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Test: AMD Ryzen 3 3100 & Ryzen 3 3300X Kampfzwerge für preisbewusste Gamer

02.06.2020 | 11:03 Uhr | Sebastian Schenzinger

Der AMD Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X erweisen sich in unserem Test als gute Wahl für Budget-Gaming-PCs. Die Leistungsaufnahme könnte jedoch etwas geringer sein. Und die wichtigste Frage: Reichen vier Kerne zum Zocken im Jahr 2020 überhaupt noch aus?

FAZIT: AMD Ryzen 3 3100 und AMD Ryzen 3 3300X

AMD Ryzen 3 3300X

Gefallen hat uns vor allem die Spieleperformance des Ryzen 3 3300X, die auf einem Level mit dem Ryzen 5 3600(X) liegt. Allerdings nur dann, wenn die Spiele nicht von mehr als vier Rechenkernen profitieren, dann zieht der Hexa-Core nämlich deutlich davon. Da wir davon ausgehen, dass viele Spiele in Zukunft auf mehr Rechenkerne hin optimiert werden, können wir keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Für Fans von Battle-Royale-Titeln oder MOBAs ist die CPU jedoch sehr interessant für einen günstigen Gaming-PC. Wenn Sie aber auch in Zukunft AAA-Titel zocken wollen, empfehlen wir Ihnen mindestens zu einem Hexa-Core zu greifen.
Im Anwendungsbereich hat der Ryzen 3 3300X ziemlich viel Konkurrenz aus dem eigenen Haus in Form des Ryzen 5 1600 AF und des Ryzen 5 2600. Die zwei fehlenden Kerne können auch der erhöhte Takt und die gesteigerten IPC nicht kompensieren. So muss sich der Quad-Core seinen Vorgängern geschlagen geben, die noch dazu etwas günstiger sind. Auch die Leistungsaufnahme liegt aus unserer Sicht unter Vollast gerade im Vergleich zum Ryzen 5 3600 zu hoch. Nur acht Watt weniger bei einer 40 bis 50 Prozent geringeren Anwendungsleistung sind einfach zu viel.

AMD Ryzen 3 3100

Der Ryzen 3 3100 ist aus unserer Sicht das deutlich interessantere Produkt. Das liegt zum einen am etwas besseren Preis-Leistungs-Verhältnis, zum anderen aber auch daran, dass es im Preisbereich um 100 Euro nicht ganz so viel Konkurrenz gibt und der preisliche Abstand zum Ryzen 5 3600 deutlich größer ist. Für einen günstigen Gaming-PC sollte er aus unserer Sicht die erste Wahl sein, wenn Sie viele Anwendungen benutzen, die von mehr Rechenkernen profitieren können, sollten Sie jedoch besser zum Ryzen 5 1600 AF greifen.
Die Leistungsaufnahme liegt beim Ryzen 3 3100 auf einem deutlich besseren Niveau als beim Ryzen 3 3300X, auch wenn sie beim Zocken zu hoch ausfällt. Und gerade bei geringer Auslastung wie zum Beispiel dem Anschauen eines YouTube-Videos liegt die Leistungsaufnahme im Vergleich zur Konkurrenz etwas zu hoch.

PRO
Spieleleistung
preisgünstig

CONTRA
nur vier Kerne
etwas zu hohe Leistungsaufnahme

AMD verfolgte seit der Veröffentlichung der ersten Ryzen CPUs Anfang 2017 einen ganz klaren Ansatz: "Moar Cores" (in Anspielung auf das Mooresche Gesetz). Aus diesem Grund war es für uns wenig verwunderlich, dass den günstigsten Einstieg in die Welt der Ryzen 2000 und Ryzen 3000 Prozessoren (in Europa) nur noch Hexa-Cores bildeten. Um so überraschender war es für uns, als AMD am 21. Mai 2020 mit dem Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X zwei neue Quad-Cores veröffentlichte. Aus diesem Grund gehen wir in diesem Artikel nicht nur darauf ein, wie sich die beiden CPUs gegen ihre großen Brüder und die Konkurrenzmodelle schlagen, sondern klären auch, warum AMD diesen Schritt gegangen ist und in welchen Bereichen vier Kerne schon der limitierende Faktor sein können.

