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Roborock S6 im Test: Smarter Saugroboter unterscheidet zwischen Räumen

15.08.2019 | 08:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der Roborock S6 saugt schnell, leise und zuverlässig die Wohnung und unterscheidet zwischen den einzelnen Räumen. Zudem wischt er auch noch feucht raus. Ein Test dieses smarten Saug- und Wischroboters.

Der Roborock S6 ist der Nachfolger des Roborock S5. Dieser smarte Saug- und Wischroboter hatte in unserem Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Mit dem neuen S6 verbessert der chinesische Saugroboter-Hersteller den S5 nur in Details. So soll der Roborock S6 seine Reinigungsstrategie besser an die Raumbegebenheiten anpassen und Sie können einzelne Räume einer Wohnung gezielt reinigen lassen. Außerdem arbeitet der S6 leiser als der S5.

 

Fazit: Roborock S6 reinigt schnell, leise und präzise

Der Roborock S6 reinigt beeindruckend schnell, leise und fast immer zuverlässig. Nur am Rand von hohen Teppichen übersieht er manchmal Schmutz. Praktisch ist die exakte Raumaufteilung in der Karte. Falls Sie noch keinen Saugroboter besitzen und sich jetzt ein smartes Modell mit App-Steuerung und Lidar anschaffen wollen, dann sollten Sie den S6 in die engere Wahl ziehen. Denn er bietet ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis für einen einfach zu bedienenden Saugroboter mit Lidar.

Die Vorteile gegenüber dem Vorgänger S5 sind aber überschaubar. Wer bereits einen S5 besitzt, hat keinen Grund für einen Neukauf.

Die Feuchtwisch-Funktion sollten Sie nur als Dreingabe sehen, wirkliche starke Verschmutzungen kann der Roboter nicht wegwischen. Und natürlich müssen Sie damit einverstanden sein, dass die Lidardaten des Roboters und die Daten der Xiaomi-Home-App auf Servern in China landen.

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Am Grundkonzept hat sich gegenüber dem S5 aber nichts geändert: Der S6 erfasst den Raum mit seinem Lidar und erstellt eine virtuelle Karte des Reinigungsbereichs. Sein Gehäuse sieht ansprechend aus und macht einen robusten Eindruck. Optional kann der Roboter auch feucht rauswischen; dabei kann er mangels Anpressdruck aber keine festsitzenden Verunreinigungen entfernen, sondern lediglich Staub, der beim Saugen noch übriggeblieben ist, mit Wasser aufnehmen. Der Roboter lässt sich per Druck auf den entsprechenden Button an der Oberfläche des Gehäuses starten, per App bedienen und auch über einen Timer zu festgelegten Zeiten zum Reinigen schicken. 

Roborock S6
Vergrößern Roborock S6
© Xiaomi

Inbetriebnahme: Extrem einfach

Wie schon beim S5 geht auch beim Nachfolger die Inbetriebnahme ruckzuck über die Bühne. Auspacken, die Unterlage zum Schutz gegen aus dem Roboter tropfendes Wasser an der Ladestation festmachen und den Roboter aufladen. Die App ist ebenfalls rasch installiert und mit dem Roboter sowie dem heimischen WLAN verbunden. An keiner Stelle gibt es Probleme. Sofern Sie mit dem Roborock S5 auch noch feucht wischen wollen, müssen Sie seinen Wassertank füllen und das Wischtuch befestigen.

Reinigungsleistung: Sehr schnell, leise und gut - aber nicht perfekt

Der Roborock S6 saugt relativ leise und sehr schnell. Sie können unter vier Saugstufen wählen, wobei „Standard“ für die meisten Fälle ausreichend sein dürfte. Denn wenn der Roboter einen Teppich entdeckt, steigert er automatisch seine Saugleistung und wird dadurch auch lauter. In der leisesten Saugstufe sollten Sie den Roboter auch noch abends problemlos saugen lassen können, ohne dass sich Nachbarn gestört fühlen.

Technische Daten laut Hersteller.
Vergrößern Technische Daten laut Hersteller.
© Roborock

Nach dem Start fährt der Roborock S6 zunächst die Ränder des zu reinigenden Bereichs ab, danach saugt er den Innenbereich, indem er den Raum Bahn für Bahn abfährt. Das geht beeindruckend schnell über die Bühne. Dieses Vorgehen wiederholt der Roboter Raum für Raum.

Roborock S6 im Preisvergleich

Die Reinigungsleistung ist gut, nur ab und zu bleibt ein Krümel zurück. In einem Fall hat der Roboter auch einen zirka fünf Zentimeter langen Papierschnipsel liegen lassen.

