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Test: Die besten Tablets mit Windows

19.02.2020 | 16:00 Uhr |

Mit Windows 10 sind Windows-Tablets noch besser geworden. Wir testen: Welcher Hersteller macht das beste Windows-Tablet?

Windows-Tablets sind ideale mobile Arbeitsgeräte: Alle lassen sich mit einer Tastatur einfach in ein Notebook verwandeln und bieten meist vielfältige Anschlussmöglichkeiten, damit Sie Peripheriegeräte wie an einem Laptop nutzen können. Unser Vergleichstest gibt Ihnen einen Übersicht über das Angebot und die besten Geräte in jeder Preisklasse.

Gerade jetzt punkten Windows-Tablets mit ihrer Flexibilität: Wenn Sie zum Beispiel unterwegs arbeiten oder zwischen Büro und Home--Office pendeln müsse, nehmen Sie nur das Tablet mit. Zu Hause machen Sie es durch die Tastatur zu einem vollwertigen Notebook-Ersatz. Dafür ist es natürlich entscheidend, dass das Windows-Tablet entsprechende Erweiterungen und Anschlussmöglichkeiten bietet. Und außerdem muss es die Rechenleistung mitbringen, die Sie von einem Business-Rechner erwarten.

High-End-Geräte mit Windows 10

Diese Erwartungen erfüllt zum Beispiel das Microsoft Surface Pro 7 : Es arbeitet mit einem Prozessor aus der aktuellen 10.Core-Generation von Intel und einem WLAN-Modell mit dem neuen Standard Wi-Fi 6.

Etwas weniger Rechenleistung bietet der ansonsten genauso gute Vorgänger Microsoft Surface Pro 6 : Bei der Akkulaufzeit schneidet er sogar deutlich besser ab. Ihm fehlt aber der Typ-C-Anschluss, den das neue Surface besitzt. Beim Pro 6 schließen Sie einen externen Monitor über den Mini-Display-Port an.

Das Surface Dock erweitert das Microsoft-Tablet um zahlreiche Anschlüsse.
Vergrößern Das Surface Dock erweitert das Microsoft-Tablet um zahlreiche Anschlüsse.
© Microsoft

Der große Vorteil der Surface-Modelle gegenüber der Konkurrenz kommt jetzt besonders im Home-Office zum Tragen: Microsoft bietet für sie mit dem Surface Dock eine umfassend ausgestattete Docking-Station an: Sie besitzt zwei Mini-Display-Ports, einen Gigabit-LAN-Anschluss sowie vier Ports für USB 3.0. Mit dieser Anschlussvielfalt lässt sich auch zu Hause am Surface-Tablet eine bürotaugliche Umgebung mit mehreren Monitoren, schneller Onlineverbindung und zahlreichen Peripheriegeräten realisieren.

Das Surface Pro 7 arbeitet mit einem aktuellen Core-Prozessor.
Vergrößern Das Surface Pro 7 arbeitet mit einem aktuellen Core-Prozessor.
© Microsoft

Premium-Tablets zeichnen sich außerdem durch eine hochwertige Verarbeitung aus, die einem ständigen mobilen Einsatz besser gewachsen ist. Außerdem bieten ihre hochauflösende Bildschirme eine sehr gute Darstellungsqualität, was sie neben grafiklastigen Office-Aufgaben wie zum Beispiel Präsentationen zum Beispiel auch für die Bildbearbeitung qualifiziert. Das Microsoft Surface Pro 6 zum Beispiel glänzt mit einer Displayhelligkeit von knapp 500 cd/qm, das Samsung Galaxy Book 12 hat einen extrem farb- und kontraststarken AMOLED-Bildschirm.

Soll das Windows-Tablet ins Unternehmens-Netzwerk eingebunden werden, ist als Betriebssystem Windows 10 Pro Pflicht. Hier müssen Sie bei den neueren Surface-Modellen von Microsoft aufpassen: Normalerweise sind sie mit Windows 10 Home ausgestattet, die Pro-Variante gibt es nur in speziellen Ausstattungen, die sich Surface Pro 7 for Business nennen. Auch Samsung bietet das Galaxy Book 12 neben dem Home-Modell auch in einer Konfiguration mit Windows 10 Pro an.

Dem Samsung-Tablet sollten Sie auch den Vorzug geben, wenn Sie unterwegs mobil arbeiten müssen: Denn das Galaxy Book 12 gibt es auch in einer LTE-Variante. Microsoft bietet bei den aktuellen Surface-Geräten keine LTE-Option. Dafür müssen Sie auf das Surface Pro 2017 zurückgreifen.

