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Spiele-PC von Aldi für 599 Euro im Test: Akoya P56005 mit Ryzen 5 & GTX 1650

14.10.2019 | 15:41 Uhr | Sebastian Schenzinger

Aldi Süd & Nord bieten ab dem 24.10.2019 einen Gaming-PC für 599 Euro an: Der Medion Akoya P56005 kombiniert den AMD Ryzen 5 2600 mit der Nvidia GeForce GTX 1650. Wir haben den Aldi-PC ausführlich getestet und sagen Ihnen, ob er zum Spielen taugt und sein Geld wert ist.

Ein neuer Aldi-PC steht ab dem 24.10. in den Regalen von Aldi Süd und Aldi Nord. Und wieder einmal will Medion preisbewusste Gamer ansprechen. Und so kostet der Medion Akoya P56005 lediglich 599 Euro, bringt aber mit dem AMD Ryzen 5 2600 und der Nvidia Geforce GTX 1650 durchaus gaming-taugliche Komponenten mit. Wie gut sich der Aldi-PC in unserem Test schlägt, erfahrt Ihr in diesem Video.

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CPU: tidd.ly/4b51cb32
RAM: tidd.ly/8466ef3d
GPU: tidd.ly/cd474303
Mainboard: tidd.ly/f5651d7c
Gehäuse: tidd.ly/7e87d3b4
Netzteil: tidd.ly/4c93a5a5
Lüfter: tidd.ly/1a2e5d98
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Aldi Süd und Aldi Nord verkaufen ab dem 24.10.2019 den Medion Akoya P56005 mit AMD Ryzen 5 2600 und Nvidia GeForce GTX 1650 . Dazu gibt's 8 GB RAM, eine 256 GB große NVMe-SSD, eine 1 TB HDD und ein DVD-Brenner. Mit an Bord sind WLAN und Bluetooth sowie Maus & Tastatur. Windows 10 Home ist bereits vorinstalliert. Wie viel Leistung Sie für 599 Euro bekommen und ob der Aldi-PC auch spieletauglich ist, haben wir für Sie getestet.

TEST-FAZIT: Aldi-PC Medion Akoya P56005

599 Euro sind für die gebotene Leistung mehr als fair. Summieren wir nur die Preise für sämtliche Einzelkomponenten auf, liegen wir bereits bei circa 559 Euro. Für die übrig gebliebenen 40 Euro bekommen Sie einen fertig konfigurierten und eingerichteten PC, mit dem Sie direkt nach dem Auspacken ohne weitere Verzögerungen loslegen können und obendrein eine dreijährige Garantie.

Das Rechenherz des Akoya P56005 bildet ein Ryzen 5 2600, der nicht nur mehr als genug Leistung für alltägliche Multimedia Aufgaben wie Office, Bild- oder Videobearbeitung bietet, sondern Dank seiner zwölf Threads zukunftssicher ist - Spiele und Anwendungen profitieren nämlich immer mehr von vielen Rechenkernen. Die verbaute Einsteigergrafikkarte GeForce GTX 1650 liefert in Full-HD selbst bei aktuellen Top-Titeln genug Leistung, um flüssige 60 Bilder pro Sekunde auf dem Monitor darzustellen, je nach Spiel müssen Sie allerdings mit teils deutlich reduzierten Grafikdetails zocken. Nicht so fordernde Spiele wie E-Sports-Titel oder ältere Klassiker können Sie hingegen in der vollen Grafikpracht genießen.

Üppig fällt auch die Anzahl der Anschlüsse aus, auch wenn Medion hier teils an den neuesten Standards gespart hat. So bietet das B550-Mainboard nur USB 3.1 statt dem neueren USB 3.2 und der Grafikkarte fehlt der wichtige DisplayPort-Anschluss. Dafür gibt es sehr schnelle Datenübertragung Dank Wi-Fi 6 + Bluetooth 5.0 und Extras wie ein Hot-Swap-Schacht oder einen Speicherkartenleser. Mit im Karton liegt außerdem eine Maus-Tastatur-Kombination und Windows 10 Home ist auch schon vorinstalliert.

Wie bei fast allen Fertig-PCs liegt die Schwachstelle bei den Aufrüstmöglichkeiten. Hier ist positiv zu erwähnen, dass sich die CPU problemlos gegen ein aktuelles Modell aus der Ryzen-3000-Generation austauschen lässt und Sie ebenso leicht den Arbeitsspeicher erweitern können. Wenn Sie jedoch mehr Grafikleistung benötigen, müssen Sie zusammen mit der Grafikkarte auch das Netzteil austauschen. Dieses ist mit 250 Watt nämlich nicht nur sehr schwach, sondern hat auch keine PCIe-Stromstecker. Dafür zeigt sich der Medion Akoya P56005 sehr genügsam und bleibt durchwegs leise.

+ sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

+ für Einsteiger- und Gelegenheitsspieler geeignet

+ geringer Stromverbrauch

+ leise

- moderne Anschlüsse fehlen

- schwaches Netzteil

- OEM-Bauteile

Aldi-PC Medion Akoya P56005 mit krudem Lüftungskonzept
Vergrößern Aldi-PC Medion Akoya P56005 mit krudem Lüftungskonzept

Das Herzstück des Aldi-PCs: Preis-Leistungs-Tipp AMD Ryzen 5 2600

Der Ryzen 5 2600 verfügt über sechs Rechenkerne und zwölf Threads, die mit einer Basis-Taktrate von 3,4 GHz laufen. Im Boost erreicht die CPU bis zu 3,9 GHz und kann auf 16 MB L3-Cache zugreifen. Damit eignet sich der Prozessor nicht nur um viele Anwendungen parallel auszuführen, sondern ist auch die ideale Grundlage für einen günstigen Gaming-PC. Auch wenn der Ryzen 5 2600 nicht aus der aktuellen AMD Generation Zen 2 stammt, ist er Dank seines sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses nach wie vor empfehlenswert.

Auf Grund der niedrigen thermischen Verlustleistung von 65 Watt reicht hier der Standardkühler von AMD vollkommen aus. Bei Maximalauslastung mit Prime95 erwärmte sich die CPU auf 76 Grad Celsius, wobei der Kühler angenehm leise blieb. Theoretisch lässt sich der Prozessor Dank des entsperrten Multiplikators für zusätzliche Leistung übertakten, allerdings sieht es so aus, als ob Medion diese Funktion im BIOS deaktiviert hätte. Da die Kühlleistung des Boxed-Kühlers, die Spannungsversorgung des Mainboards und die bereitgestellte Leistung des Netzteils nur noch wenige Reserven bieten, ist das eine nachvollziehbare Entscheidung.

Zur Kühlung des AMD Ryzen 5 2600 kommt der Boxed-Kühler zum Einsatz.
Vergrößern Zur Kühlung des AMD Ryzen 5 2600 kommt der Boxed-Kühler zum Einsatz.

Welt-Premiere: Das erste Mainboard mit B550-Chipsatz

Seitens AMD gibt es noch keine konkreten Informationen zum B550-Chipsatz, dem kleinen Bruder der X570-Mainboards, da verbaut Medion schon ein solches Mainboard in dem Akoya P56005. Entgegen der bisherigen Vermutungen, dass der B550-Chipsatz nur eine Weiterentwicklung des X470-Chipsatzes ist, kommt auf dem Medion Mainboard mit der Bezeichnung B550A4-EM eine X570-Southbridge zum Einsatz. Die Southbridge ist unter anderem für die Ansteuerung von Hardwarekomponenten über PCIe, SATA oder USB zuständig. So konnten wir bereits erfolgreich eine Radeon RX 5700 und eine Gigabyte Aorus NVMe Gen4 SSD mit PCIe 4.0 auf dem Medion B550A4-EM betreiben - als CPU kam hierfür ein Ryzen 5 3600X zum Einsatz.

Der Aldi-PC Medion Akoya P56005 setzt auf den noch nicht offiziell vorgestellen B550-Chipsatz
Vergrößern Der Aldi-PC Medion Akoya P56005 setzt auf den noch nicht offiziell vorgestellen B550-Chipsatz
© onties.com

Ob der Chipsatz selbst über PCIe 4.0 verfügt, konnten wir leider noch nicht herausfinden, da alle Schnittstellen direkt über die CPU angesteuert sind. Fraglich bleibt auf jeden Fall, warum sich Medion für ein Mainboard mit B550-Chipsatz entschieden hat. Denn es kommt weder eine Ryzen 3000 CPU zum Einsatz, weshalb PCIe 4.0 nicht nutzbar ist, noch verfügt das Mainboard über USB 3.2 Gen2 Anschlüsse. Auffällig ist zudem, dass das BIOS noch auf dem mittlerweile recht veralteteten AGESA-Stand 1.0.0.2 aus dem Juli ist. Ob es hier ein Update seitens Medion gibt, bleibt abzuwarten. Wir berichten über das erste B550-Mainboard auf jeden Fall noch einmal ausführlicher in einem separaten Testbericht.

