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Test: Acer Predator Triton 500 - schlankes Spiele-Notebook mit viel Gaming-Power

23.03.2021 | 11:20 Uhr |

Das Spiele-Notebook Acer Predator Triton 500 liefert im Test eine sehr gute Gaming-Leistung dank der Geforce RTX 2080 Super.

Einerseits: Ein Spiele-Notebook soll maximal mögliche Leistung bringen. Andererseits: Ein Spiele-Notebook soll mobil, gerne auch schlank sein. Das Acer Predator Triton 500 vereint diese Gegensätze: Für Leistung bringt der Gaming-Laptop den 6-Kern-Prozessor Core i7-10750H (Comet Lake-H) und die Grafikkarte Nvidia Geforce RTX 2080 Super mit. Mobilität soll die Max-Q-Variante der GPU garantieren, die es ermöglicht, das Notebook in ein nur rund zwei Kilogramm schweres und knapp 19 Millimeter flaches Gehäuse zu bauen.

In der getesteten Ausstattung bietet der Acer-Laptop außerdem 16 GB RAM und ein 1 TB NVMe-SSD von WD. Laut Hersteller kostet diese Konfiguration 2700 Euro, im Handel ist sie aktuell für rund 2000 Euro zu haben.

Flaches Gehäuse in neutralem Design

Mit seinem kantigen Design ist das Triton klar als Gaming-Maschine auszumachen. Doch Acer übertreibt es nicht: Auf dem Deckel sitzt lediglich ein blaues Logo, dessen Farbe die Luftauslässe hinten aufnehmen. Deshalb kann man sich mit dem Notebook im matt-schwarzen Metallgehäuse auch außerhalb der Gamer-Community sehen lassen.

Blaue Farbelemente auf dem Deckel-Logo und an der Rückseite.
Vergrößern Blaue Farbelemente auf dem Deckel-Logo und an der Rückseite.
© Acer

Links über der Tastatur sitzt eine Turbo-Taste fürs Übertakten, am rechten Tastaturrand platziert Acer Tasten für Video- und Audio-Wiedergabe sowie zur Lautstärkeregelung. Außerdem ist dort die Predator-Taste zu finden, die das Acer-Tool Predator Sense öffnet: Damit lässt sich die Hardware analysieren, die GPU in zwei Stufen übertakten, per Game Sync Einstellungen für einzelne Spiele vornehmen sowie die Tastenbeleuchtung ändern. Platz für einen zusätzlichen Ziffernblock bleibt nicht.

RTX 2080 Super mit toller Raytracing-Leistung

Die Geforce RTX 2080 Super mit Turing-Architektur nutzt 3072 Shader-Prozessoren - 128 mehr als die RTX 2080. Sie arbeitet mit 8 GB GDDR6, die über einen 256-Bit-Bus mit der GPU verbunden sind. Im 3D Mark bleibt ihr Vorsprung gegenüber der RTX 2080 mit rund 5 Prozent im Time-Spy-Test und 9 Prozent im Raytracing-Test Port Royale überschaubar.

Interessanter ist die Frage, welches Leistungsplus das Triton 500 gegenüber Notebooks der 1500-Euro-Klasse mit RTX 2060 und der 1000-Euro-Klasse mit GTX 1660 Ti bietet. Hier kann sich der Acer-Laptop im Time-Spy-Test mit rund 40 beziehungsweise knapp 70 Prozent absetzen. Noch deutlicher wird es beim Raytracing, wo die RTX 2080 Super um 50 Prozent schneller beziehungsweise fast dreimal so leistungsfähig ist.

Beim Spielen in der Full-HD-Auflösung des 15,6-Zoll-Displays liefert das Triton 500 jederzeit flüssige Bildraten auch bei höchsten Einstellungen: Bei Shadow of the Tomb Raider bringt der Test 99 FPS mit ultrahohen Details. Eine RTX 2060 ist rund 30 Prozent langsamer, liefert in FHD aber dennoch spielbare Bildraten. Doch Raytracing macht den Unterschied: Die 2080 Super schafft bei Ultra-Raytracing 63 FPS, eine RTX 2060 bleibt lediglich in der mittleren Qualitätsstufe über 60 FPS. Im Vergleich zur 1660 Ti ist die RTX 2080 Super um knapp 50 Prozent schneller, Raytracing mit hohen Qualitätseinstellungen ist mit der Mittelklasse-Karte nicht möglich.

Die GPU-Übertaktung des Triton 500 bringt in der Stufe "Extrem" rund 8 Prozent mehr Spieleleistung, erhöht aber auch die Lüfterlautstärke deutlich. Ansonsten ist das Betriebsgeräusch angesichts der Notebook-Leistung akzeptabel, die Lüfter passen sich außerdem sehr schnell an die Systemlast an.

Bunter wird's beim Triton 500 auf der Tastatur.
Vergrößern Bunter wird's beim Triton 500 auf der Tastatur.
© Acer

GPU sorgt auch für gute Systemleistung

Im Cinebench R23 kann sich der hochgetaktete 6-Kerner natürlich gegen die sparsamen U-CPUs aus der aktuellen Tiger-Lake-Generation durchsetzen - allerdings mit rund 6 Prozent Vorsprung nur recht knapp, was darauf schließen lässt, dass die CPU-Kühlung im Triton 500 nicht optimal ist. Gegen einen AMD Ryzen 7 mit 8 Kernen hat der Intel-Prozessor keine Chance: Selbst die Ryzen-U-Variante ist rund 20 Prozent leistungsfähiger im Cinebench R23.

