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Im Test: Die besten Full-HD-Gaming-Monitore (1080p) für PC-Spieler

18.09.2017 | 11:00 Uhr |

Gaming-Monitore mit Full-HD-Auflösung (1080p) erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit bei PC-Spielern. Sie erfordern keine sündhaft teure Highend-Grafikkarte, um Hardware-hungrige Spiele flüssig darzustellen. Wir haben aktuelle Modelle mit bis zu 240 Hertz im Test und sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Im aktualisierten Vergleichstest finden Sie unter anderem einen neuen Testsieger.

Der Gaming-Markt erlebt seit einiger Zeit dank der immer leistungsfähigeren Rechner und Grafikkarten sowie damit einhergehend immer tolleren Spielen einen regelrechten Boom. Die Umsätze der Gaming-Industrie gehen in die Milliarden und sind schon höher als die der weltweiten Filmbranche. Von diesem großen Kuchen wollen auch die Monitorhersteller ihren Anteil abhaben und bringen immer leistungsfähigere Geräte mit großen Bilddiagonalen und hohen Auflösungen auf den Markt. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass die meisten Gamer noch mit der Full-HD-Auflösung glücklich sind. Und dies ist kein Zufall, denn die aktuellen 1080p-Modelle machen mit Bildwiederholraten von bis zu 240 Hertz mächtig Tempo. Wir haben den Full-HD-Gaming-Monitor neu AOC Agon AG272FCX getestet, der zum neuen Testsieger aufgestiegen ist.
Einen schnellen Überblick über alle 1080p-Gaming-Monitore im Test bietet die folgende Bildergalerie:

Viele Spieler bevorzugen sogar die 24-Zoll-Bildschirme, da sie anders als bei den größeren Monitoren das gesamte Spielgeschehen im Überblick haben und so viel schneller auf neue Spielsituationen reagieren können. Der Sitzabstand zum Bildschirm kann ziemlich gering ausfallen und die Geräte passen auf jeden Schreibtisch. Die geringere Full-HD-Auflösung spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

der Benq Zowie XL2540 schaftt bis 240 Hertz Bildrate und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten
Vergrößern der Benq Zowie XL2540 schaftt bis 240 Hertz Bildrate und bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten
© PC-WELT

Zudem sind die Preise der Full-HD-Bildschirme durch die neuen leistungsfähigeren 27- Zöller mit WQHD (2560 x 1440 Bildpunkte) und die noch größeren Bildschirme mit UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixel deutlich nach unten gegangen und für jedermann erschwinglich. Zu anderen benötigen Sie keine teure Highend-Grafikkarte, es genügt bereits eine preiswerte Mittelklasse-Grafikkarte um die gewünschte hohe Spiele-Performance auf den Schirm zu zaubern.
 
Superschnell: Bildwiederholraten bis 240 Hertz
 
Aktuelle Gaming-Monitore mit Full-HD-Auflösung liefern extrem hohe Bildwiederholraten. Während WQHD-Geräte und UHD-Bildschirme derzeit bis 144 beziehungsweise nur maximal 60 Hertz bringen können, schafft beispielsweise der Benq XL2540 und der AOC Agon AG251FZ superschnelle native 240 Hertz, während der aktuelle Asus ROG Swift PG248Q immerhin 180 Hertz liefert. Damit eignen sich solche Modelle besonders gut für Multiplayer-Shooter wie Battlefield, COD und CSgo.
 
AMD FreeSync und Nvidia G-Sync minimieren Bildfehler
 
Um diese rasend schnellen Bildraten auch unfallfrei auf dem Bildschirm zu bringen, muss sich der Monitor mit der Grafikkarte synchronisieren, sonst drohen schwere Bildfehler. Die beiden Verfahren die Bildraten anzugleichen heißen AMD FreeSync und Nvidia G-Sync . Die beiden Techniken sind nicht miteinander kompatibel, sie funktionieren nur mit Grafikprozessoren des jeweiligen Herstellers. FreeSync unterstützt AMD ab der Radeon R7, Nvidia G-Sync ab der Geforce GTX 650 Ti Boost.