Signifikante Unterschiede in der Architektur

Der AMD Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X gliedern sich unter dem Ryzen 5 3600 ein und runden das Zen-2-Portfolio nach unten hin ab. Beide CPUs verfügen über 16 MB L3-Cache und 2 MB L2-Cache. Das kleinere Modell taktet standardmäßig mit 3,6 GHz und erreicht im Boost bis zu 3,9 GHz. Beim Ryzen 3 3300X liegt der Basistakt dagegen 200 MHz höher bei 3,8 GHz und im Boost-Takt bei bis zu 4,3 GHz. In der folgenden Tabelle können Sie die wichtigsten technischen Informationen zu den Ryzen-3000-Modellen finden:

Kerne

Threads

Basistakt (GHz)

Turbotakt (GHz)

L2-Cache (MB)

L3-Cache (MB)

TDP (W)

AMD Ryzen 3 3100

4

8

3,60

3,90

2

16

65

AMD Ryzen 3 3300X

4

8

3,80

4,30

2

16

65

AMD Ryzen 5 3600

6

12

3,60

4,20

3

31

65

AMD Ryzen 5 3600X

6

12

3,80

4,40

3

32

95

AMD Ryzen 7 3700X

8

16

3,60

4,40

4

32

65

AMD Ryzen 7 3800X

8

16

3,90

4,50

4

32

105

AMD Ryzen 9 3900X

12

24

3,80

4,60

6

64

105

AMD Ryzen 9 3950X

16

32

3,50

4,70

8

64

105

Tatsächlich unterscheiden sich die beiden neuen CPUs aber nicht nur bei den Taktraten, sondern haben einen grundlegend unterschiedlichen Aufbau. Das zu Grunde liegende CPU-Die (CCD) ist von den bereits erhältlichen Ryzen 3000 Prozessoren bekannt. Es setzt sich aus zwei sogenannten Core-Complexen (CCX) zusammen, welche jeweils bis zu 4 Kerne und 16 MB L3-Cache beherbergen können. Und hier kommen wir auch schon zum Unterschied: Wohingegen beim Ryzen 3 3100 in jedem der beiden CCX nur zwei Kerne und 8 MB L3-Cache aktiv sind, setzt der Ryzen 3 3300X auf einen einzelnen CCX im Vollausbau. Der daraus resultierende Vorteil ist eine kürzere Latenz bei der Kommunikation zwischen den Rechenkernen und dem direkt angebundenen Cache.

Der AMD Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X unterscheiden sich im Aufbau deutlich.
Vergrößern Der AMD Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X unterscheiden sich im Aufbau deutlich.
© AMD

Die genaue Verzögerung ermitteln wir mit dem Tool AIDA64. So liegt die Latenz bei einem Sprung von einem Kern zum nächsten innerhalb eines CCX bei etwa 30 ns. Die benötigte Zeit für einen Sprung zwischen zwei Kernen in unterschiedlichen CCX beträgt dagegen 75 ns. Dadurch lässt sich auch erklären, warum der Ryzen 3 3300X seinen kleinen Bruder den Ryzen 3 3100 in manchen Disziplinen sehr deutlich abhängen kann. Durch den höheren Takt von 400 MHz im Boost dürfte der Unterschied nämlich nur gute zehn Prozent betragen. Tatsächlich hat dieser "echte" Quad-Core dadurch in manchen Anwendungen sogar Vorteile gegenüber den großen Zen-2-CPUs.

Das zeigt sich nicht nur in speziellen Anwendungen sondern auch in Spielen wie zum Beispiel Metro Exodus. Hier kann der Ryzen 3 3300X (96,6 FPS) alle anderen Matisse-Prozessoren schlagen und hängt sogar den Ryzen 9 3950X (91,7 FPS) ab, obwohl die anliegende Taktrate niedriger ist. Das liegt daran, dass der Quad-Core als einzige Zen-2-CPU seine Ressourcen aus einem einzelnen CCX beziehen kann und die Infinity Fabric, welche zwischen den CCX kommuniziert, somit nicht der limitierende Faktor ist. Hier zeigt sich also deutlich, dass der Chiplet-Aufbau der Ryzen-Prozessoren nicht nur Vorteile bietet.

