256405

Sunbelt Kerio Personal Firewall 4.3

05.05.2009 | 09:45 Uhr | Arne Arnold

Die Firewall ist in der Handhabung nicht ganz einfach und zeigte zudem Schwächen bei den Sicherheitstests. Während der englischsprachigen Installation müssen Sie sich zwischen „Simple“- und „Advanced“-Modus entscheiden. Im Modus Simple arbeitet die Firewall ähnlich wie die Firewall von Windows XP : Alles, was hereinkommt, wird blockiert, und alle Verbindungen in Richtung Internet sind erlaubt – ohne Rückfragen. Im „Advanced“-Modus sollte die Firewall standardmäßig den Anwender fragen, ob ein Tool online gehen darf. Ärgerlich finden wir, dass das im Test nicht der Fall war. Erst nachdem wir unter „Netzwerksicherheit“, „Jede andere Anwendung, Internet, abgehend“ auf „fragen“ gesetzt haben, meldete das Tool Online-Programme. Immerhin ist die Bedienerführung zu diesem Zeitpunkt schon überwiegend deutschsprachig.

Hat man diese Hürde genommen, erhält man informative Warnungen. Denn die Firewall zeigt nicht nur die Ziel-IP-Adresse an, sondern auch den dazugehörigen Domain-Namen – falls dieser vorhanden ist.
Aus einer Meldung lässt sich eine Regel erstellen, die sich auf Wunsch sehr detailliert festlegen lässt. Die nachträgliche Änderung für ICQ auf Server-Rechte gelingt einfach , sobald man sich in der Bedienerführung orientiert hat. Das kann allerdings einige Zeit kosten.
Das Protokoll bietet zwar viele Informationen, will man aber auch das Verhalten einzelner Online-Anwendugen aufzeichnen lassen, muss man das unter „Netzwerksicherheit, Anwendungen“ für jedes Tool aktivieren.

Sicherheit: Zwei Lücken zeigten sich bei den Tests für den Innenschutz. Schädlicher Code kann sich die Rechte eines anderen Programms stehlen und damit online gehen. Zudem lässt sich das Tool einfach abschießen, was sich gefährlicher Code zunutze machen kann.

Fazit: Sunbelt Kerio Personal Firewall zeigte beim Sicherheitstest Schwächen. Wer das Tool dennoch einsetzen mag, bekommt eine Firewall mit vielen Einstellmöglichkeiten.

PC-WELT Marktplatz

256405