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Telefonfunktionen / Ausdauer

Trotz schwacher Ergebnisse im JBenchmark liefert das Handy eine gute Performance. Verzögerungen halten sich nach der Eingabe via Touchpad oder Tastatur in Grenzen, Menüs scrollen flüssig ins Bild. Lediglich rechenintensivere Vorgänge wie das Zoomen im Browser können länger dauern. Besonderes Lob verdient das U900 für das innovative Touchpad-Bedienkonzept, das je nach Anwendungen die Bedienelemente passend zum Menü ein einblendet. Die Navigation ist weder hakelig noch fingerfeindlich. Trotz des geringen Platzangebotes trafen wir nur selten den falschen Button, der Blick sollte aber auch beim U900 wegen der fehlenden Erfühlbarkeit nicht vom Touchpad abschweifen. Aufgrund des einfachen Betriebssystems bleibt die Übersicht in den einzelnen Menüs erhalten, nur die Suche nach einzelnen Punkten dauert hin und wieder etwas länger, da sie nicht immer logisch angeordnet erscheinen. Dafür lässt dich das Soul individuell gestalten. Egal ob Farbschema, Schnellzugriffe, Schriftart- oder -größe: Wenige Mobiltelefone lassen dem User derart freie Hand. Das ist auch gut so, denn die drei mitgelieferten Themes bieten eher biedere Kost. Sechs Profile bietet das Soul an, darunter auch der wichtige Offline- oder Flugzeugmodus. Neue Profile dürfen zwar nicht erstellt werden, dafür kann man die bestehenden verändern. Unverständlich bleibt, warum Samsung beim SGH-U900 nicht endlich eine Sprachsteuerungsfunktion verbaut. Gerade bei dem hohen Anschaffungspreis hätte man das durchaus erwarten dürfen.

Praxistest: Samsung U900 Soul
Vergrößern Praxistest: Samsung U900 Soul
© 2014

Die Sprachqualität ernüchtert. Gesprächspartner klingen dünn und blechern aus dem Telefonlautsprecher, auch die Lautstärke kann nicht überzeugen. Besonders in lauter Umgebung fällt eine Verständigung schwer. Freisprechen ist mit dem Soul auch keine Alternative. Auch hier klingen Anrufer dünn, viel zu leise und scheppernd. Da freut man sich fast schon darüber, dass keine Gesprächsaussetzer auftreten. Bei der Antenne hat Samsung zum Glück nicht gespart, die Empfangsleistung ist überzeugend. Der Akku macht allerdings wieder einen schwachen Eindruck. Schon die Kapazität von nur 860 Milliamphere legt nahe, was sich während der Testphase bestätigte. Bei seltener Nutzung sind Standbyzeiten von etwa vier bis fünf Tagen erreichbar, bei häufigem Gebrauch sinkt die Betriebszeit auf gerade einmal zwei Tage. Wer das Telefon zusätzlich als mobile EMail- oder Surfmaschine nutzt und gelegentlich Kamera und MP3-Player verwendet, kann sich auf einen täglichen Ladezyklus einstellen.

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