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Rechenleistung und Fazit

30.01.2009 | 16:33 Uhr | Michael Schmelzle

Rechenleistung: Unser Benchmark-Parcour besteht aus 30 Einzeltests, aus der wir die Rechenleistungsnote ermitteln. Um die Leistungsfähigkeit von AMDs Triple Core Phenom X3 8450 zu illustrieren, picken wir uns gängige Anwendungen aus den Einsatzgebieten Multimedia und Spiele heraus. Alle Testergebnisse finden Sie auf der letzten Seite dieses Beitrags.

Multimedia: Eine typische Multimedia-Anwendung ist das Überführen von Musik und Videos in andere Dateiformate und Kompressionsstufen. Hierzu verwenden wir Apples iTunes. Mit Hilfe des integrierten MP3-Codecs kodieren wir eine Musik-CD vom WAV- ins MP3-Format mit 192 KBit/s.

AMDs Triple Core Phenom X3 8450 benötigte dafür 87 Sekunden und ging damit als der langsamste Prozessor des gesamten Testfeldes über den Zielstrich. Gegenüber Intels 100-Euro-Doppelkerner Core 2 Duo E7200 war er gut 32 Prozent langsamer. Das gleiche Bild ergab sich bei der Konvertierung eines 1080i-Videos ins MPEG-4-Format: Auch hier trägt der Phenom X3 8450 jetzt die rote Laterne und musste sich dem E7200 mit einem Rückstand von rund 22 Prozent geschlagen geben (siehe nachfolgende Tabelle).

Trancodierung von Musik- und Video-Dateien unter iTunes

Prozessor

Intel Core i7 965 XE

45

82

Intel Core 2 Duo E8600

46

102

Intel Core 2 Extreme QX9770

48

95

Intel Core 2 Duo E8500

48

107

Intel Core 2 Extreme QX9650

50

103

Intel Core 2 Duo E8400

51

113

Intel Core i7 920

55

97

Intel Core 2 Quad Q9450

57

118

Intel Core 2 Duo E7200

59

133

AMD Phenom II X4 940 Black Edition

61

113

Intel Core 2 Quad Q6600

64

133

AMD Phenom X4 9950 Black Edition

76

133

AMD Phenom X4 9850 Black Edition

80

137

AMD Phenom X3 8750

81

149

AMD Phenom X3 8450

87

171

Spiele-Leistung: Der rechenhungrige Ego-Shooter Crysis basiert auf der Spiele-Engine Cryengine 2, die beispielsweise in der Lage ist, Partikeleffekte, die künstliche Intelligenz von Spielfiguren sowie die Simulation von physikalisch korrektem Verhalten von 3D-Objekten in parallele Rechenprozesse aufzuteilen. Um den Einfluss der Grafikkarte auf die Bildwiederholfrequenz zu minimieren, erfolgt die Messung mittels des integrierten Benchmarks bei einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln, deaktiviertem Anti-Aliasing und niedrigster Qualitätsoption.

Auch bei Spielen ist eine hohe Taktrate immer noch Trumpf, und mehr als zwei Rechenkerne - von Ausnahmen wie GTA 4 abgesehen - bringen keinen Temposchub: Deshalb machte AMDs Phenom X3 8450 auch bei diesem Test keine gute Figur. Mit einer mittleren Bildwiederholrate von knapp 82 Bilder pro Sekunde belegte er erneut den letzen Platz im Testfeld. Im direkten Vergleich zum Core 2 Duo E7200 rechnete der AMD-Dreikerner 23 Prozent langsamer.

Kein überzeugender Werbeträger der X3-Baureihe: AMD Phenom X3 8450
Vergrößern Kein überzeugender Werbeträger der X3-Baureihe: AMD Phenom X3 8450
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Fazit: AMDs Phenom X3 8450 ist mit rund 75 Euro zwar billig, aber alles andere als preisgünstig. Der sprichwörtlich lahmste Prozessor des gesamten Testfeldes holt zu allem Überfluss auch noch die geringste Rechenleistung pro Watt heraus. Fürs Aufrüsten von PCs mit AM2(+)-Hauptplatine empfiehlt sich den Dreikerner auch nicht - schließlich will man nach dem Upgrade mehr und nicht weniger Rechenleistung. Nur für experimentierfreudige Anwendern, die gerne an der Taktschraube drehen, birgt der 2,1-GHz-Prozessor ein reizvolles Potenzial.

Alternativen: Die beste Wahl im Preissegment bis 100 Euro bleibt nach wie vor Intels Zweikern-Schnäppchen Core 2 Duo E7200 . Wollen Sie Ihrer AM2(+)-Hauptplatine die Treue halten, stocken Sie Ihr Prozessor-Budget ein wenig auf, und greifen Sie gleich zum deutlich verbesserten Nachfolger Phenom II .

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