HP CNC-gefrästes beziehungsweise gestanztes Aluminium ein, was das Spectre stabil und widerstandsfähig macht. Das edle Design geht nicht auf Kosten des Komforts: Das Notebook lässt sich mit einer Hand öffnen, das stabile Displayscharnier hält den Bildschirm sicher im eingestellten Winkel. Der Zugriff auf das installierte Windows 10 Home lässt sich per Fingersensor rechts neben dem Touchpad oder per Gesichtserkennung über die Frontkamera absichern. Die Kamera können Sie über den Kill-Switch, einen Schiebeschalter rechts am Gehäuse, komplett abschalten, um potenzielle Lauscher auszusperren.

Rechts sitzt unter anderem der Kill-Switch für die Front-Kamera.
Vergrößern Rechts sitzt unter anderem der Kill-Switch für die Front-Kamera.
© HP

OLED-Display unterstützt verschiedene Farbräume

Die Ränder ums Display sind beim Spectre x360 sehr schmal: HP spricht von einem Screen-to-Body-Ratio von 90 Prozent - und es ist gut, dass der Bildschirm derartig im Mittelpunkt steht, denn das OLED-Panel im HP-Notebook ist wirklich überragend. Das beginnt bei der sehr hohen Helligkeit von knapp 500 cd/qm2. Den zeigt das OLED zwar nur bei einem Weißanteil von 10 Prozent im Bild. Bei 50 Prozent Weißanteil liegt die Helligkeit aber immer noch über 400 cd/qm2. Der Kontrast lässt sich wie bei OLEDs üblich nicht in einem Messwert darstellen, weil er eigentlich unendlich ist.

Außerdem bildet der Bildschirm mehrere Farbräume fast perfekt ab: Er erreicht 100 Prozent bei sRGB und DCI-P3 sowie 99 Prozent bei Adobe-RGB. Über das Tool HP Display Control können Sie zwischen insgesamt fünf Farbprofilen wechseln, um den optimalen Farbraum für Fotos, Filme oder Webinhalte einszuschalten. Zu guter Letzt nutzt HP eine Anti-Reflexions-Beschichtung für den Touchscreen, sodass sich das Spectre x360 auch problemlos unter herausfordernden Lichtverhältnissen nutzen lässt.

Im Lieferumfang befindet sich eine Mini-Docking-Station für Typ-C.
Vergrößern Im Lieferumfang befindet sich eine Mini-Docking-Station für Typ-C.
© HP

Neuer Core i7 plus Intel Optane

Auch bei der Rechenleistung setzt das Spectre x360 Maßstäbe für Business-Notebooks: Da ist es aber nicht allein - alle bisher getesteten Laptops mit einem Prozessor der 10.Core-Generation können die Vorgänger recht klar hinter sich lassen. Im PC Mark 10 überflügelt das Spectre x360-13 das letztjährige Spectre-Modell mit Core i7-865U um über 20 Prozent, bei CPU-intensiven Tests sogar um mehr als 30 Prozent. Vor allem bei bestimmten Multimedia-Aufgaben wie der Fotobearbeitung schiebt auch die stark verbesserte Iris-Plus-Grafik des Core i7-1065G7 an.

Die gute Rechenleistung erklärt sich auch dadurch, dass HP die Abwärme bei hoher CPU-Last gut im Griff hat, sodass der Prozessor deswegen nicht herunterbremsen muss. Der Lüfter ist dann deutlich hörbar, nervt aber mit einem gleichmäßige, tiefen Rauschen kaum.

Als Flash-Speicher kommt eine 1-TB-SSD mit 32 GB Optane-Speicher zum Einsatz. Solange dieser Cache nicht voll läuft, zeigt die SSD sehr hohes Tempo - wie im neuen Storage-Test des PC Mark 10. Beim sequenziellen Datentransfer arbeitet sie dagegen deutlich langsamer als SSDs in anderen Business-Notebooks.

