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Acer Swift 3 im Test: Leichtes Business-Notebook mit 8-Kern-CPU von AMD

11.12.2020 | 15:00 Uhr |

Dank AMD-CPU steckt das Acer Swift 3 teurere Notebooks leistungsmäßig in die Tasche. Seine Schwächen liegen woanders.

Auch im Profi-Bereich konnten Sie schon immer sparen, wenn Sie ein Notebook mit AMD-Prozessor wählten. Früher mussten Sie dafür aber deutliche Einschränkungen bei Leistung und Akkulaufzeit akzeptieren. Mit den Ryzen-4000-CPUs aus der Renoir-Generation ist damit Schluss, wie das Acer Swift 3 belegt: Der Preis stimmt, die Leistung aber auch.

Das Acer Swift 3 kostet in der getesteten Ausstattung knapp unter 1000 Euro und ordnet sich in der Mittelklasse ein: Das merken Sie schon am Gehäuse - statt Metall gibt's Kunststoff und mit nur einer Hand lässt sich der Deckel nicht öffnen. Auch mit der klassischen Farbgebung in Silber verzichtet Acer auf Extravaganz. Die ist in dieser Preisklasse oft aber gar nicht gewünscht - mit der flachen Bauweise (17 Millimeter Bauhöhe) und dem seitlich schmalen Displayrahmen nimmt das Swift 3 aber genug aktuelle Designtrends auf, um nicht altbacken zu wirken.

AMD Ryzen 7 mit 8 CPU-Kernen bringt Power

Denn beim Wesentlichen - der Rechenleistung - ist das Notebook dank Ryzen 7 4700U voll auf der Höhe. Die Renoir-CPU arbeitet mit acht Kernen, doppelt so vielen, wie Intel seiner aktuellen Mobil-Generation Tiger Lake spendiert. Notebooks mit diesen CPUs hängt das Swift 3 im Cinebench mit über 20 Prozent Vorsprung ab, von der 10. Core-Generation Ice Lake, kann es sich mit rund 40 Prozent absetzen. Im Gegensatz zu vielen ultraflachen Notebooks hält der Ryzen im Acer-Laptop seine Leistung auch bei längerer Last - nach zehn Cinebench-Läufen sinkt das Ergebnis nur um rund fünf Prozent.

Im PC Mark 10 überflügelt das Swift 3 die Konkurrenz mit Ice Lake und integrierter Grafik und erreicht fast das Niveau von Tiger Lake. Überall, wo viele Kerne gefragt sind - zum Beispiel beim Rendering, aber auch bei der Tabellenkalkulation - zieht das Ryzen-Notebook davon. Wo das nicht der Fall ist, liegt Tiger Lake vorne - auch bei Anwendungen, die von einer starken Grafik profitieren, denn Intels Xe-Grafik überflügelt die RX Vega 7 im Ryzen-Prozessor um rund 25 Prozent.

Die beiden USB-Anschlüsse Typ-A und Typ-C ünertragen mit 10 Gbit/s.
Vergrößern Die beiden USB-Anschlüsse Typ-A und Typ-C ünertragen mit 10 Gbit/s.
© Acer

Hinter Tiger Lake, aber nahe an Ice Lake

Der praxisnähere Sysmark 25 zeigt ein anderes Bild: Hier liegen die Intel-Notebooks vor den Ryzen-Laptops, da macht auch das Swift 3 keine Ausnahme. Doch Notebooks mit dem schnellsten Ice-Lake-Prozessor Core i7-1065G7 sind nicht viel schneller. Gegenüber einem Laptop mit dem 6-Kerner Ryzen 5 4500U kann sich das Swift 3 im Sysmark aber nicht absetzen, was belegt, dass die zwei zusätzlichen Kerne des Ryzen 7 in den meisten Anwendungen keine Vorteile bringen.

Auch bei der Akkulaufzeit beweist sich das Swift 3 als starke Alternative zu Ice-Lake-Notebooks: Es schafft knapp elf Stunden im WLAN-Test und knapp zehn Stunden im Mobile Mark 2018 - in diesem Test liegt es bei Stromverbrauch und Recheneffizienz sehr nahe an der 10. Core-Generation. Tiger Lake schneidet aber deutlich besser ab. Nach einer Stunde an der Steckdose ist der 51-Wattstunden-Akku im Swift 3 mit 84 Prozent geladen.