Alternativkonfiguration für 600 Euro zum Selberbauen

Für alle, die gerne basteln und das Maximum an Leistung für ihr Geld bekommen wollen, haben wir eine Alternativkonfiguration zusammengestellt. Die erhalten Sie für ebenfalls knapp unter 600 Euro bei Mindfactory. Kleiner Tipp: Wenn Sie nach Mitternacht bestellen, sparen Sie sich die Versandkosten. Die direkten Shop-Links finden Sie gleich im Anschluss (blau unterlegt).

Mainboard: ASRock B450M Pro4-F

Prozessor: AMD Ryzen 5 2600

Arbeitsspeicher: 16GB G.Skill Aegis DDR4-3000 DIMM CL16 Dual Kit

Grafikkarte: PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2 8GB

SSD: 1000GB Crucial MX500

Netzteil: 400 Watt be quiet! System Power 9

Gehäuse: Cooler Master MasterBox Q300L

Lüfter: be quiet! Pure Wings 2 PWM 140

Die Vorteile des Selbstbau PCs liegen klar auf der Hand: Die Radeon RX 580 ist in Spielen circa 20 bis 25 Prozent schneller als die GTX 1650 des Aldi-PCs. Einen ähnlichen Geschwindigkeitsschub bringt der doppelt so große Arbeitsspeicher mit 3000 MHz im Dual-Channel-Betrieb. Auf der 1 Terrabyte SSD finden deutlich mehr Spiele Platz und es kommt ein 400-Watt-Markennetzteil mit 80 PLUS Bronze Zertifizierung zum Einsatz.
Größter Nachteil ist das fehlende Betriebssystem. Wenn Sie keine Lizenz mehr von einem alten System übrig haben, bekommen Sie Windows 10 ab 35,99 Euro bei Lizengo . Außerdem bietet der Selbstbau-PC keinen Cardreader, kein Laufwerk und es liegt keine Maus-Tastatur-Kombi wie beim Medion-PC bei.

Einsteiger-Grafkkarte auf Turing-Basis: Nvidia GeForce GTX 1650

Für die Bildausgabe sorgt die GeForce GTX 1650 von Nvidia mit 4 GB GDDR5-Videospeicher. Als Hersteller liest GPU-Z MSI aus, allerdings handelt es sich dabei um ein Sondermodell für Medion, das so nicht auf dem freien Markt erhältlich ist. Dementsprechend minimalistisch fällt das Kühldesign aus Aluminiumkühlblock mit 60 Millimeter Axial-Lüfter aus. Dieses ist aber ausreichend, um die thermische Verlustleistung von 75 Watt nahezu lautlos abzuführen. Tatsächlich ist die Grafikkarte unter Maximalauslastung in FurMark nur etwas lauter als im Idle und erreicht dabei aktzeptable 80 Grad Celsius.

Das Kühldesign der GeForce GTX 1650 fällt sehr minimalistisch aus.
Vergrößern Das Kühldesign der GeForce GTX 1650 fällt sehr minimalistisch aus.

Die GPU verfügt über einen Basistakt von 1485 MHz, rechnet in Spielen im Regelfall aber mit dem Boost-Takt von 1665 MHz. Der Videospeicher ist auf 2000 MHz getaktet. Als günstigstes Modell der Turing-Generation eignet sich die GTX 1650 für nicht so anspruchsvolle Spiele in Full-HD-Auflösung und typische Multimedia-Programme. Wie die Grafikkarte bei unseren Spieletests abgeschnitten hat, lesen Sie unten. Größter Nachteil des verbauten Modells ist der fehlende DisplayPort-Anschluss, das ist bei einem moderen PC ein No-Go.

Einen DisplayPort-Anschluss sucht man an der Grafikkarte vergebens.
Vergrößern Einen DisplayPort-Anschluss sucht man an der Grafikkarte vergebens.