CPU-Benchmark 2020: Prozessoren im Vergleich-Test

Wirtschaftlich besser ist AMDs Ansatz auf mehrere CCX beziehungsweise CCDs zu setzen aber allemal. Durch diesen ist es überhaupt möglich, Quad-Cores im Einsteigerbereich und 64-Kerner im Serverbereich anzubieten, welche auf dem gleichen Chipdesign basieren, was für einen möglichst geringen Ausschuss während der Fertigung sorgt. Zudem ist der Leistungszuwachs durch die Verwendung eines einzelnen CPU-Dies und den daraus resultierenden kürzeren Latenzen bei weitem nicht so hoch wie durch die Erhöhung der Taktrate oder mehr zur Verfügung stehenden Rechenkernen.

B550-Chipsatz als Grund für die neuen Quad-Cores

Durch die Neuauflage des AMD Ryzen 5 1600 als AF-Version im 12-nm-Verfahren und der Tatsache dass der Ryzen 5 2600 nach wie vor erhältlich ist, wäre es für AMD überhaupt nicht nötig gewesen, neue Einsteigermodelle zu veröffentlichen, die sich jetzt preislich gegenseitig Konkurrenz machen. Der Grund für den Release des Ryzen 3 3100 und des Ryzen 3 3300X verbirgt sich in der Präsentation des B550-Chipsatzes. 

Der B550-Chipsatz bietet keine Support für die Ryzen 1000 und Ryzen 2000 CPUs.
Vergrößern Der B550-Chipsatz bietet keine Support für die Ryzen 1000 und Ryzen 2000 CPUs.
© AMD

Die neuen Einsteigermainboards bieten nämlich keine Unterstützung für CPUs aus der ersten und der zweiten Ryzen-Generation. Das bedeutet, dass Sie weder den Ryzen 5 1600 AF noch den Ryzen 5 2600 auf einem B550-Mainboard betreiben können. AMD hat also neue Einsteigermodelle im Preisbereich um 100 Euro benötigt und liefert diese mit dem Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X.

Der Ryzen 3 3300X spielt mit den ganz Großen

Die Spieleleistung des AMD Ryzen 3 3100 und des Ryzen 3 3300X zu beurteilen ist gar nicht so einfach und hängt mit der Frage zusammen, ob ein Quad-Core zum Zocken überhaupt noch ausreicht. In manchen Spielen wie F1 2019 oder Forza Horizon 4 kann der Ryzen 3 3300X den Ryzen 5 3600X schlagen, in Metro Exodus sogar sehr deutlich und in vielen Spielen liegen sie gleich auf. Allerdings gibt es auch jetzt schon Titel, welche von mehr Rechenkernen profitieren wie zum Beispiel The Division 2 oder Civilization VI. Hier merkt man deutlich, dass den beiden neuen Quad-Cores mindestens zwei zusätzliche Rechenkerne fehlen. 

Wir haben beide CPUs durch unser neues Testverfahren gejagt, um faire Vergleichswerte zu erhalten. AMD hat in seinen Präsentationsfolien angekündigt mit dem Ryzen 3 3100 den Intel Core i3-9100 und mit dem Ryzen 3 3300X den Core i5-9400 schlagen zu wollen. Ersteres können wir mit unseren Tests deutlich bestätigen, so liegt der Ryzen 3 3100 in Full-HD um 15 Prozent vor dem Core i3-9100. Zweiteres belegen unsere Messwerte nicht, so schlägt der Core i5-9400 den Ryzen 3 3300X um etwa vier Prozent. Außerdem gibt es von den Intel-CPUs mit Comet Lake-S mittlerweile ja auch schon eine Nachfolgergeneration, die jetzt auch bei den Einsteigermodellen Hyper-Threading unterstützt. Zusammen mit den etwas erhöhten Taktraten dürfte die Spieleleistung hier also nochmal ein paar FPS höher liegen. Das muss sich aber erst noch zeigen, sobald wir Test-Samples in die Finger bekommen haben, Unsere gemessen FPS-Werte können Sie übrigens am Ende des Artikels finden.

