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Preview: Marvel’s Iron Man VR - einmal Tony Stark sein

19.02.2020 | 08:04 Uhr |

Wer hier wäre gerne ein bisschen wie Tony Stark? Multi-Milliardär, Privatjetbesitzer, brillanter Ingenieur und nun– Iron Man. Iron Man VR macht das schon bald möglich und bringt eine komplett neue Geschichte mit Ghost als Gegenspielerin und SHIELD-Boss Nick Fury in der Hauptrolle. Marvel’s Iron Man in der Vorschau.

Tony Stark ist der spannendste Superheld, der je geschrieben wurde. Nicht nur, weil Robert Downey Jr. zu den besten Charakterdarstellern Hollywoods gereift ist. Sondern weil sich diese Figur in jedem Film veränderte, weil er reifte vom Milliardärs-Playboy und Egomanen, dem alles egal ist. Der für den Profit seine Seele und das Vermächtnis seines Vaters an das US-Militär verkaufte, ehe er verstand, was er da eigentlich anrichtet. Es ist jene legendäre Szene im ersten Iron-Man-Film, die ihn veränderte – als junge US-Soldaten durch seine Waffen sterben. Er fährt in einem Konvoi der US Marines, diese vergöttern ihn, er scherzt mit ihnen, unterhält sich darüber, welches Playboy-Covergirl er gerade datet. Bei einem Angriff von Terroristen, riskieren und verlieren sie ihr Leben, als sie versuchen, ihn zu schützen. Er baut seinen ersten Anzug, befreit sich und reformiert seine Firma – vom Waffen-Imperium zum Technologie-Konzern für den rein zivilen Bereich. Hier setzt die Geschichte des neuen Iron-Man-Spiels an. In einer Szene an Bord des SHIELD-Carriers fragt Nick Fury: „Erinnere dich daran, warum du aufgehört hast, Waffen zu verkaufen.“

Das neue Iron-Man-Spiel erzählt von der düsteren Vorgeschichte von Stark Industries, es ist quasi eine Art Sequel-Story zur Avengers-Trilogie: Die Antagonistin Ghost etwa fragt, wie er sich dabei fühle, all diese Menschen umgebracht zu haben. Videos von Attentaten werden eingeblendet, bei denen Zivilisten durch Waffen von Tony Stark getötet wurden. Hat Tony indirekt, durch seine Technologie, auch ihre Eltern getötet? „Ich bin gekommen, um Rache zu nehmen für all die, die du getötet hast, Tony“, sagt sie in einer Sequenz. Wir erinnern uns: Ghost hat durch einen Quantenunfall ihre Eltern verloren, aber auch die Fähigkeit erlangt, sich zu dematerialisieren und enorme Mengen an Daten zu verarbeiten. Sie wurde daraufhin von SHIELDs Wissenschaftlerteam um Bill Foster betreut, der ihr einen Anzug entwickelt, der es ermöglichte, ihre Kräfte besser zu kontrollieren – der Marvel-Film Ant-Man and the the Wasp skizziert diesen Einbruch bei SHIELD, weshalb Ghost sie attackiert. SHIELD-Director Nicky Fury setzt sie als Agentin ein, im Gegenzug verspricht er Heilung, was den Wissenschaftlern jedoch nicht gelingt. Verraten wendet sie sich an Hydra und arbeitet als Söldnerin. Dank Ghost-Tech gelingt es ihr, Tonys eigene Sicherheitssysteme zu knacken - u.a. für das Stark Mansion, den Stark Tower sowie den Stark Jet.

In der Geschichte hackt Ghost Tonys Drohnenflotte, Villa und halbes Imperium. Auch konfrontiert sie ihm mit all den Morden, die Stark Industries zu verantworten hat.
Vergrößern In der Geschichte hackt Ghost Tonys Drohnenflotte, Villa und halbes Imperium. Auch konfrontiert sie ihm mit all den Morden, die Stark Industries zu verantworten hat.
© Marvel

