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Test: Corel Painter 2022 - Jetzt mit KI-Funktionen

03.10.2021 | 08:02 Uhr |

Corel Painter ist bekannt für seine Öl- und Aquarellfunktionen. In der neuen Version werden die Kernkompetenzen weiter ausgebaut.

Realistische Malmedien wie Öl- und Aquarellpinsel sind schon länger das Markenzeichen von Corel Painter . Künstler aus den verschiedensten Gebieten schätzen diese Funktionalität. Die Entwickler haben an dieser Stelle in der neuen Version noch einmal Hand angelegt. Die Verwaltung der Werkzeuge wurde überarbeitet und erweitert. Im neuen Pinselmanager generiert der Anwender schnell Zeichenwerkzeuge mit unterschiedlichen Profilen. Dabei lassen sich die Druckstärke, Position, Ausrichtung und vieles mehr intuitiv ändern und die Kanten glätten. Solche Stempelpinsel können auch einfach importiert werden. Die Funktion öffnet ein weites Feld für Experimente und die Umsetzung künstlerischer Ideen.

Auf „nassen“ Ebenen darf der Anwender in Painter 2022 mit trockenen Malmedien wie Buntstiften arbeiten. Wird danach ein Wasserpinsel benutzt, werden die zuvor gezeichneten Striche und Fläche bei der Simulation einbezogen. Damit ist der Künstler in der Lage, digital wie bei Aquarellstiften und Pinseln auf dem Papier zu arbeiten. Das eröffnet neue Wege bei der Gestaltung mit Mixed Media.

In Painter 2022 arbeitet künstliche Intelligenz in Hintergrund beim Umwandeln von Fotos in kleine Kunstwerke mit Clone-Pinseln. Die Automatik überträgt den gewünschten Stil exakt, mit Hilfe des Mixer-Tools gelingt das Mischen und Verändern von Farben noch einfacher als bisher. Die Ergebnisse sind sehr überzeugend.

Alternative: Krita  und Sketchbook (offiziell eingestellt, als Download aber noch erhältlich), beide Programme sind kostenlos.

Fazit

Der neue Painter ist noch flexibler bei der Gestaltung auf dem Bildschirm als die bisherige Version, beim Umwandeln von Fotos hilft zudem künstliche Intelligenz. Insgesamt ein gelungenes Release.

Hersteller:  Corel

+ Pro

– Contra

Umfangreiches Set mit realistischen Pinseln für verschiedenste Malmedien

Einsteiger benötigen relativ viel Einarbeitungszeit in die Software

Sehr gute Unterstützung bei Grafiktablets (Druck, Drehung und Winkel)

Ohne dedizierte Grafikkarte in einigen Malmodi etwas langsam

Erweiterter Import von Werkzeugspitzen

Technische Daten

Systeme

Windows 10 und 11 (64 Bit)

Preis

424,95 Euro Vollversion; 218,95 Euro Update

Urteil

Painter 2022 liefert beim Arbeiten Realismus pur. Das zeigt sich in den noch einmal verbesserten Pinseln und der Möglichkeit, diese flexibel auf eigene Projekte anzupassen.

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