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Optimus im Test

09.02.2010 | 15:00 Uhr |

Erstes Optimus-Notebook im Test: Asus UL50VT
Vergrößern Erstes Optimus-Notebook im Test: Asus UL50VT
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Die PC-WELT hatte eines der ersten Notebooks mit Optimus im Test: Im Asus UL50VT arbeitet der Nvidia-Grafikchip Geforce G210M sowie der Intel-Grafikchip GMA 4500MHD, der im Chipsatz GS45 sitzt. Es entspricht damit dem bereits verfügbaren Modell des UL50VT: Bei diesem Notebook wechselt man aber per Schalter oder Tastenkombination zwischen den beiden Grafikchips, beim Optimus-Modell geht's automatisch.

Damit gehört das Asus-Notebook nicht zu den aktuellen Modellen mit Intels Core-Technik. Als Spiele-Notebook ist es nicht gedacht - der Nvidia-Grafikchip G210M ist bei hoher Auflösung für die meisten aktuellen Spiele zu langsam. Das Asus UL50VT besitzt ein 15,6-Zoll-Display, aber einen stromsparenden Prozessor. Dank des Core 2 Duo SU 7300 (1,3 GHz) soll es trotz des großen Displays auch im Akkubetrieb sehr lange durchhalten. Für den Test war das Asus UL50VT mit Windows 7 Ultimate (64 Bit) sowie der Treiber-Version 188.97 ausgestattet.

Optimus im Praxis-Test
Im Praxisbetrieb lief Optimus problemlos: Der Treiber schaltete ohne Einwirkung des Anwenders zwischen 3D-Chip und Chipsatzgrafik um – nur durch ein Tool ließ sich feststellen, welche Grafikeinheit aktiv war. Verzögerungen, Displayflackern oder andere Auffälligkeiten beim Umschalten gab es nicht. So arbeitete das Notebook beispielsweise bei der Wiedergabe eines HD-Films mit dem Nvidia-Grafikchip, bei einem MPEG-2-Video mit der Chipsatz-Grafik. Beim Start eines 3D-Spiels wechselte das Notebook zum Geforce G210M, wenn man Solitaire startete, blieb die Chipsatz-Grafik aktiv.

Nur wenn man die Optimus-Profile veränderte, ließ sich der deutliche Leistungsunterschied zwischen den Grafikchips feststellen. Beispielsweise erreichte das Notebook im 3D Mark 06 mit dem Geforce G210M 3455 Punkte. Die Intel-Chipsatzgrafik kam auf 832 Punkte.

Optimus im Akku-Test
Notebooks mit Wechsel-Grafik laufen im Akkubetrieb kürzer als ein vergleichbarer Laptop mit Chipsatz-Grafik. Das gilt auch dann, wenn im Akku-Betrieb nur die sparsame Grafik arbeitet. Denn die 3D-Grafikkarte zieht auch dann Strom, wenn sie nicht aktiv ist und verkürzt so die Laufzeit. Bei Optimus soll die 3D-Karte dagegen vollständig elektrisch ausgeschaltet sein, wenn sie nicht gebraucht wird.

Das Asus UL50VT überzeugte im Akku-Test. Im Test mit dem Mobile Mark 2007 hielt es 8:09 Stunden durch – sehr lange für ein 15,6-Zoll-Notebook. Die meisten großen Notebooks mit CULV-Prozessor bringen es auf sechs bis sieben Stunden Laufzeit.

Allerdings verhilft ein üppiger Akku mit 81 Wattstunden dem Asus-Notebook zur langen Laufzeit. Denn trotz Optimus ist es im Akkubetrieb nicht ganz so sparsam wie die besten Notebooks mit Chipsatz-Grafik – aber fast. Das Asus UL50VT benötigte im Akku-Test 9,8 Watt – die sparsamsten 15,6-Zoll-Notebooks sind mit acht bis neun Watt noch etwas bescheidener.

Der Abstand zu einem Notebook mit 3D-Grafikkarte fällt aber deutlich aus: Diese Notebooks ziehen meist mindestens 12 Watt im Akkubetrieb, wenn sie einen stromsparenden Prozessor mitbringen. Ein Notebook mit einem vollwertigen Mobil-Prozessor wie dem Core 2 Duo P8600 und Windows 7 brauchen 14 Watt oder mehr.

Auch beim Betriebsgeräusch macht sich die 3D-Karte nicht bemerkbar: Der Lüfter im Asus UL50VT arbeitete meist sehr leise mit 0,3 Sone. Auch wenn das Notebook länger unter Last stand, war er nicht lauter als 0,7 Sone – das hört man nur in sehr ruhiger Umgebung.

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