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Test: Die besten Grafikkarten bis 400 Euro fürs 1440p-Gaming

09.07.2018 | 11:10 Uhr |

Wer mit mehr als 60 Bilder pro Sekunde oder in einer höheren Auflösung als Full-HD zocken will, der braucht eine stärkere Grafikkarte. PC-WELT hat die besten Modelle bis 400 Euro im Test.

In unserem Vergleichstest von Grafikkarten bis 200 Euro finden Sie erschwingliche Modell fürs flüssige Gaming mit maximalen Grafikdetails in Full-HD (1920 x 1080 Pixel). Wenn Sie hingegen mit mehr als 60 Bildern/s oder 1440p zocken wollen, brauchen Sie eine Grafikkarte aus der Mittelklasse bis 400 Euro. In diesem Test haben wir Modelle aus der aktuellen AMD-Radeon-500er-Serie sowie der Konkurrenz-Baureihe Nvidia Geforce GTX 1060 getestet. Leider sind die Preise für Mittelklasse-Grafikkarten gestiegen, wie wir beim Test-Update feststellen mussten.

Einen schnellen Überblick auf das komplette Testfeld inklusive Kurz-Fazit und Link zum günstigesten Preis bietet die folgende Bildergalerie. Für detaillierte Ergebnisse scrollen Sie weiter herunter - dort haben wir die Ergebnisse in übersichtlichen Diagrammen miteinander verglichen.

Zu wenig 3D-Leistung für Sie? Dann lesen Sie unseren Grafikkarten-Vergleichstest (ab 400 Euro) der Oberklasse!

Auf einen Blick: So viel Euro kostet Sie ein Bild pro Sekunde

Wie viel Euro Sie im Schnitt für ein Bild pro Sekunde ausgeben müssen, zeigt das folgende Balkendiagramm. Hierfür teilen wir den jeweiligen Straßenpreis einer Grafikkarte durch den zugehörigen Durchschnitt aller gemessenen Bildraten. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liefert die MSI Geforce GTX 1060 GamingX: Dieses Modell kostet rund 298 Euro und erreicht im Schnitt 64 Bilder pro Sekunde - jeder FPS kostet Sie 4,66 Euro. Deutlich teurer kommt Sie da schon die Sapphire Nitro+ Radeon RX 580 für 334 Euro, die im Schnitt aber nur 56 Bilder pro Sekunde schafft und wir somit auf fast sechs Euro pro Frame kommen!

So viel Euro müssen Sie ausgeben, um ein Bild pro Sekunde beim jeweiligen Modell zu erhalten.
Vergrößern So viel Euro müssen Sie ausgeben, um ein Bild pro Sekunde beim jeweiligen Modell zu erhalten.

Hinweis zu den Diagrammen: Mit einem Klick auf "Zum Original-Bild" in der rechten unteren Ecke gelangen Sie zu einer besser lesbaren Version der Diagramme.

Spieleleistung in Full-HD und WQHD im Vergleich

Spieleleistung in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) im Vergleich.
Vergrößern Spieleleistung in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) im Vergleich.
Spieleleistung in Wide-Quarter-HD (2560 x 1440 Pixel) im Vergleich.
Vergrößern Spieleleistung in Wide-Quarter-HD (2560 x 1440 Pixel) im Vergleich.

Wenig überraschend bei den Bildratenmessungen in Spielen ist die Tatsache, dass sich alle Grafikkarten uneingeschränkt fürs Gaming in Full-HD eignen. Keine einzige Grafikkarte landet unter 30 Bilder pro Sekunde. Die besten Ergebnisse liefern die Asus Strix GTX 1060 OC sowie die Gainward GTX 1060 Phoenix GS ab - die beiden sind gleich hoch ab Werk übertaktet, wobei das Asus-Modell aber mit einem etwas höher getakteten Grafikspeicher arbeitet - deshalb die leicht besseren Ergebnisse in WQHD.

So testet PC-WELT Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel: Wie PC-WELT Grafikkarten testet

Apropos WQHD: Auch dafür eignen sich fast alle Grafikkarten. Nur die Sapphire Pulse ITX Radeon RX 570 fällt zweimal unter die 30-FPS-Marke. Dafür ist dieses Modell aber auch die günstigste Karte im Test. Warum sie in der Mittelklasse anzutreffen ist lässt sich dem Krypto-Mining-Trend zuschreiben, der die Preise immer Mal wieder in die Höhe treibt.

