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Test: Excire Foto - Mit KI das Fotochaos sortieren

07.12.2021 | 08:01 Uhr |

Excire Foto nutzt Künstliche Intelligenz, um Fotos automatisch zu analysieren, zu ordnen und sogar Schlagwörter zu geben.

Fotografen kennen das Problem: Nach einem Ausflug muss man seine Bilder einsortieren und katalogisieren. Dazu ist viel Disziplin notwendig und die manuelle Verschlagwortung ist zeitaufwändig. Wird diese Aufgabe einige Male verschoben, können schnell einige hundert Aufnahmen auf der Festplatte ohne Stichwort oder Kategorie landen. Dann Motive zu finden, ist äußerst schwierig und mühselig.

Bei solchen Situationen will Excire Foto helfen. Das Programm arbeitet mit künstlicher Intelligenz (KI) und besitzt eine Bilderkennung. Nach dem Einlesen der Bilder inklusive der Dateien in Unterverzeichnissen und der Erfassung der Metadaten analysiert die Software die Fotos. Die Software erfasst Motive mit Landschaften, Architektur, Gegenstände, Tiere oder Personen und mehr. Die Gesichtserkennung funktioniert sogar bei „Bild im Bild“. Excire entdeckt dann in Aufnahmen mit TV-Geräten einen Nachrichtensprecher oder Sportler auf dem Bildschirm. In der Praxis bewährt sich die Auswertung mit Hilfe der KI-Technologie, sie hat eine sehr hohe Trefferquote.

Besonders interessant für den Nutzer: Das Programm fügt gleich passende Schlagwörter zu den einzelnen Motiven hinzu und übernimmt die Sortierung automatisch. Dabei wird eine Hierarchie aufgebaut, was beim späteren Auffinden von Fotos enorm hilft. Ein Bild mit einer Blume bekommt das passende Schlagwort und wird nacheinander in die Bereiche „Natur“ und „Pflanze“ einsortiert.

Der Algorithmus in Excire Foto ist sogar so gut trainiert, dass die Software bekannte Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm in Paris erkennt. Sie ordnet dem Foto das korrekte Stichwort automatisch zu. Das erspart einem sehr viel Arbeit, zudem kann man eigene Stichwörtern vergeben. Um persönliche Präferenzen für die Aufnahmen zu definieren, kann man die Einträge mit Sternen und Bewertungen versehen. Außerdem bietet Excire Foto Farblabel zur Kennzeichnung an.

Bei der Suche nach einem bestimmten Bild in der Sammlung hat der Anwender viele Möglichkeiten: Stichwort, Sammlung, Personen, Aufnahmezeit oder Dateinamen sind nur einige Beispiele. Die Ergebnisse lassen sich später mit Hilfe von weiteren Kategorien verfeinern oder mit einem ausgewählten Farbschema kombinieren.

Auch die vergleichende Suche ist im Funktionsumfang. Damit findet man schnell Doubletten oder ähnliche Motive, wenn man eine Serie zusammenstellen möchte. Bei Personen funktioniert das über die Gesichtserkennung.

Alle Abfragen speichert Excire Foto in einer Liste, auf die man später schnell wieder zugreifen kann. Besonderheit: Das Programm vergleicht Motive mit Bildern auf externen Medien oder mit Fotos aus dem Internet. Ebenso kann man auf einer Karte nach Daten mit GPS-Koordinaten suchen. Für das Teilen der Fotos steht eine Exportfunktion zur Verfügung, die Einstellungen für die Bildgröße und das Format bietet. Außerdem lassen sich darin die Metadaten entfernen. Für die Weitergabe lassen sich die Cloudspeicher von Dropbox und Google Drive direkt einbinden.

Tipp:  So laden Sie alle Bilder und Videos von Google Fotos herunter

Alternative: Microsoft Fotos für Windows 10 ist im Lieferumfang des Betriebssystems und besitzt im Prinzip ähnliche Funktionen.

Fazit

Die Automatik in Excire Foto funktioniert ausgezeichnet, alle Bilder werden vom Programm nahezu fehlerfrei erkannt. Gerade für große Fotosammlungen bietet das Programm eine starke Hilfe.

Überblick: Excire Foto

+ Pro

– Contra

Sehr gute Bilderkennung mit KI

Automatische Verschlagwortung

Viele Suchfunktionen und Filter

Technische Daten

Systeme

Windows 10 und 11 (64 Bit)

Preis

69 Euro

Urteil

Leistungsfähige Fotoverwaltung mit vielen Automatikfunktionen

Faszinierend: KI erweckt Uraltfotos zum Leben

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