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Sicherheit

31.05.2010 | 10:02 Uhr | Christian Löbering

Was nützt das schnellste Internet-Zugriffsprogramm, wenn es Schadprogramme aus dem Datennetz nicht erkennt, die Ihren Computer infizieren können. Alle Browser greifen deshalb auf spezielle Sperrlisten zu, bevor sie eine Internetseite öffnen. Steht eine Seite auf dieser Liste, zeigen die Programme Warnungen.

Im Test warnten Firefox 3.6 und Chrome 4.0 vor 12 der 20 von PC-WELT ausgesuchten gefährlichen Internetseiten. Am schwächsten schnitten in diesem Prüfpunkt der Internet Explorer 8 und Opera 10.10 ab: nur jeweils 3 Warnungen.

Auch betrügerische Kennwortklau-Seiten (Phishing) sind ein Risiko. Die Betreiber versuchen Sie zu täuschen, indem sie zum Beispiel das Design offizieller Bank- oder Bezahldienstseiten nachahmen. Dort werden Sie dann unter Vorspiegelung falscher Tatsachen aufgefordert, Ihre vertraulichen Verbindungsdaten, Kennwörter und häufig sogar TAN-Listen (Transaktionsnummern) einzugeben. Von den 5 für diesen Test ausgesuchten Phishing-Seiten erkannten Internet Explorer 8, Chrome 4.0 und Opera 10.10 alle. Firefox 3.6 und Safari 4.0.4 warnten dagegen nur vor zweien.

Bei den standardmäßigen Sicherheitseinstellungen liegen alle fünf Browser nahezu gleichauf. So ist bei allen Java zunächst nicht nutzbar (Javascript ist natürlich schon aktiv). Allerdings speichern alle "ab Werk" Identifikationsdateien von Internetseiten (Cookies).

Für mehr Sicherheit vor Infektionen aus dem Internet bieten Windows Vista und 7 den "geschützten Modus" an. Der Internet Explorer 8 ist bisher der einzige Browser, der die neue Funktion nutzt.

Bei allen Browsern lassen sich Surfspuren bei Bedarf nachträglich löschen. Außerdem können Sie bei allen Testteilnehmern außer bei Opera 10.10 einen so genannten privaten Surfmodus aktivieren. Dabei werden Internetdaten erst gar nicht gespeichert. Die brandneue Version 10.50 (nach Testende erschienen) bietet diese Funktion nun auch.

Etappensieger Sicherheit: Google Chrome 4.0 (Note 2,20)

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