2513961

Test: Business-Notebook Dell XPS 13 9300 - leicht und schlank inklusive UHD+-Display

17.06.2020 | 11:20 Uhr |

Beim Notebook Dell XPS 13 ist der Rahmen schmaler und die Auflösung höher. Doch nicht nur dadurch ist das neue Business-Spitzenmodell von Dell besser als der Vorgänger.

Vor rund fünf Jahren brachte Dell das erste XPS 13 mit Infinity-Display auf den Markt: Der extrem schmale Displayrand machte das 13-Zoll-Ultrabook zum Trendsetter und wurde seitdem häufig kopiert. Die neue Generation legt mit dem Spitzenmodell Dell XPS 13 9300 nun die Messlatte noch ein ganzen Stück höher.

TEST-FAZIT: Dell XPS 13 (9300)

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Dell XPS 13 (9300)

Testnote

2,03 (Gut)

Preis-Leistung

teuer

Geschwindigkeit (20 %)

2,29

Ausstattung (20 %)

2,53

Bildschirm (20 %)

1,39

Mobilität (20 %)

3,16

Tastatur (10 %)

1,70

Umwelt und Gesundheit (5 %)

2,38

Service (5 %)

3,32

Aufwertung

-0,30 (Touchscreen)

Schick, mobil und leistungsstark - an diesem Dreiklang scheitern viele Business-Notebooks. Doch das Dell XPS 13 9300 bringt alles ohne Kompromisse zusammen: Die hohe Displayauflösung geht kaum zulasten der Akkulaufzeit, die Rechenleistung leidet nicht unter dem schmalen Gehäuse.

Pro
+ helles, hochauflösendes und kontraststarkes Display
+ sehr schmaler Bildschirmrahmen
+ hohe Rechenleistung auch unter Last
+ 2x Thunderbolt 3

Beim 2020er-Modell hat Dell das Infinity-Edge-Display perfektioniert: Jetzt ist der Rand wirklich an allen vier Seiten sehr schmal und die Web-Kamera sitzt an der optimalen Position oben in der Mitte. Außerdem ist das XPS 13 9300 gegenüber dem Vorgänger eine Nuance schmaler und flacher, trotz der minimal größeren Displaydiagonale von 13,4 Zoll. Das Seitenverhältnis beträgt beim neuen Modell 16:10 statt wie bisher 16:9, die Auflösung liegt in der getesteten Ausstattung bei UHD+ (3840 x 2400). Dell bietet das XPS 13 auch mit FHD+ an (1920 x 1200) sowie mit oder ohne Touch-Funktion.

Dell XPS 13 9300 bei Amazon

An der makellosen Gehäuseverarbeitung hat sich nichts geändert: Das Notebook lässt sich problemlos mit einer Hand öffnen, Deckel und Unterseite sind aus Aluminium gefertigt, die Handauflage aus einem unempfindlichen Karbonfaserstoff. Der Bildschirm lässt sich zwar nicht weit über 90 Grad hinaus öffnen, die stabilen Scharniere halten ihn dafür aber sehr stabil im eingestellten Winkel.

Top-Display mit UHD+

Beim XPS 13 steht das Display aus gutem Grund in den Mittelpunkt, denn die Test-Ergebnisse sind hervorragend: Zur hohen Auflösung und Punktedichte von 338 ppi kommen eine sehr gute Helligkeit von über 450 cd/qm und ein starker Kontrast, wodurch sich am XPS 13 auch bei wechselnden Lichtverhältnissen problemlos arbeiten lässt. Lediglich bei der Farbraumabdeckung schneidet es nicht überdurchschnittlich ab. Trotzdem gehört der Bildschirm im XPS 13 zu den derzeit besten Notebook-Displays.

Vergleichs-Test: Die besten Business-Notebooks

Im aktuellen Modell kommt ein Core i7 aus der 10.Core-Generation Ice Lake-U zum Einsatz mit der deutlich verbesserten Iris-Plus-Grafik: Sie unterstützt den Prozessor vor allem bei Multimedia-Anwendungen wie Rendering und Fotobearbeitung. Bei Office-Aufgaben ist die Ice-Lake-CPU dagegen nicht schneller als ein Comet-Lake-Prozessor, den Intel ebenfalls unter der 10. Core-Generation einordnet. Top-Speed liefert außerdem die NVMe-SSD von WD, sowohl bei der sequenziellen Datenübertragung wie auch verteilten Zugriffen.

Die Ice-Lake-CPU arbeitet fast immer mit voller Kraft

Insgesamt findet das XPS 13 eine sehr gute Balance zwischen hoher Rechenleistung und akzeptabler Lüfter-Lautstärke: Die CPU-Temperatur bleibt selbst bei längerer Last knapp unter 100 Grad, sodass der Prozessor mit konstant hoher Taktrate arbeiten kann. Der Lüfter ist wahrnehmbar, sein Geräusch bleibt aber gleichmäßig und stört daher kaum. Allerdings tritt er häufig schon bei nur geringer CPU-Last in Aktion. Außerdem erwärmt sich das XPS 13 in anhaltenden Lastphasen spürbar: Kritisch mit deutlich über 55 Grad wird die Temperatur aber nur im oberen Bereich der Tastatur, nicht auf der Notebook-Unterseite und schon gar nicht an der Handablage.

