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Praxistest und Fazit

24.03.2009 | 14:15 Uhr |

Kompaktes Taschenbuch-Format, aber 350 Gramm schwer

Sony Reader PRS-505: Ein-/Aus-Schalter und SD-Karten-Slot
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© 2014

Hält man den Sony-Reader nach dem Auspacken zum ersten Mal in der Hand, fühlt man sich eher an einen schmalen Jahreskalender oder ein schlankes Notizbuch erinnert. Der Sony Reader PRS-505 steckt in einem unscheinbaren hellbraunen Kunstleder-Etui von etwas mehr als einem Zentimeter Dicke. Von den Abmessungen her ist der Sony Reader PRS-505 kleiner als ein DIN-A5-Blatt. Für dieses kompakte Taschenbuchformat überrascht allerdings das recht hohe Gewicht von fast 350 Gramm.

Aufgeschlagen zeigt sich der silberfarbene Reader mit einem aufgeräumten edlen Design. Oben liegt der monochrome Bildschirm mit einer Größe von sechs Zoll (Diagonale) und einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten. Darunter befinden sich zwei Tastenkreuze für die Navigation im Menü und zum Blättern in den Inhalten. Zusätzlich gibt es links zwei kleine Tasten zum Vergrößern des Textes in zwei Stufen und zum Setzen von Lesezeichen. Rechts neben dem Display sitzen zehn Tasten, über die man direkt durchs Menü oder das gerade aktive Buch steuern kann. Oben auf dem Sony Reader PRS-505 befinden sich der Ein-/Aus-Schalter und die Einschübe für SD- und Memorystick-Speicherkarten. An der Unterseite sind ein Mini-USB-Port und Anschlüsse fürs Netzteil und einen Kopfhörer integriert. Hier befindet sich auch der Lautstärkeregler.

Intuitive und einfache Bedienung

Sony Reader PRS-505: Kontrastreiches Display auch bei starkem Licht
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Schaltet man den Reader ein, fällt sofort die sehr helle und kontrastreiche Darstellung des Textes auf fast weißem Hintergrund auf. Sie hat mit dem Bild eines herkömmlichen TFT-Displays nichts gemein. Auf der Startseite zeigt der Sony Reader PRS-505 das Navigationsmenü mit zehn Unterkategorien, die sich mit den zehn seitlichen Tasten direkt anwählen lassen. Das Menü erinnert an die Steuerung eines iPods oder anderer MP3- und Multimedia-Spieler.

So lassen sich die gespeicherten Bücher nach Autor, Titel oder Datum sortieren. Man kann zu gesetzten Lesezeichen springen oder an der Stelle weiterlesen, an der man zuletzt aufgehört hat. Unter "Einstellungen" lässt sich die Ausrichtung (vertikal oder horizontal), ein Schlafmodus oder eine Gerätesperre einrichten. Insgesamt ist der Sony Reader PRS-505 intuitiv und sehr einfach zu bedienen. Unsere Tester kamen sofort klar und mussten das Handbuch nicht zu Rate ziehen.

Kontrastreiches Display auch in der Sonne

Sony Reader PRS-505: Taschenbuch-Format mit Leder-Etui
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In unseren Tests nutzten wir den Sony Reader PRS-505 bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Das Ergebnis: Das E-Book ist in punkto Lesbarkeit durchaus mit einem herkömmlichen Buch zu vergleichen. Selbst bei direktem Sonnenlicht waren die Texte kontrastreich. Auch künstliches Licht im Zimmer oder in der U-Bahn reicht für eine gut lesbare Darstellung völlig aus. Sie nimmt nur ab, wenn wirklich wenig Licht vorhanden ist - aber dies ist bei einem herkömmlichen Buch ja auch nicht anders. Wer einmal die Lesebrille nicht zur Hand hat, kann den Text zusätzlich in zwei Stufen vergrößern. Der Text wird dabei automatisch neu umbrochen.

Langsamer Seitenwechsel

Sony Reader PRS-505: einfache Navigation per Tasten
Vergrößern Sony Reader PRS-505: einfache Navigation per Tasten
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Während des Lesens fällt vor allem der recht langsame Seitenwechsel negativ auf. Bei dem vorinstallierten Buch "Querschläger" von Silvia Roth (512 Seiten) dauerte das Umblättern zwischen zwei und drei Sekunden. Wollen Sie eine PDF-Datei mit Bildern laden, kann dies auch mal Minuten dauern.

Fazit: gutes elektronisches Buch, wenig Inhalte

Lesen mit dem Sony Reader PRS-505 macht Spaß. Zu Beginn ist dies etwas ungewohnt, aber mit der Zeit lernt man das elektronische Buch zu schätzen. Es spart gegenüber herkömmlichen Büchern Platz und Gewicht. Die Bedienung ist einfach und intuitiv, die Lesbarkeit auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen sehr gut. Lediglich der langsame Seitenwechsel macht sich störend bemerkbar.

Ob sich E-Books wie der Sony Reader PRS-505 im Massenmarkt etablieren können, liegt weniger an den Geräten selbst, als am verfügbaren Inhalt. Laut Sony sind zum Start des Reader PRS-505 einige 1000 Bücher verfügbar - viel ist das nicht. Immerhin meldete Sony kürzlich, dass Google 500.000 lizenzfreie Bücher für den Reader PRS-505 zur Verfügung stellen will, wovon auch "viele in Europa erhältlich sein werden".

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