Das derzeit beste Convertible: HP Spectre x360-13
Vergrößern Das derzeit beste Convertible: HP Spectre x360-13
© HP

OLED-Technik beeinflusst die Akkulaufzeit

Wie lange das Spectre x360 im Akkubetrieb durchhält, hängt stark vom Bildinhalt ab. Beim WLAN-Test schafft das Notebook nur knapp über sechs Stunden, da es hier viele Webseiten mit hohem Weißanteil darstellen muss. Das erhöht ebenso wie die 4K-Auflösung den Stromverbrauch: Das Spectre schluckt im Akkubetrieb fast 10 Watt, während Full-HD-Notebooks mit rund der Hälfte auskommen. Ähnlich wie bei einem OLED-Smartphone lässt sich hier durch den Dark-Mode von Windows 10 und dem Browser eine höhere Laufzeit herausholen.

Bei den Schnittstellen setzt das rund 17 Millimeter flache Spectre ganz auf USB: Rechts sitzen zwei Typ-C-Buchsen mit Thunderbolt 3, links ein ausklappbarer Typ-A-Anschluss mit USB 3.0. Ein dedizierter Videoausgang fehlt ebenso wie eine Ladebuchse - die Ausgabe von Bildsignalen ebenso wie das Aufladen erfolgt über die Typ-C-Anschlüsse. HP hilft durch die mitgelieferte Mini-Docking-Station, das Adapter-Wirrwarr zu reduzieren: Damit können Sie an eine Typ-C-Buchse Peripherie für USB 3.0, USB 2.0 und HDMI anschließen. Dem Testgerät liegt außerdem ein Eingabestift für den Touchscreen bei. Da er per Bluetooth verbunden wird, können Sie damit das Notebook auch fernsteuern und zum Beispiel scrollen, einen Mausklick auslösen und den Mauszeiger bewegen.

Die hintergrundbeleuchtete Tastatur ist stabil eingebaut und überzeugt mit einer klaren Druckrückmeldung und einem ordentlichen Tastenhub. Das Layout ist dagegen nicht optimal: Die Enter-Taste ist einzeilig, der Cursor-Block nicht abgesetzt - die Pfeil-Tasten für Oben und Unten sind nur halb so groß wie die Links- und Rechts-Tasten.

DIE TECHNISCHEN DATEN

HP Spectre x360-13

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i7-1065G7 (1,30 GHz, Turbo-Boost bis 3,9 GHz; 4 Kerne plus Hyper-Threading)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

16.126 MB (16.384 MB), LPDDR4-3733

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel Iris Plus

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

13.3 Zoll (33.8 Zentimeter), 3840 x 2160, spiegelnd

Festplatte

Intel SSD plus Optane-Speicher: 953,1 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

- (-)

Betriebssystem

Windows 10 Home (64 Bit)

LAN

nicht vorhanden

WLAN

WiFi-6 (2x2)

Bluetooth

Bluetooth 5

Schnittstellen Peripherie

1x USB 3.0 (links), 1x Kartenleser (rechts, Micro-SD), 2x Typ-C mit Thunderbolt 3 (rechts), Fingersensor

Schnittstellen Video

1x Webcam (für Windows Hello)

Schnittstellen Audio

kombinierter Ein-Ausgang (links)

GESCHWINDIGKEIT

HP Spectre x360-13 (Note: 2,33)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

99 Punkte von 110

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

74 Punkte von 120

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

125 Punkte von 200

Startzeit

10 Sekunden

BILDSCHIRM

HP Spectre x360-13 (Note: 1,01)

Größe

33,8 Zentimeter / 13,3 Zoll

Auflösung

3840 x 2160 Bildpunkte

Punktedichte

331 dpi

Helligkeit

491 cd/m²

Helligkeitsverteilung

95 %

Kontrast

nicht messbar

Entspiegelung

mittelmäßig

MOBILITÄT

HP Spectre x360-13 (Note: 3,75)

Akkulaufzeit WLAN-Test

6:17 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1214 / 318 Gramm

Akkukapazität

60 Wattstunden

UMWELT UND GESUNDHEIT

HP Spectre x360-13 (Note: 1,75)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 1,2 Sone

Temperatur unter Last: Unterseite /Oberseite

45,0 / 40 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

HP Spectre x360-13

Internetadresse von Hewlett-Packard

welcome.hp.com/country/de/de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

1999 Euro / 2000 Euro

Technische Hotline

069/29993161

Garantiedauer

24 Monate

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