Vergleichs-Test: Die beliebtesten Gaming-Monitore

In unseren Test arbeiten beide Verfahren etwa beim Asus ROG Swift PG248Q und beim Samsung C24FG70 zuverlässig und lassen praktisch keine Bildfehler auch bei extremen Bildraten zu. Nachteil von G-Sync: Bildschirme mit dieser Technik sind meist teurer als vergleichbare Freesync-Monitore. In unseren Tests stellen wir keine nennenswerten Unterschiede zwischen den beiden Techniken fest.
 
Möglichst kurz: Input-Lag und Reaktionszeiten
 
Der Input-Lag, die Verzögerung zwischen Signaleingabe und Signalverarbeitung durch den Monitor, sollte idealerweise sehr kurz sein. Daher setzen die Hersteller meist TN-Panel ein, die hier die geringsten Verzögerungswerte liefern. Allerdings holen andere Techniken auf, so dass sich die Unterschiede minimieren. Der Samsung C24FG70 wie der aktuell getestete AOC Agon AG272FCX basieren auf einem VA-Panel, das einen sehr geringen Input-Lag zeigt und schnelle Reaktionszeien hat. Auch die IPS-Bildschirme, die jedoch hauptsächlich bei leistungsfähigeren und teureren Modellen zu Einsatz kommen, werden immer schneller.

Der Curved Monitor des Acer Predator Z271 erhöht die Konzentration bei Spielen
Vergrößern Der Curved Monitor des Acer Predator Z271 erhöht die Konzentration bei Spielen
© Acer

 
Anders sieht es dagegen bei der Bildqualität aus. Hier liefern IPS-Panels bessere Farben und einen höheren Kontrast als TN-Modelle. Auch die Blickwinkelabhängigkeit ist deutlich geringer. Ein besonders gute Bildqualität liefert im Test der neue Samsung C24FG70, der auf einem VA-Panel beruht. Durch die hauseigene Technik Quantum Dot erreicht der Gaming-Monitor 125 Prozent des sRGB-Farbraums. Weitere Besonderheit des 24-Zöllers ist sein gebogener Bildschirm. Der Curved Monitor bringt zusätzlich einen Vorteil bei der Konzentration aufs Zocken.

Elektronische Helfer optimieren den Spielespaß

Alle getesteten expliziten Gaming-Displays bieten neben schnellen Bildraten und Synchronisationstechnik weitere elektronische Helfer, die die Gaming-Performance steigern. Die Hersteller benennen diese Unterstützer meist mit Fantasienamen wie etwa Acer mit "Visioncare". Hinter Visioncare wie hinter der Elektronik der anderen Hersteller verbergen sich jedoch meist ähnliche Funktionen.

Zu nennen sind vor allem die Aufhellung dunkler Bildschirmbereiche um Details besser erkennen zu können - bei Benq etwa "Black eQualizer" genannt. Weitere Einstellungen sind die Flickerfree-Technik zur Reduzierung von Flimmern und der Blaulichtfilter um die Augen weniger zu ermüden. Weitere Features lassen sich über das Bildschirmmenü aufrufen, etwa verschiedene Fadenkreuz-Overlays, um den Gegner in Shooter-Spielen immer perfekt im Visier zu haben.

Aber auch in Sachen Hardware optimieren die Hersteller ihre Gaming-Displays. So haben diverse Bildschirme ganz schmale Panel-Einfassungen von nur 1 Millimeter um den Multi-Monitor-Einsatz zu verbessern. Benq liefert oft einen kleinen Hotkey-Puck mit, der drei Tasten zum Aufruf von abgespeicherten Spiele-Profilen besitzt. Andere Hersteller integrieren diese Hotkey-Tasten lieber in den Panel-Rahmen oder ins On-Screen-Menü. Samsung wiederum macht Punkte durch seine Quantum-Dot-Technik, die die Bildqualität deutlich steigert.
 