Wer mit mehr als 60 Bilder pro Sekunde oder in einer höheren Auflösung als Full-HD zocken will, der braucht eine passende Grafikkarte. Die Modelle der Mittelklasse kosten bis zu 400 Euro, bieten dafür aber stärker ausgebaute Grafikchips. Also unter anderem mehr Shader-Einheiten, höhere Taktraten und vor allem auch mehr Grafikspeicher. Auch die Kühlungen sind besser ausgebaut. Damit Ihr in der großen Masse an verschiedenen Gaming-Grafikkarten nicht den Überblick verliert, hat Fritz die besten Grafikkarten unter 400 Euro getestet und sagt Euch, wo Ihr die meisten Frames pro Euro bekommt.

► Den ausführlichen Testbericht mit allen Testergebnissen findet Ihr hier: www.pcwelt.de/1497455

► Hier geht's zum Video mit den besten Gaming-Grafikkarten unter 200 Euro: youtu.be/2sW-3JgK0PY

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Alle Grafikkarten im Überblick:

► Der TESTSIEGER - Asus Strix GTX 1060 OC bei Amazon:
amzn.to/2Ba5ouD

► Gainward GTX 1060 Phoenix GS bei Amazon:
amzn.to/2C1s5yl

► MSI Geforce GTX 1060 Gaming X bei Amazon:
amzn.to/2BWqObI

► Der PREIS-LEISTUNGS-SIEGER - Palit Geforce GTX 1060 Dual bei Amazon:
amzn.to/2kqWQ8X

► Sapphire Nitro+ Radeon RX 580 bei Amazon:
amzn.to/2z3z4Za

► MSI Radeon RX 580 Armor OC bei Amazon:
amzn.to/2nSvNbq

► ATTRAKTIVER PREIS - Sapphire Pulse ITX Radeon RX 570 bei Amazon:
amzn.to/2siA7OZ

► Asus Strix Radeon RX 570 Gaming bei Amazon:
amzn.to/2C5SZ94

Synthetik- und Computing-Leistung im Vergleich

Kann Nvidia in Sachen Spieleleistung fast durchweg das Feld anführen, wendet sich das Blatt bei den Synthetik- und Computing-Tests. Wie man dem obigen Diagramm entnehmen kann, können die AMD-Grafikkarten vom Typ Radeon RX 580 unter anderem deutlich mehr Megapixel pro Sekunde verarbeiten (0,98 versus 0,72 Gigapixel pro Sekunde). Oder auch in Sachen Kryptographie oder auch wissenschaftliche Analysen kann AMD die Nvidia-Konkurrenz hinter sich lassen. Nur die RX 570 von Sapphire hinkt hier hinterher.

Die Resultate der Synthetik- und Computing-Tests im Vergleich.
Vergrößern Die Resultate der Synthetik- und Computing-Tests im Vergleich.

Im Vergleich: Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

In Sachen Stromverbrauch haben die AMD-Grafikkarten die Nase vorne - und das ist in diesem Fall nicht positiv gemeint. Selbst die günstige Sapphire Pulse ITX Radeon RX 570, die deutlich unter der Leistung der anderen Grafikkarten liegt, kratzt gefährlich nah an der 300-Watt-Marke (Verbrauch des gesamten Testsystems!). Die Nvidia-Modelle hingegen bieten eine höhere Spieleleistung, verbrauchen aber deutlich weniger Strom.

Der Stromverbrauch der gesamten Testplattform in Watt im Vergleich.
Vergrößern Der Stromverbrauch der gesamten Testplattform in Watt im Vergleich.

Bei der Lautstärke der Lüfter zeigen sich über die Hälfte der Karte vorbildlich im Leerlauf, da sie mit einer semi-passiven Kühlung ausgestattet sind und deshalb keinen Mucks von sich geben, solange ein gewisser Temperaturwert und Auslastung nicht erreicht werden. Die lauteste Karte im Test unter Last ist die RX 570 von Sapphire, danach folgt die GTX 1060 Dual von Palit. Die restlichen Karten haben sich gut unter Kontrolle, auch wenn sie mitnichten komplett unhörbar sind.

Die Betriebslautstärke in Sone im Vergleich.
Vergrößern Die Betriebslautstärke in Sone im Vergleich.

Ziemlich gut steht es um die Grafikchip-Temperaturen aller Grafikkarten, denn kein einziges Modell kommt unter Last auf über 80 Grad Celsius. Das verspricht eine lange Haltbarkeit der GPUs, da sie nicht ständig unter sehr hohen Temperaturen betrieben werden.

Die Betriebstemperatur in Grad Celsius im Vergleich.
Vergrößern Die Betriebstemperatur in Grad Celsius im Vergleich.

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