Das 1275 Gramm leichte XPS 13 kommt im Akku-Test auf rund acht Stunden Laufzeit: Das ist ordentlich, denn die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems liegt dabei unter 7 Watt, was viele Notebooks mit einem UHD-Display nicht schaffen - beim Dell-Notebook müssen Sie also keine strikte Entscheidung zwischen Auflösung und Akkulaufzeit treffen. Pluspunkte gibt es auch für das kompakte Netzteil, das selbst eine sehr flache Notebook-Tasche nicht ausbeult.

Das Dell XPS 13 ist sparsam mit Anschlüssen: Außer zweimal Thunderbolt 3 gibt es noch Audio und Kartenleser.
Vergrößern Das Dell XPS 13 ist sparsam mit Anschlüssen: Außer zweimal Thunderbolt 3 gibt es noch Audio und Kartenleser.
© Dell

Dell setzt komplett auf Thunderbolt 3

Bei den Anschlüssen setzt das neue XPS 13 ausschließlich auf Typ-C mit Thunderbolt 3 - abgesehen vom kombinierten Audioanschluss sowie einem Micro-SD-Kartenleser. Die platzsparenden Buchsen sind optimal für ein flaches Notebook: Wollen Sie aber alle Möglichkeiten zum Laden, dem schnellen Datenaustausch und für externe Monitore nutzen, brauchen Sie eine Docking-Station auf dem Schreibtisch und eine Adaptersammlung für unterwegs. Immerhin eine Typ-C/Typ-A Adapter liegt dem Notebook bei.

Außerdem an Bord ist ein WLAN-Modul mit dem neuen Wi-Fi-6-Standard und eine große 1-TB-SSD - sie kostet bei sonst gleicher Ausstattung rund 100 Euro mehr als eine 512-GB-SSD. Sicher anmelden können Sie sich über den Fingersensor in der Tastatur rechts oben oder über die IR-Kamera.

Die Tasten der beleuchteten Tastatur sind angenehm groß und erleichtern schnelles und fehlerfreies Tippen: Das Druck-Feedback fällt allerdings sehr deutlich aus und könnte Vielschreiber stören, die einen leichteren Anschlag schätzen. Ebenso deutlich ist die Rückmeldung des Touchpad auf einen Mausklick - sie fällt aber gleich intensiv auf der linken und rechten Seite des Touchpad-Feldes aus. Dessen Oberfläche überzeugt mit einer angenehmen Griffigkeit, die aber schnelle Fingerbewegungen nicht bremst.

DIE TECHNISCHEN DATEN

Dell XPS 13 (9300)

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i7-1065G7 (1,30 GHz, Turbo-Boost bis 3,9 GHz; 4 Kerne / 8 Threads)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

15.961 MB (16.384 MB), LPDDR4-2133 (Dual Channel)

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel Iris Plus

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

13.4 Zoll (34 Zentimeter), 3840 x 2400, spiegelnd

Festplatte

NVMe-SSD WD PC SN730; 936,9 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

- (-)

Betriebssystem

Windows 10 Home (64 Bit)

LAN

nicht vorhanden

WLAN

WiFi-6 (2x2)

Bluetooth

Bluetooth 5.1

Schnittstellen Peripherie

1x Kartenleser (links, Micro-SD), 2x Thunderbolt 3 (rechts, links), 1 Fingersensor

Schnittstellen Video

1x Webcam

Schnittstellen Audio

1x kombinierter Audioausgang/eingang (rechts)

GESCHWINDIGKEIT

Dell XPS 13 (9300) (Note: 2,29)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

99 Punkte von 110

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

75 Punkte von 105

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen

129 Punkte von 200

BILDSCHIRM

Dell XPS 13 (9300) (Note: 1,39)

Größe

34,0 Zentimeter / 13,4 Zoll

Auflösung

3840 x 2400 Bildpunkte

Punktedichte

338 dpi

Helligkeit

461 cd/m²

Helligkeitsverteilung

88 %

Kontrast

1254:1

Entspiegelung

gering

Farbraumabdeckung

91% (sRGB), 72% (AdobeRGB), 71% (DCI-P3)

MOBILITÄT

Dell XPS 13 (9300) (Note: 3,16)

Akkulaufzeit: WLAN-Surfen / Office-Einsatz

8:01 / 7:35 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1275 / 238 Gramm

Akkukapazität

51 Wh

UMWELT UND GESUNDHEIT

Dell XPS 13 (9300) (Note: 2,38)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 1,0 Sone

Temperatur unter Last: Unterseite / Tastatur /Oberseite

50,2 / 56 / 33 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

Dell XPS 13 (9300)

Internetadresse von Dell

www.dell.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

2000 Euro / 2000 Euro

Technische Hotline

069/97927200

Garantiedauer

12 Monate

PC-WELT Marktplatz

2513961