Fazit: Unsere Tests zeigen: Gaming-Monitore mit Full-HD-Auflösung gehören noch lange nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil: Gerade bei schnellen Action-Games besitzen sie gegenüber den größeren Bildschirmen mit höheren Auflösungen viele Vorteile wie ultraschnelle Bildraten und sehr kurze Reaktionszeiten. Und das sind die herausragenden Gaming-Monitore mit Full-HD in unserem Vergleichstest.

Testsieger AOC Agon AG272FCX
Vergrößern Testsieger AOC Agon AG272FCX

Testsieger: AOC Agon AG272FCX

Der AOC Agon AG272FCX ist ein insgesamt guter Gaming-Monitor ohne Schwächen. Neben der überzeugenden Spiele-Performance, der guten Bildqualität und Ausstattung überzeugt auch die einfache Bedienung. Zudem hat der Gaming-Monitor mit 399 Euro einen durchaus attraktiven Preis.

Ausführlicher Testbericht des AOC Agon AG272FCX

Der beste Preis: AOC Agon AG272FCX

Preis-Leistungs-Sieger Acer XF240H
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger Acer XF240H

Preis-Leistungs-Sieger: Acer XF240H

Der Acer XF240H ist ein guter wenn auch nicht überragender Gaming-Monitor. An der Spiele-Performance an sich ist nichts auszusetzen, das Modell bringt auch anspruchsvolle und schnelle Spiele fehlerfrei und flüssig auf den Bildschirm. Die Einschränkungen liegen in der allgemeinen Bildqualität, die mit besten Mitbewerbern nicht ganz mithalten kann. Dennoch lohnt sich ein Blick auf den Acer XF240H auch für seriöse Gamer. Der Monitor ist vergleichsweise preiswert, derzeit mit 299 Euro gelistet und kostet auf der Straße deutlich weniger.

Ausführlicher Testbericht des Acer XF240H

Der beste Preis: Acer XF240H

Herausragendes Tempo: Benq Zowie XL2540
Vergrößern Herausragendes Tempo: Benq Zowie XL2540

Herausragendes Tempo: Benq Zowie XL2540

Der Benq Zowie XL2540 ist ein starker Gaming-Monitor für Shooter-Fans. Mit seiner maximalen Bildwiederholrate von 240 Hertz liefert der 24,5-Zöller ausreichend Reserven um auch die anspruchsvollsten Spiele flüssig und fehlerfrei auf den Bildschirm zu zaubern. Abgerundet wird das gelungene Konzept durch die umfangreichen ergonomischen und elektronischen Einstellhilfen. Billig ist diese Qualität jedoch nicht - der Benq Zowie XL2540 kostet immerhin 549 Euro.

Ausführlicher Testbericht des Benq Zowie XL2540

Der beste Preis: Benq Zowie XL2540

Attraktiver Preis: LG 23MB35PH
Vergrößern Attraktiver Preis: LG 23MB35PH

Attraktiver Preis: LG 23MB35PH

Der LG 23MB35PH ist eigentlich kein Gaming-Monitor, eignet sich aber durchaus für Spiele, bei denen es nicht so aufs Tempo ankommt. der Full-HD-Monitor bietet dafür alle Voraussetzungen. Neben ergonomischen Einstellmöglichkeiten unterstützt er wichtige Standards wie TCO sowie Energy Star und bietet zudem eine gute Bildqualität. Der Stromverbrauch des 23-Zöllers liegt auf mittlerem Niveau. Das Auslaufmodell ist zum Schäppchenpreis von unter 150 Euro zu haben.

Ausführlicher Testbericht des LG 23MB35PH

Der beste Preis: LG 23MB35PH

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