DDR4-Arbeitsspeicher mit 2666 MHz - leider nur im Single-Channel

Als Arbeitsspeicher kommt ein 2666 MHz schneller Speicherriegel von Samsung mit acht Gigabyte zum Einsatz. Die Entscheidung von Medion, nur einmal acht Gigabyte an Stelle von zweimal vier Gigabyte zu verbauen, ist nachvollziehbar. Das Mainboard hat nämlich nur zwei Speicherbänke und somit können Sie in Zukunft den Arbeitsspeicher einfacher aufrüsten. Allerdings geht damit auch ein Leistungsverlust einher, der sehr von der Anwendung abhängt. Rein physikalisch bietet der Dual-Channel-Betrieb den doppelten Datendurchsatz, in Spielen verlieren Sie dadurch im Schnitt etwa 20 bis 30 Prozent an Leistung. Dieser Performanceverlust tritt vor allem dann auf, wenn der Prozessor am Limit ist. Eine höhere Taktrate hätte ebenso nicht geschadet, da AMDs Ryzen Prozessoren davon sehr profitieren, aber Medion hat sich an den AGESA-Standard gehalten, um eine maximale Stabilität zu garantieren. Immerhin lässt sich die Arbeitsspeichergeschwindigkeit im BIOS manuell ändern, wobei hierbei ein Warnhinweis zur Garantie erscheint.

Der Medion Akoya P56005 hat nur zwei RAM-Steckplätze, deswegen hat Aldi wohl nur ein Modul verbaut.
Vergrößern Der Medion Akoya P56005 hat nur zwei RAM-Steckplätze, deswegen hat Aldi wohl nur ein Modul verbaut.

Massenspeicher: NVMe-SSD, HDD und DVD-Brenner

Beim Datenspeicher setzt Medion auf eine Kombination aus 240 Gigabyte SSD und einer 1 Terrabyte HDD. Tatsächlich ist das auf Grund der fallenden SSD-Preise nicht mehr ganz zeitgemäß, aber nach wie vor die günstigste Möglichkeit, um viel Speicher zu erhalten. Allerdings passen auf die 240 Gigabyte SSD neben dem Betriebssystem nur noch zwei bis drei aktuelle Spieletitel. Hier wäre also eine 1 Terrabyte SATA-SSD die bessere Wahl gewesen. Von den schnellen Lese- und Schreibraten der verbauten Apacer AS2280P4 NVMe SSD profitieren Sie nämlich nur beim Verpacken von Dateien oder der Bearbeitung von großen Videodateien. Beim Start von Windows oder dem Laden von Speicherständen in Spielen ist eine SATA-SSD im Praxiseinsatz fast genauso schnell. Die HDD stammt von Toshiba und rotiert mit 7200 Drehungen pro Minute. Damit ist sie bei Auslastung aus dem Gehäuse  heraushörbar.

Hinter der HDD befindet sich der Hot-Swap-Schacht.
Vergrößern Hinter der HDD befindet sich der Hot-Swap-Schacht.

Billignetzteil mit schwachen 250 Watt

Größter Schwachpunkt ist definitiv das Netzteil FSP250-50AMDN des Aldi-PCs. Dieses liefert insgesamt nur magere 250 Watt, auf der wichtigen 12V-Schiene sind es sogar nur 204 Watt. Darüber hinaus besitzt das Netzteil keine PCIe-Stromstecker - etwa für eine schnellere Grafikkarte - und keinen Netzschalter, um den Computer vom Strom zu nehmen. Informationen zu etwaigen Schutzmechanismen fehlen ebenso wie Angaben über den Wirkungsgrad oder gar eine 80 PLUS Zertifizierung. Da wir unter Volllast (FurMark + Prime95) jedoch nur 195 Watt Leistungsaufnahme messen, ist das Netzteil gerade noch ausreichend. Beim Spielen liegt die Leistungsaufnahme mit 135 bis 145 Watt deutlich darunter. Im Leerlauf zieht das System zwischen 35 und 40 Watt aus der Steckdose. Dennoch müssen Sie das Netzteil zwingend austauschen, wenn Sie die Grafikkarte aufrüsten wollen.

Das 250-Watt-Netzteil der FSP-Group ist gerade so ausreichend dimensioniert.
Vergrößern Das 250-Watt-Netzteil der FSP-Group ist gerade so ausreichend dimensioniert.

Schickes Gehäuse mit netten Zusatzfunktionen

Das Gehäuse bietet an der Front zweimal USB 3.0 und die typischen Audioanschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Zusätzlich verbaut Medion einen Multi-Speicherkartenleser und ein optisches Laufwerk. Damit können Sie also auch alte Spieletitel noch von CD oder DVD genießen. Im unteren Bereich befindet sich ein Hot-Swap-Schacht - praktisch, wenn Sie die Daten von Ihrem alten PC mitnehmen wollen. Einfach die Festplatte aus dem alten Computer ausbauen und in den euen Medion Akoya P56005 reinstecken. Mit an Board ist außerdem ein "Wi-Fi 6 + Bluetooth 5.0"-Modul von Intel, dessen Empfänger unter der Frontblende des Gehäuses angebracht sind.

