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Tempo, Ergonomie und Fazit

06.11.2008 | 20:33 Uhr | Michael Schmelzle,

Fehlkonstruktion: Entweder warme Luft ins Ohr oder Verrenkung beim Einlegen von optischen Datenträgern
Vergrößern Fehlkonstruktion: Entweder warme Luft ins Ohr oder Verrenkung beim Einlegen von optischen Datenträgern
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Tempo: Bei unseren Benchmark-Tests mit dem Highend Cube Ultra konnte der Rechner voll überzeugen: Im Test mit PC Mark 05 erreichte der Highend Cube 13.372 Punkte - das ist neuer Rekord bei allen bis dato von uns getesteten PCs. Der bisherige Rekordhalter, der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air erreichte nur 10.028 Punkte. Im Vergleich zum letzten getesteten HE-Computer Silent Edition08 , der auf 7751 Punkte kam, hat der Hersteller die Leistung fast verdoppelt.

Dasselbe Bild ergibt sich bei der Bewertung im 3D-Mark-06-Rating: Auch hier verdrängt der das aktuelle Modell von HE-Computer den bisherige Spitzenreiter Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air (13.595 Punkte) von seinem Thron: satte 18.896 Punkte erreichte der Highend Cube Ultra im 3D Mark 06. Eine so flüssige und detaillierte 3D-Wiedergabe ist bei der DirectX-10-Darstellung eben nur mit hochwertigen Komponenten möglich.

Bei Spiele-PCs prüfen wir zusätzlich in einem Praxis-Test mit dem Titel "World in Conflict", der nicht Eingang in die Bewertung findet, die 3D-Leistung: Selbst bei einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln und der Qualitätseinstellung "sehr hoch" war kein Stocken zu bemerken. Auch bei schnelleren Action-Sequenzen sind noch feinste Oberflächen-Details zu erkennen. Insbesondere Rauch- und Nebeleffekte werden mit hoher Präzision dargestellt. Der Rechner erreicht mit diesen Einstellungen im DirectX-10-Rendering-Pfad 45 Bildern pro Sekunde - ausgezeichnet!

Stromfresser: ATI-Chip Radeon HD 4850 mit leicht erhöhtem Grafikchip-Takt
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Ergonomie: Dass so viel Rechenleistung einiges an Energie verbraucht, sind Computerspieler gewöhnt. Der Highend Cube Ultra erzielte bei ausgeschaltetem Netzteil mit 0,4 Watt und im heruntergefahrenen Zustand mit 7 Watt noch gute Werte. Im Bereitschaftszustand unter Vista schnellte der Verbrauch dann allerdings auf hohe 172 Watt. Würde im Desktop-Modus eine der beiden Grafikkarten nicht abschalten, wäre der Verbrauch sicherlich noch höher. Erst bei 3D-Anwendungen und aufwändigen Spielen wird die zweite Karte automatisch dazugeschaltet. Bei unserem Test fanden wir heraus, dass es aber sinnvoll ist, vor dem Start eines Spiels auf jeden Fall noch einmal im ATI Catalyst Control Center nachzuschauen, ob unter "CrossFireX-Configure" auch wirklich das Häkchen bei "Enable CrossFireX" gesetzt ist. Nicht immer war das automatisch der Fall.

Unter Volllast im Crossfire-Betrieb stieg der Verbrauch auf bis zu 376 Watt an. Bei Büro- und Spiele-PCs sind uns hier bisher selten einmal Werte über 200 Watt begegnet. Wir müssen dem High End Cube also das Prädikat eines Stromfressers verleihen. Ein Leisetreter ist der Highend Cube Ultra auch nicht gerade: Die Lüftung des Rechners blieb ständig hörbar: 28,5 dB(A) im Desktop-Betrieb sind akzeptabel. Unter Volllast haben wir eine Lautstärke von bis zu 35,5 dB(A) gemessen. Zum Vergleich: Der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air erreicht unter Last gerade einmal 26,4 dB(A)).

Eigentlich ist der Highend Cube mit seinem markanten Vollaluminium-Gehäuse ein Blickfang auf dem Schreibtisch, aber für den Spiele-Betrieb muss der Anwender erwägen, den Rechner eventuell unter den Tisch zu stellen: Steht der PC im vollen Spiele-Betrieb auf dem Schreibtisch rechts vom Anwender, kann man die Hitze auf dem Gehäuse deutlich mit der Hand fühlen und bekommt aus der seitlichen Lüftungsöffnung ständig einen ziemlich warmen Luftstrom ins Gesicht geblasen. Der PC darf also keineswegs eingezwängt stehen oder abgedeckt werden.

Der Hersteller empfiehlt darüber hinaus, dass der vordere Lufteinlass an der Front unter dem Gerät nach Möglichkeit nicht blockiert werden sollte, da sonst die Belüftung stark leidet. Da das DVD-Brenner-Laufwerk auf der linken Gehäuseseite angebracht ist, nützt es auch nichts, den PC links vom Anwender auf den Tisch zu stellen. Bei zukünftigen Spiele-PCs sollte HE-Computer beim Hitzemanagement im Gehäuse also darauf achten, dass die größte Hitze nicht auf derselben Seite aus dem Gehäuse geblasen wird, auf der sich das DVD-Brenner-Laufwerk befindet.

Fazit: Zum einem Preis von 1250 Euro erhalten Computerspieler einen PC mit Top-Leistung und außerordentlich guter 3D-Darstellung: Aktuelle Spiele stellt der Highend Cube Ultra bis zu einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten bei höchster Bildqualität flüssig dar. Unterem Strich reicht die Mischung aus hoher Leistung, guter Ausstattung und noch fairem Preis zum Testsieg: Der HE-Computer Highend Cube Ultra übernimmt erst einmal den Spitzenplatz in unserer PC-Bestenliste.

Dank der beeindruckenden Rechenleistung - der HE-Computer Highend Cube Ultra reiht Rekord an Rekord - hat sich der Spiele-Rechner auch unsere Tempo-Empfehlung redlich verdient. Jetzt fehlen bloss noch adäquate "Spielzeuge" wie Fallout 3, Far Cry 2 oder GTA 4, um die Gaming-Maschine auch richtig zu fordern.

Kein Licht ohne Schatten: Negativ schlägt das recht laute Betriebsgeräusch, der Ausstattungs-Schnitzer beim Soundchip und der hohe Stromverbrauch zu Buche. Eine gewisse Ernüchterung könnte der Anwender bei exzessiver Nutzung des Geräts nach einigen Monaten beim Blick auf die Stromrechnung erleben: Zocken Sie mit dem PC in einem Jahr täglich sechs Stunden lang bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 370 Watt, ergibt das bei einem Preis von 0,30 Euro pro Kilowattstunde eine stolze Summe von rund 240 Euro.

Alternativen: Spielen Sie moderne DirectX-10-Titel nur mit einer Auflösung von maximal 1280 x 1024 Bildpunkten oder geben Sie sich bei höheren Auflösungen mit mittleren Qualitätseinstellungen zufrieden, ist der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air dank seines günstigeren Preises und dem dezenten Betriebsgeräusch die bessere Wahl.

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