Angriff auf Tony Starks Firmenjet: Friday, aktiviere Mark 42

Wir haben eine besondere Verbindung zu diesem Charakter, der das Marvel-Universum, das MCU, so sehr prägte, wie kein anderer. Und auch zu seinem Anzug, denn wir waren dabei, als Tony Stark seinen wunderschönen Bentley Roadster zerstört und beinahe seine komplette Luxus-Auto-Sammlung verliert, als mal wieder einer seiner Testflüge schief geht. Nur fliegen konnten wir als Iron Man bislang selten in Spielen. Ja, wir können es in Marvel’s The Avengers, welches wir bereits auf der gamescom spielen konnten und das ziemlich großartig zu werden verspricht:

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Nur ist das Fliegen hier etwas rudimentärer: Ja, wir können rollen, abtauchen, wie ein Kampfjet navigieren und Raketen abfeuern, allerdings nur aus der Third-Person-Perspektive. Iron Man VR hingegen spielt zu großen Teilen in der Luft, nur hin und wieder bewegen wir uns in Räumen, etwa im Stark Tower oder SHIELD-Carriers. Im Intro sitzen wir in unserem Firmenjet: feines Leder, OLED-Displays an den Wänden, marmorierter Boden. Unsere virtuelle Assistentin Friday erzählt, wen wir in Singapur treffen werden. „Ich hätte ja etwas Schnelleres bevorzugt“, mokiert sich Tony, schließlich ist sein Jet nicht so schnell wie der Mark 42, der golden-rote-Anzug der nächsten Generation. „Das Board bevorzugt einen etwas klassischeren Auftritt in einem konventionelleren “Anzug“, Mister Stark“, gibt sich Friday diplomatisch, die in ihrer Astralform an Cortana aus Halo: Infinite für die Xbox Series X erinnert. Die Geschichte scheint rund um The Avengers Endgame und nach Iron Man 3 anzusetzen, schließlich ist Friday jetzt sein KI-System, nicht mehr Jarvis. Ihr Signal wird gestört, Ghost hackt sich in das System: „Du kannst nicht Deiner Vergangenheit entfliehen“, sagt sie in bedrohlicher Tonalität. Eine Sekunde später schlägt eine Rakete im Jet ein, wir werden rausgeschleudert - „Friday, ich brauche den Suit. Jetzt-““ - schnell rein in den Anzug, los geht’s im ersten richtigen Virtual-Reality-Trip von Marvel. 

Es gibt viel zu tun, u.A. müssen wir den SHIELD Carrier verteidigen und seine Turbinen reparieren, wie im Film The Avengers.
Vergrößern Es gibt viel zu tun, u.A. müssen wir den SHIELD Carrier verteidigen und seine Turbinen reparieren, wie im Film The Avengers.
© Marvel

Vor uns baut sich das ikonische HUD auf, mit all seinen Anzeigen: Flughöhe, Sauerstoffverbrauch, Anzahl verfügbarer Waffensysteme. „Alle Systeme online, Sir. Gegner auf 10 Uhr.“ Die Playstation-Move-Controller fühlen sich schnell wie eine natürliche Erweiterung unseres Körpers an: Wir positionieren unsere Hände so, als würde Iron Man die Auslöser des Controllers betätigen, was bedeutet, dass die Triebwerke aus unseren Handflächen schießen und nicht etwa dahin, wo wir die Faust recken. Während des Flugs bedeutet das, dass wir unsere Arme an der Seite ruhen lassen, die Hände zeigen in die Nähe der Taille und unsere Handgelenke drehen wir, um während des Fliegens zu lenken. Von außen muss das komisch aussehen, im Spiel aber wirkt es deutlich echter, als wir uns das je ausgemalt hätten. Einfach wow!

Warum sich das Fliegen so grandios anfühlt

Schöner Fan-Service: Wir erkunden das Stark Mansion von Tony und Pepper, in das Entwickler Camouflaj richtig viele Easter-Eggs eingebaut hat.
Vergrößern Schöner Fan-Service: Wir erkunden das Stark Mansion von Tony und Pepper, in das Entwickler Camouflaj richtig viele Easter-Eggs eingebaut hat.
© Marvel

Iron Man VR vermittelt ein echtes Gefühl für Geschwindigkeit. Wenn wir schneller und schneller werden, können wir durch die Luft gleiten, unseren Körper drehen und dann den Boost aktivieren, um nochmal einen Gang hochzuschalten. Sobald es uns gelingt, dieses Manöver in Perfektion auszuführen, fühlt es sich an, als würden wir durch die Luft treiben oder regelrecht über Wolken laufen. Das ist wirklich Wahnsinn, richtig toll umgesetzt. Mit welcher Eleganz, aber auch Präzision wir über diese Playstation-Move-Controller unsere Flugbahn scharf an Gebirgen vorbei, durch Torbögen und später sogar durch das berühmte Mansion von Tony und Pepper ziehen können, fühlt sich gut an.