Interessant ist auf jeden Fall, dass der Ryzen 3 3300X im Schnitt mit dem Ryzen 5 3600 mithalten kann und das für knapp 40 Euro weniger. Allerdings dürfte sich dieses Blatt in Zukunft deutlich zu Gunsten des Hexa-Cores wenden, wenn Spiele mehrere Kerne unterstützen. So sind in den kommenden Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X sogar Octa-Cores verbaut und die Spieleentwickler passen ihr Produkte meistens an die Konsolenleistung an. Der Ryzen 3 3100 wiederum kann den Ryzen 5 2600 im Schnitt um sieben Prozent und den Ryzen 5 1600 AF um zehn Prozent hinter sich lassen. Aus diesem Grund kommen die beiden CPUs auch in unseren Budget-Gaming-PCs zum Einsatz, vier Kerne mit Simultaneous Multithreading sind allerdings unsere Mindestempfehlung. Mit einem Hexa-Core sind Sie deutlich besser für die Zukunft gerüstet.

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die beste Hardware in jedem Preisbereich

Sind vier Rechenkerne in Anwendungen zu wenig?

In den Anwendungstests zeigt sich, dass viele Rechenkerne Trumpf sind. Sowohl der Ryzen 5 2600 als auch der Ryzen 5 1600 AF liegen vor dem Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X.
Vergrößern In den Anwendungstests zeigt sich, dass viele Rechenkerne Trumpf sind. Sowohl der Ryzen 5 2600 als auch der Ryzen 5 1600 AF liegen vor dem Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X.

In den Anwendungstests verdeutlicht sich, was sich in manchen Spielen schon angedeutet hat. Vier Rechenkerne mit Simultaneous Multithreading sind für rechenintensive Anwendungen das absolute Minimum. Durch die zwei zusätzlichen Kerne liegen sowohl der Ryzen 5 2600 als auch der Ryzen 5 1600 AF vor dem Ryzen 3 3300X und dem Ryzen 3 3100. Die höheren Taktraten und die gesteigerten IPC können die zwei fehlenden Rechenkerne einfach nicht kompensieren. Die Konkurrenzmodelle von Intel können die beiden CPUs jedoch schlagen, beim Ryzen 3 3300X reicht es sogar fast für den Core i5-9600K.  Viel interessanter dürfte jedoch der Vergleich mit dem Core i3-10100 und dem Core i5-10400 ausfallen, da diese im Gegensatz zu ihren Vorgängern Hyper-Threading unterstützen. Leider hat bisher noch kein Test-Sample dieser CPUs seinen Weg zu uns in die Redaktion gefunden. Unsere ausführlichen Messwerte können Sie am Ende des Artikels finden.

Für Zen-2-CPUs verhältnismäßg durstig

Bei den Messungen der Leistungsaufnahme zeigt sich ein eher unerwartetes Bild. So galten die Zen-2-CPUs bisher als äußerst energieeffizient, besonders bei maximaler Auslastung. Die Leistungsaufnahme ist weder beim Ryzen 3 3100 noch beim Ryzen 3 3300X enorm hoch, dennoch zeigt sich, dass bei den CPUs die aussortierten Chips zum Einsatz kommen, welche nicht den Anforderungen für einen höherwertigen Prozessor wie den Ryzen 5 3600X genügt haben. So liegt die Leistungsaufnahme des Ryzen 3 3300X unter Vollauslastung nur um circa acht Wat niedriger als beim Ryzen 5 3600X bei einer allerdings 40-50 Prozent niedrigeren Anwendungsleistung. Auch im Spiel Shadow of the Tomb Raider ist die Leistungsaufnahme nicht gerade als niedrig zu bezeichnen und liegt auf einem ähnlichen Niveau mit dem Ryzen 5 3600X, immerhin gibt es hier keine großen Unterschiede was die erzielten FPS-Werte betrifft.