Tastatur und Stift fürs Surface Pro 6 sind hervorragend, kosten aber extra.
Vergrößern Tastatur und Stift fürs Surface Pro 6 sind hervorragend, kosten aber extra.
© Microsoft

Außerdem müssen Sie berücksichtigen, dass zum hohen Gerätepreis oft noch die Ausgaben für die Tastatur oder einen Eingabestift dazu kommen, wenn Sie alle Bedienungsmöglichkeiten eines Tablets ausschöpfen wollen. Ein Type-Cover für das Surface kostet rund 100 Euro, ebenso wie der Surface Pen , den Microsoft seit dem 2017er-Modell seinen Tablets nicht mehr beilegt. Bei Samsung hingegen gehören Tastatur und Stift zum Lieferumfang. Allerdings bietet Samsung für seine Windows-Tablets keine echte Docking-Station an, sondern nur den Multiport-Adapter für den Typ-C-Anschluss: Er bietet je einmal HDMI, LAN und USB 3.0. 

Das Surface Type Cover gibt es in verschiedenen Farbvarianten.
Vergrößern Das Surface Type Cover gibt es in verschiedenen Farbvarianten.
© Microsoft

Ob Sie eine Ansteck-Tastatur unbedingt brauchen, hängt vom hauptsächlichen Einsatzzweck ab: Nutzen Sie das Gerät überwiegend als Tablet und tippen nur kürzere Texte, passt das Komplett-Paket von Samsung. Im Test zeigt sich aber, dass die Surface-Tastaturen bei Bedienung und Eingabe deutlich näher an eine echte Notebook-Tastatur heranreichen: Soll das Windows-Tablet also einen Laptop ersetzen, kommen Sie um diese Investition nicht herum.

Das Asus Transfomer Mini T103 ist ein günstiger Surface-Klon.
Vergrößern Das Asus Transfomer Mini T103 ist ein günstiger Surface-Klon.
© Asus

Im Preisbereich von 400 bis rund 800 Euro finden Sie Geräte mit eingeschränkter Rechenleistung und meist wenig Speicherplatz. Sie genügen aber fürs Surfen und einfache Office-Aufgaben, was sie zum idealen Zweitgerät für unterwegs macht. Außerdem sind sie empfehlenswerte Arbeitsgeräte für Anwender mit knappen Budget - zum Beispiel Schüler und Studenten.

Das Asus Transformer Mini T103 ähnelt auf den ersten Blick dem Surface Pro, weil es ebenfalls einen ausklappbaren Standfuß hat. Außerdem befinden sich Ansteck-Tastatur und Eingabestift im Lieferumfang. Eine höherwertigere, in praxistauglicher Ausstattung aber auch teurere Alternative ist das Microsoft Surface Go , das günstigste Modell aus der Surface-Familie.

Das beste Windows-Tablet: Samsung Galaxy Book 12

Das Samsung Galaxy Book 12 ist eine hervorragende Tablet-Notebook-Kombination, weil es viele Vorteile aus beiden Welten zusammenbringt: Die Rechenleistung liegt auf hohem Laptop-Niveau, der tolle AMOLED-Bildschirm und die Ausstattung mit LTE und Typ-C-Buchsen betonen die Flexibilität eines echten Mobilgerätes - damit liegen Sie richtig, wenn Sie die Tastatur nur gelegentlich benötigen. Denn das Zusammenspiel mit Tastatur und Stift bekommen die Surface-Geräte von Microsoft deutlich besser hin.

Samsung Galaxy Book 12: Zum ausführlichen Test

Samsung Galaxy Book 12: Der beste Preis

Das beste Windows-Tablet fürs Büro: Microsoft Surface Pro 6

Microsoft betreibt beim Surface Pro 6 gelungene Modellpflege: Der Quad-Core-Prozessor erhöht die Rechenleistung deutlich, trotzdem fällt die Akkulaufzeit besser aus. Verarbeitung und Bildschirmqualität liegen ohnehin auf höchstem Niveau. Mit der Type-Cover-Tastatur, die Sie allerdings zusätzlich kaufen müssen, wird das Surface Pro 6 zur derzeit besten Kombination aus Notebook und Tablet. Dsa neue Surface Pro 7 hat zwar noch mehr Rechen-Power, bietet aber eine schlechtere Akkulaufzeit.

Microsoft Surface Pro 6: Zum ausführliche Test

Microsoft Surface Pro 6: Der beste Preis

 

Das beste Windows-Tablet für Preisbewußte: Asus Transformer Mini T103HA

Das 2in1-Gerät von Asus bietet eine ordentliche Akkulaufzeit und besitzt einen hervorragenden Bildschirm - mit allerdings geringer Auflösung. Außerdem überzeugt die Ausstattung für den Preis von rund 350 Euro. Dafür müssen Sie eine mäßige Tastatur und die maue Rechenleistung wie bei anderen Geräten dieser Preisklasse akzeptieren.

Asus Transformer Mini T103HA: Zum ausführlichen Test

Asus Transformer Mini T103HA: Der beste Preis

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