Und wie feuern wir, um den Jet zu verteidigen? Wir strecken die Handfläche aus und richten sie nach vorne. Via Button-Druck aktivieren wir den Laser-Beam respektive Repulsor, und wo immer wir mit der Hand hinzeigen, wird er hingefeuert. Der Entwickler arbeitet mit einer leichten Zielhilfe, vergleichbar mit dem neuen Call of Duty: Black Ops 5 auf Konsole. Das ist aber nicht störend, sondern hilfreich, weil wir in diesem Werk alles meistern müssen: Flugbahn berechnen, Geschwindigkeit einstufen, zahlreiche Gegner anvisieren und die richtigen Waffensysteme wählen. Zudem rollen, Loopings machen, Geschossen ausweichen durch ruckartige Seitwärtslagen. 

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Starke Inszenierung, viel zu tun und super viele Referenzen für Marvel-Fans 

Es gibt natürlich zahlreiche freischaltbare Anzüge, die nicht nur kosmetische Akzente setzen, sondern auch unterschiedliche Waffensysteme mitbringen.
Vergrößern Es gibt natürlich zahlreiche freischaltbare Anzüge, die nicht nur kosmetische Akzente setzen, sondern auch unterschiedliche Waffensysteme mitbringen.
© Marvel

Iron Man 2020 lässt uns viele Jobs in Virtual Reality erledigen, die wir so ähnlich schon mal in den Filmen erlebt haben: Menschen retten, die aus brennenden Flugzeugen fallen – Fans erinnern sich an die Air Force One aus Iron Man 3. Den Stark Jet schweißen, Kabelbrüche reparieren und Maschinen – im Großen haben wir das im ersten The Avengers erlebt, als der SHIELD-Helicarrier von Hydra unter Kommando von Hawkeye angegriffen wird. Es gibt ohne Ende Eastereggs für Marvel-Fans zu entdecken, speziell wenn wir die riesige Villa von Tony und Pepper besichtigen. Prototypen von Iron-Man-Anzügen, seiner Garage, dem berühmten Wohnzimmer, wo die ein oder andere wilde „Ich-schieße-mit-dem-Repulsor-auf-Champagner-Flaschen“-Partys gefeiert wurden. Pepper poppt immer mal wieder im Display auf, etwa um zu fragen, ob er denn wirklich pünktlich in Singapur ankommen würde, die Investoren warteten.

In der Story ist Pepper bereits CEO von Stark Industries – in Iron Man 2 macht Tony sie zum CEO. Während sie sich fragt, wo Tony mal wieder bleibt, verteidigen wir diverse Wellen an Drohnenangriffen, weil Ghost Tonys Sicherheitsroboter gehackt hat: „Ah, ich habe hier noch ein bisschen was zu tun, jemand hat meine Spielzeuge gehackt und versucht, unser Haus zu zerstören. Mal wieder. Mach Dir keine Sorgen, Love you, Honey.“ Wir können unseren Suit in der Garage parken und gegen einen anderen tauschen – etwa den Silver Centurion, Ultraviolet Armor und andere Varianten aus den Filmen und Comics. Wirklich schöner Fanservice.

Fazit

Es mutet schon grotesk an: Iron Man 1 bis 3 haben jeweils über eine Milliarde an der Kinokasse gemacht, The Avengers: Endgame absurde 2,8 Milliarden eingenommen und trotzdem gibt es nur so wenige Marvel-Spiele. Die meisten sind von LEGO, mit The Avengers legt jetzt ähnlich das Tomb-Raider-Team von Crystal Dynamics nach. Es wurde also höchste Zeit für ein gutes Iron-Man-Spiel. Und ja, die Zeichen stehen gut: Das Fliegen fühlt sich phänomenal an, die Story erzählt eine andere Facette, die wir von Tony noch nicht kennen, und es wird ohne Ende Fan-Service geliefert. Friday, aktiviere VR-Mode.

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