2178746

SCIO ausprobiert: Tricorder-Gadget analysiert Materialien wie in Star Trek

25.02.2016 | 09:55 Uhr |

Auf dem MWC haben wir das coole Gadget SCIO ausprobiert. Mit ihm wird der Tricorder aus Star Trek zur Realität. Fast.

Das israelische Start-Up Consumer Physics präsentiert mit SCIO auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ein pfiffiges Gadget am Stand der Telekom. Bei SCIO handelt es sich um einen kleinen, handlichen Spektrometer, der im Nah-Infrarot-Bereich feste und flüssige Materialien scannt und dann über die Cloud analysiert und das Ergebnis auf einem Smartphone anzeigt. Wir hatten die Gelegenheit, SCIO auf dem MWC auszuprobieren: Das Gadget funktioniert erfreulich gut.

Das israelische Start-up Consumer Physics lässt mit dem SCIO den Tricorder aus Star-Trek Realität werden - zumindest fast. Das kleine Gerät ist ein Lichtspektrometer, das feste und flüssige Materialien scannt und dann über die Cloud analysiert und so zum Beispiel Nährwerte, Fett- und Wasseranteil, Zuckergehalt oder auch Medikamentenwirkstoffe erkennt. Auch den Körperfettgehalt kann der Sensor messen. Wir haben den SCIO auf dem MWC ausprobiert.

Berührt man beispielsweise mit dem SCIO Tricorder eine Banane, dann werden zunächst die von dem Gadget ermittelten Daten an eine Datenbank von Consumer Physics übermittelt. Anschließend werden auf Servern die Messdaten analysiert und dann das Ergebnis dieser Analyse an ein Smartphone übertragen. Der Anwender erfährt so etwa binnen weniger Sekunden, wie viele Kohlenhydrate die Banane besitzt. Bei Spirituosen kann über SCIO der Zuckergehalt ermittelt werden. Hält man den Tricorder auf eine Tablette, dann ermittelt SCIO, welchen Hauptwirkstoff die Tablette enthält. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn man nur die Tablette und nicht mehr die dazugehörige Verpackung besitzt.

Noch mehr coole Gadgets und Neuheiten von der Messe in Barcelona

Auch Kunststoffe kann der Tricorder analysieren. Oder den menschlichen Körper. Hält man SCIO an einen nicht angespannten Bizeps und drückt den Scan-Button, dann erfährt die so gescannte Person kurze Zeit später ihren Körperfettanteil.

SCIO wird ab Juli für 250 US-Dollar erhältlich sein. Aktuell befindet sich das Gadget noch in der letzten Probephase. Es werden fleißig Scan-Ergebnisse gesammelt und in der Cloud-Datenbank für SCIO hinzugefügt. Die Anzahl der scannbaren Materialien erhöht sich also stetig.

In der aktuellen Form wäre SCIO noch zu groß, um in einem Smartphone Platz zu finden. Das dürfte sich aber in naher Zukunft ändern. Comsumer Physics hat auf dem MWC verkündet, dass die bei SCIO genutzte Technik schon so weit geschrumpft werden konnte, dass sie in einem Smartphone integriert werden könnte. Es dürfte also nicht mehr so lange dauern, bis man feste und flüssige Materialien auch per Smartphone scannen kann. Der Tricorder aus Star Trek lässt grüßen.

Wie jedes Jahr gibt es auf dem MWC 2016 viele teure Highend-Smartphones zu sehen - und wie jedes Jahr gibt es auch viele günstige Smartphones - oft mit überraschend guter Ausstattung. Dennis und Takis machen sich auf die Suche nach den Smartphone-Schnäppchen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2178746