Der Härtetest ist wie immer bei unseren Saugroboter-Tests unser hoher roter Teppich. Auf diesem Teppich ließ der Roborock S6 fast keinen Fussel zurück. An den Rändern, wo der Roboter vom Parkettboden zum Teppich hochfahren muss, blieben aber einige Körner liegen. Das hatten wir schon beim Vorgänger Roborock S5 bemerkt.

Auf der Karte verfolgen Sie die Reinigung in Echtzeit.
Vergrößern Auf der Karte verfolgen Sie die Reinigung in Echtzeit.

In der Regel bremst der Roborock S6 rechtzeitig vor Hindernissen ab und umfährt diese. Nur selten stößt der Roboter etwas heftiger gegen Widerstände. Gut: Der Roborock findet unter eng stehenden Stühlen wieder raus.

Sie können am Wischmodul die Wasserabgabemenge regulieren. Das macht Sinn: Denn in der Einstellung "wenig" hinterlässt der Roboter fast keine feuchte Spur.

Hygienisch: Der Staubauffangbehälter kann mit Wasser ausgewaschen werden, ebenso der Filter.

Wie immer gilt bei Robotern mit Lidar-Aufsatz: Sie sind höher als Modelle ohne Lidar. Falls Sie also Möbel haben, unter denen der Roborock saugen soll, dann messen Sie vor dem Kauf den Abstand unter Ihrem Möbel. Der Roboter ist laut Hersteller 9,65 cm hoch. Unter Ihrem Möbel sollten also rund elf Zentimeter Platz zwischen Fußboden und Möbelunterseite sein, damit der Roboter unten durchfahren kann.

Karten, Bereiche sperren, App, Punktreinigung, Timer

Beim ersten Saugvorgang kartografiert der Roborock S6 die gesamte Wohnung. Sie sollten also alle Türen öffnen, damit der Roboter auch wirklich den ganzen künftig zu reinigenden Bereich erfassen kann. In unserer Wohnung ignorierte der Roboter allerdings zirka die Hälfte der Küche. Erst als der Roboter von uns ein weiteres Mal zur Reinigung geschickt wurde, erfasste er mit seinem Lidar die Küche komplett.

Wenn der Roboter Ihre Wohnung komplett auf seiner virtuellen Karte erfasst hat, dann können Sie die Karte in einzelne Zonen oder Räume aufteilen. Künftig kann der Roboter dann gezielt nur den entsprechenden Raum reinigen. Ergänzend können Sie wie gehabt noch Bereiche auf der Karte sperren. Beispielsweise wenn dort einmal Spielzeug herumliegen sollte.

Drei Karten unserer Wohnung. Ganz rechts sieht man, dass der Roborock beim ersten Durchgang die Wohnung nicht vollständig erfasst hat.
Vergrößern Drei Karten unserer Wohnung. Ganz rechts sieht man, dass der Roborock beim ersten Durchgang die Wohnung nicht vollständig erfasst hat.

Sie können nun auch mehrere unterschiedliche Karten für mehrere Etagen speichern und die jeweils benötigte dann auswählen. Das müssen Sie aber von Hand machen, der Roboter erkennt also nicht automatisch, auf welcher Etage er sich befindet und welche Karte er somit verwenden soll.

Wie gehabt bedienen Sie den Roboter am besten von der Xiaomi-App aus. Dort sehen Sie dann auch die Reinigungskarten und verfolgen den Reinigungsvorgang in Echtzeit. Auf den Karten sperren Sie auch Bereiche der Wohnung für den Roboter.

Zonenreinigung
Vergrößern Zonenreinigung

Die App reagiert zuverlässig und vor allem schnell. Sie können den Roboter auch mit der App genau an die zu reinigende Stelle lenken. Schneller geht das aber, indem Sie den Roboter einfach dorthin tragen und dann die Punkt-Reinigung starten. Wie gehabt schickt die App Push-Nachrichten auf das Smartphone, wenn ein Reinigungsvorgang beendet ist oder Probleme auftreten. In der App verfolgen Sie auf der Karte in Echtzeit den Verlauf der Reinigung.

Pushnachrichten auf unserem Smartphone.
Vergrößern Pushnachrichten auf unserem Smartphone.

Sie können im Timer nun auch unterschiedliche Reinigungszeiten für jede Zone festlegen. Damit lassen sich stärker verschmutzte Bereiche öfter reinigen.

Schlecht: Das Zurücksetzen des vergessenen Passwortes für die Xiami-Home-App funktioniert nicht, obwohl wir hier das Zurücksetzen mehrmals gestartet haben. Wir erhielten jedoch keine Mail.

Wichtig: Der Kauf des Roborock S6 macht nur Sinn, wenn Sie die Xiaomi-Home-App verwenden wollen. Ohne App fehlen die gesamten Kartografierungsmöglichkeiten. Falls Sie nur einen ganz einfachen Saugroboter ohne App und Lidar suchen, dann ist der Robovac 11S Max besser für Sie geeignet.

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