2526456

Roborock S6 Max V Test: Wir fahren mit dem Saugroboter Patrouille in der Wohnung

10.08.2020 | 15:33 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Sie wollen sehen, was in Ihrer Wohnung los ist, während Sie außer Haus sind? Mit dem Roborock S6 Max V kein Problem: Sie fahren von jedem Punkt der Erde aus via App mit dem Saugroboter und dessen Kamera Patrouille. Ein Test der Echtzeit-Videostreaming-Funktion.

Wenn Sie auf einem Roborock S6 Max V die Firmware auf Version 01.44.36 aktualisieren, dann steht Ihnen unter anderem die neue Remote Viewing Funktion zur Verfügung. Damit wird der Saugroboter S6 Max V von Roborock tatsächlich zur fahrenden Überwachungskamera.

Fazit

Mit Remote Viewing wird Ihr Saugroboter zur fahrenden Überwachungskamera. Das klappt deutlich unkomplizierter als beim Miele Scout RX2 Home Vision . Remote Viewing ist ein cooles und nützliches Feature, sofern man kein Problem damit hat, dass der Videosteam die eigene Wohnung verlässt und über Server von Roborock läuft. Diese stehen aber laut Roborock in Deutschland und entsprechenden der DSGVO und sind TÜV-zertifiziert.

Roborock S6 Max V bei Media Markt für 599 Euro kaufen

Roborock S6 Max V bei Saturn für 599 Euro kaufen

Um Remote Viewing nutzen zu können, müssen Sie diese Funktion ausdrücklich aktivieren - durch zeitgleiches Drücken dreier Tasten am Roboter - und den Datenschutzbestimmungen zustimmen. Der Echtzeit-Videostream geht dann vom Roboter über die Server von Roborock zu Ihrem Smartphone. Roborock zufolge laufen alle Daten, die in Deutschland (oder in anderen Ländern) generiert werden, über dortige, lokale Server - und nicht über Server in China.

Diese Änderungen bringt das Firmware-Update.
Vergrößern Diese Änderungen bringt das Firmware-Update.

Sobald Sie die neue Funktion aktiviert und den AGB zugestimmt haben, können Sie die neue Funktion über das entsprechende Icon in der App am rechten Bildschirmrand jeweils einschalten.

Das Kamerabild lässt sich auch als Vollbild darstellen.
Vergrößern Das Kamerabild lässt sich auch als Vollbild darstellen.

Das Einschalten des Echtzeit-Kamerabildes können Sie über ein Gesten-Passwort in der Roborock-App absichern. Remote Viewing steht nur zur Verfügung, wenn der Roboter fährt. So lange der Roboter an der Ladestation steht, können Sie das Echtzeitbild nicht abrufen.

Über das rot markierte Icon schalten Sie den Echtzeitvideostream ein.
Vergrößern Über das rot markierte Icon schalten Sie den Echtzeitvideostream ein.

Nach dem Start von Remote Viewing dauert es eine knappe Sekunde, danach sehen Sie durch die Stereo-Kamera des Roboters den Echtzeit-Videostream. Sie fahren also sozusagen im Roboter mit und sehen Ihre Wohnung in einer völlig neuen Perspektive. Das Echtzeit-Videobild lässt sich aufzoomen, so dass es den kompletten Smartphone-Bildschirm einnimmt.

Die Kamera besitzt keine Nachtsichtfunktion.
Vergrößern Die Kamera besitzt keine Nachtsichtfunktion.

Die Kamera besitzt keine Infrarot-Funktion beziehungsweise Restlichtverstärkung. Sie sehen also nachts nur so viel wie auch mit bloßem Auge.

Richtig cool ist die „Fernsteuerung“: Damit unterbrechen Sie das automatisierte Fahren des Roboters und übernehmen über die entsprechenden Buttons in der App die Steuerung des Roboters. Das klappt erstaunlich unkompliziert und ohne große zeitliche Verzögerung. Sie können den Roboter also überall dort hinschicken, wo Sie nach dem Rechten sehen wollen.

Fernsteuerung
Vergrößern Fernsteuerung

Ebenfalls cool: Sie können bis zu 15 Sekunden lange Sprachnachrichten über den Lautsprecher des Roboters ausgeben lassen. Ihren Text sprechen Sie in die App. Durch die Kombination aus „Fernsteuerung“ und „Nachrichten“ ist folgendes Szenario denkbar: Sie steuern den Roboter ins Zimmer Ihres Kindes, das gerade wieder daddelt statt Hausaufgaben zu machen. Und fordern es höflich dazu auf, sich statt mit GTA5 doch besser mit dem Ablativus Absolutus zu beschäftigen.

Sprachnachrichten.
Vergrößern Sprachnachrichten.

Über den Menü-Punkt „Karte“ sehen Sie jederzeit, wo sich Ihr Roboter gerade befindet. Falls Sie das nicht ohnehin anhand des Videostreams erkennen.

Über „Andocken“ lässt sich die Reinigung jederzeit beenden.

Mit der Stereo-Kamera (30 Bilder pro Sekunde) soll der Roborock S6 Max V zunächst einmal Hindernisse erkennen. Durch das Firmware-Update wird der Saugroboter damit aber auch zur fahrenden Überwachungskamera.
Vergrößern Mit der Stereo-Kamera (30 Bilder pro Sekunde) soll der Roborock S6 Max V zunächst einmal Hindernisse erkennen. Durch das Firmware-Update wird der Saugroboter damit aber auch zur fahrenden Überwachungskamera.
© Roborock

Wichtig: Um das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags nicht zu sehr zu belasten, sollten Sie den Videostream idealerweise abrufen, wenn Ihr Smartphone mit einem WLAN verbunden ist. Die aktuell übertragene Datenmenge zeigt die App im Kamerabild rechts oben an.

Die besten Saugroboter im Test: Marktüberblick und Kaufberatung 2020

Die besten Wischroboter: Marktüberblick und Kaufberatung 2020

Roborock S6 Max V im Test: Cleverer Saugroboter macht Fotos von Hindernissen

Roborock S6 Max V: Saugroboter wird zur mobilen Überwachungskamera

PC-WELT Marktplatz

Smart Home - darum geht es.

Smart Home umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die Ihnen Ihr Leben erleichtern sollen. Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen. Oder Intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Smart TVs bringen das Internet ins Wohnzimmer und Waschmaschinen lassen sich per App steuern. Über intelligente Stromzähler haben Sie mit einem Blick aufs Smartphone den aktuellen Stromverbrauch im Griff. Sie sehen, die möglichen Anwendungen sind vielfältig. In diesem Themenbereich widmen wir uns dem Thema Smart Home, erklären, wie die Technik funktioniert und wie intelligent vorhandene Lösungen am Markt wirklich sind.

2526456