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PROZESSOREN: WIE WIR TESTENRechenleistung

28.07.2004 | 14:33 Uhr |

Wir testen die Prozessoren auf folgender Basis-Testplattform: 2 x 512 Megabyte PC-400-DDR-SDRAM CL 2,5 (Corsair TWINX1024-3200LL) im Zweikanal-Modus, Grafikkarte MSI Geforce FX 6800 GT (Treiber: 61.34), U160-SCSI-Festplatte Seagate ST336705LW unter Windows XP Professional SP1a, 32 Bit mit Single- (AMD-CPUs) respektive Multiprozessor-Kernel (Intel-CPUs), da wir bei allen Intel-Prozessoren Hyper-Threading aktivieren. Abhängig vom CPU-Steckplatz kommen folgende Hauptplatinen zum Einsatz:

Sockel 478: Intel D875PBZ R1 (Intel 875P-Chipsatz)
Sockel 754: MSI K8T Neo (VIA K8T800-Chipsatz)
Sockel 775: Intel D925XCV (Intel 925X-Chipsatz)
Sockel 939: MSI MS-6702E (VIA K8T800-Pro-Chipsatz)
Sockel 940: MSI K8T Master1 (VIA K8T800-Chipsatz)

Die Rechenleistung ermitteln wir - nach dem Einsatzgebiet aufgeschlüsselt - mit folgenden Benchmarks:

Office:
- Sysmark 2002
- Sysmark 2004
Multimedia:
- Cinebench 2003
- Xmpeg 5.01
Verschlüsselung
- Science Mark 2.0
3D-Spiele:
- 3D Mark 2001 SE
- 3D Mark 2003
- Quake III
- Unreal Tournament 2003
- X2
Over-All:
- SPEC CPU 2000

Um so praxisnah wie möglich zu testen, basieren unsere Test auf weit verbreiteten Applikationen.

Office:
Wie schnell ein Prozessor bei typischen Büroanwendungen wie Acrobat Reader, Excel, Outlook, Photoshop, Powerpoint und Word ist, messen wir in jeweils drei Durchläufe mit dem populären Sysmark 2002 Pro von Bapco (www.bapco.com) sowie dessen Nachfolger Sysmark 2004, der aktuelle Versionen der genannten Büroanwendungen einsetzt. Wir werten die Ergebnisse der zwei Teilbereiche “Office Productivity”, also klassische Büroanwendungen wie Textverarbeitung und Tabellenkalkullation sowie den Block “Internet Content Creation”, in den etwa die Bildbearbeitung fällt. Die Messung erfolgt bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe.

Multimedia:
Wie schnell die CPU Lichtquellen und deren Schattenwurf berechnet, überprüft der Raytracing-Test von Cinebench 2003 von Maxon . Hier ist besonders Fließkomma-Leistung gefragt. Im zweiten Cinebench-Test Open GL HW sind zwei Animationen zu berechnen, die aus 1046 Objekten mit 37.000 Polygonen beziehungsweise zwei Objekten mit insgesamt 70.000 Polygonen bestehen. Beim dritten Test Open GL SW erfolgt zusätzlich die Lichtberechnung für die beiden Animationen. Wie schnell der Prozessor Videofilme transcodiert, prüfen wir mit Xmpeg 5.0.1 von Xis . Wir lassen die Freeware automatisch die optimalen Parameter für den Prozessor einstellen und schalten die “Audio-Bearbeitung” ab. Alle anderen Einstellungen bleiben unverändert. Dabei muss die CPU unsere 200 MB große VOB-Filmdatei, die Episode 34 ”Indianer” der Kultserie Raumschiff Gamestar des gleichnamigen Spielemagazins, mit dem Codec Xvid 0.9.2 in eine AVI-Datei mit voller PAL-Auflösung transcodieren. Für Xvid stellen wir den Encodierungsmodus auf “1 Pass –CBR” und die Bitrate auf 900 KBit/s. Die Umwandlung erfolgt mit höchster Priorität.

Verschlüsselung:
Mit dem symmetrischen Kryptographie-Verfahren AES (Advanced Encryption Standard) des Benchmarks Science Mark 2.0 (http://www.sciencemark.org) prüfen wir, wie schnell der Prozessor Daten verschlüsselt. Bei dem AES-Test kommen variable Schlüssellängen zwischen 128 bis 256 Bit zum Einsatz.

3D-Spiele
Die synthetische Leistung des Prozessors unter Direct X 8 messen wir mit 3D Mark 2001 SE Pro von Futuremark (www.futuremark.com) bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe mit den Default-Einstellungen. Für Direct X 9 prüfen wir die CPU mit dem 3D Mark 2003, ebenfalls von Futuremark (www.futuremark.com), bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten und 32 Bit Farbtiefe mit den Default-Einstellungen. Was der Prozessor bei echten Spielen drauf hat, checken wir mit dem Benchmark Botmatch des 3D-Spiels Unreal Tournament 2003 bei einer Auflösung von 1024 x 768 sowie 1600 x 1200 Bildpunkten mit jeweils 32 Bit Farbtiefe. Die Messwerte liefern einen Anhaltpunkt, wie gut die CPU bei Spielen unter Direct X 8 abschneidet. Der zweite Spiele-Benchmark FOUR.DM_68 stammt aus Quake III 1.32. Wir testen bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten sowie 1600 x 1200 Bildpunkten mit jeweils 32 Bit Farbtiefe. Der Benchmark steht stellvertretend für alle Spiele unter Open GL 1.4. Im dritten Spieletest verwenden wir X2: The Threat. Der integrierte X2-Benchmark läuft mit den Qualitäteinstellungen "Automatic Quality", "Bumpmaps", "Shadows" sowie 4fachem Full Screen Anti-Aliasing (4xFSAA) bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten sowie 1600 x 1200 Bildpunkten mit jeweils 32 Bit Farbtiefe. X2 steht stellvertretend für moderne Direct-X-9-Spiele.

Over-All
Das Benchmark-Paket Spec CPU2000 1.2 besteht aus insgesamt 26 praxisnahen Programmen, die den Einsatz von Software am Arbeitsplatz und Zuhause recht gut widerspiegeln. Detaillierte Infos gibt’s unter www.specbench.org/osg/cpu2000. Wir ermitteln den Base-Wert, der mit identischen Compiler-Einstellungen zustande kommen muss. Damit sich sowohl der Pentium 4 als auch AMDs Athlon-64-Duo optimal in Szene setzen können, haben wir die 12 Integer-Tests mit Intel C++ 7.1 (Option –QxW) und MS Visual Studio kompiliert. Bei den 14 Fließkomma-Tests kommt zusätzlich Intel Fortran 7.1 zum Einsatz.

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