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Photolemur 2.2 für Mac und Windows: Bilder besser und flotter verbessern

01.12.2017 | 11:37 Uhr |

Photolemur beansprucht mit künstlicher Intelligenz digitale Bilder optimal zu verbessern. Mit der neuesten Version gelingt das noch effektiver.

Photolemur 2.2 Spectre ist ein Update zur bereits von uns getesteten und als gut befundenen Vorgängerversion . Zwischendurch wurde zwar der Algorithmus verbessert, aber die zweite Version enthielt nicht mehr den Schieberegler, über den man minimal eigene Einstellungen vornehmen konnte. Denn im Prinzip geht es bei Photolemur ja nach dem Motto: Bilder draufziehen oder über ein Dialogfenster auswählen, dann analysiert die Software die Vorlagen vollautomatisch inklusive Farben, Erkennen von Gesichtern und Objekten wie Himmel, nimmt den Weißabgleich vor und versucht, das Bildrauschen zu vermindern. Mit dem fertigen Ergebnis muss man gewissermaßen leben, ohne weiteren Einfluss nehmen zu können. Zwar ist man damit meistens gut dran, die Fotos wirken deutlich kontrastreicher, intensiver und farblich ausgewogener.

Wieder Feintuning per Schieberegler

Trotzdem konnte man den Schieberegler für eigene Anpassungen vermissen. Dieser ist nun ab 2.2 mit anderer Funktionalität zurück: Zwar hat man nicht mehr die Wahl zwischen ”Realistic” und ”Vivid” wie in Photolemur 1 . Dafür sieht man jetzt nicht nur den direkten Vergleich zwischen Vorher und Danach, sondern mit einem Klick auf den neuen Pinsel auf dem Bildfenster zeigt sich ein Schieberegler mit den Kategorien ”Original” und nach rechts ”Verstärken”. Hier macht man nichts anderes, als optional die von Photolemur berechnete Optimierung des Fotos stufenweise zurückzunehmen. Und sieht dabei sehr elegant die Zwischenstufen zwischen dem Ausgangsfoto und der Endversion der Bildbearbeitung. Zusätzlich ist jetzt auch alles auf Deutsch, wenngleich die Zahl der Menüpunkte und Befehle äußerst gering ist. Aber das ist ja auch der Sinn dieser Bildbearbeitung, die mit ihren Algorithmen nach bestimmten vorgegebenen Kategorien und Inhalten sucht, um diese aufgrund ihrer künstlichen Intelligenz zu verbessern. Anschließend gibt es Exportoptionen zum Speichern auf der Festplatte oder einem externen Medium, verschicken per E-Mail, Posten auf Facebook, Flickr oder Twitter oder man übergibt das Bild an die Macphun Bildbearbeitung Snapheal , sofern man diese besitzt.

Photolemur 2.2: Spürbar schneller

Noch andere Anpassungen hat der Entwickler vorgenommen, so für volle Kompatibilität mit macOS High Sierra gesorgt, wir spüren auch, dass es deutlich schneller geht, wenn man mehrere Bilder im Stapel bearbeiten lässt. Das verdankt sich dem Entwickler zufolge einem verbesserten und schnelleren Algorithmus. Den neuen Schieberegler haben wir schon erwähnt. Es ist Unterstützung für die deutsche und andere Sprachen dazugekommen und auf dem Mac die Integration von Snapheal. Außerdem ein verbesserter RAW-Import und Fehlerbereinigungen.

Photolemur auch unter Windows

Wir sind mit der Mac-Version von Photolemur jedenfalls recht zufrieden, denn auf die Schnelle bekommt man kaum bessere Fotos. Individuelle Anpassungen gibt es dafür in anderen Programmen. Doch wir haben uns auch die Windows-Version angesehen. Hier benötigt man mindestens Windows 7, wir haben unter Windows 10 getestet. Neu ist hier unter anderem die Option als Photoshop-Plug-in. Ansonsten funktioniert und sieht alles ähnlich aus wie auf dem Mac. Sodass wir Photolemur auch für die Kollegen aus der PC-Fraktion empfehlen können. Freilich fehlen unter Windows noch einige der Exportoptionen vom Mac – auf dem PC gibt es unter 2.2 lediglich lokales Speichern, Facebook und Twitter. Hier wie dort zahlt man beim Anbieter für eine Einzelplatzversion knapp 30 Euro. Für zirka 50 Euro erhält man eine Lizenz, die man auf insgesamt fünf Geräten laufen lassen darf.

Fazit und Empfehlung

Für viele User dürfte Photolemur 2.2 völlig ausreichen, um mal schnell und auch im Stapel Urlaubsbilder, Fotos von Parties oder anderen persönlichen Ereignissen zu verbessern. Der Schieberegler erlaubt Anpassungen der Auswirkungen durch die Optimierung, was gerade bei kleineren Bildern mit geringeren Auflösungen etwa gegen zu viel Rauschen und JPEG-Artefakte hilfreich ist. Bei guten, höherwertigen Vorlagen muss man sich aber um nichts weiter kümmern. Wir wünschen uns noch zusätzliche Integrationen mit Bildbearbeitungen auf dem Mac – unter Windows hat man dafür immerhin schon Photoshop und auf dem Mac Snapheal und Lightroom. Mit Apple Fotos dagegen wollte es bei uns leider nicht so recht klappen, hier erhielten wir lediglich eine Fehlermeldung beim Versuch. Dennoch, auch für sich selbst genommen ist uns Photolemur 2.2 Spectre für die beschriebenen Zwecke eine Empfehlung wert.

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