Aufgrund der leistungsfähigen GPU überflügelt das Acer-Notebook aber im PC Mark 10 auch viele AMD-Laptops - vor allem bei Multimedia-Programmen. Bei Office-Anwendungen schneiden Notebooks mit Intel-CPU in diesem Benchmark ohnehin meist besser ab als die AMD-Varianten.

Hoher Stromverbrauch im Akkubetrieb

Das Triton 500 stattet Acer mit einem großen 82-Wattstunden-Akku aus: Das bringt trotz einer hohen Leistungsaufnahme im Akkubetrieb zwischen 15 und 18 Watt eine Laufzeit zwischen 4,5 und knapp 6 Stunden. Die Recheneffizienz bleibt dabei auf der Strecke: Ein Tiger-Lake-Notebook ist fast genauso leistungsfähig abseits der Steckdose, läuft aber rund doppelt so lange. Das üppige 230-Watt-Netzteil sorgt jedoch dafür, dass das Triton 500 nach einer Stunde wieder zu 87 Prozent geladen ist.

Bei der Bildqualität unterscheidet sich das 15,6-Zoll-Display des Triton 500 nicht von Bildschirmen in günstigeren Spiele-Notebooks: Mit einer mittleren Helligkeit von knapp 300 cd/qm, der Farbraumabdeckung von 96 Prozent (sRGB), gutem Kontrast und ordentlicher Ausleuchtung gibt es an den Testwerten aber nichts zu mäkeln. Die Vorteile sind vor allem die hohe Bildwiederholrate von 300 Hz sowie die G-Sync-Funktion.

WASD- und Cursor-Tasten sind durch eine blaue Umrandung hervorgehoben.
Vergrößern WASD- und Cursor-Tasten sind durch eine blaue Umrandung hervorgehoben.
© Acer

Viele Anschlüsse, aber nicht optimal angeordnet

Trotz des flachen Gehäuses bietet das Triton 500 zahlreiche Anschlüsse: Darunter dreimal USB-Typ-A mit 10 GBit/s sowie eine Typ-C-Buchse mit Thunderbolt 3, die auch den Anschluss externer Monitore erlaubt. Dafür sind außerdem HDMI 2.0 und Mini-Displayport verfügbar. Allerdings sitzen alle Schnittstellen links und rechts am Gehäuse, keine hinten, was für eine ordentlichere Kabelführung sorgen würde. Bei der Tastatur könnte die Druck-Rückmeldung noch ausgeprägter sein. Davon abgesehen lässt sich auf ihr schnell, sicher und leise tippen - daher eignet sich das Triton 500 in Spielepausen auch als Arbeits-Notebook. Die glatte Touchpad-Oberfläche überzeugt dagegen weniger: Schnelle Mausbewegungen sind kaum möglich, was einem Spieler mit externem Eingabegerät aber kaum auffallen dürfte.

DIE TECHNISCHEN DATEN

Acer Predator Triton 500

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i7-10750H (Takt: 2,60 GHz, Turbo-Takt: bis 5,0 GHz; 6 Kerne / 12 Threads)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

16.296 MB (16.384 MB), DDR4-3200

Grafikchip (Grafikspeicher)

Nvidia Geforce RTX 2080 Super (8192 MB GDDR6 )

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

15.6 Zoll (39.6 Zentimeter), 1920 x 1080, Matt; 300 Hz Wiederholrate, G-Sync

Festplatte

NVMe-SSD WD SN730: 952,8 GB (nutzbar), PCIe 3.0 x4

optisches Laufwerk

-

Betriebssystem

Windows 10 Home (64 Bit)

LAN

2,5-Gigabit-Ethernet

WLAN

WiFi-6

Bluetooth

Bluetooth 5

Schnittstellen Peripherie

3x USB Typ-A mit 10 GBit/s (2 rechts, 1 links), 1x LAN (links), 1x Thunderbolt 3 (rechts)

Schnittstellen Video

1x HDMI (links), 1x Displayport (rechts, Mini), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

1x Audioausgang (links), 1x Audioeingang (links)

GESCHWINDIGKEIT

Acer Predator Triton 500 (Note: 1,03)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

99 Punkte (von 100)

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

100 Punkte (von 100)

Leistung 3D Mark

92 Punkte (von 100)

Gaming Score

99 Punkte (von 100)

BILDSCHIRM

Acer Predator Triton 500 (Note: 2,29)

Größe

39,6 Zentimeter / 15,6 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Bildpunkte

Punktedichte

141 dpi

Helligkeit

291 cd/m²

Helligkeitsverteilung

88 %

Kontrast

1000:1

Farbraumabdeckung (Prozent)

sRGB: 96, Adobe-RGB: 75, DCI-P3: 75

Entspiegelung

hervorragend

MOBILITÄT

Acer Predator Triton 500 (Note: 2,64)

Akkulaufzeit: WLAN-Test / Mobile Mark 2018

5:45 / 4:34 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

2108 / 924 Gramm

Akkukapazität

82 Wattstunden

UMWELT UND GESUNDHEIT

Acer Predator Triton 500 (Note: 1,00)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,3 / 2,0 Sone

Temperatur unter Last: Unterseite /Oberseite

41,6 / 35,4 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

Acer Predator Triton 500

Internetadresse von Acer

www.acer.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

2699 Euro / 2000 Euro

Technische Hotline

04102/7069111

Garantiedauer

24 Monate

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