2623103

Surfshark VPN im Test

09.11.2021 | 14:01 Uhr | Frank Ziemann

Surfshark gilt als zuverlässiges VPN beim Streamen von TV- und Videoinhalten - und hat inzwischen mehr als 3200 Server. Wir haben Surfshark VPN daher erneut für Sie getestet (Aktualisierung).

Aktueller Test von November 2021

Surfshark ist als Unternehmen in den Niederlanden registriert. Es bietet einen VPN-Dienst mit Client-Software für Windows, macOS und Linux (Ubuntu, Debian) sowie Apps für Mobilgeräte mit Android oder iOS an. Auch Apple TV und Amazon Fire TV sowie die Konsolen XBox und Playstation werden unterstützt.

Black Friday bei Surfshark VPN: Nur 1,91 Euro/Monat

Surfshark stellt auch Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox bereit, die Sie im jeweiligen Browser-Store erhalten. Sie leiten nur Ihre Web-Aktivitäten mit dem jeweiligen Browser durch das VPN. Die Daten aller anderen Programme laufen ohne VPN über Ihre normale Internet-Verbindung. Neu im Angebot ist Surfshark One, ein modulares Paket aus VPN, Antivirus (mit Avira-Technik), Identitätsschutz („Alert“) und datenschutzfreundlicher Web-Suche („Search“).

Anonymität und Transparenz

Bei Surfshark gilt nach eigener Darstellung eine „strikte No-Logs-Richtlinie“, es werden also keine Verbindungs- oder Aktivitätsprotokolle gespeichert. Dazu gehört seit 2020 der Einsatz sogenannter „RAM-only“-Server. Diese haben keine Datenträger, auf denen Nutzdaten dauerhaft gespeichert werden könnten. Allerdings werden in der Android-App (Version 2.7.5.12) laut Analyse durch Exodus Privacy fünf Tracker eingesetzt. Zu den vier Google-Trackern kommt noch der des US-amerikanischen Datensammlers AppsFlyer. Es sollen jedoch nur anonymisierte Nutzungsdaten für statistische Zwecke erhoben werden.

Surfshark Konfiguration unter Windows 10 (1)
Vergrößern Surfshark Konfiguration unter Windows 10 (1)

Surfshark hat 2018 das Berliner Sicherheitsunternehmen Cure53 mit einem Audit beauftragt, bei dem die Browser-Erweiterungen für Firefox und Chrome untersucht wurden. Zwei dabei aufgespürte Schwachstellen hat Surfshark umgehend beseitigt. Ansonsten zeigten sich die Pentester von Cure53 mit der Sicherheit der Browser-Erweiterungen zufrieden. Auch das AV-Test Institut hat Surfshark hohe Sicherheit und Transparenz bescheinigt.

Black Friday bei Surfshark VPN: Nur 1,91 Euro/Monat

Die Server von Surfshark

Surfshark lässt Ihnen inzwischen die Wahl aus mehr als 3200 Servern in 65 Ländern. Unter den Server-Standorten sind neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch Großbritannien, die USA, Russland, Japan, Hongkong und Singapur. In einigen Ländern, etwa Argentinien, Philippinen und Algerien, stehen tatsächlich keine Server. Die stehen woanders und nutzen IP-Adressen, die diesen Ländern zugeordnet sind. Das ist bei vielen VPN-Anbietern so – Surfshark geht damit offen um. Sie erkennen solche Server an einem „V“ an der Landesflagge. Der Wechsel zwischen den Standorten ist jederzeit per Mausklick möglich. Bevorzugte Standorte können Sie als Favoriten markieren. Es stehen auch einige sogenannte MultiHop-Verbindungen zur Verfügung, bei denen zwei VPN-Standorte hintereinandergeschaltet sind. Sie können sich also zum Beispiel zunächst nach Kanada verbinden und von dort weiter in die USA.

Surfshark VPN-Server
Vergrößern Surfshark VPN-Server

Speziell für bestimmte Zwecke, etwa Streaming oder Torrents, optimierte Server stehen sich nicht in der Liste. In der englischsprachigen FAQ finden sich Tipps, wie Sie etwa für Netflix US oder Amazon Prime vorgehen können, falls es nicht auf Anhieb klappt. Die beste Empfehlung ist, einen anderen VPN-Standort zu versuchen (etwa Chicago statt New York) und zwischendurch stets den Browser-Cache zu leeren. DNS-Leaks werden durch eigene DNS-Server vermieden.

Konfiguration von Surfshark


Nach der Installation des Windows-Clients (im Test: Version 3.0.2 unter Windows 10 und 7) können Sie im Grunde gleich loslegen. In den Einstellungen können Sie festlegen, ob Surfshark VPN beim Windows-Start automatisch geladen und ob beim Start sogleich eine VPN-Verbindung aufgebaut werden soll. Der sogenannte „Kill Switch“ ist nicht voreingestellt. Der Kill Switch ist eine Art automatischer Notausschalter, der Ihre Internet-Aktivitäten blockiert, falls die VPN-Verbindung abbricht. Damit vermeiden Sie, plötzlich und unerwartet ohne Schutz im Netz unterwegs zu sein.

Surfshark VPN-Protokolle
Vergrößern Surfshark VPN-Protokolle

Bei den VPN-Protokollen stehen OpenVPN, IKEv2 sowie das noch recht neue, schlanke Wireguard zur Wahl – oder die Automatik (Standard). Meist kommen Sie mit der Automatik ans Ziel. Um das Maximum aus der VPN-Verbindung herauszuholen, versuchen Sie es mit Wireguard. Surfshark bietet zudem ein paar Zusatzfunktionen. Unter dem Namen CleanWeb verbirgt sich ein Web-Filter, der Werbung, Tracker und Malware blockieren soll. Der sogenannte Whitelister ermöglicht es Ihnen, Programme und Websites festzulegen, die eine aktive VPN-Verbindung umgehen dürfen. Das kann etwa fürs Online-Banking oder für E-Mail sinnvoll sein.