Dank des Hot-Swap-Schachts können Sie problemlos Ihre alte Festplatte weiter verwenden.
Vergrößern Dank des Hot-Swap-Schachts können Sie problemlos Ihre alte Festplatte weiter verwenden.

Der Airflow des Gehäuses ist nicht durchdacht, denn es gibt keinen Lüfter, der frische Luft in das Gehäuse fördert. Dafür sind der Grafikkarten- und der Prozessorlüfter selbst zuständig. An der Oberseite befindet sich ein Staubschutzfilter - das ist sehr löblich - an der Seite fehlt dieser jedoch leider. Der einzige Lüfter, der die warme Luft aus dem Gehäuse befördert, ist etwas ungünstig platziert, da er dem Prozessorlüfter die Frischluft "stiehlt". Der PC ist im Leerlauf bereits hörbar, wenn auch nicht störend, ein Silent-PC erhalten Sie jedoch nicht. Interessanterweise nimmt die Lautstärke auch unter Maximallast nur unmerklich zu.

Anschlüsse und Lieferumfang

Auf der Rückseite finden Sie zwei USB 2.0, vier USB 3.0 und zwei USB 3.1 (davon einmal USB-C) Anschlüsse. Dazu kommen die typischen Audioausgänge und ein LAN-Port. Die beiden Grafikanschlüsse HDMI und DisplayPort sind dagegen nutzlos, da der verbaute Ryzen 5 2600 keine integrierte Grafikeinheit besitzt. Hier ist also beim Anstecken Vorsicht geboten, dass Sie den Monitor auch an der Grafikkarte und nicht am Mainboard anstecken. Im Lieferumfang befinden sich noch eine USB-Tastatur und -Maus. So können Sie nach dem Auspacken des PCs gleich loslegen, denn auch Windows 10 ist in der 64-Bit-Home-Variante bereits installiert.

Das Mainboard des Aldi-PCs bietet eine Vielzahl an Anschlüssen.
Vergrößern Das Mainboard des Aldi-PCs bietet eine Vielzahl an Anschlüssen.

Medion Akoya P56005: Leistung auf dem Prüfstand

Um die tatsächliche Leistung des Aldi-PCs für 599 Euro zu ermitteln, haben wir ihn nicht nur synthetischen Benchmarks, sondern auch umfangreichen Spieletests unterzogen. Zunächst einmal überprüfen wir die Performance der CPU mit Cinebench R15 und Cinebench R20. Im älteren Test erzielen wir eine Punktzahl von 1194 Punkten im Mulit-Core und 140 Punkte im Single-Core. Das sind für den Preis gute Werte und decken sich mit unseren Testergebnissen des Ryzen 5 2600, das heißt es setzt keine Drosselung durch mangelnde Kühlleistung ein. Im neueren Cinebench R20 erreicht der Akoya P56005 2670 Punkte im Mehrkerntest und 337 Punkte mit nur einem Kern - auch das sind die zu erwartenden Werte und attestieren eine hervorragende Multimedia-Leistung und eine gute Spieletauglichkeit.

Die GTX 1650 von Nvidia testen wir mit 3DMark Time Spy und 3DMark Fire Strike Extrem ebenso in zwei Benchmarks. Im DirectX 12 Test erhalten wir einen Score von 3645 Punkten (Grafik: 3468 & CPU: 5131). Deutlich höher fällt die Punktzahl im DirectX 11 Test aus mit 8143 Punkten (Grafik: 9166 & CPU: 15452). An diesen Werten lässt sich schon erkennen, dass der Aldi-PC zwar spieletauglich ist, die Grafikkarte aber die schwächste Komponente im System darstellt.

Dem Medion-PC liegt eine Maus-Tastatur-Kombination bei.
Vergrößern Dem Medion-PC liegt eine Maus-Tastatur-Kombination bei.

Um ein genaueres Urteil zur Spieleleistung treffen zu können, haben wir noch vier aktuelle Spiele in Full-HD ausgetestet: Metro Exodus, Shadow of the Tomb Raider, Assassin's Creed Odyssey und Fortnite. Die ersten drei Titel zählen dabei zu den für die Hardware anspruchsvollsten Spielen. In allen vier Spielen testen wir zunächst wie viele Bilder pro Sekunde wir mit den vom System empfohlenen Einstellungen erhalten. Danach reduzieren wir die Einstellungen, um auf flüssige 60 FPS zu kommen.