Idle (W)

Full-HD YouTube (W)

Shadow of the Tomb Raider avg (W)

Shadow of the Tomb Raider max (W)

Cinebench R15 (W)

AMD Ryzen 5 3400G

5,0

9,4

44,7

59,5

71,5

AMD Ryzen 3 3100

16,6

26,7

48,6

55,9

62,4

AMD Ryzen 3 3300X

15,9

25,5

49,4

67,2

74,5

AMD Ryzen 5 3600X

14,5

24,2

51,4

67,2

82,3

Intel Core i5-9400

7,4

8,3

53,7

63,1

69,6

Idle (°C)

Shadow of the Tomb Raider (°C)

Cinebench R15 (°C)

AMD Ryzen 5 3400G

28

58

63

AMD Ryzen 3 3100

31

54

65

AMD Ryzen 3 3300X

32

64

70

AMD Ryzen 5 3600X

32

64

68

Intel Core i5-9400

30

55

62

Der Ryzen 3 3100 ist unter Vollast dagegen deutlich genügsamer und genehmigt sich 12 Watt weniger. Beim Zocken messen wir jedoch einen ähnlich hohen Wert wie beim Ryzen 3 3300X. Das resultiert in relativ hohen Temperaturen, welche sich beim Ryzen 3 3300X ziemlich mit denen des Ryzen 5 3600X decken. Für eine Einstiger-CPU, die oftmals mit dem Boxed-Kühler betrieben wird, sind Temperaturen von 70°C mit einem potenten Luftkühler wie dem be quiet! Dark Rock Pro 4 jedoch schon ziemlich hoch. Der kleinere Ryzen 3 3100 bleibt gemäß unseren Messwerten deutlich kühler.

Preisliche Einordnung und abschließende Worte

Da sowohl der  Ryzen 3 3100  (ab 107 Euro) als auch der  Ryzen 3 3300X  (ab 128 Euro) bereits auf dem Markt sind, können wir an dieser Stelle die aktuellen Straßenpreise und nicht die UVP des Herstellers angeben. Die beiden neuen Modelle bekommen aus dem eigenen Haus Konkurrenz durch des  Ryzen 5 1600 AF  (ab 109 Euro) und den  Ryzen 5 2600  (ab 119 Euro). Intels Konkurrenzprodukte, der  Core i5-9400  (ab 163 Euro) und der  Core i5-10400  (ab 178 Euro) sind deutlich teurer.

Aus Preis-Leistungs-Sicht können der AMD Ryzen 3100 und der AMD Ryzen 3300X auf ganzer Linie überzeugen.
Vergrößern Aus Preis-Leistungs-Sicht können der AMD Ryzen 3100 und der AMD Ryzen 3300X auf ganzer Linie überzeugen.

Aus Preis-Leistungs-Sicht sieht das sehr vielversprechend aus, eine absolute Empfehlung können wir aber dennoch nicht aussprechen. Gerade der Ryzen 3 3300X hat einen äußerst schweren Stand. Die Konkurrenz aus dem eigenen Haus in Form des Ryzen 5 2600 kann der Ryzen 3 3300X zwar in Spielen noch um sieben Prozent schlagen, verliert aber im gleichen Zug in den Anwendungen im zweistelligen Prozentbereich. Zudem sind die vier Kerne und acht Threads aktuell bereits je nach Spiel oder Anwendung äußerst knapp bemessen. Da ist der Ryzen 5 3600 (ab 166 Euro) die deutlich interessantere und vor allem zukunftssichere Wahl. Gerade wenn Sie auch in Zukunft AAA-Titel spielen wollen, sollten Sie definitiv den Aufpreis für den Ryzen 5 3600 in Kauf nehmen. Für Spieler von Battle-Royale-Titeln oder MOBAs ist der Ryzen 3 3300X aber durchaus ausreichend und ein sehr interessantes Produkt für einen Budget-Gaming-PC.