Linux
Wer erwartet, unter Linux einen VPN-Client mit grafischer Bedienoberfläche zu erhalten, wird auch bei Surfshark enttäuscht sein. Wie bei den meisten anderen Anbietern, wenn überhaupt, gibt es lediglich eine Konsolenanwendung für Freunde der Shell. Auch um dieses Programm zu installieren, müssen Sie das Terminalfenster bemühen. Immerhin wird die Einrichtung und Benutzung ausführlich erklärt, wenn auch in englischer Sprache.

Android
Die Android-App haben wir mit dem neuen Android 12 ausprobiert. Die Einstellungen der aktuellen App (Version 2.7.5.12) bieten teils andere Optionen als die des Windows-Clients. Auch hier ist der Kill Switch nicht ab Werk aktiviert. Sie können für verschiedene Netze (Mobilfunk, sicheres WLAN, unsicheres WLAN) festlegen, ob automatisch eine VPN-Verbindung aufgebaut werden soll. Bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots, Hotels eingeschlossen, ist das zu empfehlen.

Surfshark Android-App
Vergrößern Surfshark Android-App

Die Android-Ortungsdienste können Ihren tatsächlichen Standort an Apps weiterreichen. Die Surfshark-App bietet die Möglichkeit, die GPS-Koordinaten an den von Ihnen gewählten VPN-Standort anzupassen (GPS-Spoofing). Alternativ schalten Sie die Ortungsfunktionen im Gerät ganz ab. Sie können die Datensammlung („Reporting“) durch die Tracker deaktivieren – ob es wirkt, lässt sich kaum überprüfen. Die Zusatzfunktionen CleanWeb und Whitelister stehen auch in der Android-App zur Verfügung.

Probefahrt mit Surfshark

Bei den Tests der VPN-Verbindungen haben wir die werksseitigen Voreinstellungen beibehalten. Der Wechsel zu einem Server in einem anderen Land ist mit zwei Mausklicks erledigt und geht in der Regel recht flott. Dass keine Verbindung mit einem gewünschten Standort möglich war, ist während des Testzeitraums nicht vorgekommen. Auch Verbindungsabbrüche oder drastische Geschwindigkeitseinbußen sind nicht aufgetreten. Bei Downloads liegt die VPN-bedingte Geschwindigkeitseinbuße im einstelligen Prozentbereich, verglichen mit Downloads ohne VPN.

Streaming von ausländischen Inhalten wie Netflix US


Über britische VPN-Standorte können Sie Videos im BBC iPlayer schauen (sofern Sie sich bei der BBC registriert haben). Um in der ORF-TVthek oder bei Servus-TV Videos oder Live-Streams zu gucken, die nur aus Österreich abrufbar sind (etwa die Formel 1 ), wählen Sie einen österreichischen VPN-Server. Beides hat im Testzeitraum gut funktioniert, auch abends. Auch die Nutzung von Netflix US hat geklappt. Der File-Hoster ZippyShare, der Benutzer aus Deutschland und einigen anderen EU-Ländern aussperrt, ist über einen VPN-Standort in einem anderen europäischen Land erreichbar, etwa Österreich oder Polen. Auch DNS-Sperren der Internet-Provider lassen sich per VPN umgehen, da die VPN-Anbieter wie auch Surfshark eigene DNS-Server bereitstellen.

Probleme mit internationalen Streaming-Diensten können Ihnen bei jedem VPN-Dienst begegnen. Der Hintergrund ist der anhaltende Wettstreit zwischen Netflix und anderen Streaming-Diensten einerseits sowie den VPN-Anbietern andererseits. Netflix und Co. wollen nicht, dass jemand ihre Dienste in anderen Ländern per VPN nutzt. Sie unternehmen einiges, um dies zu unterbinden. Das hat auch rechtliche Gründe, denn im Einzelfall kann Netflix die Rechte an einem Film oder einer Serie nur für die USA besitzen, für Europa hat sie ein anderer Streaming-Dienst. Im Gegenzug versuchen die VPN-Anbieter, die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Das heißt jedoch auch, was heute noch funktioniert, kann morgen schon fehlschlagen. Wenn Sie zum Beispiel Netflix US per VPN gucken wollen und es nicht klappt, wenden Sie sich an den Support Ihres VPN-Anbieters. Dort werden Sie geholfen, entweder per Live-Chat oder Mail.

Black Friday bei Surfshark VPN: Nur 1,91 Euro/Monat

Preise

Surfshark VPN bietet Software für Windows, macOS, Linux, Android sowie iOS und andere Plattformen. Erhältlich sind Abos mit unbegrenzter Bandbreite für einen Monat (10,99 Euro), sechs Monate (32,94 Euro) und zwei Jahre (51,88 Euro) – aktuelle Rabattaktionen sind dabei nicht berücksichtigt. Beachten Sie unseren Special Deal für PC-Welt-Leser . Sie können Surfshark VPN mit einem Abo auf unbegrenzt vielen Geräten nutzen – etwa PC, Notebook, Smartphone, Spielekonsole und iPad. Eingeschlossen ist eine Geld-zurück-Garantie für 30 Tage. Auch ein 7-Tage-Gratistest ist im Angebot.

Surfshark Black Friday Deal: Nur 1,91 Euro im Monat

2623103