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Photo Director 10: Neue Director-Suite von Cyberlink

24.09.2018 | 08:31 Uhr |

Die neue Version des Fotoverwalters Photo Director bietet erstmals AI Effekte und eine automatische Verzeichnungskorrektur.

Neben Apple Fotos und Adobe Lightroom gibt es eine ganze Reihe an Foto-Verwaltern und RAW-Konvertern, eine der interessanteren Lösungen ist die Software Photo Director von Cyberlink . Der Hersteller aus Taiwan ist auf der Windows-Plattform vor allem durch seine Videoplayer und die Filmschnittsoftware Power Director bekannt, das einzige auch als Mac-Version verfügbare Programm ist die Software Photo Director. Viel Wert legte Cyberlink in den letzten Jahren auf einfach bedienbare Automatikfunktionen für Retusche und Korrekturen, das Tool bietet neben herkömmlichen Bildbearbeitungsfunktionen viele Spezialfunktionen für Einsteiger wie Porträtkorrektur und Unterstützung für 360 Grad-Fotos und bietet Unterstützung für zahlreiche Kamerasysteme.

Tethering und Softproof

Die neue Version 10 bekam auch für Profis interessante Neuerungen, so ist erstmals eine Tethering-Funktion für die Fernsteuerung einer Kamera (vorerst Nikon und Canon) mit dabei. Höhere Ansprüche soll auch die neue Softproof-Funktion erfüllen.

Express Layer

Neu dabei ist eine erweiterte Ebenenfunktion: Erstmals kann man hier Schnittebenen nutzen, Ebenen gruppieren und neue Express Layer Templates verwenden. Dabei handelt es sich um Ebeneneffekte mit Namen wie Linien und Formen, Galaxy, Teenage und Comic, die man wie einen Foto-Effekt auswählt und anwendet. Dies sind aufwendige Ebenenvorlagen, die zahlreiche Text und Einstellungsebenen kombinieren und nachträglich anpassbar sind.

Die Express Layer machen Ebenen für Einsteiger nutzbar.
Vergrößern Die Express Layer machen Ebenen für Einsteiger nutzbar.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz darf ebenfalls nicht fehlen, die Software bietet neue AI Style Plug-Ins, die bereits in der Videosoftware Power Director zum Einsatz kamen und Fotos mit Effekten aufmöbeln. Laut Cyberlink sollen diese Filter nicht nur einfach einen bestimmten Stil als Effekt anwenden, sondern Aufnahmen analysieren und bestimmte Pinselstriche und Farbtöne eines Künstlers passend anwenden. Einige dieser Effektpakete sind bereits vorinstalliert, weitere Pakete muss man je nach Lizenz dazu kaufen. Nutzt man die App in Form eines Softwareabos, sind diese Pakete wie Wasserfarben, Skizzen und Mosaik automatisch enthalten.

Klonfunktion

Photo Director bietet bereits einfach bedienbare Funktionen für das Entfernen und Bewegen von störenden Objekten. Erstmals ist auch eine Klonfunktion dabei, mit der man ein bestimmtes Objekt vervielfältigen kann – etwa um aus einer Möwe in einem Strandbild mehrere zu machen.

Automatische Trapezkorrektur

Neu ist auch eine Funktion für das automatische Entzerren von Bildern. Nimmt man ein Gebäude aus geringer Entfernung auf, wird das Ergebnis meist schiefe Linien produzieren. Unter Trapezkorrektur gibt es eine neue Funktion für das Entzerren dieser Aufnahmen. Nach unserem ersten Eindruck eine recht brauchbare Funktion.

Schiefe Wände kann man mit einem Mausklick geraderücken.
Vergrößern Schiefe Wände kann man mit einem Mausklick geraderücken.

Verfügbar ist Photo Director für Mac und PC, sowohl als Einzelanwendung als im Rahmen des Pakets Director Suite. Eine Einzelllizenz kostet 100 Euro, die Mindestsystemvoraussetzung ist MacOS 10.11. Wir empfehlen aber vor dem Kauf auf die Kompatibilität mit eigenen Kamerasystemen zu achten. Eine iOS-App ist ebenfalls verfügbar.

Director Suite (Windows)

Viele Neuerungen gibt es auch für die Windows-Anwendungen von Cyberlink. Die schon zuvor als Paket erhältlichen Anwendungen Power Director, Color Director, Audio Director und Photo Director sind nun im Rahmen eines Abos zu haben, das den neuen Namen Director Suite 365 trägt. Abonnenten verspricht Cyberlink laufenden Zugang zu neuen Entwicklungen und Updates, 100 GB an Cloud-Speicher sowie uneingeschränkten Zugriff auf Zusatzpakete wie die AI-Styles.

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Power Director 17

Neu bei Power Director 17 sind dabei Funktionen wie eine fortgeschrittene Bewegungserkennung, Multi-Schlüssel Farb-Sampling im Chroma-Key und verschachtelte Video-Bearbeitung (mehrere Projekte in einem Videoprojekt). Neu ist außerdem ein optionaler Videovorschnitt, bessere Videostabilisierung für 360-Grad-Videos und Hilfe bei der Wahl des Videoprofils.

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Color Director 7

Die Farbkorrektursoftware für den Videoschnitt bietet eine verbesserte globale Anpassung, bessere regionale Korrekturen und Keyframe-Unterstützung für Vorlagen.

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Audio Director 9

Im Mischraum kann man nun mehrere Track-Alternativen nutzen, es gibt einen Audio-Panner für 360-Grad-Audio und eine neue Stapelverarbeitung.

Ein Monat Nutzung kostet als Abo ab sofort 30 Euro, 3 Monate gibt es für 70 Euro und 12 Monate für 130 Euro. Die Anwendungen sind aber auch weiterhin als Box-Version zu haben, Power Director auch als Einzel-Abo Power Director 365. Hier kostet ein Monat 20 Euro, drei Monate 40 Euro und 12 Monate 70 Euro.

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