In Metro Exodus liegt die Bildausgabezahl im Schnitt bei mageren 30 FPS auf hohen Presets. Bei reduzierten Settings auf Low sind es dann mit 74 FPS mehr als doppelt so viel. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so drastisch, sieht es in Shadow of the Tomb Raider aus. Hier schafft der Aldi-PC auf hohen Grafikeinstellungen immerhin 49 FPS, bei niedrigen Presets sind es dann flüssige 68 Bilder pro Sekunde. Am fordernsten ist Assassin's Creed Odyssey. Bereits bei den empfohlenen mittleren Einstellungen erhalten wir 53 FPS, reduzieren wir die Einstellungen noch weiter auf niedrig, sind es 61 Bilder pro Sekunde und damit gerade noch über der magischen Grenze von 60.

Einer der beliebtesten Online-Titel ist derzeit Fortnite. Die Anforderungen fallen hier deutlich niedriger aus, das sieht man auch an unseren Messergebnissen. Selbst bei epischen Einstellungen kommt der Aldi-PC nämlich auf durchschnittlich 68 Bilder pro Sekunde. Abschließend können wir dem Medion Akoya P56005 eine gute Spieletauglichkeit attestieren, sofern Sie mit reduzierten Grafikdetails leben können oder nur nicht so fordernde Spiele zocken wollen. Für den Preis von 599 Euro können Sie aber auch nicht viel mehr erwarten.

Hardwarekomponente

Medion Akoya P56005

Hardwareinfo

Mainboard

Medion B550A4-EM

1x M.2 M-Key, 1x M.2 E-Key, 1x PCIe 4.0 x16, 2x PCIe 4.0 x1, 2x DDR4 DIMM

Prozessor

AMD Ryzen 5 2600

6 x 3,40 GHz, SMT, Turbo: 3,90 GHz, TDP: 65W

Grafikkarte

MSI GeForce GTX 1650

4 GB GDDR5 2000 MHz, Basistakt: 1485 MHz, Boost-Takt: 1665 MHz

Arbeitsspeicher

Samsung DIMM 8 GB

2666 MHz, CL19, Single-Channel

SSD

Apacer AS2280P4 240GB, M.2

Lesen: 1600 MB/s, Schreiben: 1000 MB/s

HDD

Toshiba DT01ACA 1TB

7200 rpm, 32 MB Cache

Netzteil

FSP250-50AMDN

250W, 1x 24-Pin, 1x ATX-4-Pin, 3x SATA

Wechsellaufwerk

LiteOn DS-8ACSH

WLAN / Bluetooth

Intel Wi-Fi 6 AX200

Gehäuse

Medion

Betriebssystem

Windows 10 Home 64 Bit

Peripherie

Medion Set

Tastatur KB313U + Maus MA105U

Umwelt

Medion Akoya P56005

Stromverbrauch Idle

35 - 40 Watt

Stromverbrauch Spiel (Shadow of the Tomb Raider)

135 - 145 Watt

Stromverbrauch Volllast

195 Watt

Temperatur Idle

28°C CPU & 30°C GPU

Temperatur Spiel (Shadow of the Tomb Raider)

72°C CPU & 80°C GPU

Temperatur Volllast

76°C CPU & 81°C GPU

Test

Medio Akoya P56005

Cinebench R15

1194 Multi-Core, 140 Single-Core

Cinebench R20

2670 Multi-Core, 337 Single-Core

3DMark Time Spy

3645 Punkte (Grafik: 3468 & CPU: 5131)

3DMark Fire Strike

8143 Punkte (Grafik: 9166 & CPU: 15452)

Metro Exodus (Presets: High)

Avg FPS: 30 & 99th FPS: 16

Metro Exodus (Presets: Low)

Avg FPS: 74 & 99th FPS: 38

Shadow of the Tomb Raider (Presets: Hoch)

Avg FPS: 49 & 99th FPS: 41

Shadow of the Tomb Raider (Presets: Niedrig)

Avg FPS: 68 & 99th FPS: 58

Assassin's Creed Odyssey (Presets: Mittel)

Avg FPS: 53 & 99th FPS: 14

Assassin's Creed Odyssey (Presets: Niedrig)

Avg FPS: 61 & 99th FPS: 15

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