AMD Ryzen: Alle CPUs von 2020, 2019, 2018 & 2017 samt Testberichten

Der Ryzen 3 3100 ist das deutlich attraktivere Modell, was nicht nur am etwas besseren Preis-Leistungs-Verhältnis liegt, sondern vor allem daran, dass es im Preissegment um 100 Euro nicht so viel Konkurrenz gibt und der Aufpreis zum Ryzen 5 3600 deutlich größer ausfällt. Eine Konfiguration aus einem B450-Mainboard - oder sobald erhältlich einem B550-Mainboard - mit einem Ryzen 3 3100 ist gerade für preisbewusste Käufer eine äußerst interessante Kombination. Vor allem, weil Sie sich die Möglichkeit offen halten, später auf einen leistungsstärkeren Ryzen 4000 Prozessor aufzurüsten.

Gegenüber den Konkurrenzmodellen der neunten Generation von Intel sind der Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X defintiv die bessere Wahl. Wie sie sich gegen die neuen Comet Lake-S Prozessoren schlagen, können wir erst sagen, wenn der Core i3-10100 oder der Core i5-10400 unseren Test-Parcours durchlaufen hat. Allerdings kann man jetzt schon sagen, dass die beiden neuen AMD CPUs durchwegs gute Werte abliefern, aber nicht ganz an das Level ihrer großen Brüder herankommen. Sie sind weder richtige Preisbrecher noch liegt das Energieeffizienzlevel auf einem herausragenden Niveau.


Unsere Messwerte auf einen Blick

Im folgenden können Sie all unsere Messwerte zum Ryzen 3 3100 und dem Ryzen 3 3300X inklusive der Konkurrenzmodelle finden. Los geht es mit den Spielebenchmarks in FHD und QHD, weiter geht es mit den Ergebnissen in den Anwendungstests und zuletzt noch die Messungen der Leistungsaufnahme.

Spieleleistung FHD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

Ryzen 5 3400G

58,7

84,3

61,6

133,3

91,7

115,4

70,4

80,7

93,3

114,8

Ryzen 3 3100

69,2

90,3

65,5

143,2

99,3

137,8

86,0

85,0

108,3

126,7

Ryzen 3 3300X

75,8

100,9

75,4

173,5

119,6

161,1

96,6

88,0

124,8

136,5

Ryzen 5 3600X

78,6

101,1

84,2

171,1

120,5

160,5

89,2

89,9

130,3

145,4

Core i5-9400

75,7

107,4

84,4

174,8

130,6

169,2

96,8

94,3

132,7

137,9

Spieleleistung QHD

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

Ryzen 5 3400G

51,8

71,5

59,9

118,9

87,3

110,9

64,7

65,6

90,4

102,1

Ryzen 3 3100

61,5

75,6

65,0

140,4

88,1

134,6

78,0

71,7

100,9

97,0

Ryzen 3 3300X

64,4

78,2

74,9

147,2

112,3

149,4

80,3

71,8

109,8

97,8

Ryzen 5 3600X

68,3

78,7

83,9

149,1

113,3

148,9

72,1

66,7

113,4

110,0

Core i5-9400

73,1

81,4

81,9

138,7

112,6

155,5

78,8

76,4

113,3

106,4

Anwendungsleistung

7-Zip Benchmark (MIPS)

Blender Benchmark (min)

Cinebench R15 Single Core (cb)

Cinebench R15 Multi Core (cb)

Cinebench R20 Single Core (cb)

Cinebench R20 Multi Core (cb)

Handbrake (min)

Ryzen 5 3400G

33397

37:52:49

158

886

390

1990

79:51

Ryzen 3 3100

39447

34:30:10

179

1009

446

2328

63:24

Ryzen 3 3300X

44191

30:39:56

202

1113

501

2566

60:15

Ryzen 5 3600X

61434

21:19:91

204

1635

507

3739

40:34

Core i5-9400

37821

34:22:58

173

950

423

2318

60:03

Leistungsaufnahme

Idle (W)

Full-HD YouTube (W)

Shadow of the Tomb Raider avg (W)

Shadow of the Tomb Raider max (W)

Cinebench R15 max (W)

Ryzen 5 3400G

5,0

9,4

44,7

59,5

71,5

Ryzen 3 3100

16,6

26,7

48,6

55,9

62,4

Ryzen 3 3300X

15,9

25,5

49,4

67,2

74,5

Ryzen 5 3600X

14,5

24,2

51,4

67,2

82,3

Core i5-9400

7,4

8,3

53,7

63,1

69,6

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