Ordentliche Displayqualität

Das 14-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung passt zur Preisklasse des Swift 3: Gut genug für die Büro-Arbeit, für Multimedia nicht optimal. Die Helligkeit des entspiegelten Panels liegt bei rund 250 cd/qm2, was für drinnen reicht, draußen aber höchstens im Schatten den Bildschirm noch gut lesbar macht. Auch die Farbraumabdeckung mit 64 Prozent sRGB reicht lediglich für Standardaufgaben. Das ist aber die Regel in dieser Preisklasse - der Unterschied zwischen Mittelklasse- und High-End-Notebooks zeigt sich am zuverlässigsten in der Displayqualität.

Bei den Anschlüssen fehlt dem Swift 3 Thunderbolt und ein Kartenleser. Für Peripherie gibt es zwei USB-Anschlüsse mit 10 Gbit/s - einmal Typ-C, einmal Typ-A - sowie eine USB-2.0-Buchse. Biometrisch anmelden können Sie sich über den Fingersensor rechts in der Handballenablage, die Kamera unterstützt dagegen kein Windows-Hello. Pluspunkte heimst das Swift durch die große NVMe-SSD von Samsung und das Wi-Fi-6-Modul von Intel ein.

Auf der Tastatur lässt sich angenehm tippen: Die Tasten geben eine gute Druckrückmeldung, der Hub ist aber etwas flach. Aber das Keyboard ist stabil eingebaut und deshalb auch beim schnellen Tippen leise. Das Touchpad fühlt sich ein bisschen zu griffig an, um den Mauszeiger schnell bewegen zu können. Auch das laute Klickgeräusch stört.

GESCHWINDIGKEIT

Acer Swift 3 (314-42) (Note: 1,81)

Tempopunkte: Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

106 Punkte (von 109)

Tempopunkte: Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen:

91 Punkte (von 105)

Tempopunkte: 3D-Leistung

51 Punkte (von 100)

BILDSCHIRM

Acer Swift 3 (314-42) (Note: 3,12)

Größe

35,6 Zentimeter / 14,0 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Bildpunkte

Punktedichte

157 dpi

Helligkeit

251 cd/m²

Helligkeitsverteilung

91 %

Kontrast

993:1

Entspiegelung

hervorragend

Farbraumabdeckung

64% (sRGB), 48% (Adobe-RGB), 47% (DCI-P3)

MOBILITÄT

Acer Swift 3 (314-42) (Note: 2,49)

Akkulaufzeit: WLAN-Test / Mobile Mark 2018

10:56 / 9:55 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1200 / 274 Gramm

Akkukapazität

51,5 Wh

Akkuladung nach 1 Stunde

84 Prozent

UMWELT UND GESUNDHEIT

Acer Swift 3 (314-42) (Note: 2,38)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,1 / 0,6 Sone

Temperatur unter Last: Unterseite /Oberseite

50 / 39 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

Acer Swift 3 (314-42)

Internetadresse von Acer

www.acer.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

1000 Euro / 980 Euro

Technische Hotline

04102-7069111

Garantiedauer

24 Monate (12 Monate internationale Garantie)

DIE TECHNISCHEN DATEN

Acer Swift 3 (314-42)

Prozessor (Taktrate)

AMD Ryzen 7 4700U (Basistakt: 2,0 GHz, Turbo-Takt: bis 4,2 GHz; 8 Kerne / 8 Threads)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

7549 MB (8192 MB), LPDDR4-3200

Grafikchip (Grafikspeicher)

Radeon RX Vega 7

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

14 Zoll (35.6 Zentimeter), 1920 x 1080, Matt

Festplatte

NVMe-SSD Samsung PM991, PCI-e 3.0 x4; 952,8 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

- (-)

Betriebssystem

Windows 10 Home (64 Bit)

LAN

nicht vorhanden

WLAN

WiFi-6 (2x2)

Bluetooth

Bluetooth 5

Schnittstellen Peripherie

1x USB 2.0 (rechts), 1x USB Typ-A 10 Gbit/s (links), 1x USB Typ-C mit 10 Gbit/s, Video-out (links), 1x Fingersensor

Schnittstellen Video

1x HDMI (links), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

1x Audioausgang/-eingang (rechts)

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